Mit dem Größenwahn auf du
Mit dem Größenwahn auf du
In einer Welt, in der nicht wenige CEO’s mit Business-Stress kämpfen, hat Frank den Kampf längst aufgegeben – und das mit Stil. “ Stress? Ich kenne nur Strass! “ sagte der deutsche Modedesigner Karl Lagerfeld einmal. Frank Gerber sieht es ebenfalls locker. Seine Beine hat er lässig auf dem gläsernen Designer-Schreibtisch ausgestreckt, daneben steht ein gut gefülltes Glas Champagner. Wozu sich stressen lassen, wenn man die Dinge auch gechillt geregelt kriegt? Frank Gerber, Founder und CEO der weltweit erfolgreichen Online-Plattform StarStatement.com, gibt uns an diesem Nachmittag in einem edlen Berliner Luxus-Hotel ein Exklusiv-Interview. Seine dunkle Sonnenbrille lässt ihn geheimnisvoll wie die MEN IN BLACK wirken, während er über die Mega-Erfolge seiner Plattform spricht. Er kam, sah ( durch seine dunkle Sonnenbrille ) und siegte.
Frage: Sie haben mir am Telefon gesagt: Eine Audienz beim Papst ist wahrscheinlicher einfacher zu bekommen als einen Interview-Termin bei Frank Gerber.
Gerber: Die Telefone stehen nicht mehr still. Nonstop geht das Dingelingding. Die Anrufe kommen von überall: “ Hey, was geht, du geheimnisvoller CEO? “ Ich bin am Abkichern, während ich probiere, nicht über die nächsten 1000 Projekte nachzudenken, die ich noch am Start habe. Ich bin bissi busy und auch ein bisschen bossy – aber hey, das gehört zum Job! Und ich bin fucking gut in meinem Job. Und wenn ich dabei noch ein paar Geheimnisse lüften kann, umso besser. Schließlich wird das hier nicht nur ein Exklusiv-Interview, es wird ein Explosiv-Interview! BOOM! Yeah, aber meine Zeit ist tatsächlich im Moment vor allem wegen meiner Online-Plattform Star Statement / Celebrity Statements begrenzt. ´Ne völlig neue Erfahrung für mich. Nicht wenige Leute halten mich ja für eine mysteriöse Gestalt. Leute denken, ich bin wie das Phantom der Oper, nur ohne die Maske und dafür mit dunkler Sonnenbrille. Nun sind viele unerwartet höchst interessiert an dieser mysteriösen Person und telefonieren mir hinterher. Wegen StarStatement.com, Vipywood.com, der knalligen Kunst in unserer wunderbaren Galerie und einem Photo Shooting mit dem Fashion and Beauty Photographer Frank Karl Soens im renommierten Pariser Hotel Ritz auf dem historischen Place Vendôme. Zudem bin ich als Agent in eigener Sache mit einer befreundeten Fotografin aus Potsdam auch mit meiner Nikon-Digiknipse in geheimer Mission unterwegs, um unser neues Projekt an den Start zu kriegen: Der Art Anarcho lässt bald Bilder-Bomben explodieren. Ja, wir sind aktuell sehr reiselustig: Wir geben uns die Weltkugel. Ob mit dem Batmobil, per Raumfähre oder mit der Nautilus von Captain Nemo – Abenteurer wie wir sind immer unterwegs. Frank Gerber on tour mit seiner On-Tour-age: Megastädte wie Tokio, New York und Moskau waren die ersten Stationen. In der letzten Woche sahen wir uns zusammen mit der toughen Vipywood-Chefin Silvia Kainka das berühmte Varieté Moulin Rouge am Boulevard de Clichy in Frankreichs Hauptstadt und das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg an. Außerdem besuchten wir das Grab von “ Club 27 “ Mitglied Jim Morrison auf dem Friedhof Pére Lachaise in Paris und machten einen Trip in die geheimnisumwobene Lagunenstadt Venedig. Und immer wieder locken die Lichter der Hauptstadt. Freche Luft schnappen. Mit einem Koffer nach Berlin. Berlin ist wie ein heißer Flirt – fun-fucking-tastic! Und dann muss Mr. Gerber auch noch mit seiner fancy Babe Cindy Crawford und ihrer überirdisch schönen Tochter Kaia zu den fettesten Charity-Events in NYC oder L.A. cruisen. Aber wait, Momentchen bitte, das ist ein ganz anderer Gerber, Rande oder so. Man kann nicht überall am Start sein! Ich überleg deswegen ernsthaft, mich von ’nem international renommierten Genforscher-Team klonen zu lassen, um überall gleichzeitig abzuhängen. Klonen – das klingt nach Science-Fiction, aber vielleicht ist das die Superlösung für mein zeitliches Dilemma. Stell dir vor, ich hab ’ne Squad von Klonen und die laufen überall auf der Welt frei herum: Ich will ja niemanden Angst machen, aber das wäre doch mega! Ich allein bin ja schon nichts für schwache Nerven, aber mit mehreren von mir wär das ein Upgrade für den Planeten, oder? Hoffe nur, die Klone sind genauso cool sind wie ich und sehen so unverschämt gut aus, dass alle Spiegel happy sind, sie zu reflektieren. Vielleicht haben die auch ein paar coole Sprüche drauf und tragen dunkle Sonnenbrillen, weil auch ihre Zukunft blendend aussieht. Wenn die Forscher im gentechnischen Labor das nicht hinkriegen, bin ich echt am Arsch!
