Essays/ Stories

Heimliche Hochzeit

Madonna ist jetzt Frau Gerber!

“ Heimliche Hochzeit – Popstar Madonna ist jetzt Frau Gerber! “ schlagzeilt die BILD Zeitung. Das renommierte “ People “ -Magazine wählt mich zum “ Sexiest Man Alive“. Ich kriege das Bundesverdienstkreuz. Ich bekomme den Literatur-Nobelpreis. Ich kandidiere für das Amt des Bundeskanzlers. Die Queen lädt mich regelmäßig in den Buckingham Palace zum “ Five o‘ Clock Tea “ ein und danach haben wir dann auch immer echt einen im Tee. Bei Google habe ich über 3 Milliarden Einträge! Wegen meiner Genialität werden Straßenzüge und Flugplätze nach mir benannt. Der Vatikan in Rom spricht mich heilig. In New York trägt die Freiheitsstatue eine schwarze Sonnenbrille auf der Nase, im Weißen Haus in Washington outet sich ein Ex-US-Präsident als großer Frank-Gerber-Fan. Die Rolling Stones, Udo Lindenberg, Lady GaGa und die britische Synthie-Pop-Band Depeche Mode widmen mir ganze Doppelalben, weil ich so verdammt cool bin. Ich habe über 50 Millionen Twitter-Follower – und es werden immer mehr! Ich bin reich und berühmt. Die Welt liegt mir zu Füßen. Meine Marke ist berühmter als die von Global Player Coca-Cola. Habe so viele Fans wie Sterne am Himmel. Mein Poster hängt über Millionen Betten. Die drei bekanntesten Personen auf der Welt fangen mit G an: Gott, Gates, Gerber! Das meistverkaufteste Buch auf diesem Planeten ist nicht mehr länger die Bibel, sondern mein epochales Meisterwerk. Und exakt in dem Moment, als mein Handy klingelt und Oscar-Preisträger Mr. Steven Spielberg aus Hollywood dran ist, um mir freundlich mitzuteilen, dass er meinen neuen Bestseller “ Die Bibel, Teil 2 oder Jesus Loves Me, ich mich auch “ mit dem US-amerikanischen Actor und Mega-Star George Clooney in der Hauptrolle verfilmen will, passiert es: Mein Scheisswecker klingelt!

“ Ey, Süßer!“, höre ich plötzlich eine Stimme. “ Was geht? “ Dann verschwimmen die Bilder, und ich bin wieder in der Realität. Na toll! Es ist 13 Uhr, ergo frühmorgens wenn man zu Hamburgs Bohème de luxe gehört. Direkt vor mir steht meine durchgestylte Komplizin Julia. Teuflisch süß. Julia hat zwei wunderschöne Titten und einen noch schöneren Arsch. Wow! Und was für ein wunderbares Outfit! Julia ist absolut modeverrückt – kein Wunder also, dass sie jedes Jahr in der begehrten Front Row bei der New Yorker Fashion Week sitzt und bei den Prèt-á-Porter-Shows in der französischen Hauptstadt Paris am Start ist. Als sie ihre hippe Gucci-Lederjacke ablegt, trägt sie darunter ein poppiges T-Shirt mit dem Slogan “ Fuck me I am famous “ (dt. “ F*** mich, ich bin berühmt “ )!
“ Hey, was für ´ne hotte Klamotte: Du siehst fantastisch in dieser Jacke aus, très chic “ , sag ich. “ Bist ja so was von hot, Darling! Wie ich sehe, haste wieder Extremshopping gemacht und Gucci ausgeraubt. “
“ Gucci ist meine Lieblingsdroge. Als ich dieses Teil sah, war mir sofort klar: Für dieses Gucci-Jäckchen würde ich morden! Laura, Chatwoman und ich haben übrigens im Internet recherchiert und dich gegoogelt. Da sind Wahnsinnsfotos, auf denen du rüberkommst wie ein Rockstar. Aufregend stylish! Hip, trendy und unverschämt cool. “
“ Das Ungeheuer von Cool Ness “ – so heißt ein Songtext, den ich mal nachts in der “ Paramount Bar “ in London geschrieben habe. Frank Gerber ist heute der Inbegriff für Coolness, meinen sehr viele Leute – aber ich sehe das mit solchen Etiketten ja eher locker und antworte Julia: “ So cool bin ich nun auch wieder nicht. “
Julia, Laura und Chatwoman hängen oft mit mir ab und machen einen verdammt guten Job: 3 Engel für Frankie. Wir proben eine Vierecksbeziehung. Die toughen Senoritas verstehen sich super, es gibt auch keinen Bitchfight und zudem starten sie voll durch und powern los wie Salma Hayek und Penelope Cruz in dem französisch-mexikanischen Actionfilm “ Bandidas“. Über SMS, Facebook und Twitter halten sie den Clan des Meisters auf dem Laufenden. Außerdem sind die drei hochspezialisierten Top-Agentinnen Mitglieder im exklusiven Club der Gerber-Googler. Für die drei ambitionierten Ladies ist der Typ mit der dunklen Sonnenbrille der Websitestar, der Webgott, der Internetguru, der Cyber-Chè. Als wären die wenigen Internetstars von heute Heilige der Moderne! Dabei möcht ich nur die Klickbewegung ein bisschen entertainen. Langweiler gibt es genug. Ich leiste mir den Luxus, anders zu sein. Nebenberuflich Tänzer, denn ich tanze gern aus der Reihe. Und es funktioniert. Meine Wow-Website halten viele für legendär und für einzigartig im World Wide Web, in den letzten Monaten wurde frankgerber.com über eine Million mal geclickt. Ich denk immer noch manchmal, ich träume. Weltweit bin ich im Internet erreichbar. Wie im realen Leben ergreifen einige auch in der virtuellen Realität des Internets die Chance, sich und ihre Persönlichkeit zu präsentieren. Natürlich gab’s am Anfang viele Vollzeit-Skeptiker. Der Karriere-Knockout wird kommen, prophezeiten sie. Die Prophezeiung erfüllte sich aber nicht. Zugegeben, ich war ein paar Mal am Boden und wurde angezählt, aber der Internet-Rocky-Balboa stand wieder auf und hat sich karrieremäßig durchgeboxt wie ein echter Champ. Das ganze Gequatsche dieser Leute hat mich persönlich sowieso nie tangiert. “ Besondere Kennzeichen – cool “ steht in meiner ID-Card. Ich zieh mein Ding durch!
Nur einmal, ein einziges Mal, hab ich fast komplett den Mut verloren. Plötzlich tauchte aber der Geist von Johann Wolfgang von Goethe auf und bot mir seine Hilfe an. Der durchblickende Dichterfürst klopfte mir aufmunternd auf die Schulter und sprach: “ Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen, lieber Herr Kollege. “
Wie gesagt, ich hatte viele Ups und Downs, aber ich hab‘ mich von diesen Nixcheckern und Vollzeit-Skeptikern nicht unterkriegen lassen. Ich bin immer noch da. Und ich bin verdammt gut! Plötzlich muss ich an Popart-Ikone Andy Warhol denken: Ihre 15 Minuten sind schon lange um. Meine fünfzehn Minuten Ruhm dauern jetzt schon ein paar Jahre. Wie aus dem Nichts tauchte im Internet ein geheimnisvoller Mann auf: Der Nobody aus dem Nirgendwo – der Underdog von irgendwo! So einen Typen hatte die Webgeschichte bis dahin noch nicht gesehen: Am 7.6. 2009 ging frankgerber.com an den Start! Wir erklären diesen Tag ab dato zum Nationalfeiertag. Ich habe die nötige Chuzpe. Frechheit siegt!

“ Lass uns gleich losrocken, sonst kommen wir zu spät zum Italiener“, sagt Julia. “ Wollten doch was snacken gehen. “
Freundlich schiebt sie mir ´n Käffchen rüber. Der Käffchenkick beim Spätstücksfernsehen auf Sat. 1 and i feel good wie einst The Sex Machine James Brown.
“ Geht klar, Julia K.! “ , sag ich leger. “ Möchte nur schnell was auf meiner NEWS-Seite bringen. Nur so’n paar coole Zeilen. Die Gerberatur sozusagen. Danach ziehen wir dann los. Deal? “
“ Deal! “ , antwortet Julia.
Nebenbei checke ich schnell meine Mails. Fanpost für Frankie! Es regt sich Widerstand gegen meine lockere Art. Manch einer stellt fest, dass der Freigeist in Deutschland spukt, und gibt den “ Ghostbuster „: Die Berufsempörer haben mir gemailt. E-Müll statt E-Mail. Die Verfrankgerberisierung der Gesellschaft müsse man stoppen, meinen sie – diese Vollastronauten auf dem Flug ins Nichts. Uncool, uncool. Manche Leute blicken es einfach nie. Ich weiß nicht, was die sich reinziehn, dass sie so schlecht drauf sind. Vielleicht sollte man denen mal einen neuen Dealer empfehlen.
Als ich startklar bin, muss Julia sich erstmal wie ein Top-Model im Bad aufbitchen. “ Muss eben Kajal auftragen “ . Okay, denk ich, die Superlady muss sich kajalisieren, dann hau’n wir ab. Falsch gedacht! Jetzt krallt sie sich den blutroten Schmatzerlack von Christian Dior. Am liebsten würde sie sich jetzt noch ein Styling-Update holen und ein Team aus L.A. einfliegen lassen: Eine VIPsagistin. Eine Puder-Patin. Die Makeup-Mafia. Am liebsten wäre ihr natürlich die Promi Stylistin Rachel Zoe und die New Yorker Star-Visagistin Bobbi Brown, aber manche Star-Visagisten in New York maken ihre Geschäfte erst um 12:00 up, manche sogar noch später. Aber so lange möchte ich nicht warten. Das können die Visagisten sich echt abschminken!

