{"id":3202,"date":"2019-05-03T11:04:00","date_gmt":"2019-05-03T09:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frank-gerber.com\/homepage\/?page_id=3202"},"modified":"2026-01-27T20:16:02","modified_gmt":"2026-01-27T18:16:02","slug":"interview-frank-gerber-president-of-the-united-stars","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.frank-gerber.com\/homepage\/interview-frank-gerber-president-of-the-united-stars\/","title":{"rendered":"Frank Gerber: President Of The United Stars"},"content":{"rendered":"<h3>Frank Gerber<br \/>\ninterviewed<br \/>\nby Silvia Kainka<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Frank Gerber: President Of<br \/>\nThe United Stars<\/h1>\n<h2>DER Frank Gerber? Der Typ, der in Deutschland vor fast einem Jahrzehnt die l\u00e4ngst legend\u00e4re Online-Plattform \u201c StarStatement.com \u201c gegr\u00fcndet hat? Hat er nicht mal nachts neben der ber\u00fchmten Weltkugel auf dem Dach des luxuri\u00f6sen Atlantic Hotel in Hamburg gemeinsam mit Rockstar Udo Lindenberg eine halbe Flasche Absinth gekillt? Was soll man \u00fcber den noch schreiben? Wie w\u00e4r\u2019s damit: Er schuf eine ultrahippe und mega-stylische Edel-Website, die richtig rockt und \u201e ultimativst \u00fcberirdisch \u201c ist, wie Frank Gerber zu sagen pflegt. Seitdem macht der coolste CEO auf diesem Planeten nur noch das, worauf er Bock hat \u2013 und hat damit auch noch enormen Erfolg. Der Mann mit der schwarzen Sonnenbrille l\u00e4sst es megam\u00e4\u00dfig knallen. Der Typ hat Swag! Aktuell schreibt er an seiner Biografie, kreiert einzigartige Songtexte, hat ein neues Headquarter am angesagten Poelchaukamp im noblen Winterhude nahe der Hamburger Alster und plant schon wieder Gro\u00dfes. Fakt ist: Frank Gerber hat mit StarStatement.com einen Volltreffer gelandet und im Casino des Internets den Jackpot geknackt. Aber wie hat der Chaot das blo\u00df hingekriegt?<\/h2>\n<h3>Damn it! Ich bin um 13.30 Uhr mit Frank Gerber in einem exquisiten Restaurant zum Brunch verabredet und jetzt ist es exakt 14.30 Uhr und er ist noch immer nicht erschienen. Ich bl\u00e4ttere in der neuen <em>Vogue<\/em> und denke: Wo bleibt der denn blo\u00df? Ich geh gleich. Echt! Wo zum Teufel steckt Mr. Star Statement? Von Aliens entf\u00fchrt? Kolumbianische Grippe, oder was? Oder liegt der 15-Uhr-Fr\u00fchaufsteher nach einer exzessiven Party mit reichlich Champagner noch verkatert im Schlafgemach in seinem Kingsize-Bett? Vielleicht sollte ich in der ganzen Stadt Plakate mit seinem Konterfei aufh\u00e4ngen, so wie man es aus dem Wilden Westen von Billy The Kid oder Jesse James kennt: Wanted Dead Or Alive!<\/h3>\n<h3>Eigentlich m\u00f6chte ich n\u00e4mlich heute ein Interview mit dem genialen K\u00fcnstler und Multitalent Frank Gerber machen, der die m\u00e4chtige Online-Plattform Star Statement erfand \u2013 aber auch, of course, meisterhaft geschriebene Texte und Songtexte. Frank Gerber, K\u00fcnstler, Autor und einflussreicher Boss der angesagten Online-Plattform \u201c Star Statement \u201c, gilt aber als unkonventionell. Ist der kaprizi\u00f6se Meister eigentlich vor 16 Uhr ansprechbar? No way! \u201c Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung, sagt man ja so, aber da kann so\u2019n Typ wie ich nicht mitreden, weil ich um diese Zeit noch nie wach war \u201c, hat er mal zu mir gesagt. Also bestelle ich mir freundlich einen kalorienarmen Snack und bleibe im Stand-by-Modus. Ich starstatemente dann mal! Ich clicke star-statement.com an und gebe mir diverse Musikvideos von Superstar Smiley Miley, Ariana Grande, Dua Lipa, Jennifer Lopez und Pop-G\u00f6ttin Taylor Swift.<br \/>\nEtwas sp\u00e4ter sitze ich im Mini Cooper Cabrio, lasse mir den Wind durch die Haare wehen und das Radio ist laut aufgedreht. Direkt nach Ed Sheeran l\u00e4uft \u201e Open Road \u201c von dem kanadischen Rock-S\u00e4nger Bryan Adams, der laut Wikipedia bereits \u00fcber 100 Millionen Tontr\u00e4ger vertickte.<\/h3>\n<h3>Fast zwei Stunden sp\u00e4ter blinkt das iPhone auf und ich kriege eine SMS von Frank. Er gibt mir die kompletten \u201eTourdaten \u201c, als sei er Rap-Star Jay Z oder so: \u201c Was f\u00fcr ein Wow-Weekend! Alles cool in Liverpool! Vom 27.-28. bin ich noch hier, dann nimmt der \u00dcberflieger den n\u00e4chsten Flieger \u2013 ab dem 29. werd ich wieder in London sein und etwas sp\u00e4ter \u2018nen Abflug machen. Wenn keine Hijacker die Maschine in ihre Gewalt bringen, werd ich bald wieder in Hamburch landen. Holst Du mich bitte vom Airport ab? Ich MAILde mich sp\u00e4ter noch mal. C U Tomorrow. MFG \u2013 Mit franklichen Gr\u00fcssen! \u201c<br \/>\nHallooo, geht\u2019s noch!? Und dann noch ohne Emojis. Total emojionslos! Ich bin genervt. Sowas von. Soll er sein bl\u00f6des Interview doch allein machen. Ein K\u00f6niginnenreich f\u00fcr ein paar harte Drinks!<br \/>\nAbends um acht stellt sich dann \u2018raus, dass alles nur ein gigantisches Missverst\u00e4ndnis war: Das arrangierte Mega-Meeting mit FG war tats\u00e4chlich erst f\u00fcr einen Tag sp\u00e4ter geplant.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>The Day After. Alarmstufe schwarz! Der coolste CEO der Welt ist wieder back in town! Es ist 13.30 Uhr. Vor dem weltweit renommierten Fairmont Hotel \u201c Vier Jahreszeiten \u201c am Neuen Jungfernstieg in Hamburg f\u00e4hrt ein Taxichauffeur mit einem sehr speziellen Fahrgast vor. Der livrierte Doorman \u00f6ffnet freundlich die T\u00fcr des Taxis, dann steigt l\u00e4ssig ein geheimnisvoller Mann aus dem Fond des Wagens. Der ist \u2013 Trommelwirbel &#8211; kein Geringerer als der angesagte Action-Autor und StarStatement-Mastermind Frank Gerber. Ja, er ist es wirklich! Auftritt Frank. Er zieht alle Blicke auf sich. Ganz in Schwarz: Frank Gerber kommt so cool r\u00fcber, als w\u00e4re er gerade einem knallharten Quentin-Tarantino-Film entsprungen!!!!<br \/>\nZoom auf den Kopf: Er hat die Kopfh\u00f6rer seines MP3-Players in den Ohren und zieht sich laut die Rolling Stones rein. Mit einer l\u00e4ssigen Handbewegung zieht sich Frank einen St\u00f6psel aus dem Ohr und schlendert direkt zu uns r\u00fcber.<\/h3>\n<h3>\u201c Hi \u201c, sagt er l\u00e4ssig und l\u00e4chelt fast sch\u00fcchtern, \u201c I\u2018m Frank. \u201c Das Ger\u00fccht \u00fcber seine Ankunft machte schon vor Stunden die Runde: Der Gerber kommt! Jetzt ist er endlich da, au\u00dfer mir warten noch zwei Gentleman aus London und etliche M\u00e4nner in perfekt sitzenden dunklen Brioni-Anz\u00fcgen plus drei Ladies aus der vornehmen Maximilianstra\u00dfe in M\u00fcnchen auf ihn. Die sch\u00f6nen Kim Kardashian-Klone aus M\u00fcnchen wollten den Star Statement-Boss \u00fcbrigens schon vorher am Airport begr\u00fc\u00dfen, aber das war unm\u00f6glich, weil der g\u00f6ttliche Gerber ganz schnell nach der Landung hinter den schwarzen Scheiben eines neuen SUV verschwand. Jetzt begr\u00fc\u00dft Frank die Damen galant mit einem formvollendeten Handkuss und l\u00e4sst seinen weltber\u00fchmten Charme spielen: Als w\u00e4re Gary Grant zur\u00fcck. Den smarten Gent hat Frank einfach drauf \u2013 WOW! F\u00fcr jede Dame hat er ein Kompliment. \u201c Sie sehen ganz bezaubernd aus. Wie sch\u00f6n, dass Sie kommen konnten. \u201c<\/h3>\n<h3>Er duftet wahnsinnig gut nach einem fruchtigen, teuren Aftershave und ich atme das Odeur tief ein und sehe ihn taxierend an: Er tr\u00e4gt seine ber\u00fchmte schwarze Lederjacke mit den Sternen aus Edelstahl drauf, die seinen ikonischen Look perfektioniert und f\u00f6rmlich schreit <em>Viva<\/em> <em>la<\/em> <em>Revolution<\/em>! Dazu tr\u00e4gt er ein simples schwarzes T-Shirt von Giorgio Armani, dunkle Jeans und Biker-Boots und nat\u00fcrlich seine charakteristische schwarze Designer-Sonnenbrille. Die dunkle Sonnenbrille ist f\u00fcr den Signature Style von Frank Gerber unerl\u00e4sslich, er verl\u00e4sst das Haus fast nie ohne seine coolen Shades &#8211; das w\u00e4re ja wie Zorro ohne Maske. Nur f\u00fcr den Dalai Lama nahm Frank die Sonnenbrille einmal ab. Die ikonische Brille geh\u00f6rt nun mal zu seinen Markenzeichen. \u201c Viele ber\u00fchmte Stars und andere Leute tragen Sonnenbrillen, um nicht erkannt zu werden. Ich hingegen muss meine Sonnenbrille abnehmen, um nicht erkannt zu werden! \u201c, sagte der K\u00f6nig der coolen Spr\u00fcche irgendwann mal mit seiner rauchig tiefen Stimme.<br \/>\nW\u00e4hrend Frank viele H\u00e4nde sch\u00fcttelt und locker Smalltalk macht, denke ich: Der coole Agenten-Look steht ihm ausgesprochen gut. Sein Name ist Gerber, Frank Gerber. Fehlt eigentlich nur noch der Drink: Wodka Martini \u2013 gesch\u00fcttelt \u2013 nicht ger\u00fchrt.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Natural Born Chiller! Keiner macht so gechillt und relaxed seinen Job wie er: Blo\u00df keinen Stress! Die ber\u00fchmteste Formel, die der theoretische Physiker Albert Einstein jemals aufgestellt hat, lautet E = mc2. Die ber\u00fchmteste Formel, die der entspannungsorientierte Autor Frank Gerber aufgestellt hat, lautet Job + Stress = Schei\u00dfe hoch 2!