Frage: Immer sind es die schönsten Frauen der Welt, die Sie begleiten. Darf man bitte fragen, wer die Dame an Ihrer Seite ist?
Gerber: Darf ich Ihnen eine gute Freundin vorstellen? Die große Stephanie. Sie ist der Hammer! Heute feiert sie ihren B-Day, wird strahlende 28, yeah! Gestern Nacht waren wir im The George Hotel Hamburg im Stadtteil St. Georg am Start, haben mit ’nem Make-up Artist und ’nem Promi-Stylisten und ’ner aristokratischen Künstlerin richtig abgefeiert. Später haben wir noch ’ne ambitionierte Jura-Studentin und ein paar Business-Typen getroffen und uns Cuba Libre ohne Ende gegönnt. Yeah, die Nacht wurde sehr lang, wie immer!
Frage: Wie haben Sie sich kennen gelernt?
Gerber: Das war vor langer Zeit, damals war sie 18 und ein upcoming Supermodel. Steph jobbte ja damals als Model. Machte jede Straße zu ihrem Catwalk. Die hat’s drauf, ganz klar, hat sich von der britischen Catwalk-Beauty Naomi Campbell und der Fashion-Ikone Kate Moss inspirieren lassen. Steph war wirklich sehr speziell, eine Göttin ihrer Zeit, und ich checkte sofort: Was ihr im Model-Biz helfen wird, ist ihre Attitude. Eines Tages sah ich, wie sie in ihrem schwarzen Chanel-Dress, wie sie in ihren knallpinken Mini Cooper stieg. Boom, der Modelizer in mir wurde geweckt! Dachte mir: Wow, she’s hot, zum Klauen süß! In Hamburg-Harvestehude fuhr ich der Angebeteten frech mit meinem Porsche hinten drauf, um sie kennenzulernen. Der Spaß hat mich schlappe 5 Riesen gekostet, aber hey, was macht man alles für die Liebe? Dann kamen wir ins Quatschen und haben uns sofort super verstanden, seit diesem Verkehrs-Crash waren wir ´n starkes Team, das coolstes Team ever! Ich schwöre, ich flieg wie ein Vampir auf solche Frauen! Hab ihr sogar einen Spruch gedrückt: “ Haben wir uns nicht schon mal gesehen? Vor 217 Jahren oder so? “ Wir zwei waren ´n echter Skandal, ein Power Couple, das die Welt noch nicht gesehen hat. Eine Beziehungskiste voll Dynamit. Ich hab mich unsterblich in die schöne Stephanie verliebt, so wie einst Goethe in die junge Lotte, Gerber in Love, aber sowas von! Doch damals jettete die holde Maid auch viel von Modenschau zu Modenschau, reiste für Shootings um den Globus. Anyway, zwei Jährchen trennten wir uns freundschaftlich, aber unsere Zeit war legendär. Was wir hatten, würd ich niemals resetten. Wir sind noch heute beste Freunde, Soulmates, wir hatten ´ne verdammt gute Zeit! Irgendwann sah man sie kaum noch auf dem Runway, sie genoss ihr Leben zwischen den Reichen und Schönen des Big Apple. Dem Model-Biz sagte sie Goodbye, ihre Welt war die Jeunesse dorée der Upper East Side Manhattans. Dann angelte sie sich einen langweiligen und abgewichsten Investmentbanker, irgend einen Typ mit ´nem Maserati. Wollte halt reich heiraten, wie die bezaubernde Stil-Ikone Audrey Hephurn in dem oscargekrönten Hollywood-Film “ Frühstück bei Tiffany „. Sie war davon überzeugt, dass ihr Billy Bankster der Mister Right war. Aber dann, so vier Wochen später, hörte ich meinen AB ab. Nachricht nach der Piep-Show: Steph hatte die Scheidung eingereicht. Die junge Lady fühlte sich chronisch untervögelt und wollte mehr Sex haben. Die Dates mit Rex Dildo waren wohl nicht so der Burner!
Frage: Sind Sie eigentlich ein Aufreißer?
Gerber: Klar, ich bin ein Superaufreißer, Baby! Höflichkeit ist mein Ding, ich mach das mit Stil. Galant reiße ich jeder Frau die Tür auf.
Frage: Sie haben gerade gesagt, Sie hätten sich von dieser jungen Dame hier freundschaftlich getrennt. Gab es auch schon Trennungen, wo es nicht so freundschaftlich ablief?