Die junge Agentur-Chefin und ich führten vor vielen Jahren in Amiland ein Bohème-Leben. Wir wohnten zusammen acht Monate im schönen Künstlerviertel East Village und genossen die Leichtigkeit des Seins. Vor nicht langer Zeit bezog Julia ein feudales Luxus-Domizil mit exklusivem Interieur in St. Georg in Hamburg: Warhols knallbunte “ Marilyn “ ( Ein echter Andy ist voll trendy! ) im supermodernen Home Office und viele teure Edel-Möbel von dem berühmten französischen Stardesigner Philippe Starck – Design ist ihr Dasein. Alles sehr lifestylig. Früher Hippie, heute VIPy! Die eigenen vierzig Wände total voll mit 1000 Dingen. Ich steh‘ nicht so drauf, viele Dinge zu besitzen. Ich brauch das giga-geile Gefühl, morgen einfach meine schwarzen Porsche Design-Köfferchen packen zu könn‘, und schon geht’s mit dem Taxi zum Airport und man bucht ein Ticket nach Miami, in den “ Sunshine State “ Florida – oder nach London, Paris, Wien, Moskau, Jerusalem, Stockholm, Rom oder irgendwohin. Oder man nimmt den Spruch “ Mach ´n Abflug! “ wörtlich – und fliegt mal eben auf einen leckeren Mojito in die kubanische Hauptstadt Havanna. Manche Typen brauchen eben das Freiheits-Feeling, so als würde man zum Beispiel wie die Outlaw-Biker Peter Fonda und Dennis Hopper in dem amerikanischen Kultfilm und Roadmovie “ Easy Rider “ mit einer Harley Davidson auf dem legendären Highway Route 66 cruisen.
Julia hat wie Promi-Partygirl und DJane Paris Hilton auch ´ne neue Edelratte, einen neuen Chihuahua, der meistens in ihrem silbernen Glitterhandtäschchen steckt. Ich bin ja auf den Roboterhund gekommen, hab‘ den silbernen Roboterhund AIBO ERS-210 von Sony, der ist superstylisch und passt perfekt zu meiner klinisch sauberen Designerwohnung im Future-Style. Es soll ja Leute geben, die mich mit dem neurotischen Private Detective Adrian Monk vergleichen, weil ich angeblich zahlreiche Macken und Phobien habe. Ich gestehe, ich leide z.B. an Santa Claustrophobie – hab‘ echt Angst vor diesem Weihnachtsblödmann und erst recht vor den total bescheuerten Xmas-Songs! Klar steh‘ ich wie viele Leute auf ein white Christmas, doch davon kann man oft nur dreamen. Und “ Let It Snow “ , vermute ich, ist das Lieblingslied vieler Kokser. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.
Julia ist wunderschön wie eine ägyptische Königstochter und meine Muse, meine Muse und loyale Begleiterin, so wie es für eine lange Zeit die schillernde Sixties-Ikone Edie Sedgwick für Andy Warhol war, der sie bekanntlich zur Queen seiner New Yorker “ Factory “ erkor. Julia spioniert mir auch nicht hinterher wie Private Eye Philip Marlowe. Au contraire, mesdames et messieurs! Die Lady ist erfrischend direkt, very charming und cool drauf. ´Ne echte Komplizin. Von Gott in Champagnerlaune geschaffen. Wir sind Seelenverwandte. Bei “ Code Red “ ist sie sofort am Start. Sie ist immer optimistisch und geht leicht und locker wie ich durchs Leben – und mit ihr kann man ´ne Menge Spaß haben: Spontan zum Brunch nach Paris jetten oder so. Manchmal feierten wir auch ab und zogen trinkend durch das New Yorker Nachtleben und ließen uns kichernd auf dem Dach eines Yellow Cabs durch den “ Big Apple “ fahren.
What happens in Vegas, stays in Vegas – außer Frank Gerber schreibt etwas darüber: Es gibt nämlich auch echt viele Leute, die meinen, wir verbreiteten damals “ Angst und Schrecken in Las Vegas “ wie einst der zugedröhnte und legendäre Gonzo-Kultautor Hunter S. Thompson und sein Kumpel und Anwalt Oscar Zeta Acosta. Yeah, auch wir waren vor langen Zeiten mitten in der Wüste des US-Bundesstaates Nevada unterwegs, um den “ American way of life “ zu finden. Das integrierte Casino des Hotels “ Caesars Palace “ in der schillernden Spielermetropole Vegas war für uns ´ne Zeitlang wie ein zweites Zuhause und vom kurvenreichen Showgirl bis zum stets fashionable gekleideten Croupier kannten wir fast alle. Wir hatten zwar damals mehrere Tausend Dollar am Roulettetisch verloren, aber dafür hatten wir ein paar wirklich tolle Nächte gewonnen. Ein echter Zocker nimmt es locker! “ Immer cool bleiben, Baby!“, sprach der passionierte Gambler Frank, setzte lässig seine schwarze Sonnenbrille auf und gab seiner Göttin noch den Elvis und sang “ Viva Las Vegas “ : “ Bright light city gonna get my soul / Gonna set my soul on fire / Got a whole lot of money that’s ready to burn / So get those stakes up higher / There’s a thousand pretty woman waitin‘ out there / And they’re all livin‘ devin my care / And I’m just the devil with love to spare / Viva Las Vegas, Viva Las Vegas! “

Ein Highlight war auch unser Auftritt im mega-angesagten New Yorker Nachtclub “ 1 Oak “ : Julia legte mit mir da mal ´nen heißen Tango aufs Parkett, Cheek to Cheek – Harte Männer tanzen doch. Wir waren wie immer die Stars der Nacht. Party ist, wenn wir da sind. Später ist diese heiße Partynacht Talk of the Town gewesen!
Wenn ich mit der ausgehgeilen Schönen auf die Piste gehe und wir uns ins Nightlife stürzen, ist es immer so, als wären in Hamburg zwei transformierte Aliens gelandet, alle sind am gucken – Voyeure in der City. Läster-läster: “ Wo haben die denn ihr außerirdisches Raumschiff geparkt? “ Nicht selten werden wir dabei von einem Handy-Promirazzo verfolgt, der um jeden Preis ein paar Pics von diesem abgespaceden Duo machen will: Auf dem blauen Planeten Erde gibt’s echt ´ne Menge obernervige Leute. Irgendwie versteh ich E.T. immer besser: Kein Wunder, dass er nach Hause wollte!
Eventuell kennt Ihr das, wenn Euch eine Super-Idee um 3 Uhr nachts den Schlaf raubt? Man muss sie gleich festhalten, in ihrer ursprünglichen Faszination. Nur so kann man sie später weiterentwickeln und perfektionieren, because: Ein Abschiedsküsschen von der Muse könnte ja schon morgen möglich sein. Vor Monaten hatte ich die Idee für den Songtext “ Wollen wir uns ein Taxi teilen? “ plötzlich im Kopf, weil mir exakt diese Story mal passierte. Anyway, in solchen Momenten bin ich oft mit Julia am simsen und mimsen. Oder am handyfonieren …
Es war um Mitternacht. Die mysteriöse Schöne konnte nicht pennen. Sie blätterte durch die neusten Hochglanz-Ausgaben der “ In Style “ , “ Vanity Fair “ , “ Cosmopolitan “ , “ Elle “ und der British “ Vogue “ . Dann piepte es. Sie warf einen Blick auf das spacegraue iPhone. Hocherfreut nahm sie ab und meldete sich: “ Hellooooo … “
“ Flüster-flüster: Viele denken, ich mach nur den Job bei Star Statement/Celebrity Statements “ , sagte ich leise. “ Nee, nee, alles nur Tarnung! Wir zwei sind doch auch noch in Wirklichkeit Top-Agenten in eigener Sache, nicht? Habe einen Spezialauftrag für Dich. Check‘ das ab – die Zeit is‘ knapp! Agentin 00Julia, übernehmen Sie! “
Julia ist eine echte Special-Agentin. Sogar 007 kriegt weiche Knie – und sagt bei ihr niemals nie. The New Bond Girl! Mit Spionage-Kamera, Lipstick-Pistole und geheimen Insider-Informationen im Diplomatenköfferchen? Auf jeden Fall sind wir zwei ´n echtes Power-Team, das wirklich “ wild at heart “ ist. Wo wir sind, ist Action angesagt! Ich erzähl ihr einfach meine grandiose Idee und die Muse des Meisters klappt ihr “ Apple “ -Lappy auf und macht sich akribisch Notizen. Das iPhone wird dann manchmal noch zum Ooh-und-Aah-Phone. Diese Technik-Produkte sind echt fett: Ich steh‘ auf diesen iShit!
Entsprechend gebrieft macht die Gute dann ihren Job. Am nächsten Tag call ich dann bei ihr mal durch und stelle höflich die Frage: “ Mädchen, sprich! Ich frage, gib mir Kunde: Verbringen wir zu zweit die blaue Stunde? “ Yeah, ich geb‘ den Chiller, nicht Schiller. Danach hängen wir irgendwo im “ Cafè Paris “ oder in so ´ner geheimen Speak-Easy-Bar ab und sie schiebt mir freundlich die frisch ausgedruckten Seiten rüber: Heiße Ware, die keinen kalt lässt. Der Krea-King schreibt dann noch ´n bisschen dran rum. Und voilá – vollendet ist das neue Meisterwerk, welches natürlich die komplette Weltbevölkerung in Entzücken versetzt! Das Powerpärchen macht alles klärchen. Dann setzen wir sie auf, die schwarzen Sonnenbrillen – und sind beim Espresso dann erstmal am chillen! Wir arbeiten nicht hart – wir arbeiten smart. Ich trenne nicht zwischen Job und Vergnügen: Der Job ist mein Vergnügen.

2002: Hotel Adlon, Unter den Linden. Frank Gerber greift nach den Sternen. Fünf Sterne dürfen es auch mal sein. Das legendäre Hotel Adlon in Berlin am Brandenburger Tor: Check-in und Chill-out. Ein geschäftliches Meeting wurde gecancelt. Ich schlich durch die pompöse Suite wie ein Panther im Käfig. Ich spielte kurz mit dem Gedanken, meinen bevorzugten Escort Service anzurufen und zwei Mädchen in mein Hotel schicken zu lassen. In diesem Moment piepte mein Communicator: “ Vielleicht ist es ja Hollywood … “
Etwas nervös sah ich auf das Display. Damn, das war wohl nix mit Hollywood! Es war – surprise – meine gute Freundin Julia.