<br \/>\nGenial!!!!<br \/>\nFast wie der Oscar-pr\u00e4mierte Hollywood-Star Jeff Bridges alias \u201c The Dude \u201c in dem amerikanischen Kultfilm <em>The<\/em> <em>Big<\/em> <em>Lebowski<\/em> geht er locker und leicht durchs Leben. Mit fast mediterraner Gelassenheit lebt Frank in den Tag hinein und macht nur, was ihm Spass macht. Er liebt es einfach, es langsam angehen zu lassen, \u201e ganz piano piano \u201c. Neulich war sein \u201e Anzug im Anflug \u201c, sein renommierter \u201e Linksanwalt \u201c kam vorbei und fragte ihn: \u201e Wie sieht dein Tag heute aus? \u201c<br \/>\n\u201e Ich h\u00e4ng mich gleich an die Bar. \u201c<br \/>\n\u201e Und dann? \u201c<br \/>\n\u201e Wie, und dann? \u201c<br \/>\nEcht Frank! Er ist total unkompliziert. Der tiefenentspannte Autor und StarStatement-Boss ist der charmante Kumpeltyp, den M\u00e4nner m\u00f6gen und Frauen lieben. Er ist wie immer sympathisch. Freundlich. Sehr kommunikativ. Unglaublich am\u00fcsant. \u00dcberdies besitzt der Lebensk\u00fcnstler mit der markanten Visage einfach Charisma, Charme und Grandezza, ganz zu schweigen von seiner Coolness.<\/h3>\n<h3>Aber wie tickt Frank Gerber privat? \u00dcber sein recht interessantes Privatleben wissen die meisten relativ wenig: Der Gentleman schweigt und genie\u00dft eben. Von ihm wird es sicher niemals eine Homestory geben. Frank ist gern ein Mysterium. Immer umgibt er sich mit einer geheimnisvollen Aura.<br \/>\nMachen wir eine Zeitreise ins Jahr 1960: In Deutschland ist Konrad Adenauer amtierender Bundeskanzler. Dwight D. Eisenhower ist Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten. 1960 ist auch das Geburtsjahr einer Boygroup, die es zu Weltruhm bringen sollte: Im Stripclub \u201e Indra \u201c im Hamburger Red Light District St. Pauli gibt eine Band ihr erstes Konzert unter dem Namen, den kurz darauf fast jeder auf diesem Planeten kennt: The Beatles. Aber 1960 ist nicht nur das Geburtsjahr der legend\u00e4ren Beatles. Auch \u201c Newcomer \u201c Frank Gerber ( \u201c Jahrgang 19Sexzig \u201c ) erblickt \u201c nach 9 Monaten im Dark Room \u201c in der wundersch\u00f6nen Hafencity Wilhelmshaven an der Nordseek\u00fcste das Licht der Welt, ist aber in seiner Art oft so very british und charming, dass man denkt, er k\u00e4me direkt aus der 8-Millionen-Metropole London, der Hauptstadt des Vereinigten K\u00f6nigreichs.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>De facto kommt er gerade wirklich aus der britischen Hauptstadt. Mittlerweile sitzen wir alle im prachtvollen Grandhotel an der Hamburger Binnenalster und Frank erz\u00e4hlt \u2013 gewohnt pointiert \u2013 von seinen Erlebnissen in London: \u201c Wissen Sie, ich war schon oft in London, hatte aber leider nicht so viel Zeit, was von der Stadt zu sehen. Vor ein paar Tagen hie\u00df es dann: \u201c London calling \u201c. Ich hab \u2018nen kleinen Suitcase gepackt und Freunde in London besucht, die haben mir freundlicherweise so\u2018n paar Sehensw\u00fcrdigkeiten gezeigt: Tower Bridge, House of Parliament &amp; Big Ben, Picadilly Circus, Buckingham Palace, Westminster Abbey, British Museum und nat\u00fcrlich die kultigen roten Doppeldeckerbusse und so. Ganz speziell interessier\u2018 ich mich f\u00fcr Architektur und hab mir deswegen sehr gerne den echt imposanten Wolkenkratzer 30 St Mary Axe im Finanzbezirk der City of London angesehen, den die Briten sehr liebevoll The Gherkin nennen. Echt cool, der Turm! H\u00e4tt ja auch schief gehen k\u00f6nnen! Wie zum Beispiel in Pisa. \u201c<\/h3>\n<h3>Frank zieht seine schwarze Sonnenbrille ein St\u00fcckchen runter und schaut uns \u00fcber die Gl\u00e4ser an. \u201e London ist der Hammer! Ultimativst \u00fcberirdisch! Ich bin mit meinen Freunden durch die Pubs gezogen und hab auch die Abbey Road in London neben dem legend\u00e4ren Zebrastreifen \u00fcberquert, weil ich mich nicht wie die Beatles an die Regeln halten wollte. Nachts sind wir dann durch die dunklen Gassen geschlendert, durch das Londoner East End auf den Spuren von Jack the Ripper, der ja ein echter <em>Ladykiller<\/em> war und im Jahr 1888 als Touri ja auch mehrfach \u2018nen <em>Abstecher<\/em> in diese damals dreckige Gegend machte: Bekanntlich killte er ja mehrere Prostituierte und die Detektive von Scotland Yard konnten ihn leider nie fassen. Ein echter Untergrundk\u00e4mpfer wie ich war nat\u00fcrlich auch oft im Untergrund anzutreffen: Mutig k\u00e4mpfte ich mich durch die Menschenmassen in der Londoner U-Bahn. \u201c<br \/>\nLeider musste der Termin zum Five-O\u2018-Clock-Tea mit den Mitgliedern der royalen Familie aus zeitlichen Gr\u00fcnden gecancelt werden. Aus zeitlichen Gr\u00fcnden? War wohl eher eine Vorsichtsma\u00dfnahme. Frank Gerber mag zwar <em>Prince<\/em> <em>Charming<\/em> sein, aber blaues Blut in seinen Adern hat er eben nicht. Zudem hatte man Frank und seine doch sehr lockere Art noch gut in Erinnerung. Sehr gut in Erinnerung. Vor einigen Jahren hatte Frank n\u00e4mlich sogar die Queen of England mal ganz gechilllt angequatscht: \u201e Hey, Liz! Wazzup? \u201c<\/h3>\n<h3>Frank nimmt f\u00fcr einen kurzen Moment die Sonnenbrille ab und sagt dann: \u201e Das hei\u00dfe Date mit Meghan und Kate? Daraus wurde leider nix! Dabei sah ich schon die Schlagzeile in der BILD-Zeitung vor mir: FRANK GERBER F\u00c4HRT SCHWARZ! Denn ich sa\u00df zur Rushhour in einem der schwarzen Taxis, die man in England Black Cabs nennt und war auf dem Weg, aus den Kopfh\u00f6rern dr\u00f6hnte die Punk-Band Sex Pistols mit den Super-Songs \u201e God Save The Queen \u201c und \u201e Anarchy in the U.K. \u201c Eigentlich schade, dass das mit dem Termin nicht klappte. Mein Dentist hatte n\u00e4mlich gesagt, dass ich \u2018ne Krone brauch. Deshalb wollte ich im britischen K\u00f6nigshaus mal locker fragen, ob die da nicht ein Kr\u00f6nchen f\u00fcr mich haben. \u201c ( lacht )<br \/>\nUnser Frank! Immer gut drauf und am Strahlen. Die Atmosph\u00e4re im Hotel ist entspannt. Angenehm entspannt. Der Mann mit der schwarzen Sonnenbrille erz\u00e4hlt uns mit einem L\u00e4cheln von dem Linksverkehr in London: \u201e Hey, ich hatte viel \u00fcber den Linksverkehr in London geh\u00f6rt und hab dann leider entt\u00e4uscht festgestellt, dass damit gar kein Sex gemeint ist. \u201c<\/h3>\n<h3>LOL!<\/h3>\n<h3>Seinen Kaffee trinkt er schwarz und ohne \u201c Kinderkoks \u201c ( Zucker ) &#8211; und im Laufe des Nachmittags erfahren wir noch, dass Frank von London noch einen Kurz-Trip in die britische Arbeiterstadt Liverpool machte und das seine letzte Nacht wieder mal so lang war wie einst das Vorstrafen-Register von Gangsterboss Al \u201e Scarface \u201c Capone. Bis morgens um vier sa\u00df Frank mit diversen Musiker-Freunden aus der amerikanischen Country-Metropole Nashville und namhaften Supermodels an der Bar und nahm dann einen letzten Drink mit dem sch\u00f6nen Namen \u201c Adios Motherfucker \u201c.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Es ist jetzt 16 Uhr. Frank gibt den \u201e Gerbertainer \u201c. Er verspr\u00fcht Esprit, als w\u00e4re es sein zweiter Vorname! Seine Devise: Happy go lucky! Seine stets optimistische, unbeschwerte Art \u00fcbertr\u00e4gt sich auf alle. Ihm gelingt es mit seiner extrem positiven Ausstrahlung sogar, dem schlecht gelaunten Hedgefonds-Manager am Nebentisch ein L\u00e4cheln abzuringen. Ein Hangover nach einer harten Nacht im neonerleuchteten Gl\u00fccksspiel-Mekka Las Vegas, ein paar Stunden im Stau \u2013 so what?! Er gewinnt allem etwas Positives ab. Vor allem die sch\u00f6nen Damen aus M\u00fcnchen sind g\u00e4nzlich entz\u00fcckt. Eine nimmt mich dezent zur Seite und sagt: \u201e Ich m\u00f6chte ehrlich zu Ihnen sein: Ich wollte diesen Typ nicht m\u00f6gen. Ich kannte Frank Gerber bisher nur aus dem Internet und hatte viele Ger\u00fcchte geh\u00f6rt. Ich wollte ihn doof und arrogant finden. Aber jetzt liebe ich ihn! Ich liebe ihn, ich liebe ihn, ich liebe ihn! Ich war noch nie wegen eines Typen so aufgeregt! \u201c<\/h3>\n<h3>Nach und nach verabschieden sich die Leute, bis nur noch wir zwei im traditionsreichen Hotel Vier Jahreszeiten \u00fcbrig sind. Das Vier Jahreszeiten geh\u00f6rt zu den Leading Hotels of the World und man sp\u00fcrt, dass Frank sehr gerne hier ist.<br \/>\nGanz in Schwarz sitzt Frank cool vor seinem Apple-Laptop und tippt hoch konzentriert darauf herum. Seine Finger fliegen nur so \u00fcber die Tastatur. Hackt er sich etwa in den Zentral-Computer des Pentagon rein? Nein, nat\u00fcrlich nicht. Trotzdem sieht der charismatische Star Statement-Boss Frank Gerber im Moment ein wenig so aus, als k\u00f6nnte er in einem neuen Bond-Film den technisch extrem versierten Hacker und Superb\u00f6sewicht spielen.<br \/>\nIch frage: \u201c K\u00f6nnen wir starten? \u201c<br \/>\n\u201c Der Kaffee hat \u2018nen guten Job gemacht \u201c, antwortet Frank. \u201c Ich bin so was von wach. \u201c<br \/>\nW\u00e4hrend er das sagt, packe ich schnell ein kleines Diktafon aus, lege es angeschaltet auf den Tisch. Ich warte darauf, dass mir der Meister das \u201c Go \u201cgibt, dann k\u00f6nnen wir endlich loslegen. \u201e Okay, let\u2019s do it \u201c, sagt er cool. \u201e Komm zur Sache. \u201c Erstmals seit Jahren \u00f6ffnet sich Frank Gerber und gibt ein Interview.