Gerber: Ya right, Trennung, das kennt jeder, oder? Das Glück verpisst sich manchmal. Mayday … Mayday – Die Flugzeuge im Bauch sind abgestürzt. Der Himmel? Schwarz wie meine Soul. Haha. Man trennt sich. Es hat nicht sollen sein. Abschied á la Bogart: “ Ich seh‘ durch meine dunkle Sonnenbrille, Kleines. Uns bleibt immer noch Hamburg. “ Und dann, paar Tage später, im luxuriösen Grandhotel, ich als Prince Charming mit einem Lächeln zu ihr rüber, will ihr freundlich die Hand reichen – und sie tut so, als würde sie einen nicht kennen. Ich meine, seriously?! Nicht gerade ladylike. Hol mir ´nen Drink, schau nochmal zu ihr rüber und denke: I understand only Hamburg Hauptbahnhof! Was geht denn hier ab, bitte? Sie flirtet mit so ´nem glattgebügelten Wochenendrebellen, um einen eifersüchtig zu machen. Oh Mann, that’s sowas von uncool. Das hat keinen Stil. Wir waren mal so in love, Ringe von Tiffany im Flagship Store an der Fifth Avenue in New York waren doch schon bestellt, und jetzt? Plötzlich knallt mir die Songzeile von der Sängerin und Texterin Ulla Meinecke in die Birne: Jeder Treueschwur war nur ein Meineid. Das tut dann schon ´n bisschen weh – Die Leiden des jungen G. Die alleinige Schuld schob sie mir in die teuren Prada-Treter. Tja, und so ´ner Frau hat man mal total vertraut. Vielleicht war das blauäugig, obwohl ich doch so schöne braune Augen habe, aber hey, das Leben geht weiter, oder?
Frage: Als Sie neulich ein konservativer Galerist auf negative Kritiken zu Ihrer Maloobi Gallery ansprach, antworteten Sie souverän: “ Es interessiert mich einen Dreck, was Kritiker wollen! Ich wünsche mir konstruktive Ansagen, wie wir’s rocken können!“
Gerber: Auf jeden! Nur dann macht Kritik Sinn. Wir haben ja das Mega-Projekt “ Maloobi “ aus Zeitgründen erstmal gecancelt, aber vielleicht kommt“ Maloobi Reloaded “ bald wie ein Phoenix aus der Asche! Ich sah “ Maloobi “ als Einstiegsdroge für alle Kunstjunkies bis 99! Die Maloobianer sind coole Leute, wir wollen uns nicht künstlich aufregen, wir wollen uns KÜNSTLERISCH aufregen! Das war ja auch die Idee dahinter, sich zusammenrotten und gemeinsam ’ne kreative Gegenbewegung starten: die “ Maloobi-Mafia „! Pop Art statt Flop Art, Baby! Wir hatten echt großARTige Künstler am Start, wie die “ Queen of Pop Art „, Lucky Wy, mit ihren krassen knallbunten Bildern – besser knallbunt als Schwarzmalerei! Ich feier Pop Art-Künstler wie z.B. Heiner Meyer, James Rosenquist, Keith Haring, Mel Ramos, Romero Britto, Charles Fazzino, David Gerstein, Ed Heck, Luigi Rocca, George Ioannou, Laurence Jenkell, Johannes Cordes, Ekaterina More, Mauro Perucchetti, James Francis Gill, Roy Lichtenstein und Devin Miles und so. Dachte mir damals: Eventuell entdecken wir auch bald einen neuen Andy Warhol oder einen neuen James Rizzi oder einen neuen Starfotografen wie Helmut Newton oder ’nen neuen Street-Art-Künstler wie Banksy. Heroes aller ART! Ich helf einfach gern. Mir macht es Freude, anderen Künstlern ein Forum zu bieten und sie zu pushen. Das ist meine Mission, das ist Ehrensache!
Frage: Denken Sie gern an Ihre Schulzeit zurück?
Gerber: Nee, nicht wirklich!
Frage: Wieso nicht?
Gerber: Check das mal: mit 4 Jahren hatte ich schon das Lesen drauf , voll das hochbegabte Wunderkind, I.Q. von 175, high level, ey! In der Schule war alles voll lame, ich hab mich geweigert, da mitzumachen. Ich fühlte mich unterfordert. Das war nur stupides Auswendiglernen – hab ich keinen Bock drauf gehabt. Ich habe mich zu Tode gelangweilt. Schlechte Zensuren? Klar, das kam dabei raus. Unhappy war mein zweiter Name, hab oft an Napoleon I. gedacht, der einmal meinte, Genies sind Unglückliche, sind Meteore, die verbrennen müssen, um ihr Jahrhundert zu erleuchten. Für die meisten anderen war ich der durchgeknallte Typ, der Spinner, der Rebell. Ich betrachtete es aber als Kompliment, wenn sie mich ausgrenzten. Ich bin immer gegen den Strom geschwommen, der junge und wilde Sturm und Drang-Poet zwischen Selbstzweifel und Selbstfindung war eben mehr an der Kunst als an der Penne interessiert. Schule war nicht mein Ding, Blaumachen war mein Hauptfach, doch als dann ’ne überirdisch coole Mathelehrerin reinkam, war’s vorbei mit der Langeweile! Die war nämlich so schön UNBERECHENBAR und hat meine Motivation auf ein neues Level gepusht.
Frage: Was kann die Schule besser machen?