Julia ist manchmal ein Biest, das nach der Devise lebt: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin. Haben uns 2001 auf einer rauschenden After-Show-Party in der Frechen- und Hammerstadt Hamburg getroffen. Alle Typen liefen mit Krawatten rum. Nur ich nicht: Ich hatte schon genug am Hals! Dresscodes sind mir auch nicht so wichtig.
Die Leute machten fett Party und hatten jede Menge Fun! Die Location der After-Show-Party war obergenial, ein exklusives Catering sorgte für die Stärkung der Gäste: Es gab reichlich Snacks und Drinks für lau. Mit diversen sogenannten A – Z Promis hing ich an der Bar rum, als sie mit ihrer dollarschweren Freundin reinkam. The Hilton Sisters hatten scharfe Konkurrenz bekommen. Julia zwinkerte mir lächelnd zu. Die attraktive Lady ließ mein Herz schneller schlagen als Muhammad Ali im Fight gegen Sonny Liston. Kurz darauf stöckelte sie auf blutroten Prada-Highheels zu mir rüber. Der Teufel trägt eben keine peinlichen Tussitreter. Auch Frank Gerber mag Frauen sehr gerne high beheelt.
Mann, sie war wahnsinnig glamourös. Germany’s Next Popp-Model! Damn hot! Schon beim ersten Treffen war ich total geflasht von ihr! Plötzlich war sie sehr nah und rief: “ Welcher charmante Mann hilft mir aus dem Mantel? “
“ Ich helfe Ihnen auch sehr gerne aus dem Rest Ihrer Klamotten! “ , sagte ich und schenkte ihr ein filmstarreifes Lächeln. “ Erlauben Sie, Mademoiselle? “
Frank flirtet frecher! Sie lachte und meinte zu ihrer barbieblonden Freundin : “ Charme hat er ja, der Mistkerl! “
Betont lässig nahm ich meine schwarze Gucci-Sonnenbrille ab und sah ihr in die Augen. Begrüßte sie galant mit einem Handkuss. “ So bin ich eben. Ein Kavalier der neuen Schule “ , sagte ich. “ Mit wem habe ich das Vergnügen? “
“ Hi, ich bin Julia! “ , stellte sie sich vor.
“ Enchantè! Freut mich, Sie kennen zu lernen, Julia “ , sagte ich sehr höflich. “ Bitte leisten Sie Romeo doch etwas Gesellschaft. Ich wäre zutiefst geehrt, wenn Sie einen Drink mit mir nehmen würden. “
Grazil nippte sie kurz darauf an einem Pink Lady. Guckte mich an mit ihren hellblauen Swimmingpoolaugen, und ich probierte alles, nicht darin abzusaufen. Wir machten Smalltalk. Dabei stellte sich raus, dass sie im Augenblick Single war. Wie überaus vorteilhaft! Julia war Single. Ich war Hit-Single.
“ Mein letzter Lover war der totale Autofreak “ , erzählte sie. “ Er verbrachte unter seiner alten Karre mehr Zeit als unter mir! “
Früher legte er ihr die Welt zu Füßen, heute legt er sie noch nicht mal mehr flach. Er hat’s voll vergeigt, aber es kann ja auch nicht jeder ein Geigenvirtuose wie David Garrett sein. Sein bestes Stück war für sie wohl die Credit Card. Die neue Freundin des Superhelden ist gefunden, dachte ich. Batman hat die attraktive Fotoreporterin Vicki Vale – und Gerberman hat bald Super-Julia!
“ Sie riechen wahnsinnig gut, “ White “ von Comme des Garcons, nicht? “
Ich nickte. Dann zog ich mein Cigarettenetui aus Silber von Dior aus der Tasche und steckte mir eine an. Der Barmann öffnete die Flasche Moèt et Chandon mit einem Knall.
Ihr jugendgefährdender Minirock rutschte unaufhaltsam höher. “ Meine Freundin Chantal hält Sie übrigens für einen charmanten Playboy und Abenteurer und Desperado. Und für arrogant! “
“ Charmant und arrogant ist immer interessant “ , lachte ich. “ Can I call you sometime? “
Ich wollte sie daten. Das Raubtier auf High Heels wühlte in ihrer schwarzen Chanel-Shoulder-Bag nach einem Dior-Lipstick. Dann schrieb sie mir damit auf den Arm: “ Ruf mich an, Prince Of Darkness! “ Darunter stand ihre Privatnummer.

Julia ist der Fleisch gewordene Männertraum. Erstklassige Frauenbeine: Ihre Beene sind länger als die von Marlene! Die geheimnisvolle Schöne pfeift auf gesellschaftliche Normen, signalisiert pure Lebenslust und Erotik!
Natürlich wollte ich sie klarmachen. Wer, bitte schön, war nicht alles wild auf ihren süßen roten Erdbeermund? Ich war heiß wie das Pflaster in Chicago in den wilden 30ern. Aber ich spielte den Coolen. Irgendwann wollte ich aber doch von der Schusswaffe Gebrauch machen und auch bei dieser attraktiven Lady zum Schuss kommen. Alles klar? Julias heiße Avancen ließen mich auch nicht kalt. Wir machten ein Date klar. Für diesen speziellen Abend zog sie extra das kleine Schwarze an. Um 22 Uhr holte sie eine schwarze Long-Limo mit verdunkelten Scheiben vor ihrer damaligen Wohnung in der Rothenbaumchaussee ab.
“ Willst du noch meine Sonnenbrillensammlung sehen? “ , fragte ich charmant nach unserer nächtlichen Nightseeing-Tour.
Galant wie ein König hatte ich der attraktiven Hamburgerin den Arm geboten und sie in mein Reich entführt. Mein privater Einsatz wurde auch mit Erfolg gekrönt.
“ Entrez, s’il vous plaìt “ , sagte ich. “ So, Mademoiselle, jetzt sind wir entre nous. Wollen wir uns nicht mal unverbindlich übereinander legen? Voulez-vous coucher avec moi? “
Gott, bin ich brillant, dachte ich. Casanova hätte es nicht besser hingekriegt.
Wir zogen uns gegenseitig aus.
“ Schicke Boxershorts “ , sagte sie.
“ Ja „, erwiderte ich. “ Emporio Armani Boxershorts sind für’n Arsch! “
Wir lachten. Dann gab es eine Neuaufführung von Shakespeare: Romeo in Julia!
Sie hatte alles drauf, was coole Typen heiß macht: Die Lolita. Die verruchte Femme Fatale. Die Businessfrau. Die Verführerin. Die berühmte Zigarette danach hatten wir schon davor geraucht. Sie zog noch ´ne Line und ich mich wieder an. Zum Abschied im Morgengrauen sagte ich: “ I had a really good time last night. “
“ Sehen wir uns wieder? “ , fragte sie.
Eventuell, eventuell, sprach der Monsieur zur Mademoiselle.

Rückblende: Hotel Adlon 2002. Unser dunkler Held in Action! Vom Close-up, in dem seine schwarze Designer-Sonnenbrille sichtbar wird, bis zur Totalen, in dem er cool wie Dick Tracy seinen Mantelkragen hochschlägt, lässt ihn die Kamera nicht mehr los.
Ich ging runter auf die Straße, winkte ein parkendes Taxi heran und nannte den Fahrer als Adresse die Oranienburger Straße. Das Taxi fuhr los, die Lichter der Großstadt flogen an mir vorbei, ich dachte an Julia und ich erinnerte mich an unseren Spruch: “ Stell auf keinen Fall Besitzansprüche, sondern den Champagner kalt! “
Im Autoradio lief “ Because The Night “ von Patti Smith. In den Seventies war die amerikanische Punk- und Rockmusikern Patti Smith der Darling der New Yorker Subkultur. Als ich so im Fond des Taxis saß, das irgendwann vor dem anvisierten Zielort stoppte, fiel mir plötzlich die Szene aus Martin Scorseses Meisterwerk “ Taxi Driver “ ein, in der Robert De Niro alias Travis Bickle mit gezücktem Revolver vor ´nem Spiegel rumsteht und die berühmten Worte ablässt: “ You talkin‘ to me? “ Locker schob ich dem jungen Fahrer also die Kohle rüber, machte lässig einen auf Robert De Niro und sagte dann cool zu ihm: “ Redest du mit mir? Du laberst mich an? Du laberst MICH an? Kann das sein, dass du mich meinst? Du redest mit mir? Ich bin der einzige, der hier ist. Mit wem kannst du Arsch in diesem Ton reden? “ – “ Starker Film! “ , lachte der Fahrer. “ Kenn ich – is‘ echt sahnemäßig! Hey, Sie haben das gut drauf! “ – “ Yeah! “ , erwiderte ich.

Das Taxi kotzte mich direkt vor ihrer Luxuswohnung aus. Mit einer eiskalten Flasche Dom P in der Hand stand ich etwas später bei Julia vor der Tür: Wenn der Traummann 3 x klingelt.
Sie öffnete und sah vor sich einen charismatischen Mann, mit schwarzer Sonnenbrille und tief ins Gesicht gezogenen Hut und natürlich mit lässiger Kippe im Mundwinkel, wie einst Jean-Paul Belmondo als rebellischer Außenseiter in Jean-Luc Godards Nouvelle-Vague-Klassiker AUSSER ATEM.
“ Hey, Patricia! “ sagte ich. – “ Hey, Michel! “ , spielte sie mit. “ Bist du wieder auf der Flucht vor den Bullen? “ Happy empfing sie mich mit schwarzen Strapsen von Passionata, dann zog sie mich schnell in ihre Wohnung rein. An der Wand im Flur hing das alte Filmplakat zu “ Außer Atem “ . Dieser französische und in Schwarz-Weiß gedrehte Gangsterstreifen war einer unserer absoluten Lieblingsfilme. Jean-Paul Belmondo als kleiner Ganove, der am Ende des Streifens in einer schmutzigen Seitenstraße in Paris verreckt, wurde durch seine Rolle über Nacht zum Star. Ich stand also vor diesem Poster rum und imitierte ein wenig charakteristische Gesten von Belmondo. Allerdings steckte ich mir noch cool drei weitere Zigaretten ins Gesicht.
“ Großes Kino! “ , lachte Julia und zog mich weiter ins Schlafzimmer. “ Leg schon mal Frank Sinatra oder Robbie Williams auf, ich komme gleich wieder “ , hauchte sie mir zärtlich ins Ohr, die heiße Schnitte aus Berlin-Mitte.
Weil ich ein Faible für Klassik habe, entschied ich mich aber für “ O Fortuna “ aus Carl Orffs “ Carmina Burana „. Dann ging ich noch einmal für einen kurzen Moment ins marmorierte Bad und warf einen Blick in den Spiegel:
“ Verdammt “ , sagte ich zu mir. “ Wer ist dieser verflucht attraktive Typ
da?! “
In ihrem Penthouse fanden sich diverse Sexspielzeuge, Porno-Videos, Knalltüten ( Monsieur trägt die Pariser Mode ) Handschellen von Gucci plus sündhaft teure Dessous des britischen Labels Agent Provocateur. Und die Göttin sprach, es werde rotes Licht. Der Touch-Dimmer wartete schon sehnsüchtig auf die zärtliche Berührung durch einen ihrer manikürten Finger.
Es blieben nur 3 Stunden Zeit, die Sexbombe zu entschärfen …
Zwischendurch klingelte zweimal ihr Smartphone. Sie ließ es einfach klingeln.
KEIN ANSCHLUSS WÄHREND DIESER NUMMER!