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Hello, Mr. President.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> ( lacht ) Hab\u2018 das mal locker so aus Spa\u00df gesagt: Man nennt mich President of the United Stars. Weil auf star-statement.com viele grandiose Stars aus aller Welt vereinigt sind. Seitdem nennen mich viele Leute so. Ey, war doch nur \u2018n Joke!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Aber mit einem ernstem Hintergrund und einer Botschaft?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Wir pr\u00e4sentieren der Welt auf www.star-statement.com nicht nur hochkar\u00e4tige K\u00fcnstler mit neuen, coolen Musikvideos und so. Wir vereinen auf unserer stylischen Online-Plattform giga-grandiose K\u00fcnstler aus fast allen L\u00e4ndern unseres Planeten \u2013 und wir m\u00f6chten damit zeigen, wie wunderbar vielf\u00e4ltig und knallbunt das alles zusammen sein kann. Wir setzen voll auf \u201e Diversity \u201c!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Stell dir vor, du h\u00e4ttest die Wahl zwischen einer Milliarde Euro auf dem Konto und dem Weltfrieden \u2026 W\u00fcrdest du zuerst eine Traumvilla in Premium-Lage mit Panorama- und Meerblick in St. Tropez oder die gr\u00f6\u00dfte Luxusyacht auf diesem Planeten kaufen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Netter Versuch.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Also \u2013 was w\u00fcrdest du w\u00e4hlen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Glaub\u2018, ich w\u00fcrd mich f\u00fcr die Traumvilla im sonnigen Saint- Trop an der Cote d\u2019Azur entscheiden. HA! HA! HA! Nee, ernsthaft: Peace, please! Ich seh\u2018 es wie John Lennon und will dem Frieden eine Chance geben. Woodstock \u201969, da gab\u2018s ja mal diesen sch\u00f6nen Slogan der Hippies: Make Love Not War. Als Pazifist fand ich diesen Slogan schon als Teenie galaktisch gut. John F. Kennedy, den man leider 1963 in Dallas im US-Bundesstaat Texas abgeknallt hat, hat ja mal diesen Spruch abgelassen: Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende. Die Superm\u00e4chte liegen ja wie so oft im Clinch: Es ist ein Machtpoker wie zwischen Batman und dem Joker! Zum Gl\u00fcck gibt\u2018s today immer noch sehr viele wunderbare junge Leute \u00fcberall auf der Welt, die lospowern und sich aktiv f\u00fcr Love &amp; Peace und f\u00fcr Menschen in Not engagieren. Wenn jemand Probleme hat, zeigt man Empathie und sieht nicht einfach weg! Diesen kompletten R\u00fcstungswahnsinn find\u2018 ich sowieso total daneben, sie hauen trotz x-fachen Overkill extremst viel Kohle f\u00fcr irgendwelche endbescheuerten Kriege raus statt damit die Armen der Welt zu ern\u00e4hren. Was soll der Schei\u00df? Der gro\u00dfe Knall ist so nur noch eine Frage der Zeit. Was wir \u00e1 la longue in der Weltpolitik brauchen, sind mehr sensible Superdurchblicker mit Zukunftsvisionen, die die Welt von morgen schon heute im Denkapparat haben. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Popcorn raus. Kopfkino. Film ab: Amerika hat gew\u00e4hlt: Gegen alle Prognosen ist der politische Rockstar Frank Gerber neuer US-Pr\u00e4sident! Die Sensation ist perfekt! \u00dcberall im Land bricht tosender Jubel unter Gerber-Fans aus. Sein Auftritt wird in der ganzen Welt mit Hochspannung erwartet. Etwas sp\u00e4ter steht der neue Hoffnungstr\u00e4ger Frank Gerber vor dem Wei\u00dfen Haus und seine erste Frage an die vielen Reporter ist: \u201c Gibt\u2019s das auch in Schwarz? \u201c<br \/>\nSein Power-Programm: Action machen und dann Party f\u00fcr alle! In Washington D.C. regiert ab jetzt die Lockerheit und schnell wird allen klar: There\u2019s a new Sheriff in town. Unter dem neuen Pr\u00e4sidenten ersch\u00fcttern knallige HipHop &amp; Rock\u2019n Roll-Sounds die ehrw\u00fcrdigen Mauern des Wei\u00dfen Hauses: Das Wei\u00dfe Haus flippt v\u00f6llig aus!<\/h3>\n<h3>Der neue Pr\u00e4sident l\u00e4sst der Freiheitsstatue im Hafen von New York prompt eine gigantische dunkle Sonnenbrille aufsetzen, wor\u00fcber Lady Liberty sich nat\u00fcrlich enorm freut &#8211; und zudem werden hohe G\u00e4ste h\u00f6chst unprotokollarisch behandelt: Zur H\u00f6lle mit den nervigen Empf\u00e4ngen!<br \/>\nZudem l\u00e4sst Frank nicht den Pr\u00e4si raush\u00e4ngen und hat diese Street Credibility: F\u00fcr sein b\u00fcrgernahes Auftreten wird er von allen geliebt.<br \/>\nDie Vereidigung von Frank Gerber als neuer Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten ist nach dem Super Bowl nat\u00fcrlich DER Mega-Event. Zur Feier des Tages zieht Mr. President mit seinem alten Kiffer-Kumpel Snoop Dogg vorher noch einen durch und sagt: \u201e Einfach chillen und Gr\u00fcnes grillen. Breites Haus statt Wei\u00dfes Haus! Rauchende Typen sind besser als rauchende Colts! \u201c<br \/>\nMillionen Amerikaner und weitere Milliarden Menschen weltweit h\u00e4ngen gebannt vor den TV-Ger\u00e4ten und fragen sich: H\u00e4lt der neue Pr\u00e4sident seine gro\u00dfe Klappe oder eine freche Rede zur Lage der Nation? Nat\u00fcrlich h\u00e4lt der neue Pr\u00e4sident eine wunderbar freche Rede und die Live-Ausstrahlung dieser Rede hat die h\u00f6chste TV-Einschaltquote seit der Mondlandung!<\/h3>\n<h3>Irgendwann sp\u00e4ter \u00f6ffnet der Power-Pr\u00e4sident eine gro\u00dfe T\u00fcr und tritt zur Seite: \u201c Ladies first. \u201c, sagt er zur First Lady \u2013 und zeigt mit der Hand in das Oval Office, das seit Bill Clintons Blowjob-Aff\u00e4re auch Oral Office hei\u00dft. Die wundersch\u00f6ne First Lady, die mit ihrem zeitlosen Look ein wenig wie die glamour\u00f6se ehemalige First Lady Jackie Kennedy aussieht, schaut sich in Ruhe um. Auf dem \u201c Resolute Desk \u201c genannten Schreibtisch des amtierenden Pr\u00e4sidenten klingelt auf einmal ein Telefon &#8211; und pl\u00f6tzlich sieht die First Lady ROT!<br \/>\nDer neue Pr\u00e4sident versinkt wie einst JFK im gigantischen Ledersessel und spricht: \u201c Immer sch\u00f6n cool bleiben! \u201c Dann greift er zum Red Phone: \u201c Das rote Telefon ist der Burner. Damit kannste die Jungs vom Secret Service rufen oder die vom Pizza-Service \u201c, lacht er und ordert gleich mal ganz easy zwei leckere Mafia-Torten \u2026.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>L\u00e4chelnd lese ich Frank diesen Text vor, den ich gestern Nacht noch in mein MacBook Air getippt habe und bitte ihn um seine Meinung.<br \/>\n\u201c Cool Story, Sis! Ich kann die Schlagzeilen schon f\u00f6rmlich vor mir sehen: Leicht verpeilter Autor schmei\u00dft alles hin und wird Pr\u00e4sident! \u201c sagt Frank mit einem L\u00e4cheln. \u201c Bin zwar schon Mitglied im Mile High Club, aber scharfer Sex an Bord der Air Force One kommt garantiert noch \u2018ne Ecke cooler. Auf die aufgepimpte und kugelsichere Pr\u00e4sidenten-Limousine mit eingebauter Vorfahrt fahr\u2018 ich auch voll ab, \u2018ne geile Karre! Der Cadillac One, der auf den Namen \u201c The Beast \u201c h\u00f6rt, w\u00e4r\u2018 genau mein Ding. Yeah, Big Frank in da House, coole Sache. Das Wei\u00dfe Haus in der Pennsylvania Avenue 1600 hat ja auch ein Kino \u2013 da k\u00f6nnt ich mir die aktuellen Blockbuster von Kult-Regisseur Quentin Tarantino und einige meiner Lieblingsfilme reinziehen: Der Pate, Metropolis, Pulp Fiction, Au\u00dfer Atem, Cabaret, Casablanca, Trainspotting, Der gro\u00dfe Diktator von Charlie Chaplin oder das Heist-Movie Snatch \u2013 Schweine und Diamanten von dem britischen Regisseur Guy Ritchie. \u201c<br \/>\nSein Handy klingelt, aber nach einem kurzen Blick aufs Display steckt der Homo iPhonikus es wieder weg.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Mr. Gerber for President? Oder besser: Frankie for Kanzler? K\u00f6nntest du dir konkret vorstellen, eines Tages in die Politik zu gehen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Seh\u2018 ich aus, als h\u00e4tt\u2018 ich sonst nichts zu tun?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Naja, irgendwie schon \u2026<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Ich sa\u00df mal im Cafe Kranzler \u2013 und tr\u00e4umte, ich w\u00e4r\u2018 Kanzler \u2026<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Echt jetzt?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> (<em>lacht<\/em>) N\u00f6, nicht wirklich! Typen wie ich haben keinerlei Ambitionen in die Politik zu gehen und den Kandidator zu machen, meine Liebe. Das ist nicht so meins! Ich m\u00f6chte keine Kompromisse machen. Ich mach ja viel Schei\u00df mit, aber nicht jeden! Der Bundesk\u00fcnstler bin ich lieber als der Bundeskanzler. Mir ist es wichtig, mit meiner T\u00e4tigkeit etwas Positives in der Welt beizutragen. Um die Welt zu ver\u00e4ndern, muss man kein Politiker sein. Wenn die das nicht hinkriegen, h\u00e4ngen wir uns eben umso mehr rein. Jeder Einzelne von uns kann couragiert daf\u00fcr fighten, dass die Welt ein besserer Ort in diesem Universum wird. Do you know what I mean? Ich jedenfalls geb\u2018 die Hoffnung nicht auf, dass wir\u2019s together hinkriegen und tendier\u2018 dazu, die Zukunft sehr optimistisch zu sehen. Wir sind doch alle \u2018ne gro\u00dfe Menschen-Family und sollten sagen: Wir sind alle Planetarier. Egal, was kommt, wir halten zusammen!