Gerber: Alles! Schule muss mal aufwachen, echt jetzt! Weißte, viele unserer Lernfabriken werden von allzu vielen bürokratischen Vorschriften geregelt. Das Wort “ Erziehung “ ist auch total daneben. Lernen ist ein schöpferischer Prozess. In allen Kids steckt ein wunderbarer Bling-Bling-Rohdiamant, der nur geschliffen werden braucht. Das haut aber nicht hin, wenn man in starren Normen denkt, die eher zu Stumpfsinn führen und der Pädagogik und der Kreativität zuwiderlaufen. Lass die Kids chillen, ihre Talente entfalten und richtig durchstarten! Schule muss fresher werden, mehr Flow, weniger Regeln – so geht Bildung!
Frage: Stört es Sie, wenn manche Leute über Sie schlecht reden?
Gerber: Ist mir egal. Maximal scheissegal! Der grandiose Schriftsteller und irische Dandy Oscar Wilde aus Dublin hat mal gesagt: “ Besser, die Leute reden schlecht über dich als gar nicht! “ Da sollte man einfach souverän und lächelnd drüberstehen. In the end of the day kommt’s immer darauf an, dass man selber ´n gutes Feeling hat. Manchmal fühl ich mich aber schon wie der Graf von Monte Christo, unschuldig verurteilt und so. Hater-Alarm! Die Oberhater googeln und bingen mich mich, sind voll alarmiert. Der Blödheitsquotient mancher Leute ist enorm hoch. Diese Nixblicker schnallen nicht: Ich ironisiere doch mein Image, indem ich es übertreibe. Ich nehm mich nicht so ernst, bin eher Mr. Eddy Easy, der locker und gutgelaunt durch’s Leben schlendert. Leute quatschen viel, man hört sogar, ich sei der Teufel in Menschengestalt. Und die Gucci-Sonnenbrille? Die trag ich, damit, damit man die Dollarzeichen in meinen Augen nicht sieht. Es kursieren sogar Gerüchte, dass ich Starallüren habe und selbst meine engsten Freunde mit “ Hi, Fans! “ begrüße – LOL! Die Gerüchte-Börse boomt! Um mich ranken sich abenteuerliche Geschichten: Er schottet sich wie einst der legendäre US-Milliardär Howard Hughes von der Welt ab, sein Luxusappartement ist geheim. Der schwarze Jet mit dem StarStatement.com-Logo hebt mehrmals die Woche vom Hamburger Flughafen ab und Frank Gerber kommt nur in eine Stadt, wenn es mindestens eine Straße gibt, die nach ihm benannt wurde. It’s Just Not True! Ich bin jetzt der Mafia-Pate, der Gangster, der berüchtigste und gefährlichste Hacker auf diesem Planeten – Staatsfeind Nr. 1! Wenn das einige so sehen möchten, bitte, meinetwegen. Nicht nur in den Bars oder mondänen Casinos begegnet man immer wieder Typen, die nicht Mike Tyson heißen und mir trotzdem ein Ohr abkauen. Ich sag dann immer mit einem Lächeln: “ Tut mir sorry, ich spreche kein Schwachmatisch! “ Ein Societyreporter von so ’nem Revolverblatt machte zum Beispiel neulich am Airport den Extremzutexter und sagte, ich sei ein arroganter Macho-Arsch mit einem Herz aus Eis und der Moral eines Serienkillers – und sogar Top-Terroristen hätten mehr Sympathisanten als ich. Dieser schlechte Ruf amüsiert mich. Ein prominenter Politiker aus Berlin erzählte sogar, der Gerber sei nicht rot, nicht schwarz. nicht grün – sondern wegen seiner Vorliebe für Alkohol eh meistens blau.
Frage: Da wir gerade beim Thema sind: Möchten Sie noch ein Glas Champagner? Oder dürfen wir Ihnen einen coolen Drink ordern?
Gerber: Kühle Drinks – so was brauch‘ ich nicht. Bin schon cool genug.
Frage: Es gibt Leute, die sagen, Sie wären von der Modedroge Kokain abhängig?
Gerber: Die einen kennen mich, die anderen können mich. In meinem Personalausweis steht nicht “ Pete Doherty “ . Ey, ich beschäftige mich nicht mit dem Schnee von gestern, wenn heute doch der Sommer da ist. Weitere Statements wird es von mir zu diesem Thema nicht geben. Von Koks hab‘ ich die Nase voll! This is snow from yesterday!
Frage: Joints?
Gerber: Mit 14, 15 oder so. Ich bin F.G., nicht E.T. Trotzdem musste ich wie das symathische Alien was klarmachen: Nach Hause telefonieren, meine Mom am Draht: “ Wann kommste vorbei? “ Ich so ganz cool: “ Das Cannabisschen dauern, chill mal, seh‘ die Welt im Moment durch die grüne Brille, du weißt Bescheid!.“ Yes, ich hab‘ mal mit ’nem Kumpel Haschisch geraucht. Ein Joint venture sozusagen. High sein, frei sein, das Leben kann schnell vorbei sein. Dachten wir. Wilhelmshaven, meine Highmatstadt! Dort hingen wir ganz relaxed und high im Luxus-Loft von seinen Alten ab, haben ’nen Joint durchgezogen – voll die Wundertüte! Fühlten uns wie Cheech & Chong, die OGs der Stoner-Kultur! Kiffen war für uns kein Ding, heut mach ich das eher selten, aber hey, ich bin für Legalisierung und Drogenfreigabe. Die offizielle Drogenpolitik ist doch voll gefloppt. Sogar viele Docs, Politiker und Cops meinen: Kontrollierte Abgabe, damit der Stoff clean bleibt und der Schwarzmarkt kaputtgeht.