Was eigentlich niemand wissen darf: /Der Detektiv macht die Socken scharf. / Unterwegs im Dschungel der Subkultur. / Cooler Typ auf heißer Spur. / Er beginnt knallhart zu recherchieren. / Und er versteht es, messerscharf zu kombinieren …

Berlin by Night, 2008: Als Detektiv in eigener Sache streifte ich durch die Nacht, durch verrauchte Bars und verregnete Hinterhöfe und stand dann irgendwann an ´ner dreckigen Straßenecke im übelsten Viertel von Berlin und wartete auf eine männermordende Blondine. Yeah, Julia war wieder mal spät dran. Die Warterei war noch nie mein Ding. Ein Typ wie ich hat schließlich noch viel auf seiner To-Do-Liste stehen und große Pläne: Möchte zum Beispiel noch eine Zeitmaschine konstruieren und in die Vergangenheit reisen, um den Tod von Elvis The King am 16. August 1977 in seinem Badezimmer auf Graceland in Memphis Tennessee zu verhindern! Und danach wird wieder das Zeitreiseköfferchen gepackt und weiter geht’s: Voll breit durch Raum und Zeit!
Okay, dachte ich, vielleicht hatte Julia gute Gründe dafür, dass sie so spät dran war. Die Superfrau steckt vielleicht im Super-Stau! Nach einer harten 40-Sekunden-Woche musste sie sich vielleicht erst aufmodeln? Vielleicht machte die Gute auch zusammen mit ihrer superheißen Sis aus Dortmund gerade eine Beach-Bar in der Jet-Set-Oase Saint-Tropez in Südfrankreich an der Cote d‘ Azur unsicher? Vielleicht ging sie auch shoppen wie damals die wunderschöne und stilvolle Grace Kelly in der Fifth Avenue? Oder hatte sie etwa Selbstmord gemacht, indem sie ihre kompletten Labelklamotten übereinander gestapelt und sich dann von oben in die Tiefe gestürzt hat? Vielleicht hatte sie aber auch ein Blind Date? Ein Blind Date ist übrigens keine Verabredung mit Stevie Wonder.
Whatever! Ich steckte mir drei Ziggis an und inhalierte mehrmals tief. Danach griff ich zum Smartphone, schickte Julia ´ne SMS mit einem lockeren Spruch: “ Langsam war gestern! Mach so Chanel du kannst! Love Frank XOXO. “ Kurze Zeit später schickte sie mir als MMS ein Selfie mit den Worten: “ LOL, du bist witzig! “
Während ein paar junge Hipster in Vintage-Klamotten und mehrere Straßenkids mit Basecaps und Dreadlocks lässig an mir vorbei schlenderten, sah ich mich interessiert um: Junge Streetart-Künstler machten die Straße zur Leinwand. Street ohne Art ist wie der Louvre ohne Mona Lisa. An einer Wand waren Graffitis gesprayt: “ Wer in einer Demokratie schläft, wird in einer Diktatur aufwachen! “ – Kingstyle, Mann! Kompli! Gibt leider immer weniger Leute, die den Mut haben, sich politisch einzumischen – und ab und zu möcht man einigen von denen gerne die Frage stellen: “ Wofür stehst du, wenn du nicht liegst? “ Es gibt Momente, da möchte man für kurze Zeit taub sein, damit man den Gleichschritt von Millionen Leisetretern nicht mehr hören muss. Manche Leute von der Firma Knallkopf & Kollegen grölen ja immer noch bescheuerte Nazi-Parolen. Warum sind die so aggro? Bei dem Bullshit, den die ablassen, sollte man jeden von denen für den Total-Daneben-Award vorschlagen! In dieser Welt sollte man sich wirklich warm anziehen, weil so viele eiskalt sind …
Zwei Typen neben mir um die Dreißig unterhielten sich über Kokain. Und ich dachte: Wow! Sie sprechen fließend Dealerisch! Beide hatten Schiebermützen auf, die Schirme im alten Chicago-Stil tief über das rechte Auge gezogen. Was ging hier für’n Film ab? Ein Al Capone-Remake? Oder eine neue Geschäftsidee? Cocaine-to-go? Waren sie ein Dealer-Duo, dass Blow vertickt? NFI ( no fucking idea )! Die einen sind im Showbusiness, die anderen vielleicht im Snowbusiness. Erinnerungen an alte Zeiten wurden wach. Damals hatte ich eine extremst attraktive Freundin im sonnigen Miami. Sie war auch mal total “ eingeschneit “ . Mitten im Sommer. Sie hatte die kolumbianische Grippe: Das süße Näschen war dicht! Irgendwie kam ich mir mit ihr damals fast wie Al Pacino als der Kubaner Tony Montana in dem in den USA produzierten Gangsterfilm “ Scarface “ vor. Sie war dieser Elvira im Film in vielen Dingen wahnsinnig ähnlich: Weiße Weihnacht in der Nase. Cool As Ice. Wundernice. Ich traf sie damals nochmal wieder im Nachtclub “ Viper Room “ in West Hollywood, Los Angeles, California. Ihr Leben war echt ein “ Walk on the Wild Side “ , um es mal mit einem Songtitel von Lou Reed zu sagen. Die exzessiven Partynächte hatten sie sichtbar ausgepowert, aber ihr neuer Look kam gut: Sie trug ein “ Faster, Pussycat! Kill! Kill! “ -T-Shirt und ´ne coole Bikerjacke wie einst Marlon Brando in “ The Wild One “ . Sie machte mit einem berühmten Gangsta-Rapper einen drauf, den sie damals auf der High School kennenlernte und der umgeben von einer Armada von Bodyguards in einer Tour kubanische Zigarren rauchte. Von ihm wollte sie nur den Fame!
Wenige Monate später checkte sie zu einem mehrwöchigen Entzug in der renommierten Betty Ford Klinik in Palm Springs ein und wollte endlich clean werden. Der Entziehungskurschatten aus dieser Zeit ist jetzt ihr aktueller Boyfriend – und die Kreditkarte wird heute nur noch zum Bezahlen genutzt und nicht mehr als “ Schneeschaufel “ . Süchtig ist sie zum Glück nur noch nach dem Leben! Und, wer weiß, vielleicht steigt sie bald in ihren alten Cadillac und kehrt mit ihrem neuen Typen in ihre Hometown nach Jackson, Mississippi, zurück. Das grandios inszenierte Gangster-Epos “ Scarface “ von Brian De Palma sollte man sich übrigens mal geben – ein Must-See. Ein wirklich verdammt guter Film. Dramaturgisch sehr schlau, die Darsteller: wow!