<\/h3>\n<h3><em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Musst Du dich aber nicht, um politisch etwas zu erreichen, einer der etablierten Parteien anschlie\u00dfen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Ich muss gar nix! I think, jeder Mensch kann frei w\u00e4hlen, was er eventuell machen m\u00f6chte und was nicht, um diese Wahnsinnswelt zu verbessern. Jeder darf sich engagieren, wo er m\u00f6chte. Die Entscheidung kann jeder f\u00fcr sich treffen. Ich wei\u00df manchmal auch nicht, was richtig ist. Je \u00e4lter ich werd, desto mehr Fragen stelle ich. Fact ist: Wir brauchen mehr Fairness. Zum Beispiel wird es auch in Germany endlich Zeit, dass Frauen f\u00fcr den gleichen Job die gleiche Kohle kriegen wie ihre m\u00e4nnlichen Kollegen. Das w\u00e4ren doch endlich mal gute News.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Ich denke, Du w\u00e4rst ein sehr guter Kanzler.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Wenn ich den Job machen w\u00fcrde, dann w\u00e4r\u2018 ich der Klartext-Kanzler, aber Leute, die Klartext reden, sind nicht immer sehr beliebt. Zudem w\u00e4r\u2018 ich ein Kanzler, der lieber bei den einfachen Menschen auf der Stra\u00dfe rumh\u00e4ngt als im Bundestag. Ich bin echt kein Fan von diesen unsensiblen Polit-Typen, die trotz Mikrofon furchtbar laut und unentspannt im Bundestag rumschreien. Lautes Geschreie ist mir unangenehm.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Neulich in einem kleinen Caf\u00e9 in Hamburg Eppendorf hast du mir von dem Astronauten Alexander Gerst erz\u00e4hlt. Der hat dich enorm beeindruckt, nicht?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> So isses. Stell dir bitte vor: Du bist ein Astronaut. Der Countdown l\u00e4uft \u2013 Two, One, Zero! WROOOOM! ZZZUM! ZISCH! Rockiger Raketentrip zum Mond oder so. Siehst die Welt von ganz oben. Wenn man weit drau\u00dfen im Weltall rumzischt, ist die Erde nur noch so\u2019n kleiner blauer Punkt vor schwarzem Background. Aber hey, es ist nicht nur der blaue Punkt: Der blaue Planet ist unser Zuhause. Glaub\u2018, wenn Du wie so\u2019n voll abgehobener Astronaut die Welt von oben siehst, dann haste voll den Durchblick und sagst: \u201c Houston, Ihr da unten habt ein Problem! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Gerne m\u00f6chte Frank mir etwas zeigen, was er in seinem spacegrauen Smartphone gespeichert hat. Er zieht sein iPhone raus. Dann liest er mir mit angenehm leiser Stimme etwas vor: \u201c Der deutsche Astronaut Alexander Gerst sagte: Der traurigste Blick von oben war sicherlich, einen Krieg aus dem All zu sehen. Das hat mich sehr ber\u00fchrt. Es ist grotesk von oben zu sehen, wie sich Menschen unten auf der Erde gegenseitig bek\u00e4mpfen. Aus dem Weltraum kann man keine Grenzen erkennen. Wir sehen blo\u00df einen einzigartigen Planeten mit einer d\u00fcnnen, zerbrechlichen Atmosph\u00e4re, der in der weiten Dunkelheit des Alls schwebt. Von hier oben wird einem klar, dass die Menschheit auf der Erde eins ist ..\u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Der fr\u00fchere UN-Generalsekret\u00e4r und Friedensnobelpreistr\u00e4ger Kofi Annan hat mal gesagt: Alles, was das B\u00f6se ben\u00f6tigt, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Damit hatte er verdammt recht, der Gute. Gibt echt Situationen, da sollten wir uns \u00fcber alle politischen Lager hinweg und \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg einig sein, okay? Wenn es gegen Kinder, Tiere oder Schw\u00e4chere geht, darf man nicht wegsehen und muss couragiert helfen. Wenn zum Beispiel ein Superarschloch wie der syrische Pr\u00e4sident Baschar al-Assad kleine Kinder mit Chemiewaffen killt, dann sollten wir unsere Differenzen ad acta legen, um <em>gemeinsam<\/em> mit viel Power was dagegen zu tun.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Du hast dich neulich auch ein wenig echauffiert \u00fcber den nordkoreanischen Diktator Kim Jon-un und seine Drohung mit einem atomaren Erstschlag \u2026<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Ich hab absolut nichts gegen die Nordkoreaner per se, sondern gegen Kim Jon-un. Der nordkoreanische Diktator Kim Jon-un ist einer dieser Polit-Typen, bei denen mein Mittelfinger \u2018ne Erektion kriegt. Der von ihm regierte Staat steht bekanntlich wegen der schweren Menschenrechtsverletzungen international in der Kritik und verst\u00f6\u00dft zudem permanent gegen UN-Resolutionen. Ich find\u2018, dieser Dispot labert kompletten Bullshit und sollte \u2018nen Abgang machen, bevor er eventuell wirklich noch ein rotes Kn\u00f6pfchen dr\u00fcckt und die Welt ausradiert. Aber nicht nur er, alle Diktatoren weltweit und alle Machthaber und Hardliner, die auf dem Aggro-Trip sind, sollten bitte sofort \u2018nen Arschtritt kriegen und gestoppt werden. Irgendwann ist auch mal gut. Wo ist Captain America, wenn man ihn braucht? (lacht)<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> In Sachen Presse- und Meinungsfreiheit steht Nordkorea im weltweiten Vergleich aktuell auch ganz hinten.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Klaro, isso! In vielen L\u00e4ndern der Welt werden leider Journalistinnen und Journalisten vom Staat zensiert, in den Knast gesteckt oder abgeknallt. Pressefreiheit \u2013 daf\u00fcr lohnt es sich zu fighten!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Kannst du nachvollziehen, warum einige junge Leute heute politikverdrossen sind?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Das Desinteresse einiger junger Leute an der Politik kommt zum Teil daher, dass sie das Feeling haben: Die Regierungstypen da oben machen doch sowieso, was sie wollen! Jungen Leuten permanent Vorschriften zu machen, ist zudem auch nicht mein Verst\u00e4ndnis von Freiheit und Liberalit\u00e4t. Die meisten Kids und Youngster sind clever genug, selbst zu entscheiden, was sie tun und was sie lassen wollen. Die meisten sind sowieso bullshitresistent und steh\u2018n nicht drauf, wenn so\u2019n Laber-Larry aus der internationalen Politik \u2018nen beknackten Spruch abl\u00e4sst. Viele junge Leute \u00fcberall auf der Welt f\u00fchlen sich verarscht. Nat\u00fcrlich gibt\u2019s auch verdammt gute Politiker. Aber leider eben auch die anderen mit ihren Wahlversprechen, die sie meistens brechen und mit ihrer aalglatten Art und dem ganzen Schei\u00df. Vor jedem Wahlkampf sind ja viele auf einer Goodwill-Tour, weil sie politisch punkten wollen. Aber die meisten von diesen Clowns bringen \u00fcberhaupt keine Message r\u00fcber. Mann, wie die mich langweilen. Laber, laber \u2013 schnarch, schnarch. Klare Ansage, was ist Sache? Man fragt sich ja wirklich immer \u00f6fter: Was machen diese Politiker eigentlich beruflich? Aber hey, wir sind viele, wir k\u00f6nn\u2018 was dagegen machen. Ein b\u00fcschn mehr Mut, bitte! Erfreulicherweise gehen wieder mehr junge Leute auf die Stra\u00dfe, verteilen Flyer, machen richtig Action. So wie zum Beispiel die junge schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, die ihre Aktionen auch teilt unter dem Hashtag #FridaysforFuture auf Twitter und Instagram. Ich gestehe, ich mach diesbez\u00fcglich auch nicht immer alles richtig und bin mega-happy, dass es solche jungen Leute gibt, die uns zum Nachdenken bringen. Ich sage: Durchstarten statt durchh\u00e4ngen! Macht was! Powert los! Ihr seid NICHT allein. In meinem Songtext \u201e Showdown \u201c hei\u00dft es: Milliarden Menschen sagen in allen L\u00e4ndern: Einer allein kann ja sowieso nichts \u00e4ndern!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Seine Majest\u00e4t, der Klartext-King: Wir verneigen uns vor Frank Gerber! Frank spricht Klartext. Frank schreibt Klartext. Frank rechnet immer wieder mit den Diktatoren dieser Welt ab, mischt sich gern politisch ein und zeigt klare Kante gegen Rassismus.<br \/>\nEinmal sa\u00dfen wir zum Beispiel im Sommer in der glei\u00dfenden Sonne auf der gro\u00dfen Terrasse bei \u201e Bobby Reich \u201c, beobachteten die Segelboote auf der Alster und Frank las dem Coolness-Clan ein paar Gedichte von Bertolt Brecht, Erich K\u00e4stner und Kurt Tucholsky vor. Er trug einen teuren, wei\u00dfen Anzug und einen wei\u00dfen Panamahut und erz\u00e4hlte uns sp\u00e4ter von der B\u00fccherverbrennung 1933 in Deutschland und sagte: \u201c Im weltweit erfolgreichen Actionfilm <em>Indiana<\/em> <em>Jones<\/em> <em>und<\/em> <em>der<\/em> <em>letzte<\/em> <em>Kreuzzug<\/em> erleben der passionierte Abenteurer Indiana Jones und sein Vater eine B\u00fccherverbrennung der Nazis. Der Vater Henry Jones, grandios gespielt von dem versierten Schauspieler Sean Connery, wendet sich angeekelt ab und sagt: \u201c Ich denke, dass im Stechschritt marschierende Idioten die B\u00fccher lieber lesen sollten, als sie zu verbrennen. \u201c Cooler Spruch, find\u2018 ich. Man sollte immer wieder an diese dunklen Zeiten erinnern. Geschichte darf nicht vergessen werden. Man sollte sich stets informieren und zum Beispiel bitte mal das Holocaust-Mahnmal in unserer Hauptstadt Berlin besuchen. Die halbe Welt spricht heute scheinbar lieber dar\u00fcber, welche Hose am Arsch \u201e in \u201c ist. Arsch in der Hose ist dagegen offenbar \u201e out \u201c. Erfreulicherweise zeigen heute aber vor allem immer mehr junge Leute mutig Zivilcourage gegen Neonazis. Das ist doch obercool, oder? Sophie Scholl war \u00fcbrigens auch so \u2018ne mega-mutige junge Frau. Sie ist ein Super-Symbol f\u00fcr beispielhafte Zivilcourage und Widerstand gegen die Hitler-Diktatur. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ich nickte schon damals zustimmend und freute mich, dass wir \u00fcber dieses Thema so ziemlich dasselbe denken. Ich finde, in vielen L\u00e4ndern der Welt sind im Moment leider Politiker und Parteien erfolgreich, die Vorurteile und eventuell vorhandene Ressentiments sch\u00fcren und einfache L\u00f6sungen versprechen. Mich interessiert, ob Frank Gerber das genauso sieht?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> That\u2019s right! In einer komplexer werdenden Welt pr\u00e4sentieren Populisten aller Couleur den Leuten die angeblich einfachen L\u00f6sungen. Aber hey, die einfachen L\u00f6sungen, die gibt es nicht. Man sollte wirklich sehr vorsichtig sein. Denn so manche dieser angeblichen Lichtgestalten sind in Wahrheit finster drauf.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Ein Beispiel bitte!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Das Comeback der Rechtspopulisten: Sie sprechen flie\u00dfend Idiotisch und das auch noch mit nationalistischem Akzent! Masken fallen oft wie die Unterw\u00e4sche einer Stripperin \u2013 und dann sieht man einige dieser Polit-Typen und zeitgeistfernen Zoff-Zombies abgeschminkt und sie zeigen uns das unsch\u00f6ne Gesicht des Rassismus. Rassismus geht halt gar nicht. Wie uncool! Say No to Racism! In unserer Gang kommt\u2019s auf die Freundschaft an, nicht auf die Herkunft eines Menschen oder an welche Religion er glaubt. Wir brauchen eine weltweite Willkommenscooltur! Wir sollten probieren die Gemeinsamkeiten zu finden und nicht das, was uns trennt. Auch in dieser Sache sollten wir wie coole Agenten sein, denn diese <em>Mission<\/em> ist ja nicht <em>impossible<\/em>. Ich bin ein sehr gerechtigkeitsliebender und harmoniebed\u00fcrftiger Mensch und spiele gern den Troubleshooter und m\u00f6chte immer aus Feinden Freunde machen. Im Leben geht\u2018s doch darum, Spa\u00df zu haben, oder?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ich nicke, ohne ein Wort zu sagen. Mut zur Meinung hat Frank Gerber immer schon gehabt. Frank ist wie immer ruhig, weltoffen, besonnen \u2013 und findet immer die richtigen Worte. Total pr\u00e4sidial. Kein Zweifel, der kann Pr\u00e4sident!!!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Himmel ist ein wenig blau und Frankie\u2019s Laune ist blendend. Inzwischen sitzen wir ganz in der N\u00e4he vom Cafe \u201e Bodo\u2019s Bootssteg \u201c am Harvestehuder Weg an der Alster und genie\u00dfen die wenigen warmen Sonnenstrahlen. Das letzte Mal sa\u00df ich mit Frank im letzten Sommer hier: Ein leichter Wind, der \u00fcber die Alster wehte, machte die Hitze ertr\u00e4glich.<br \/>\nFrank erz\u00e4hlt mir auf einer Parkbank einige interessante Stories aus seiner Vergangenheit. \u201e Hey, ich komm mir fast vor wie Tom Hanks in \u201e Forrest Gump \u201c, lacht er pl\u00f6tzlich.<br \/>\nVon seinem Platz aus genie\u00dft der entspannte Star Statement-Boss den grandiosen Blick auf das luxuri\u00f6se 5-Sterne-Hotel Atlantic vis-a-vis. Schnell dreht sich der Talk um seinen sehr guten Freund Udo Lindenberg, der seit vielen Jahren in einer Suite des Hamburger Hotels residiert: \u201e Wenn ich mit Udo rumzieh\u2018, ist das so, als w\u00e4re man mit dem Heiligen Vater pers\u00f6nlich unterwegs, st\u00e4ndig kommen Fans und Studenten der Udoversit\u00e4t und fragen freundlich nach Autogrammen und vor allem nach Selfies: ein Egoshoot mit dem Mann mit Hut! Und es spricht der Panikrocker: Ey, das haut mich echt vom Hocker! Yeah, ich hab das Gef\u00fchl, er steht drauf. Udo ist immer gut gelaunt und charmant, l\u00e4chelt und nimmt sich viel Zeit f\u00fcr seine Fans. Er wird ja st\u00e4ndig angesprochen. Mir selber passiert das eher selten. Neulich war ich mit zwei renommierten Pop-Art-K\u00fcnstlern in dem erstklassigen italienischen Restaurant \u201e Gallo Nero \u201c essen. Da kam so\u2018n junger Jurastudent mit seiner aufgebitchten Braut rein und fragte freundlich: \u201c<em>Bist<\/em> <em>du<\/em> <em>nicht<\/em> <em>der<\/em> <em>Typ<\/em>, <em>der<\/em> \u201a <em>Star<\/em> <em>Statement<\/em> \u00b4 <em>gegr\u00fcndet<\/em> <em>hat<\/em>? \u201c Er wollte dann ein gemeinsames Selfie mit mir und seiner Alten machen. Sch\u00e4tze, da muss man als Super-Promi mit klarkommen. (lacht) Das ist Part of the game. Nat\u00fcrlich wird man jetzt \u00f6fter als fr\u00fcher auch mal auf der Stra\u00dfe erkannt und h\u00f6rt die Leute tuscheln: \u201e Ist das nicht der \u2026? \u201c Dazu hab ich aber ein ambivalentes Verh\u00e4ltnis. Auf der einen Seite stehe ich nicht gerne im Fokus der Aufmerksamkeit, weil ich eigentlich ein eher sch\u00fcchterner Mensch bin. Auf der anderen Seite freu\u2018 ich mich aber auch sehr dr\u00fcber, wie supernett und freundlich die Leute zu mir sind. Das f\u00fcr mich \u2018ne Best\u00e4tigung, dass ich \u2018nen guten Job gemacht hab\u2018. \u201c<br \/>\nNo photos, please! Es gibt wenig Fotos von Frank Gerber, Interviews lehnte er in den letzten Jahren kategorisch ab. Der medienscheue Star Statement-Boss, der sich eigentlich h\u00f6chst ungern fotografieren l\u00e4sst, zeigt sich so selten in der \u00d6ffentlichkeit, dass man ihn in Deutschland schon als \u201c Howard Hughes der Internet-Branche \u201c titulierte. Ein ergattertes Selfie mit ihm wird wie ein Heiligtum verehrt. Ein Selfie mit Frank Gerber ist wie eine Troph\u00e4e: extrem begehrt, kostbar, nur wenige besitzen eins.<br \/>\nAber nicht nur f\u00fcr die \u201e Handy-Paparazzi \u201c ist es extrem schwer, Fotos von ihm zu machen, auch f\u00fcr die echten Paparazzi. \u201c Das letzte Mal war ein Paparazzo als wei\u00dfer Alsterschwan verkleidet, um mich im Restaurant \u201e Bobby Reich \u201c zu fotografieren \u201c, lacht Frank. \u201e Eigentlich fliege ich lieber unter dem Radar! Die Glitzerwelt, Red Carpet, Blitzlichtgewitter, click click click \u2013 all very nice, but: Ich steh\u2018 lieber mit meinen Kumpels an der Bar als auf dem roten Teppich! \u201c<br \/>\nLieber h\u00e4ngt Frank irgendwo in den Clubs, Casinos oder Hotelbars mit den Bro\u2019s ab und macht die Nacht zum Tag: \u201e Nachtaktiv geht fast nix schief! Und dann zieh\u2019n sie wieder los, die durchgeknallten Nachtgestalten! \u201c<br \/>\nGerber hat daf\u00fcr eine Art Ratpack um sich geschart, Jungs, mit denen er einen draufmachen kann, wie zum Beispiel sein cleverer Freund Bernie \u201e The Brain \u201c F., Johnny No Problem und Mickey The Suit. \u201e Ich bin eben ein <em>Familienmensch<\/em> \u201c, sagt Frank doppeldeutig. Fast alle Mitglieder der sogenannten Megachecker-Mafia genie\u00dfen sein vollstes Vertrauen. Frank: \u201e Hamburg\u2019s Most Wanted. Gibt kursierende Ger\u00fcchte, dass die Hamburger Polizei sogar Steckbriefe von uns ver\u00f6ffentlicht, weil wir Jungs echt so verboten gut aussehen! \u201c<br \/>\nWir m\u00fcssen beide lachen und Frank sagt augenzwinkernd: \u201e Mit der Megachecker-Mafia legt man sich auch besser nicht an. Wir werden uns dann n\u00e4mlich sehr wahrscheinlich revanchieren, aber nat\u00fcrlich mit Stil. Nicht auf die harte Tour. Auf die smarte Tour. F\u00fcr mich und meine Buddies ist Rache ein Gericht, dass man nicht kalt, sondern cool servieren sollte. \u201c<br \/>\nFrankie und seine Buddies erinnern mich manchmal an George Clooney und Brad Pitt und die anderen smarten Jungs aus <em>Ocean<\/em>\u2019<em>s<\/em> <em>Eleven<\/em>. Besonders dann, wenn sie in ihren schicken Designeranz\u00fcgen losziehen.<br \/>\n\u201c Wer geh\u00f6rt eigentlich zum engsten Freundeskreis und zur ber\u00fchmten Gerber-Gang? \u201c, will ich wissen.