Frage: Ihre Freunde schätzen an Ihnen, dass Sie sich mit Urteilen über Ihre Mitmenschen sehr zurückhalten. Halten Sie sich für einen guten Menschen?
Gerber: Erstens: Wie sagte schon Weltstar Marlene Dietrich? “ Es sind die Freunde, die man um vier Uhr morgens anrufen kann, welche von Bedeutung sind. “ Für mich ist es selbstverständlich, für meine Freunde am Start zu sein. Zum Glück habe ich Freunde, die genauso drauf sind. Keine Fake-Friends von Insta, die dir nur ’n Herzchen geben, wenn du ein Pic von deinem Frühstück postest, sondern echte loyale Bros. Coole Checker – so wie der monitorgebräunte Harry Hacker! Man nennt uns das Rat Pack von Hamburg. Ich mach‘ Action mit meiner Connection! Mal im Ritz, mal in der Ritze – und yeah, die “ Ritze “ ist echt Spitze! Die Drinks da sind genau so cool wie wir. Yeah, wir ziehen öfter mal über die Reeperbahn. Reeperbahn rocks! Aber es muss nicht immer die Reeperbahn sein: Manche Typen haben die sündige Meile in der Hose und die große Freiheit im Kopf. Meine Buddies und ich? Wir gehen oft clubben, zocken Poker, chillen mit Drinks und Cuban Cigars mit den Mädels, oder lesen uns gegenseitig Gedichte von dem amerikanischen Schriftsteller Charles Bukowski vor. Und jetzt zu dem anderen Teil deiner Frage: Es ist nicht mein Job zu verurteilen. Auch nicht zu vorurteilen. Man sollte Menschen kein Label verpassen, bevor man sie nicht kennengelernt hat. Hell yeah, ich bin einer von den Guten. Viele nennen mich auch schon Mahatma Gerber. OKchen, ich hab ´ne große Klappe, aber ich bin immer very charmant dabei. Gehe mit anderen Menschen sehr sensibel und absolut ehrlich um und das erwarte ich auch von denen. Sensibel – yeah, vielleicht bin ich sogar zu sensibel. Viele halten mich für Superman, aber: Diese Übersensibilität ist auch mein Kryptonit.
Frage: Nervt es Sie, wenn Menschen aus Ihrer Umgebung Ihre Art zu leben und Ihren coolen Slang-Style übernehmen?
Gerber: Also bitte, was für eine Frage, non! Coolturelle Aneignung? Kein Ding, sprach der King! Mittlerweile gerbern ja Tausende und das ist auch okay, wenn sie mich als Quelle zitieren. Jede feste Freundin, die ich hatte, bekam von mir ’nen speziellen Crashkurs in Coolness und boom, sie mutierte zum Gerber-Girl: Sie quatschte wie ich und wenn ich ´ne SMS bekam, dachte ich jedes Mal, ich schreib‘ mir selbst. Mega funny, oder? Jetzt stehen an jeder Straßenecke die coolen “ Frankies “ mit ihren schwarzen Shades und lassen meine Sprüche ab. Diagnose: Gerberitis. Sogar viele Rapper hängen überall ab und splitten meine Lines. Die haben nämlich gecheckt: “ Der Typ hat ja ´ne ganz coole Schreibe und coole Sprüche drauf. “ Das ist killercool, Mann! Gerber Generation. Greatartig!
Frage: Sie haben Ihren gebrochenen Gothic-Look in letzter Zeit leicht verändert. Frank Gerber mal ganz anzüglich!
Gerber: Mal Gothic-Look, mal Agenten-Look, mal Heroin-Chic, aber hey, ich mochte noch nie aussschließlich über Äußerlichkeiten quatschen. In der Wahl der Garderobe bleibe ich mir treu. Erlaubt ist, was Lagerfeld! Einziger Seitensprung: Giorgio Armani. O.k., heut‘ trag ich auch mal wieder einen schwarzen Designeranzug wie die “ Men In Black “ . Echt joopig! Damit könnte ich jetzt wie ein Model über den Catwalk laufen und Heidi hätt‘ garantiert ein Foto für mich! Sonst ist mein Outfit legerer. Manchmal ziehe ich einfach ’nen Hoodie über und mach‘ einen auf Robin Hoodie und hoffe, dass niemand zum Phone greift und ruft: Fashion Police, bitte umgehend zum Tatort! Aber mal ehrlich, ich gehe lieber mit den Models als mit der Mode. Es gibt viel krassere, relevantere Probleme auf der Welt, als sich jeden Morgen zu fragen, welches Kaschmirsakko ich zu welchem Designerschuh anziehe. Millionen Leute fragen sich: “ Habe ich morgen noch einen Job? “ Da draußen gibt’s skrupellose Warlords und Kindersoldaten im Krieg, Boatpeople, Rassenhass, Bodenzerstörung in den Tropen und Dirty Tricks auf höchster Politebene. Und wo wir gerade beim Thema Mode sind: Animal Rights Activists find‘ ich cool. Echte Pelze sind megaout! Man trägt keine Pelzmode mehr – man trägt heute Herz. Jeder, der einen Pelz kauft, bezahlt einen Killer. Lass uns die Tiere in Ruhe lassen und lieber mit Stil – und ohne Pelz – durch die Welt gehen.