Sie ist da, wie wonderbra! Endlich war Julia im Anflug. “ Hi, Babe! “ , sagte ich. “ Nice to see you! “ Sie holte mich nachts mit ihrem spermaweißen Lamborghini Diablo Roadster ab: Julia fährt oben ohne. Wenn’s nach ihr geht – im Formula-One-Tempo. Ein rasantes Leben auf der Überholspur. Genau mein Ding.
Doch dann gerieten wir leider mit ihrem schicken italienischen Luxus-Sportwagen in eine simple Verkehrskontrolle und mussten einen Boxenstopp einlegen. Zwei uniformierte Cops hielten uns an und ich hörte in meiner Fantasie Julia und mich schon den Jailhouse-Rock singen. “ Fuck! “ , fluchte ich. Irgendwie voll mieses Timing. Das war très ärgerlich. Lässig nahm ich meine schwarze Sonnenbrille ab und dachte: Vielleicht halten die uns für ein Outlaw-Pärchen wie Bonnie und Clyde und ziehen nachher bei einem Verhör die “ Good Knall-Cop, Bad Knall-Cop“-Nummer ab? Der Polizist: “ Sie sind bei Rot über die Ampel geknallt! “ Darauf Julia, ultracool: “ Sorry, Bulle! Meine Chanel No. 5-Wolke hat mir die Sicht genommen! “
Die freundlichen Cops blieben ganz locker und das Power-Couple Julia und Frank kriegte alles ganz clever geregelt. Nachdem Julia’s Plan A nicht wirklich funktionierte, musste Plan B her: Plan B wie „B“eindruckend! Danach gaben wir uns einen schlappen High-Five. VROOM! – nach 15 Minuten saßen wir wieder ganz relaxed im Cockpit von ihrem neuen Lambo, sie haute den ersten Gang rein und der Turbo-Trip zu ihr konnte weitergehen. Unterwegs hörte ich auf meinem iPod alte Songs von Nick Cave, Tom Petty, Iggy Pop und “ Come On Baby, Light My Fire “ von The Doors: Ein cooler Song. Die Rock-Legende Jim Morrison hatte es wirklich drauf. Die Band The Doors wurde 1993 übrigens in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Jazz mal unter uns: Jazz-Sänger wie den Grammy-Preisträger Gregory Porter höre ich mir auch sehr gerne an. Ich erkläre mich zudem SOULidarisch mit Soul-Sänger Charles Bradley! Wie kommt man sonst noch gut drauf? Meine DJane legt auch mal Country Music auf: Johnny Cash, der gibt einem echt ´n Flash! Frank gibt sich auch mal die volle Dance-Dröhnung oder hört auch mal Punk, Pop, Hip Hop, Electroswing, Klassik und und und – aber der “ Wiederholungstäter “ wird immer wieder “ rockfällig“: The Rolling Stones sind nun mal meine absolute Lieblingsband! Mein wildes Leben ist ja manchmal wie ein Actionfilm und die Rolling Stones liefern den Soundtrack dazu. Danach gab ich mir noch Tina Turner mit “ Nutbush City Limits “ ( Der Song von Tina Turner ist ein echter Burner! ), P!NK, David Bowie, Aerosmith, Muddy Waters, Bob Dylan, 50 Cent, Marilyn Manson, Sex Pistols, Miles Davis, Chet Baker, The Velvet Underground, Patti Smith, Prince und irgend ´ne Heavy-Metal-Band aus England. Diese Heavy-Metal-Band aus Birmingham war angeblich der ganz heiße Scheiß. (S)Hitverdächtig!
Etwas später waren wir in ihrer durchgestylten Wohnung. Überall lagen Magazine wie zum Beispiel “ Esquire “ , “ TIME “ , “ Gala “ , “ Bunte “ , “ Park Avenue “ , “ Max “ , “ Stern “ , “ OK! “ und “ People “ rum. Julia wollte Sex. Lasziv lag die rassige Beauty auf einer knallroten Designercouch. Im Nacktligè. Mit einem Leg-mich-flach-Augenaufschlag. Deutschlands Antwort auf Stil-Ikone, Modedesignerin und Jetsetterin Victoria Beckham.
“ Jeder Mann braucht eine Geliebte nebenbei. “
“ Ich bin liiert, Honey „, sagte ich. “ Sorry, meine Lady is‘ im Moment bei mir ganz oben in den Charts. Sie ist der absolute Hit für mich. “
Die Quickie-Queen war not amused.
“ Bin aber scharf auf dich. Aime-moi, Casanova! Außerdem riechst du so toll nach einem exotischen Parfum. Soll ich deine Freundin anrufen und fragen: Rate mal, von wem Dein Freund nachts träumt? Ich krieg dich doch irgendwann. Deine Freundin hat keine Chance! “
“ Hey Julia! “ , stellte ich klar. “ Netter Versuch. Typen wie ich ticken aber anders. Mein Herz macht keine halben Sachen. Halbe Sachen sind voll daneben! Wenn ich in einer Beziehung bin, bin ich absolut treu. “
“ Schöner Mann! Schlafen Sie nochmal drüber! Am besten mit mir! “
“ Böses Mädchen “ , lachte ich.
Der edle Ritter blieb beim Nein. Frankie Says No! Wir saßen mit einem Drink auf ihrer Le Corbusier-Designercouch vor ihrem gigantischen Flatscreen-Fernseher, zogen uns auf MTV die neuen Videoclips und danach eine Sex and the City-DVD rein. Yeah, wir hingen lässig auf der Couch ab mit cooler Musik: Unser Beitrag zur Entspannungspolitik! Sie hob ihr Glas. “ Cheers. “ – “ Cheers, Baby! “ , antwortete ich. Dann ließen wir die alten Zeiten in Vegas nochmal Revue passieren: Am Spieltisch tauchte der Zocker auf – und war wie immer locker drauf! Doch der Gambler Frank sprengte leider nicht die Bank! Der Night Flight mit dem Heli war auch endsgeil: hoch oben über den berühmten Las Vegas Strip, Millionen Lichter – totally awesome!
Etwas später lasen wir uns gegenseitig Gedichte von dem in London geborenen Lord Byron vor.
“ Gibt’s zu: du würdest mich liebend gerne knallen! “ , kicherte sie.
Im Glanz der roten Morgensonne rief ich mir ein Taxi. “ Excusez-moi “ , sagte ich. “ Schlaf gut, aber nicht mit Frankie! “

Der zeitreisende Autor macht jetzt einen Zeitprung ins Jahr 2008. Hamburg: Mein Leben ist ein Roulettespiel und wieder mal fiel die Kugel auf Schwarz – der Farbe des Unglücks. Irgendwann ging es mit meiner Lady nicht mehr. Es war so, dass wir uns noch liebten, aber es gab so’n paar Sachen, die kriegten wir nicht klar. Es war nicht wirklich aus. Möchte es mal so formulieren: Wir entschieden uns für eine fünfzigjährige Beziehungspause.
The Party is over, dachte ich. Wir sagten uns Adieu. Draußen fiel der Regen und spülte die letzte Hoffnung in den Rinnstein. Die Neonreklame spiegelte sich auf dem nassen Asphalt. Das alles kam mir irgendwie bekannt vor. So als hätte ich ein Deja-vu. Der Wind weht mich immer wieder fort …
On the Road Again: Mit lässigem Gang schlenderte der etwas angeknockte Frank durch die große Stadt. Er trug eine große Designer-Sonnenbrille und einen schwarzen Gehrock. Auf meiner Odyssee durch die nächtliche Metropole traf ich gefallene Engel, Desperados, Traumtänzer auf dem Vulkan, Drop Outs, Outlaws, Verlierer, Kleinganoven, Glücksritter, Unterwelttypen, Abenteurer und viele Nachtschwärmer, die wie ich auf der Suche nach einem Stück Himmel in dieser Hölle waren.
Für viele Leute sind die Zeiten verdammt hart. Eine langbeinige Nutte in ´nem knallengen Minirock stand an einer Straßenecke rum und wartete auf Freier. In einem dreckigen Hinterhof sah ich ´nen Obdachlosen, der in einem Müllcontainer nach Essbarem suchte. Und so’n herzloser Typ blickte ihn absolut kalt und mitleidslos an und schrie: “ Hau ab, du Penner! “
In dieser regnerischen Nacht zog ich durch die Straßen und dachte plötzlich an die ewig unvergessene und wundervolle Marlene Dietrich und sang das 1930 geschriebene Lied “ Wenn ich mir was wünschen dürfte “ von Friedrich Hollaender: “ Wenn ich mir was wünschen dürfte, möcht‘ ich etwas glücklich sein. Denn wenn ich gar zu glücklich wär‘, hätt‘ ich Heimweh nach dem Traurigsein. “
Ich suchte einen ganz bestimmten Nightclub. Fragte einen Passanten nach dem Weg. Seine Antwort: “ Gleich um die Ecke. Soll ich Sie bringen? “
Um die Ecke bringen ließ ich mich aber extrem ungern. Also pantherte der Asphalt Cowboy in die nächste schummrige Bar und traf sich mit zwei alten Kumpels: Johnny Walker und Jim Beam! Ich saß auf einem Barhocker und sinnierte vor mich hin. Machmal hat es auch Vorteile, ein Whiskytrinker zu sein, dachte ich. Wenn im Moment irgendwo auf der Welt ein Verbrechen passiert, habe ich für die Tatzeit ein whiskydichtes Alibi.
Morgens um halb vier war ich dann ziemlich zugeknallt. Mann, war ich besoffen! Dicht wie einst die Berliner Mauer. Oops, waren wohl doch ein, zwei Whisky zuviel. Keine Ahnung, wie ich nach Hause gekommen bin …
Irgendwie war ich durch den Beziehungsstress leicht irritiert. Dachte, ich bin im falschen Film. Als Nebendarsteller fand ich mich aber absolut falsch besetzt. Nee danke, das musste ich echt nicht haben. Ich lebe in meinem eigenen Film und da spiel‘ ich die Hauptrolle!

Es war keine leichte Zeit. Der Schnellcheck meiner E-Mails zeigte mir aber jeden Tag, dass die Fan-Community mich nicht hängen lässt. Der Beziehungscrash war lange her, aber erst langsam erkannten wir das ganze Ausmaß der Dramödie. Derartige Problemchen sollten aber nicht coram publico diskutiert werden. Nur soviel: Es war die letzten Monate eine On-Off-Beziehung. Zwischen uns war es ein ewiges Hin und Her. Mama mia, grande Chaos! Ich kämpfte um unsere Freundschaft, logo, schließlich hatten wir uns ganz friedlich getrennt. Die Verlassene schaltete aber auf einmal auf stur, war manchmal uninterviewbar. Reden tat sie nur ÜBER mich. Da ist echt was kaputtgegangen von der Liebe, die ich für sie hatte. Mir war plötzlich irgendwie kalt.
Ich dachte an einen Typ namens William Shakespeare, ´n britischer Dichter, der mal sagte: Leicht wird ein kleines Feuer ausgetreten, das, erst geduldet, Flüsse nicht mehr löschen. In diesem Sinne probierte ich alles, um einen Flächenbrand zu verhindern. Nett bat ich sie darum, statt über mich besser mit mir zu reden und die Differenzen freundschaftlich auszudiskutieren. Einfach so alle Schwüre brechen? Nö! Das betrachte ich als Verrat. Eine große Liebe nachträglich mit bösen Gerüchten beschmutzen? Das hab ICH nicht drauf.

Das Schlimme in der Liebe ist, um Horaz zu zitieren, dass Krieg und Frieden ständig wechseln. Weil die Außenminister von ihr und mir nicht wirklich die von mir gewünschte Entspannungspolitik betrieben, musste eine neue Idee her: Zu dieser Zeit war ja Barack Obama noch der Präsident der USA und ich dachte, ich mach mal den freundlichen Handyfonierer und ruf einfach den Black JFK auf dem roten Telefon im Oval Office mal an, der – wenn er nicht gerade mit der First Lady in Camp David verweilt oder schwer bewacht vom Secret Service mit der Air Force One in der Welt unterwegs ist – dann garantissimo ganz aus dem Weißen Häuschen ist. Schließlich geht es hier um den Weltfrieden!