<br \/>\nGangleader Frank l\u00e4sst wie Jean-Paul Belmondo in dem franz\u00f6sischen Gangsterfilm \u201c Au\u00dfer Atem \u201c seine hippe Kippe l\u00e4ssig im Mundwinkel h\u00e4ngen, \u00fcberlegt einen Moment und sagt: \u201c Nat\u00fcrlich hab ich diese loyalen Buddies, mit denen man richtig sch\u00f6n Schei\u00dfe bauen kann. Krasse Aktionen mit Freunden? Da bin ich nat\u00fcrlich sofort am Start! Egal, ob es das wilde Weekend in Vegas mit durchgeknallten Showgirls oder die Luxusorgie in den Hollywood Hills ist. (lacht) Letzten Freitag rief mich zum Beispiel mein alter Kumpel Julian aus Miami Beach an und sagte: \u201e Am Wochenende geht\u2019s richtig ab! Ich geb \u2018ne Poolparty! Geiler Stoff, reichlich Dom P\u00e9rignon-Schampus und es kommen ganz viele b\u00f6se M\u00e4dchen, die Dinge mit dir machen, daf\u00fcr f\u00e4hrst du direkt in die H\u00f6lle! \u201c Ich lachte und sagte: Okay, bin dabei! \u201c<br \/>\n\u201e Einer deiner besten Freunde ist aber Bernd, oder? \u201c<br \/>\n\u201eYeah, das is\u2018 mein alter Kumpel Bernie, klar. Wir kenn\u2018 uns aus Wilhelmshaven. Damals, in den Siebzigern, den good old days, haben wir uns kennen gelernt. Er ist angenehm sensibel , ein obersmarter Checker und hat genau wie ich eine gewisse Aversion gegen\u00fcber Autorit\u00e4ten und gesellschaftlichen Konventionen. Generell find\u2018 ich Leute auch spannender, die ihren eigenen Kopf und ihre eigene Meinung haben. Kann doch jeder sein, wie er will. \u201c<br \/>\nFrank G. und Bernd F. sind schon seit ihrer Teenagerzeit beste Buddys. Sie kommen beide von unten. Das Einzige, was sie hatten, war: Cleverness. Die gro\u00dfe Klappe. Die Arroganz der Stra\u00dfe. Das musste reichen. Als sie Teenager waren, zogen Bernd und Frank gemeinsam durch die rauen Stra\u00dfen von Wilhelmshaven. Bernd geh\u00f6rt zu seinem <em>inner<\/em> <em>circle<\/em> \u2026<br \/>\n\u201c Echte Freundschaft ist ein Jackpot \u201c, sagt Frank. \u201c In einer echten Freundschaft ist es wie mit einem Bank\u00fcberfall: Wenn du nicht den richtigen Komplizen hast, der das Fluchtauto f\u00e4hrt, bist du am Arsch. Alles klar? \u201c<br \/>\nFrank steckt sich einen weiteren Sargnagel ins Gesicht. L\u00e4ssig. Sein silberner Dupont-Drache spuckt Feuer. Frank erinnert sich an einen alten Freund namens Michael: \u201e Als Kids haben wir fr\u00fcher zusammen Fu\u00dfball gespielt. Lederb\u00e4lle gab\u2019s nicht, wir spielten mit leeren Blechdosen. Erst, wenn sich die Sonne hinter den Horizont verpisste, tigerten wir nach Hause \u2013 und dann gab\u2019s meistens Trouble mit den Alten, weil wir von oben bis unten verdreckt waren. \u201c<br \/>\nAls ich nach weiteren Kumpels aus seinem Leben frage, winkt Frank ab. Das Thema Freunde m\u00f6chte er ab jetzt gern beenden, weil: \u201e Zu privat. \u201c Aber wie hei\u00dft es doch so sch\u00f6n: Eine Frau ist gef\u00e4hrlicher als das FBI, sie kriegt alles raus. Also bleib\u2018 ich dran und hake nach. Knallhart.<br \/>\n\u201c Ich komm viel rum \u201c, erz\u00e4hlt Frank weiter. \u201e Ich lerne unterwegs ganz viele tolle Leute kennen, mein Freundeskreis ist total multikulti, meine Freunde sind ein wunderbar bunter Haufen interessanter Personen aus aller Welt: Vom coolen Checker bis zum Mafiatortenb\u00e4cker! Lauter ehrliche Leute: Krumme Hunde m\u00fcssen drau\u00dfen bleiben! Ich bin mega-happy dar\u00fcber ganz unterschiedliche Menschen in meinem Freundeskreis zu haben: Monitorgebr\u00e4unte Computer-Nerds, K\u00fcnstler, Musiker, Punker, Models, Fotografen, Journalisten, Blogger, Influencer, Onlineredakteure, IT-Spezialisten, Event-Manager, Kicker, DJ\u2019s und und und. Au\u00dferdem gibt\u2019s noch eine gewisse Silvia Kainka ( lacht ) und ihre coolen Ladies, die immer hippe H\u00fcte tragen: Sie nennen sich \u201e The Hat Pack \u201c. Kennste die Kainka eigentlich? Die Chefin von Vipywood? Die ist meine Komplizin. Platinblonder Jackpot! Wir ziehen schon \u2018ne Weile zusammen rum. ( lacht ) Ja, sogar drei coole Bullen sind in meinem Freundeskreis dabei, also Polizisten &#8211; und dazu noch viele Leute, die ihr Kneipenabitur haben und total trinkfest sind. ( lacht ) Spielt f\u00fcr mich au\u00dferdem keine Rolle, ob man fett Kohle macht oder chronisch pleite ist. Is\u2018 doch schei\u00dfegal. F\u00fcr mich z\u00e4hlt nicht, was Menschen haben. Relevant ist f\u00fcr mich die Frage: Bist du ein Macher oder laberst du nur? Fast jeder meiner Freunde wie zum Beispiel Kevin ist ein Macher und zieht mit viel Leidenschaft sein Ding durch. Find\u2018 ich cool sowas. Dass man sich f\u00fcr etwas begeistert, sich mit aller Freude und Power f\u00fcr etwas reinh\u00e4ngt! Jeder soll machen, worauf er Bock hat! Einer meiner allerbesten Amigos ist zum Beispiel Billy. Billy ist Automechaniker und liebt Trash-Filme. Haben uns vor zwei Jahren kennen gelernt. \u00dcbrigens an einem Montag. I Hate Mondays. Ist \u2018ne Frechheit, dass es diesen Tag \u00fcberhaupt gibt! Aber zur\u00fcck zum Thema: Damals wohnte Billy bei mir in der Gegend und ich sagte: \u201c Hallo, ich bin dein Nachbar \u2013 und ab jetzt ist alles machbar! \u201c Seitdem hab ich ihn noch nie h\u00e4ngen lassen und er mich auch nicht. Eines Tages schrieb er mir \u2018ne SMS, da stand unter anderem wortw\u00f6rtlich: \u201e Wenn\u2019s drauf ankommt, kann man sich hundertpro auf dich verlassen! \u201c Das hat mich zutiefst ber\u00fchrt. Yeah, f\u00fcr ihn bin ich immer am Start. Egal, was kommt. Ich bin keiner dieser Typen, die einfach abhauen, wenn\u2019s hart wird. Ich sag ja immer: Das Leben ist nun mal hart. Aber wer dar\u00fcber lacht, hat vermutlich den richtigen Dealer. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Eine Woche vor diesem Interview hatte ich seinen Freund Billy besucht. Ein dreckiger Hinterhof, hochgetunte American Muscle Cars \u2013 und mittendrin stand Billy, der aussieht wie der junge George Clooney in dem Splatter-Movie \u201e From Dusk Till Dawn \u201c.<br \/>\n\u201e Yo, Silvia \u201c, begr\u00fc\u00dfte er mich. \u201e Was geht ab? Coole XXL-Brille! \u201c<br \/>\nIch trug eine Jackie-O.-Sonnenbrille, die echt seeeeehr gro\u00df ist und antwortete lachend: \u201e Coole Ladys wissen: Auf die Gr\u00f6\u00dfe kommt es an! \u201c<br \/>\nWir machten eine Weile Smarttalk statt Smalltalk. Dann tigerten wir in seine gerade erst komplett renovierte Wohnung. Aus einem der Zimmer dr\u00f6hnte Rap, aber es war kein Gangsta-Rap. Als ich einen Blick in dieses Zimmer riskierte, sagte Billy l\u00e4chelnd: \u201e Is\u2018 das Chaos-Zimmer von meinem pubertierenden Filius, aber ich will nich\u2018 den Vater raush\u00e4ngen lassen, weil er sonst sagt: \u201eDu darthvaderst wieder! \u201c Im Moment findet er mich n\u00e4mlich cool und h\u00e4lt mich f\u00fcr einen Dadster. \u201c An einer Wand hingen neben einem Pin-up-Girl-Kalender zwei alte Poster von Biggie &amp; Tupac und Rapper Snoop Dogg, als er sich noch stylte wie ein Pimp, so mit gro\u00dfem wei\u00dfen Zuh\u00e4lter-Hut und viel Bling-Bling und einen Spazierstock mit vergoldetem Totenkopf-Knauf.<br \/>\nBilly war wieder bestens gelaunt. Er rief den Catering Service an und orderte spontan mehrg\u00e4ngige Men\u00fcs f\u00fcr uns plus zwei Flaschen Wein. Ein echt feiner Kerl. Ich merke immer wieder, dass Frank ganz wunderbare und sympathische Menschen in seinem Freundeskreis hat. Billy trug ein dreckiges Hemd und schwarze stonewashed Jeans und erz\u00e4hlte mir zuerst von alten schrottreifen Autos, die er wieder klarmacht \u2013 und dann erinnerte er sich gern, wie er einst in Hamburg Frank traf: \u201e Frank und ich lernten uns abends im Sommer in einer Bar im Schanzenviertel kennen. Er kam mit seiner Entourage rein und trug einen wei\u00dfen Borsalino und seine coole Sonnenbrille und hatte ziemlich scharfe Klamotten an und ich dachte: Wow, was ist denn das f\u00fcr\u2019n Typ! Er war schei\u00dfcool. Begleitet wurde er von einer bunten und sehr schr\u00e4gen Crew aus Au\u00dfenseitern. Das war die reinste Freakshow. Der merkw\u00fcrdigste Haufen Leute, die ich je gesehen habe. Die Au\u00dfenseiter und Knallverr\u00fcckten steh\u2019n auf mich, meinte Frank. Er schrieb mir den Namen seiner Website auf einen Bierdeckel, den ich ihm r\u00fcbergeschoben hatte. \u201e Star Statement.com \u201c. Ich sollte den Namen unbedingt mal googeln. Um jedes A in StarStatement machte er \u2018nen Kreis drum. Und ich dachte sofort: Hey, der ist vermutlich mehr so\u2019n Anarcho. Auf die Frage, was Star Statement eigentlich ist, lachte Frank nur. \u201e Star Statement ist so\u2019n bisschen wie MTV. Nur in cool \u201c, scherzte er frech. Als ich ihn dann das erste Mal in seinem Headquarter in Winterhude besuchte, bekam ich einen ersten Eindruck davon, was Star Statement ist. Sp\u00e4testens da tickte ich durch, warum die Hamburger immer die Einladungen von Frank als \u201e Hottest Tickets in Town\u201c handelten. Ich war erstaunt, wie riesengro\u00df das Ganze ist, denn hinter den relaxten Kulissen l\u00e4uft das Ding auf Hochtouren. Haben uns dann \u00f6fter getroffen und irgendwann merkte ich: Er ist real, Frankie Boy ist einer von uns. Ein echter Typ eben, von denen es heutzutage leider nur noch sehr wenige gibt. Ich wollte immer in einer Gang sein &#8211; jetzt bin ich Mitglied in der Gerber-Gang. Bin einer der wenigen, die ihn nachts spontan besuchen d\u00fcrfen. In den R\u00e4umen im Poelchaukamp brennt nachts meistens noch das Licht; der Star Statement-Boss leidet ja seit Jahrzehnten an Schlaflosigkeit. \u201c<br \/>\nGut drauf versp\u00fcrte Billy pl\u00f6tzlich Lust, Frank Gerber zu imitieren, setzte l\u00e4ssig eine dunkle Sonnenbrille auf, steckte sich eine Zigarette in den Mundwinkel und brachte mit der Frankie-typischen rauen Whiskystimme den von Frank Gerber erfundenen und zum Kult avancierten Spruch: \u201e Ultimativst \u00fcberirdisch! \u201c<br \/>\nBilly war minutenlang am rumgerbern und ich musste sehr lachen. Nach unserem Gespr\u00e4ch zog er die Levis-Jeansjacke \u00fcber und wir gingen zum Carport. Wir stiegen in einen alten schwarzen Offroad-Pick-up und er fuhr mich nach Hause. Billy wohnt \u00fcbrigens im Hamburger Schanzenviertel direkt in der N\u00e4he der Roten Flora. Der passionierte Fan des FC St. Pauli zieht manchmal mit Frank los ins legend\u00e4re Millerntor-Stadion.