Frage: Wechseln wir das Thema. Benedikt XVI, der sich nach seinem Rücktritt “ Papst Emeritus “ nannte, nervte Sie ganz speziell, oder?
Gerber: Ich war nie Mitglied im Papst-Benedikt-Fanclub. Der Typ hat mich echt geschockt, als er meinte, Kondome bringen nix gegen AIDS. Totaler Bullshit! Das war voll der Fail, so naiv und gefährlich, das geht gar nicht klar. Als Pontifex hätte er sich einen solchen Fauxpas nicht erlauben dürfen. Kein adäquater Umgang mit diesem Thema, finden auch immer mehr Menschen.
Frage: “ Seine Heiligkeit “ wird das nicht gefallen. Sind Sie Katholik?
Gerber: Non, non, non. Römisch alkoholisch ist meine Konfession.
Frage: Könnten Sie sich Frank Gerber als Papst vorstellen?
Gerber: Könnte ich mir Frank Gerber als Papst vorstellen? Na klar, why not? Why the Hell not Frankie? Alles machbar, Herr Nachbar! Wir haben schon so viele fragwürdige Entscheidungen in der Vergangenheit gesehen – viel Weißer Rauch um Nichts! In naher Zukunft könnte das mit einem unkonventionellen Typen wie mir ja vielleicht besser laufen. Dann würde das Papamobil wohl bald “ Abschleppwagen “ heißen, hätte neben der Knautschzone auch eine Knutschzone, und die Message wär‘ klar: Glaube kann auch Spaß machen! Coole Klamotten hätte ich auch an: Der stylige Vater. Aber ja, vorstellen kann ich mir das: So’n wunderbar schräger Typ von der Straße wie ich als der neue deutsche Underground-Papst. Die VIPs der Popkultur würden sich um die Einladung reißen. Die ganze Celeb-Clique kommt vorbei – Posh and Becks, Lindsay Lohan, Johnny Depp, Megan Fox, The Rolling Stones, Rita Ora, Miley Cyrus, Natalia Kills, Tommy Lee, Lady Gaga, David Guetta, Mary J. Blige, Lana Del Ray, Lourdes Ciccone, George Clooney und die wunderschöne R&B-Sängerin Beyounce würden vom Vatikan eine freundliche Einladung bekommen – und dann würden wir richtig fett Party machen und abdancen und die weltberühmte Reality-TV-Queen und milliardenschwere Lifestyle-Unternehmerin Kim Kardashian macht ein Selfie mit uns allen und postet es auf Channels wie Facebook oder Insta – #PopeLife! Ich war eben schon immer anders. Schon als Kind, als ich mich mit anderen Kids auf der Straße rumtrieb. Damals war ich noch klein, doch ich dachte schon groß. Immer “ Thing Big! “ Mit dem Größenwahn auf du. Haha! Frank als Papst? Warum eigentlich nicht? Lass uns die Tradition aufmischen und den Glauben neu definieren. Ey, das wär ein echtes Statement! Der Ghettogoethe hat’s schon gecheckt – “ Pope 4 A Day „: Die grandiose Idee zu dem Songtext kam mir, als ich nachts leicht drogiert den Papst auf n-tv sah.
Frage: Anderes Thema! Sind Sie, wie so viele Deutsche, politikverdrossen?
Gerber: Nö, gar nicht. Weltpolitik, die ist superinteressant. Wünsche mir jetzt nur noch, dass bald endlich der 1. Weltfrieden ausbricht! Außerdem: Politikerschelte ist im Moment wohl “ In “ . Fact ist: Wie überall im Leben gibt es auch in der Politik Damen und Herren, die ihren Job gut, und andere, die ihn weniger gut machen.
Frage: Wie sehen Sie Deutsche Politik heute?
Gerber: Da sehe ich manchmal schwarz, aber das hat nix mit meiner dunklen Sonnenbrille zu tun. Manchmal frage ich mich, was aus dem wunderbaren Land der Dichter und Denker geworden ist? Das Land der nicht ganz Dichten und Gelegenheitsdenker? Ich möchte das einfach nicht akzeptieren und glaube gerne weiter an die Power der cleveren und weltoffenen Leute in dieser Republik. Aber viele PolitikerInnen der großen Parteien sitzen total abgehoben im Raumschiff Bundestag und checken null, was unten auf der Bodenstation Straße abgeht – “ Houston, wir haben ein Problem! “ Nicht wenige dieser Polittypen brauchen ein Spenderhirn! Die Politprominenz quatscht fast nur drumrum, der Klartext-König war not amused. Verschärft genervt hab ich deswegen überlegt, einmal nach Angela Merkel für das Amt des Bundeskanzlers zu kandidieren. Ich sah sie schon vor mir, die Headlines in der Bild Zeitung: “ FRANK GERBER IST BUNDESKANZLER! „, “ FRANKIE ROCKT DAS HOHE HAUS! „, “ GERBER TRIFFT OBAMA! “ Stattdessen hat mein schwuler Hairstylist Kay gesagt: “ Politik verdirbt den Charakter, Alkohol zerstört die Leber – dann lieber Alkohol, Diggah! “ Politik ist aktuell fast nur noch Showbusiness. Image statt Inhalt ist heute “ in “ . Ich stehe nicht auf Polit-Typen, die mehr ihren politischen Vorteil suchen, als die Wahrheit. Der Bundeskünstler bin ich lieber als der Bundeskanzler!