Ein angenehmer Abend in Hamburg. Draußen war die rote Sonne schon vor Stunden untergegangen. Der Mond und die Sterne sind die Komplizen der Nachtschwärmer. An der Bar saß Frank. Ohne Dean & Sammy. Der Coolness-Clan ist das neue Ratpack. Ich hing mit dem Clan und dem sensiblen Marketingmann Mark im “ The George Hotel Hamburg “ ab. Vom Typ her ähnelt Mark dem britischen Schauspieler Robert Pattinson aus der Vampirfilm-Saga “ Twillight „. Was kaum einer weiß: Seine Mom war Ende der 70er DAS Glamour Girl im legendärsten aller Szenetempel, dem New Yorker “ Studio 54 “ in downtown Manhattan, wo illustre Celebrities wie Helmut Berger, Michael Jackson, Mick Jagger, Sylvester Stallone, Salvador Dali, William Burroughs, Calvin Klein, Yves Saint Laurent, Paloma Picasso, Lou Reed, Grace Jones, Andy Warhol, Karl Lagerfeld, Jackie Onassis und der exentrische Schriftsteller Truman Capote abfeierten. Zu Gast im “ Studio 54 “ war oft auch Liza Minnelli, die für die Rolle der Revuesängerin Sally Bowles in dem Film “ Cabaret “ einen Oscar bekam. Die attraktive US-amerikanische Actress Halle Berry steht übrigens auch auf ihren kleinen “ Goldmann “ und sagte dazu mal folgendes: “ Meinen Oscar habe ich damals mit ins Ehebett genommen. Der erste Dreier meines Lebens! “
Mark ist schwer in Ordnung. Millionenschwer in Ordnung. Dick im Geschäft, fette Parties. Er ist aber nicht primär auf die langsame oder die schnelle Kohle scharf. Dollargrün ist nicht seine Lieblingsfarbe. Nicht für eine Trillion Euro würde ich etwas tun, was mir keinen Spass macht. Das sieht Mark genauso, dann lieber Johnny ohne Cash. Aber das Leben ist süß und zum Glück ist er kein Diabetiker. Der solvente Sportwagen-Fan ist nur ziemlich angepisst, wenn es vor seiner Dependance direkt in Pöseldorf wieder einmal keinen Parkplatz gibt, denn Time is money und jemand wie er hat viel um die Schlitzohren. Der smarte Hamburger und 1 Million-Euro-Jobber genießt mit seiner hedonistischen Clique das High-Society-Leben und fährt im Moment einen dunkelroten Ferrari 599 GTB. “ Pussymagnet “ nennt er seine neue Karre. Er ist außerdem ein verdammt guter Musiker. Mark spielt Schlagzeug: “ Sex, Drums & Rock’n‘ Roll“, ist sein Lieblingsspruch von Jim Steinman. Als Drummer is‘ Mark der Oberhammer – allererste Schlag-Sahne! Der leidenschaftliche Drummer trommelte schon oft einige Musiker seiner Band zusammen und dann legten sie im Proberaum los. Vielleicht gründen wir bald die Playboygroup mit Hugh Hefner und ziehen in einem der Seitenflügel der Playboy-Mansion in Beverly Hills ein. Bunnybillionär Hef kann da garantiert was drehen. Ich und Hef – BFF! Anyway, Mark und ich talkten über die Entertainerin und Sängerin Ina Müller. Ich erzählte ihm, wie ich in dem schicken Office der charismatischen Vipywood-Chefin Silvia Kainka mal einige Hammer-Songs der Sängerin gehört habe. Die Texte vieler ihrer Songs kommen übrigens von Frank Ramond, der unter anderem auch für Annett Louisan und für den Pop- und Jazzmusiker Roger Cicero schreibt und der einer der genialsten Texter in Deutschland ist.
Weit nach Mitternacht saß die Gerber-Gang immer noch zusammen an der Bar: Gute Geister und der Meister – visionshungrig und actiondurstig. Nehmt Neuland auf die Landkarte, denn wir möchten es betreten! Der Frankie-Fan Mark schob sich ´ne Lucky Strike ins Gesicht und blies den Rauch über meinen Kopf hinweg. Danach las er mir dann laut eine E-Mail von irgend so ´nem Herrn D.G. aus St. Georg vor, der mich in übelster Form attackierte. Vito Corleone hätte ihn dafür wahrscheinlich gekillt.
Meine Ex hatte bei ihm über mich nicht gerade positive Sprüche abgelassen, verschwieg aber Wesentliches. War ja klar. Das passt einigen auch ganz gut ins Bild. Für einige bin ich ja sowieso das personifizierte Böse. Na klar! Der Teufel schickt mir Fanpost aus der Hölle. Mein wunderbar schlechter Ruf amüsiert mich immer wieder.
“ Mon dieu, ich glaub, ich kotze gleich … „, lachte ich nach den ersten Zeilen. “ Der hat vermutlich ´n paar Problemchen: Hirnneid, Eierneid. Der hat ja keine Eier, der Typ! Wäre er ein ehrenwerter Mann, hätte er nicht ohne mich zu kennen, so’n niveaulosen Quatsch geschrieben. Sich Freunde machen? Geht irgendwie anders! “
“ Uncool, das ist doch so was von total uncool “ , kommentierte auch die Baronesse v.M gelassen und nippte an ihrem Sex-on-the-Beach.
Dazu an dieser Stelle ein paar Facts: D.G. schrieb unter anderem von meiner “ Selbstdarstellungsorgie im Web “ und outete sich als Hobbypsychologe. Für so einen Super-Spießer wie ihn ist meine erfrischend andere Denke die pure Anarchie. Der Typ wollte mir vorschreiben, was ich schreiben darf und so. Was ins Internet gehört und was nicht. Hallo, geht’s noch? Wie ist der denn drauf? Ein Klartext-Verbot? Wo doch jeder Künstler gegen Zensur ist? Wir sind doch nicht in China! Außerdem lasse ich mir von niemanden auf der Welt sagen, was ich zu tun und zu lassen habe. Eher spielt der Papst Strip-Poker mit zwei Call-Girls!
Meine Freunde und ich haben uns über seine Mail wirklich köstlich amüsiert. Alle waren am ablachen. Er war eben ein MoS ( Mensch ohne Stil ). Der Nixchecker kritisierte meine Art. Aber neugierig war er doch. Wer’s nicht mag, braucht mich ja nicht anzuclicken. “ Fahr drauf ab oder fahr zur Hölle! “ , sage ich meistens. Vermute, er war nur neidisch. Klar, manche Typen werden gelb vor Neid und sehen darum fast wie The Simpsons aus. Neid ist aber bekanntlich das grösste Kompliment. In Wirklichkeit ist er vielleicht mein größter Fan. Würde mich nicht wundern, wenn meine Ex ihn bald zu einem Frankie-Double umstylt, ganz in Schwarz, Nadelstreifen, Sonnenbrille und so. Liebend gern hätte ich ihm einen heißen Tipp gegeben: “ Hey man, take a chill pill! Immer schön cremig bleiben! “ Aber ich wollte ihn nicht vollquatschen. Ich bin ja mehr der Songtexter und weniger der Zutexter. Außerdem dachte ich: Der Coolere gibt nach!
So what! Überall auf dieser großen Welt gibt’s eben viele Schnacker und viele Blender. Nur nicht blenden lassen. Darum trage ich stets ´ne coole Sonnenbrille!
Die Sache mit meiner Ex seh‘ ich nach ersten netten Gesprächen mit ihr extremst locker: Babe, du lästerst über mich? Bitte, mach weiter, denn so machst du mich berühmt! Besser die Autogrammkarte als die Arschkarte ziehen!
Sag was du willst, Liebes, ich glaub, dass ich der Mittelpunkt deines Lebens bin. Du kommst nie drüber weg. Was viele gemeinsame Fotos und Dutzende kleiner Zettelchen mit deinen Liebesbotschaften beweisen. “ Unsere Liebe war ein einmaliger Stoff “ , schriebste mal. “ Das du meine Liebe ganz tief drin hast, das weißt du „, hast du mal zu mir gesagt. Oder: “ Du bist mein Hero – forever! Alles nach Dir ist nur zweite Wahl. “ Ya right!
Mr. & Mrs. Smith war gestern, heute ist Mr. & Mrs. Cool. Okay, wir heißen nicht Brad Pitt und Angelina Jolie und wir spielen nicht die Rollen als Auftragskiller und nehmen uns ohne Gnade bis zum finalen Showdown gegenseitig ins Visier, sondern bei uns gibt’s das fast alles in echt. Auch wir sind als Pärchen doppeltes Dynamit und sorgen für reichlich Action. Zum Glück fehlt auch bei uns der Dialogwitz nicht und vielleicht zeigt die Zukunft, dass es Happyends nicht nur im Kino gibt.

Für Millionen Frauen rund um den Globus dürfte damals eine Welt zusammengebrochen sein: Es war Liebe auf den ersten Blick durch meine dunkle Sonnenbrille. Die Stylistin & Frank G-Punkt – zwischen uns hat’s sofort gefunkt! Liebe ist wie ´ne Nase voll Koks. Manchmal bringt sie Dich voll drauf und Du willst nie wieder runtergebracht werden. So war das bei uns. Am Anfang war sie total bezaubernd. Zudem war sie die erste Braut, die zusammen mit mir im schönen Hamburg über den Red Carpet flanierte: Aufziehendes Blitzlicht-Gewitter! Aber das ist ´ne andere Story.
Wir sind eben zwei Künstler, die das Meisterwerk der Liebe leider nicht komplett vollendet haben. “ Ich habe als Komplizin versagt, als Geliebte, als alles „, schrieb sie. Whatever – was soll’s?! Es sind nicht die Erfolge, aus denen man lernt, sondern die Fiaskos, sagte schon die französische Modeschöpferin Coco Chanel. Klar, als ich mit ihr in St. Georg Schluss machte, flippte sie ´n bisschen aus. Aber das war schon okay. Jeder macht Fehler, nobody is perfect.
In der letzten Zeit telen und SMSen wir wieder öfter miteinander. Alles klar mit Frau K.! Was soll auch der Total-Trouble? Das bringt’s doch nicht! Leute wie wir erinnern sich gerne an die “ Good Times “ – und gucken positiv nach vorne. Neulich erst hatten wir ein geheimes Gespräch. Konnten sogar wieder lachen und amüsierten uns darüber, was manche Leute so über uns quatschen. Viele Leute fragen sich ja: War alles nur ein perfekt inszenierter PR-Gag?
Es war fast wie in alten Zeiten, als sie wie ´ne Astronautin mit mir mehrmals täglich zu den Sternen startete und mir da ganz oben viele Autogramme auf die nackte Haut gab. Irgendwie hatte ich doch mit ihr verdammtes Glück. Zumindest für ´ne kurze Zeit war es so, als hätte ich vier Asse beim Pokern oder in einem der berühmten Casinos in Las Vegas wie das Caesar’s Palace, Bellagio, MGM oder The Mirage den Jackpot beim Blackjack gewonnen. Unser Schwur ist unsterblich. Mein Wort halte ich! Ich werd‘ Freunde nich‘ hängen lassen, wenn es harte Zeiten gibt …
Thema durch in Hamburch!
Julia war darüber nicht gerade unglücklich: “ Vergiss Deine Ex! Jetzt haste ja mich und andere Süßigkeiten am Start! Und ewig lockt der Womanizer … “
Ich schwieg. Das stimmte nur zum Teil. Habe nur mich selbst, dachte ich. Der Nachtvogel flattert weiter durch die Welt: Atemlos, rastlos, ruhelos! So lonely, immer auf der Suche, nach der einen Gefährtin. Für die Ewigkeit …