<br \/>\nDarauf angesprochen, schaut Frank weiter auf die Alster raus, kaut l\u00e4ssig Kaugummi und sagt, ohne das Kauen zu stoppen: \u201eGemeinsam mit seinen Homies abzuh\u00e4ngen ist doch das Gr\u00f6\u00dfte! Der FC St. Pauli ist cool. Wenn du da im Stadion h\u00e4ngst und die ersten Glockenschl\u00e4ge vom AC\/DC-Song \u201c Hells Bells \u201c ert\u00f6nen, geht \u2018s echt richtig ab. Billy und ich und sein vierzehnj\u00e4hriger Sohn Mark gehen oft zum Fu\u00dfball. \u00dcbrigens ist sein Sohn Mark ein echt lockerer Typ. Hamburg feierte neulich mal wieder seinen \u201e Schlagermove \u201c und Mark war dabei. Ich fragte ihn, wie es so war und er antwortete: \u201e Das war total bescheuert da. Viele dieser Kids da nehmen Drogen und h\u00f6ren sich Schlager an. \u201c Ich schaute ihn an und meinte: \u201e Bleib blo\u00df von den verdammten Schlagern weg! \u201c (<em>grinst<\/em>)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ein Piepen teilt Frank pl\u00f6tzlich mit, dass er eine Message bekommen hat. Der Vielbegehrte schiebt sich die Sonnenbrille in die Haare, schaut auf das Display und sagt: \u201e Batman muss zur\u00fcck in die Bath\u00f6hle! Ich sollte mal kurz zur\u00fcck in den Poelchaukamp. \u201c<br \/>\nSeine pers\u00f6nliche Super-Spezialistin Cocaine hat ihm eine WhatsApp-Nachricht geschrieben. Sie wartet im neu gestylten \u201e HQ 19 \u201c, wie Frank das Headquarter im Poelchaukamp 19 nennt. Alles klar. Wir machen uns gleich auf die Socken. Eine Weile laufen wir nebeneinander her, ohne ein Wort zu wechseln. Frank hat einen superl\u00e4ssigen Gang drauf. Der Frankie-Walk. Als wir ein St\u00fcck am Harvestehuder Weg entlang spazieren, sehen wir uns die pr\u00e4chtigen wei\u00dfen Stadtvillen an und biegen in die Milchstra\u00dfe in den feinen Stadtteil P\u00f6seldorf, wo die international renommierte Designerin Jil Sander 1968 mit ihrer ersten Designerboutique startete und ein Modelabel gr\u00fcndete, bevor sie sp\u00e4ter sogar einen repr\u00e4sentativen Flagship Store auf der Avenue Montaigne in Paris er\u00f6ffnete. Das Viertel in Alstern\u00e4he war damals bei den Promis noch nicht so mond\u00e4n und mega-in wie heute. Wenige Minuten sp\u00e4ter sind wir am Mittelweg im Stadtteil Rotherbaum: Grandiose Musiker wie der in D\u00fcsseldorf geborene Marius M\u00fcller Westernhagen oder Udo Lindenberg wohnten mal hier. In Nummer 136 hat auch Frank Gerber lange Zeit domiziliert. Marius M\u00fcller-Westernhagen, Udo Lindenberg und Otto Waalkes lebten \u00fcbrigens auch mal zusammen in einer WG, das war in einer Villa in Hamburg am Rondeel 29 im Stadtteil Winterhude. Aber das nur nebenbei.<br \/>\n\u201e Hey Frankie \u201c, ruft pl\u00f6tzlich ein junges M\u00e4dchen her\u00fcber, das auf einer roten Vespa vorbeif\u00e4hrt.<br \/>\nFrank hebt die Hand und winkt ihr freundlich zu. Er sagt l\u00e4chelnd: \u201e Man kennt mich hier. \u201c<br \/>\nDas Girl auf der Vespa hei\u00dft Liu und ist ein chinesisches Model, erz\u00e4hlt Frank so nebenbei. Heimlich verfolgte sie damals Frank, als er, schwarz wie ein Ninja gekleidet, die stylische Wohnung am Mittelweg 136 nachts verlie\u00df und immer mit einem schwarzen Sportwagen zum ehemaligen Interconti-Hotel an die Alster raste.<br \/>\nWir bestellen eine Taxalette. Als das Taxi kommt, gibt Frank sich als Kavalier der alten Schule und h\u00e4lt mir freundlich das T\u00fcrchen auf. Der Taxifahrer tr\u00e4gt Dreadlocks, auf seiner olivgr\u00fcnen Army-Jacke kleben unz\u00e4hlige Sticker und Buttons.<br \/>\nTaxifahrer: \u201e Sie haben mir bisher noch nicht gesagt wohin, Sir. \u201c<br \/>\nFrank: \u201e Fliegen Sie uns bitte in den Poelchaukamp! \u201c<br \/>\nTaxifahrer: \u201e Anschnallen, bitte! \u201c<br \/>\nFrank: \u201e Wir sind angeschnallt. Geschnallt? \u201c<br \/>\nDer Taxifahrer erz\u00e4hlt pl\u00f6tzlich, dass er seit Monaten nur tags\u00fcber f\u00e4hrt: \u201e Die Nachtschicht mach ich nicht mehr, weil\u2019s nachts einfach dunkler ist als tags\u00fcber. \u201c<br \/>\nFrank (ironisch): \u201e No Shit, Sherlock! \u201c<br \/>\nDer Taxifahrer murmelt nun total genervt vor sich hin und Frank fragt mich, was er gesagt hat. Ich sag zu Frank: \u201e Der Taxifahrer sagt, er f\u00e4hrt keine Besoffenen. \u201c<br \/>\nDarauf Frank zum Taxifahrer: \u201e Sind Sie bescheuert oder was? Ey, ich bin nicht betrunken! Ich BIN so! \u201c<br \/>\nDas findet der Taxifahrer irgendwie gar nicht komisch. Mit Achokaracho und quietschenden Reifen brettert er los und f\u00e4hrt durch den Stadtteil Harvestehude.<br \/>\n\u201e Das mit dem Coolbleiben \u00fcben wir aber nochmal! \u201c, lacht Frank.<br \/>\nW\u00e4hrend der Fahrt spielt der Taxifahrer immer wieder Taschenbilliard und informiert uns ungefragt dar\u00fcber, dass er sich vom Leben verarscht f\u00fchlt, weil er null Kohle hat und sein Konto voll in den Miesen h\u00e4ngt und weil seine grenzdebile Luxus-Tussi ihn f\u00fcr einen kompletten Loser h\u00e4lt und Sex mit dem Ex hat und weil sein Comeback als Porno-Star geplatzt ist wie ein billiges Pr\u00e4servativ.<br \/>\nMannomann! Und ich dachte immer, ich h\u00e4tte Probleme!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kaum im Poelchaukamp angekommen, geht f\u00fcr Frank die Action wieder los. Die Telefone stehen kaum still in dem denkmalgesch\u00fctzten Jugendstilhaus im Hamburger Nobelviertel Winterhude. Dort wird er bereits von seiner pers\u00f6nlichen Super-Spezialistin erwartet. Im \u201e HQ 19 \u201c sitzt die hinrei\u00dfend durchgeknallte und punkige Anarcho-Hackerin Cindy C. alias \u201e Cocaine \u201c. Niemand kennt ihren wirklichen Namen. In der Gerber-Gang ist sie nur unter dem Namen Cocaine bekannt. Die junge, geheimnisvolle Cocaine ist dem Star Statement-Boss in tiefer Freundschaft verbunden.<br \/>\nMit dem ultrakurzen Minirock von Versace und dem blonden Pixie-Cut und den Catwalk-Beinen sieht die geb\u00fcrtige Berlinerin ein bisschen wie das britische Supermodel Twiggy aus, das damals im wilden London geboren wurde und das Gesicht der Swinging Sixties war. Und sie ist <em>young<\/em>. Das was viele gern <em>forever<\/em> w\u00e4ren.<br \/>\n\u201e Hey, was is\u2018 los? \u201c, fragt Frank.<br \/>\n\u201e Natascha hat dreimal angerufen \u201c, teilt ihm Cocaine mit, als er das Office betritt, das tats\u00e4chlich ein bisschen wie Batman\u2019s Bath\u00f6hle in Gotham City aussieht.<br \/>\n\u201e Und? Alles coolomat in diesem Staat? \u201c, fragt Frank ungeduldig.<br \/>\n\u201e Unsere m\u00e4nnermordende KGB-Agentin residiert in einer eleganten Suite im Hotel Adlon mit Blick aufs Brandenburger Tor. Ab 22 Uhr ist sie am Alexanderplatz in Berlin und m\u00f6chte, dass wir die Rainbow-Sache regeln und so, bla bla bla \u2026 \u201c<br \/>\n\u201e Verdammte Schei\u00dfe! \u201c, flucht Frank. \u201e Was zum Teufel hat das mit uns zu tun? Das machen die Jungs aus Berlin klar. Die sind dran an der Sache. \u201c<br \/>\n\u201e Geht klar, Boss \u201c, sagt Cocaine mega-gelangweilt und l\u00e4sst eine pinkfarbene Kaugummiblase lasziv platzen. \u201e Dann werd ich\u2018s Natascha genau so verklickern. \u201c Sie grinst frech, klappt dann ihren schwarzen Laptop mit dem wei\u00dfen Piraten-Totenkopf zu. Ist ja klar, dass sie kein Normalo-Notebook hat. Normal sein ist was f\u00fcr die anderen. Sie tr\u00e4gt l\u00e4ssige Streetwear, ein neues Lippen-Piercing und sie tr\u00e4gt Eyeliner, was ich bisher noch nie an ihr gesehen habe. Dazu tr\u00e4gt sie auff\u00e4llige Tattoos wie das britische Top-Model Cara Delevingne. Ja, sie tr\u00e4gt fast so viele Tattoos wie ein japanischer Yakuza-Boss! Um die H\u00fcften tr\u00e4gt sie einen mit Nieten besetzten Revolverg\u00fcrtel, aber statt Patronen hat sie Lipsticks und statt einem Colt hat sie ein Flakon in Form einer Knarre in ihrem Revolverg\u00fcrtel.<br \/>\n\u201e Is\u2018 eine Kreation von Frank \u201c, sagt Cocaine.