Frage: Kommen wir zu einem neuen Thema: First Love. Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Liebe?
Gerber: Ich verweigere die Aussage.
Frage: Wie alt waren Sie da etwa?
Gerber: Ich verweigere die Aussage.
Frage: War die Trennung hart?
Gerber: … no comment!
Frage: Schade. Würden Sie bitte zu den folgenden Personen je ein Statement abgeben: Kim Jong.
Gerber: Viele halten mich ja für einen Ego-Googler. Aber klar, die Leute reden, sie haben keine Ahnung. Ich mach mein Ding, informier mich, und ich hole mir eben manchmal auch meine Infos aus dem Net. War am wikipedieren und hab den Diktator aus Nordkorea gecheckt. Bei Wikipedia las ich nichts Positives über diesen Typen aus Pjöngjang. Über den Kerl kann man echt nix raushauen, was man puplizieren kann. Ich denke, auf ihn passt voll das Zitat von der amerikanischen Hollywood-Diva und Leinwandgöttin Mae West: Seine Mom hätte ihn besser zurückgeben und den Storch behalten sollen. Was für’n Joke, oder? Okay, lass uns einfach weiter chillen und nicht zu viel über den quatschen. Peace!
Frage: Okay, weiter: Barack Obama.
Gerber: “ Yes, we can! “ lautete sein weltberühmter Wahlkampfslogan. Bisher macht Mr. President fast immer ´n guten Job, find ich. Der zieht sein Ding durch. Jedenfalls hat der Mann Personality. Chapeau, Mr. Obama!
Frage: Jesus Christus.
Gerber: Yeah, J.C. und ich, wir surfen auf der gleichen Welle! Der Typ soll ja den See Genezareth überquert haben. Und ich die Hamburger Alster: Allerdings im Winter, als sie zugefroren war. Zwei Bossmoves, Baby! Wir konnten beide übers Wasser latschen. Heute wären J.C. and the Gang, die Jünger, die Kings im Game, Rockstars in jedem Block. Aber wie hätten seine Erzeuger Mary und Joe reagiert? We will never know …
Frage: Benjamin von Stuckrad-Barre.
Gerber: Durch Panik-Präsident Udo Lindenberg habe ich ja schon viele Leute getroffen, wie z.B. ´ne Person, mit der ich eine wirklich wilde Zeit verbrachte, doch die VIPsagistin kriegte in ihrem Styling-Studio in Hamburg trotzdem immer alles auf die (Lange) Reihe. Durch den Mann mit Hut traf ich auch echte Celebrities wie zum Beispiel die deutsche “ Godmother of Punk “ Nina Hagen oder den in Bremen geborenen Schauspieler Ben Becker, der sich mehrfach den renommierten Adolf-Grimme-Preis und auch die Goldene Kamera krallte. Oder den Chansonnier Tim Fischer, der in Filmen und Serien wie Atlantic Affairs und Babylon Berlin mitspielte. Oder Heinz Hoenig, Eric Burdon, Helen Schneider, Otto Waalkes, Rapper Jan Delay und und und. Auch den Autor Benjamin von Stuckrad-Barre aus Bremen habe ich bei einem Meeting mit Udo Lindenberg im legendären Hotel Atlantic an der Alster in Hamburg kennengelernt. Der Rockvolutionär Udo, Ben und ich schauten uns bei ´nem Gläschen Eierlikör das Endspiel der WM 2006 im Fernsehen an. Benjamin hat mal einen Bestseller geschrieben. Soloalbum. Ganz nice. Spätere Sachen von ihm fand ich besser. Bitte mehr davon!
Frage: Ihre Meinung zur Pop-Literatur?
Gerber: Pop-Literatur war gestern. Manche nennen mich ja den “ King of Popliteratur “ . Aber ich bin ´n glamouröser Rock-Literat. Bin der Erfinder der Rock-Glitteratur. Es ist doch ein Meister vom Himmel gefallen. Meine Biografie wird garantiert innerhalb weniger Tage zum absoluten Bestseller avancieren, denn wenn Coolness ein Verbrechen wäre, würde ich vermutlich lebenslänglich im Knast sitzen. Ich bin wie der in Paris lebende Designer und Mode-Zar Karl Lagerfeld. Nur, dass ich meine Mode aus Gesprächsstoff und Lesestoff kreiere. Ganz Deutschland erwartet eine neue Leseratten-Plage. Um Johann Wolfgang von Goethe zu zitieren: Wer nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben. Ein paar Kohlen will ich mit dem Buch natürlich auch abcashen. FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR mach‘ ich’s nicht.