Alles zurück auf Anfang. Die Gute-Laune-Lady Julia is‘ nun startklar, kommt mit Borsalino-Hut und mit großer Sonnenbrille im Jackie-O.-Stil aus dem Bad. Absolut cool: hot red lips, dangerous dresses & killer heels. Echte Fashionistas tragen natürlich manchmal Prada. Die mächtige US-„Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour würde euphorisch applaudieren. Endlich können wir losziehen. Hat ja auch nur zwei Stündchen gedauert. Aber das ist okay für mich. So hatte ich ´n bisschen Zeit, Euch unsre Story zu erzählen.
“ Hier kommt Julia! “ , ruft sie lachend und streicht mir über den Dreitagebart. “ Worauf warten wir noch? So, jetzt können wir dinnern. Unser Auftritt, Süßer! “
Cool setze ich meine obligatorische Sonnenbrille mit den Initialen FG auf. Die schwarze Sonnenbrille gehört zu Frank Gerber wie die Maske zu Zorro.
Julia ist begeistert: “ Wow, deine neuen Shades! Neid! “
“ OKchen “ , sag ich. “ It’s Showtime, Baby! “
Lässig flanieren wir durch die Lange Reihe, St. Georg. “ Ist das nicht Frank Gerber? “ , höre ich ein paar Passanten sagen. “ Bitte ein Foto, Maestro! “
Nee, ne? Das glaub ich jetzt nicht! Muss ich gleich Autogramme geben. Das wäre es ja noch. Ein Mann für gewisse Autogrammstunden?
Raubtier-Fütterung: Die atemberaubend attraktive Signorina und ich gehen in das In-Restaurant “ Casa di Roma “ rein. Da kenn ich den Boss, und das tolle Personal, und das Essen ist absolut exquisit. Coole Atmo hier!
Julia und ich quatschen über Gott und die Unterwelt und unter anderem über den italienischen Maler Leonardo da Vinci, der als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten gilt, er war ein absoluter Genialo und zudem auch ein Supererfinder, genauso wie zum Beispiel Microsoft-Tycoon Bill Gates, Sergey Brin, Larry Page, Mark Zuckerberg, Richard Branson oder das legendäre IT-Genie Steve Jobs und und und. Vielleicht sind so manche crazy Erfindertypen nicht von dieser Welt – und vielleicht outen sie sich bald als Ufonauten.
Milliarden Menschen leben auf unsrem Planeten – und immer wieder gibt’s junge und oberclevere Brainies, die fantastische Dinge erfinden, die heut noch Science Fiction und schon morgen Realität sind. Es gibt nicht nur Flieger am Himmel, es gibt auch Überflieger auf Erden. Coolchen, dass der smarte britische Top-Agent James Bond 007 neben den vielen sexy Bond-Girls und MI6-Chefin “ M “ und “ Miss Moneypenny “ auch den genialen MI6-Erfinder “ Q “ hat, denke ich und nippe entspannt an meinem Before-Dinner-Drink. Nur zur Info: Der Ein-Mann-Düsenrucksack aus “ Feuerball „, das tauchende Auto aus “ Der Spion, der mich liebte “ , die TV-Uhren aus “ Casino Royale “ und der unsichtbare Aston Martin aus dem Blockbuster “ Stirb an einem anderen Tag “ – yeah, was wär‘ der populäre Top-Agent James Bond ohne die innovativen Hightech-Gadgets aus dem speziellen Geheimlabor von Quartermaster “ Q „?
Eine Idee kann die Welt verändern. Eine Idee kann das Web verändern. Ich liebe Pioniere, Erfinder und die Visionäre – ohne die unser Leben nicht so aufregend wäre. Ich bin ja der größte Erfinder der Welt, denn ich erfinde mich immer wieder neu. Abenteuerlust ist mein Treibstoff. Sehnsucht und Abenteuerlust bringen auch neue Astronauten in Zukunft dazu, zu fernen Sternen zu starten. Star Statement war meine Mondlandung. Ich war der Erste, der mit einer wirklich einzigartigen und coolen Online-Plattform seinen Fuß auf Neuland setzte und der natürlich auch wie der amerikanische Astronaut Neil Armstrong ´nen legendären Spruch abgelassen hat: “ Es ist ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Fortschritt für die Menschen! “
Fasziniert von der Raumfahrt war ich schon als kleener Junge, genauso wie viele andere Kids. All-wissend war der Kleene plötzlich und schnell hab ich dadurch geschnallt, dass es keine Limits gibt und fast alles möglich ist und alle ambitionierten Ziele erreicht werden können. In meinem neuen Songtext “ Der Herr der Saturnringe “ gibt’s ja nicht ohne Grund die goldenen Zeilen:

Der Herr der Saturnringe
Er ist immer guter Dinge
Er will leben nach eigenen Regeln
Unter Piratenflagge segeln
Wie so’n Magier will er sein, den man nicht vergisst
weil er der Welt zeigt, dass alles möglich ist –

Um das zu erreichen,
plant er verwegen,
die Ringe des Saturns
um die Erde zu legen …

Kleiner Frank, große Träume. Damals war ich noch klein, doch ich dachte schon groß. Immer “ Think Big! “ Es liegt in der Natur des Menschen, immer alles auszuchecken und Neues zu entdecken. Und finden and’re den Schalter nicht – dann sprichst du selbst: Es werde Licht!
Everything is possible, alles kann passier’n – lasst uns immer weiter rumfantasier’n! Ganz großes Kopf-Kino! Ja, in meinem Kopfkino, besonders in der Spätvorstellung, liefen schon immer die coolsten Filme und eigentlich müssten sie alle für den Oscar nominiert werden. Fantasy ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt, meinte schon der theroretische Physik-Punk Albert Einstein, der ja ein nicht unlockerer Checker war und auf einem berühmten Poster mit wilden, weißen Haaren der Welt wunderbar frech die Zunge rausstreckt – und der auch so gagige Sachen formulierte wie: “ Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen wie z.B. der Relativitätstheorie. “ E=mc2 – Einsteins grandiose Idee! Was können wir von Einstein lernen? Greift wie er stets nach den Sternen! Aufgeben? Wir? Never! Niemals aufgeben im Leben und immer wieder ´ne neue Challenge suchen, das ist enorm relevant! Fantasievoll sein, creative sein, künstlerisch sein, einfallsreich sein – yeah, König sein im eigenen Ideen-Reich!
Okay, Typen wie ich haben immer Lust auf was Neues und brauchen den Kick wie Steve McQueen als eleganter Gentleman-Ganove Thomas Crown in dem stylishen Klassiker “ Thomas Crown ist nicht zu fassen“, manchmal müssen sie sich auch die Weltkugel geben und sind immer in Action: Knutschen mit den Musen – sie geben ihm die Musenküsse, und dann muss er weiter durch die Welt cruisen – und macht keine Kompromisse! Der Meister mischt sich ein und das Internet auf. Weil er auch gecheckt hat: Der Alltag muss nicht grau sein, wenn man Farbe bekennt. Get up, stand up, stand up for your rights!, sang schon der jamaikanische Reggae-Rebell Bob Marley, der auch mit anderen Super-Songs Musikgeschichte schrieb. Farbe bekennen, Zivilcourage zeigen – für mich war das immer ´n klares Ding. Am 8. Dezember 1980 wurde der großartige Musiker und Ex-Beatle John Lennon in New York vor dem Dakota Building abgeknallt. Ich war damals absolut geschockt. Leute wie zum Beispiel John Lennon hab‘ ich immer totalst bewundert – “ Imagine“, was für’n Hammer-Song! Einer der besten Rock-Songs ever! Ich bin Berufsoptimist und glaub‘ immer noch total dran: Künstler können genauso wie Erfinder die Welt verändern! Man denke bitte nur an den geilen Gitarren-Gott Jimi Hendrix, beim legendären Festival von Woodstock 1969, als er bei einem spektakulären Live-Gig mit seiner rockigen Version der amerikanischen Nationalhymne “ The Star Sprangled Banner “ gegen den Vietnamkrieg protestierte.
Die beliebte Vipywood-Chefin Silvia Kainka, genannt der “ S.K.orpion“, schrieb mal über mich: Der unglaubliche Mr. Gerber war schon immer seiner Zeit voraus. Und alle anderen rufen plötzlich: “ Nichts wie hinterher! “ Wahre Begeisterungsstürme ziehen plötzlich auf! Der Underdog erobert sich so langsam die Sympathien – whoop whoop! Das größte Ding aller Zeiten – Lob und Jubel von allen Seiten! Sogar renommierte Künstler stimmen euphorisch in den Jubel ein. Ich bin zutiefst gerührt, sprach der Martini.
Nee, mal im Ernst, Leute! Alle sind unglaublich nett, zuvorkommend und freundlich zu mir. Manchmal denk ich, Star Statement ist wie so’n Casino und ich hab‘ im Moment die Glückssträhne. Ich bin überglücklich über so viel positives und motivierendes Feedback … – Wow, endkrass! Das hatte ich so noch nie, darüber freu ich mich echt total. Wir haben sowieso die coolsten User der Welt! Star Statement hat eine unglaublich große Fanbase rund um den Globus, die einfach nicht zu toppen ist!
Plötzlich sind aber auch fast alle Kritiker voll des Lobes über die hippe Online-Plattform StarStatement und über meine Website frankgerber.com. Aber war das immer so? Mitneffen – äh, mitnichten! Das ist ja klar wie ´n Wodka, dass es am Anfang nicht nur Likes gab! Wer seiner Zeit weit voraus ist, gern für frischen Wind sorgt und unkonventionelle Wege geht, der muss wohl damit leben, dass er von einigen wenigen unlockeren Spaßbremsen auch mal derbe gedisst wird und das es auch Gegenwind gibt, denn Ironie ist ja einigen Leutchen fremd, ich bin oft auf der Flucht vor der Humorpolizei – Catch me if you can! Es ist manchmal ein verdammt harter Job, ein Genie zu sein, aber ich komm damit klar. Immer cool und heiter – die Action geht weiter! Mr. Obersmart hat immer was Neues am Start! Mein Leben auf der Überholspur ist erst vorbei, wenn ich mir von Frank Sinatra ´n Autogramm hole.
Zusammen mit meinem streetsmarten Kumpel Andrew, der Partner in einer renommierten Anwaltskanzlei ist, und Jack, der hauptberuflich kifft und spontan zum Abenteuer-Manager umgeschult wurde, jetten wir zum Beispiel um den Globus auf der Suche nach dem sagenumwobenen Bernsteinzimmer der russischen Zaren, dass 1945 aus dem Königsberger Schlösschen verschwunden ist.
Mr. Star Statement hat auch hochfliegende Pläne für die nächsten Jahre: Die weltcoolste Mega-Online-Plattform plant die erste Star Statement-Filiale auf dem Mond. Ach, was ist die Freude groß – schwerelos und schwer was los! Zur spektakulärsten Eröffnungsfeier des Jahrhunderts, ach was, des Jahrtausends, werd ich dann vom Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral mit ´ner gigantischen NASA-Rakete dorthin fliegen und ´ne weltbewegende und ´ne webbewegende Laudatio auf mich selber und auf unsre Superfans halten. Houston, wir haben kein Problem, denn in dieser großen Rede werd ich erwähnen, dass ich immer dran geglaubt hab‘, dass man mit einer multicoolturellen Online-Plattform wie Star Statement, auf der wunderbare Künstler aus aller Welt präsentiert werden, Millionen User erreichen kann, womit ich verdammt Recht hatte. Die Leute haben ja Recht, wenn sie sagen, der Frank hat immer Recht! Das einzige Mal, als ich nicht Recht hatte, war, als ich dachte, ich hätte nicht Recht.
Lässig greif ich zum Smartphone und checke ganz easy meine E-Mails, während Julia im Internet nach neuen Apps sucht, die sie noch downloaden kann. Die Vipywood-Chefin Silvia Kainka ist übrigens ebenfalls apphängig: Sie ist süchtig nach Apps! Ich checke also im Restaurant meine vielen E-Mails und freu mich über all die lockeren Leute, die mir so schreiben. Logo, dass auch immer mehr freundliche und positiv denkende Leute mit Durchblick-Diplom täglich neu den Kontakt zu uns suchen, gerne bei unsren spannenden Mega-Projekten dabei sein möchten: Internet-Nerds, Außenseiter, Genies aller Art – auch wunderbar schräge Typen, die zwar keine Superkräfte wie The Flash oder Spider-Man oder die mutierten X-Men haben, aber die schon die absoluten Superstars auf ihrem Terrain sind. Der Coolness-Clan wird jeden Tag größer, kann sich auch jeder bei mir MAILden – auf coole Leute sind wir ganz heiß!
Neu im bonbonbunten Dream-Team sind zum Beispiel der integre Cyberpunk-Crack Noriyoshi aus Tokio und die flippige Skatergöre Violet aus Boomtown Berlin, die als Elitestudentin der Universität Monaco ein Leben zwischen Schampus und Campus führte – und neuerdings mehr nach der Devise lebt: “ Kannste pfeifen? Dann pfeif‘ drauf! “ Oder der junge Computerfreak Steven, er ist noch ´n Rookie, aber very very talented. Er gehört übrigens zu denen, die sich lieber den Kant als die Kante geben: Steven ist nämlich ´n großer Fan des deutschen Philosophen Immanuel Kant. Komplettiert wird die Crew von den Good Guys Harry, Julian und Michael, total ehrliche Typen und Spezialisten für schwierige Missionen – WELCOME ON BOARD! Der Coolness-Clan, all my friends – lauter nette Leute und risikofreudige Teamplayer. Gern hänge ich mit ihnen ganz entspannt beim Brainstorming-Meeting an der Bar ab – sie sind echt toll und ich spür Good Vibes, was nicht an den vibrierenden Smartphones liegt. Gemeinsam macht alles sowieso mehr Fun.
Natürlich gibt es Millionen Menschen, die en detail erfahren möchten, wie genau die Zukunftspläne denn nun wirklich aussehen? Macht Gerber jetzt den Zuckerberg? Gibt es Überlegungen, bald das Headquarter von Deutschland ins sonnige Kalifornien zu verlegen und im Silicon Valley voll durchzustarten? Oder wird er die Welt weiter in Atem halten wie einst der große Harry Houdini? Was zaubert Frank Gerber als nächstes aus dem Hut? Er ist immer für eine Überraschung gut! Der Star Statement-Magier, er kriegt nie genug – und bucht den nächsten Höhenflug! Höhenflugmeilensammler wie wir lassen’s richtig knallen, das Feuerwerk der Highlights auf www.star-statements.com geht natürlich weiter. Das hat nach wie vor absolute Prio. Star Statement, ein must für jeden, der auf großartige Künstler steht und sich für Musik und Pop Art interessiert. Nur Mainstream? Auf keinsten! Für uns nur vom Feinsten!
Und es kommt noch doller: Auch die Frankgerber-Dotcommies dürfen sich freuen: Frank Gerber’s One-Man-Show geht natürlich auch weiter! Die Informationsjunkies hängen täglich an der News-Nadel – und auf frankgerber.com wird natürlich täglich die News-Seite gecheckt!
Entflammt vom Feuer der Neugier bleiben wir auch an allen anderen Dingern dran. Neue Herausforderungen? Immer her damit! Das Tempo in meinem Leben ist absolut schwindelerregend, die Ereignisse überschlagen sich – echt loopingmässig, ist jeden Tag wie ´ne Wahnsinns-Fahrt mit der extremsten und höchsten Highspeed-Achterbahn der Welt … – aber: Nerven aus Stahl sind mein Kapital! Ja, der Glücksstern am Himmel strahlt heller als je zuvor. Jesus ging übers Wasser – ich schwimme lieber weiter auf der Erfolgswelle. Mit viel Spaß und viel Power starten wir immer wieder rasant in eine neue Abenteuer-Dimension! Ich freu mich drauf. Yeah!
Julia und ich ordern eine Diet Coke. Der Frank bleibt superschlank! Weil: Sonst braucht man irgendwann eine Radikaldiät. Der international erfolgreiche Modedesigner Karl Lagerfeld hat’s vorgemacht: Von Karl XXL zu Karl L.
Während wir auf das Menü warten, erzähl ich Julia von dem mondänen Nobelhotel “ Ritz “ an der eleganten Place Vendome und von einer Champagner-Überdosis in der Luxus-Suite – und von einem totalen Alk-Absturz in der edlen “ Hemingway Bar “ in der Seine-Metropole Paris, als plötzlich mal wieder mein Communicator geht. Das Frankie-Fon spielt die Melodie von “ Mission Impossible „. Mein Buddy Kevin ist dran. Kevin und ich sind BFFs! “ What’s New, Mr. Babboo? “ , frag ich sehr interessiert. “ Hey Bro – was geht denn so? Eigentlich kommste in dieser Story gar nicht vor. “
“ Komm ich jetzt drin vor? “
“ Hey Alter, kein Ding! Is‘ doch wohl klar, mon ami“, antworte ich ganz cool. “ Alors, a bientot! “

Meine neueste Frechheit – eine Biografie mit dem Titel “ Die Bibel, Teil 2 – Die stylige Schrift “ : Von Meisterhand auf Papier gebannt!
Andere schreiben Bücher. Ich schreibe Geschichte.

Frank Gerber. Der neue Lese-Stoff. Demnext bei Eurem Dealer!

Details sind naturellement top secret, aus gutem Grund. Eigentlich sollte der Titel auch geheim bleiben. Die ersten storygeilen Societyreporter wittern aber bereits eine Weltsensation. “ Herr Gerber, Ihre Biografie sorgt garantiert weltweit für Schlagzeilen. Wir machen eine Story draus: Der schillerndste Paradiesvogel des Internets und der Literatur! “
Ich: “ Cool bleiben, Leute! Agent Frank ist im Moment im Chill-Modus: Mission erfüllt – Jetzt wird gechillt! Ich habe gerade die tollste Zeit meines Lebens! Und das neue Ding ist noch nicht gedreht. Bin noch nicht ready. Junger Gott in Ausbildung. Bitte habt noch etwas Geduld. Alles braucht seine Zeit. Absolute Priorität hat für mich im Moment die revolutionäre Next-Generation-Website www.star-statements.com und www.vipywood.com! Die Fünfsterneplattform Star Statements/Celebrity Statement und Vipywood und das Projekt High Syltciety für 2018, das sind die nächsten großen Dinger. “
Natürlich werden die grössten Buchverlage der Welt wie z.B. Random House bald Schlange stehen. Vielleicht wird der sympathische Berufscoole in die wunderschöne schwedische Hauptstadt Stockholm eingeladen und kriegt an seinem B-Day am 10. Dezember den derzeit mit 8 Millionen Kronen dotierten Literaturnobelpreis. Damit reiht sich der Literatur-Linksträger dann endlich in die Liste der Literatur-Nobelpreisträger ein. Möchte mit meiner knalligen Biografie die Welt ein bisschen besser machen. Weil nicht wenige glauben: Die Welt ist schlecht / Die Welt geht unter: / Petrus kriegt keinen mehr hoch / Der Teufel holt sich einen runter!
Last not least möchte ich gerne Falko Rademacher zitieren: “ Ich hab mal versucht, die Bibel ganz durchzulesen. Aber so nach drei Kapiteln hab ich aufgehört. Gott hat zu seiner Zeit ein paar große Leistungen vollbracht, aber er war ein beschissener Schriftsteller. “
Ich glaub, dass ich ein besserer Schriftsteller bin. Sorry, Gott!

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