Frage: Ihr Lieblingsautor?
Gerber: Mein Lieblingsautor bin ich!
Frage: Kritisieren dürfte Ihren unkonventionellen Schreibstil wohl eh keiner. Man erzählt sich, Sie füttern Ihren Privathai mit lebenden Hobby-Journalisten und vor allem mit Buchkritikern, die keinen Plan haben …
Gerber: (lacht) Naja … Kritik an mich ist Gotteslästerung. Ja, ein Sakrileg! Is‘ doch klar.
Frage: Ihr nächstes Projekt soll den Titel “ Frankzösische Chansons “ tragen. Können Sie Französisch?
Gerber: (lacht) Ja, aber mit der Sprache funktioniert’s noch nicht so ganz. Aber ich möchte es hier mal probieren: Comment vors appelez-vouz? ( Wie heißen Sie? )
Frage: Jacqueline.
Gerber: C’est un prenom charmant. C’est a vors, ces beaux yeux-la? ( Das ist ein bezaubernder Vorname. Wo haben Sie bloß diese schönen Augen her? )
Frage: Sie sind ein Charmeur, Monsieur Gerber. Aimez-vors Jacquel Brel?
Gerber: Oh, oui! Bin ein großer Fan von Brel, Chérie! Hey, lass mal über die Legenden quatschen! Auch Madame Piaf haut mich um, die Stimme – göttlich, ey! Der Meister ist echt entzückt, kann’s kaum fassen. Juliette Greco, die Muse der französischen Existentialisten, und die ganzen Legenden wie Charles Trenet, Fernandel, Mistinguett, Jean Gabin oder auch Serge Gainsbourg gehören zu den Großen des Chansons – die Gang ist einfach lit! Ihre Alben? Schwer zu toppen! Klar, Gainsbourg, der King! Der in Paris geborene Chansonnier war für mich einer der ganz großen Künstler seiner Epoche. Ein Blick in seine reichhaltige Diskografie zeigt, dass die französische Ikone enorm produktiv und kreativ war. Außerdem hat der Typ die Marseillaise in ’ne fette Reggae-Nummer gepackt. Da war ich verdammt stolz auf ihn. Im schönen Frankreich hat ihn heute jeder auf dem Radar, und bei uns hier in D? Hier bei uns in Deutschland kam der Hype mit dem Skandal-Song “ Je t’aime “ und der fantastischen Sängerin Jane Birkin – das Ding ging durch die Decke! Oui, Brel, Gainsbourg und all die anderen grandiosen Künstler bringen so’n total geiles Lebensgefühl rüber. Und jetzt kommt’s: Mein neues Projekt heißt “ Französische Chansons – Ich mach’s dir auf Frank-zösisch! “ – klingt fresh, oder?
Frage: Wie bitte darf ich mir das vorstellen, wenn Monsieur Gerber es mir auf französisch machen würde?
Gerber: (lacht) Unsere Interview-Lady! Respekt, meine Liebe! Ou vag-t on? Chez vors? Chez moi? A I’hotel? ( Wohin gehen wir? Zu Ihnen? Zu mir? Ins Hotel? )
Frage: Warum laufen Sie immer mit dunkler Sonnenbrille rum? Ein Freund von Ihnen erzählte uns: Sein Markenzeichen sind coole Sonnenbrillen. Er hat 1000 Stück.
Gerber: Brille? Viele, Mann! Mr. F.G. hat die Zukunft am Start, blendend wie 1000 Sonnen. Ohne Shades? Geht gar nicht, Sis! Man stelle sich vor: Frank Gerber, der Sonnenkönig ohne Krone – das wäre wie Lagerfeld ohne Zopf oder Rapper Snoop Dogg ohne Joint! Designer Sunglasses gehören zu den Fashion-Essentials für mich. Ich hab‘ mehr für die Sonnenbrillen-Ranaissance getan als die Mafia. Sehen Sie mal her! Das kleine Schwarze: Gucci-Style, zwei Stück am Start – meine Black Darlings, Brillen für die coolen Jungs mit Durchblick. Wer auf der Sonnenseite des Lebens chillt, braucht partout ´ne dunkle Brille, logo. Ja, ein absolutes Must-Have! Manchmal trag ich auch eine von innen verspiegelte Sonnenbrille, Spezialanfertigung, Baby. Bin ich deswegen ein Narziss? Maybe. Schon der ehrwürdige Dichterfürst Goethe haut den Spruch raus: Aber der Mensch ist ein Narziss; er bespiegelt sich überall gern selbst; er legt sich als Folie der ganzen Welt unter.
Frage: Welche Macken haben Sie?
Gerber: Macken? Ich? Last question, please!
Frage: Herr Gerber, wir danken Ihnen für dieses Gespräch und überlassen Ihnen hiermit gerne das Schlußwort. Was, bitte, möchten Sie der Nation noch zurufen?
Gerber: Das Paradies wird wieder geöffnet. Alles wird gut.
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