<br \/>\n\u201e Ich steh\u2018 auf Bad Girls \u201c, lacht Frank und erz\u00e4hlt von einem Mann, der ihn eines Tages mal anrief. \u201e Sie sollten die Finger von der jungen Lady lassen \u201e\u201c, wurde ich gewarnt. \u201eCocaine ist eine gef\u00e4hrliche Hacktivistin und frech wie Dreck. Au\u00dferdem kursiert das Ger\u00fccht, sie hat einen Job in einem Stripclub und ist respektlos. \u201c Da bin ich nat\u00fcrlich erst recht neugierig geworden und sagte cool: \u201e Tats\u00e4chlich? Respektlos? Dann passt sie doch perfekt zu mir. Besser respektlos als gar nix los! \u201c<br \/>\nVon Cocaine erfahre ich, dass sie als barbusige Sch\u00f6nheit in einer stylischen Tabledance-Bar gejobbt hat und voll auf Droge war: \u201e Mein Leben war krasser als das von Courtney Love. Ich war immer ein toughes Streetgirl, war Mitglied in einem Rockerclub und hab mich nie im Leben an irgendwelche vorgeschiebenen Regeln gehalten. Wollte mein eigenes Ding durchziehen. Mein Alter machte eines Tages total Trouble und hat geschrien: \u201e Solange du deine F\u00fc\u00dfe unter meinen Tisch hast, machst du, was ich sage! \u201c Da hab ich meine F\u00fc\u00dfe mit den Biker-Boots auf seinen Tisch geknallt und gesagt: \u201e Fuck you! \u201c<br \/>\nWas andere M\u00e4dchen in Aufregung versetzt, ist nicht so ihr Ding. Cocaine h\u00e4ngt am liebsten am Laptop. \u201e Sie nennen mich alle Teilzeit-Tinderella, weil ich ab und zu Online-Dating-Plattformen wie zum Beispiel <em>Tinder<\/em> nutze. Aber so ungef\u00e4hr vor zwei Jahren um Mitternacht surfte ich so im Netz rum, hing mit Freunden aus der Gay-Szene in meiner Bude ab und h\u00f6rte laut Rammstein \u201c, erz\u00e4hlt sie. \u201e I Love It Loud! Durch Zufall hab ich dann Frank\u2019s Website im Netz gefunden, war total begeistert. Im Impressum stand seine Nummer, dann hab ich einfach \u2018ne SMS geschickt. Paar Stunden sp\u00e4ter rief Frank Gerber pers\u00f6nlich zur\u00fcck! Habe erst gedacht, es sei ein Witz, und habe wieder aufgelegt. Irgendwann um 3 Uhr nachts klingelte wieder das Telefon: \u201e Hi, hier ist Frank. \u201c Mein verdammtes Herz knallte auf einmal so heftig, als w\u00e4re ich einen Marathon gerannt! Nach dem lockeren und informativen Gespr\u00e4ch war ich total aufgeregt und dachte: OMG, ich kann nicht glauben, dass ich gerade in echt Frank Gerber am Telefon hatte! \u201c<br \/>\nIrgendwann trafen sich die beiden in der boomenden Hipster-Hochburg Berlin. Geheimtreff: Hotel Adlon. Frank fragte nach Drogen und sie erz\u00e4hlte von den sozialen Medien. Sie erz\u00e4hlte, dass sie zum Hacker-Hochadel geh\u00f6rt und auch besser als der genialste Keyboard-King auf diesem Planeten ist und mit dem Laptop einfach alles kann! Frank sah sie nur l\u00e4chelnd an und sagte dann zu ihr: \u201e Welcome on Board! Cocaine, du rockst das Ding! Baby, du hast genau wie ich das Durchblick-Diplom vom Stra\u00dfengymnasium. Und au\u00dferdem das Gerber-Gen \u2026 \u201c<br \/>\nWenn jemand das Gerber-Gen besitzt, dann ist die Person einfach absolut cool. Frank: \u201e Cocaine ist so wunderbar unkompliziert. Komplett anders als ihre Schwester Mimi, die ein Leben wie aus \u2018nem familienfreundlichen Margarine-Werbespot f\u00fchrt \u2013 superspie\u00dfig und <em>safe<\/em>. Cocaine pfeift auf den Bausparvertrag und baut lieber auf sich selber. Irgendwie kann sie fast alles. \u2018Ne echte Allrounderin. Die junge Lady ist auch viel schlauer als ich. \u201c<br \/>\nCocaine ist seit sehr langer Zeit viel mehr als nur Teil seiner Entourage. Frank, geheimnisvoll: \u201e Sie ist eine von uns! \u201c Die komplett durchgeknallte Sch\u00f6ne ist seit vielen Jahren always on. Das ist aber echt nicht so stressig, wie einige eventuell denken, denn bei Frank hei\u00dft es: L\u00e4ssig statt stressig!<br \/>\nCocaine rei\u00dft die Lasche einer Red-Bull-Dose auf. Nimmt einen Schluck. Steckt sich eine an, inhaliert und st\u00f6\u00dft langsam den Rauch aus. Dann sagt sie: \u201e Kein Typ ist wie Frank. Solche Typen wie ihn gibt\u2019s einfach nicht mehr. Frank ist Rebell aus \u00dcberzeugung, der tough seinen eigenen Weg geht. Er ist der letzte Outlaw und eine coole Sau. Gibt keinen anderen Typen, bei dem die Texte und Songtexte so arschcool r\u00fcberkommen. Das ist Fakt. So schreibt sonst keiner. Zieh dir mal \u201e Club 27 \u201c rein \u2013 Frank Gerber at his best. Frank Gerber hat den ganzen Schei\u00df echt erlebt \u2013 und nun schreibt er dr\u00fcber \u2026\u201c<br \/>\nSie schweigt einen Augenblick. Ich betrachte Cocaines H\u00e4nde, Silberringe an den Fingern, das extravagante t\u00e4towierte Armband um ihr Handgelenk. Dann lacht sie und sagt: \u201e Wat kiekste? Die Silberringe sind von Frank. Wenn man Freunde wie Frank Gerber hat, wird\u2018s nie langweilig: Er ist genauso schr\u00e4g drauf wie ich. Abends sa\u00df ich mal mit meiner guten Freundin Roxy am Elbstrand und feierte meinen B-Day, als pl\u00f6tzlich Frank auftauchte. Als Django verkleidet, zog er einen Sarg hinter sich her. Darin befanden sich mehr Pr\u00e4sente, als mir Santa Claus jemals brachte. Unter anderem diese Silberringe. \u201e Congratufuckulations! \u201c, sagte Frank cool. Voll Rotlichtmassaker! Sowas hat noch nie ein Mensch f\u00fcr mich getan. \u00dcbrigens klebte auf jedem Pr\u00e4sent so\u2018n kleiner Zettel mit dem absichtlich falsch geschriebenen Text: \u201e Von mich f\u00fcr dir! \u201c Sowas macht Frank \u00f6fter, dass er Sachen falsch schreibt. Es am\u00fcsiert ihn, wenn sich die Spie\u00dfer dr\u00fcber aufregen. \u201c<br \/>\nCocaine nimmt einen Schluck von dem Energydrink, dann stellt sie die Dose l\u00e4ssig neben dem Laptop mit dem wei\u00dfen Piraten-Totenkopf. Sie schaltet ihr Handy auf Vibration und erz\u00e4hlt weiter: \u201e Unser erstes Treffen damals war in unserer Hauptstadt, vor dem Hotel Adlon auf dem Boulevard Unter den Linden jumpten wir in ein Taxi. Das Taxi fuhr durch die Nacht von Berlin. Wir hatten einen tollen Abend in Berlins Techno-Tempel Berghain miteinander, sind durch diverse Underground-Clubs und Szene-Bars gezogen. Ging bis in die Morgenstunden. Irgendwo in Berlin knallten wir uns auf \u2018ne Parkbank. Es wehte ein frischer Wind und Frank merkte, dass mir kalt war. Er zog seine Jacke aus, legte sie mir \u00fcber die Schultern. Ich dachte nur: Ick k\u00f6nnt dir k\u00fcssen! Dann verwandelte er die Parkbank in eine \u201e Open-Air-Bar \u201c, zauberte eine Flasche teuren Champagner herbei und sagte: \u201e Der Edelsprit ist echt der Hit! \u201c Das Zeugs soffen wir aus der Flasche und irgendwann sagte Frank zu mir: \u201e Maximaler Respekt! Du hast es gecheckt! Du willst die Zauberin am Laptop sein, die per Mickey Mouseclick oder per Ratclick die Welt ver\u00e4ndert? Mach doch! Hau auf die Sahne, ey! Das ganze Leben ist wie ein Song \u2013 mach aus deinem einen Hit! Immer nur brav? Vergiss es, Baby! Wie langweilig! \u201c Frank war der Einzige, der an mich geglaubt hat. War der Einzige, der einer Rebellin wie mir \u2018ne Chance gegeben hat. \u201c<br \/>\nSo ist Frank, denke ich. Immer, wenn Frank ein Ding durchziehen will, stellt er sein eigenes Team zusammen: Die <em>Star<\/em> <em>Statement<\/em> <em>Squad<\/em> ist eine ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Crew von coolen Leuten. Frankie\u2019s Freaks. Gerade die superschr\u00e4gen Leute holt er an Bord, um die andere lieber einen Bogen machen.<br \/>\n\u201e Wer will schon normale Leute? \u201c, sagte Frank mir mal. \u201eDie sch\u00f6n schr\u00e4gen Typen und die Underdogs m\u00f6gen mich. Bei mir war\u2018s schon immer so, dass mein Herz f\u00fcr den Underdog schl\u00e4gt. Ich steh\u2018 auf alle Au\u00dfenseiter und m\u00f6cht sie vereinen. Irgendwie bin ich auch ein Freak-Magnet. Aber das ist mir totalo egalo \u2013 ich bin ja auch kein Normalo! \u201c<br \/>\nIch sehe Frank jetzt am Schreibtisch sitzen, wo er entspannt Drinks <em>drinkt<\/em>. \u201e Hast du mal \u2018ne Minute, meine Gute? \u201c, ruft er Cocaine zu. L\u00e4ssig thront er in einem schwarzen Ledersessel seines supermodernen \u201e Hai-Tech-B\u00fcros \u201c, checkt seine E-Mails und spricht nebenbei jetzt mit Cocaine, die ihm einen geheimnisvollen Mikrochip r\u00fcberschiebt und sich f\u00fcr zw\u00f6lf Monate eine Auszeit nimmt. Cocaine hat erst mal keinen Bock mehr, die pers\u00f6nliche Super-Spezialistin zu geben \u2013 sie schaltet in den Party-Modus! Gemeinsam mit einer amerikanischen Studentin will sie im Sunshine State Florida abh\u00e4ngen und unter anderem den Spring-Break feiern. Bye, bye Hamburg!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Frank \u00f6ffnet das Fenster und sieht hinaus. In seinem Mundwinkel h\u00e4ngt eine nicht angez\u00fcndete Zigarette. Pl\u00f6tzlich klopft es an der T\u00fcr im \u201e HQ 19 \u201c: Knock Knock! Frank kriegt Besuch.<br \/>\n\u201e Heroinspaziert! \u201c, ruft Frank.<br \/>\nDie T\u00fcr \u00f6ffnet sich, ein attraktiver junger Mann kommt herein.<br \/>\n\u201e Hey, ich dachte, das ist mein Dealer! Wo zur H\u00f6lle hast du eigentlich so lange gesteckt, Alter? \u201c, sagt Frank lachend und nimmt seinen Kumpel Michael fest in den Arm. \u201e Hey Mann, alles klar? \u201c Michael und Frank geben sich High five und mich begr\u00fc\u00dft Michael mit einem l\u00e4ssigen \u201e Hi! \u201c<br \/>\nMichael ist einer seiner Getreuen, er ist ein flippiger Onlineredakteur und ein begeisterter Gerberianer und er teilt mit Frank das Faible f\u00fcr amerikanische Underground-Literatur. Der 24-J\u00e4hrige tr\u00e4gt ein \u201c Kiss My Ass \u201c-T-Shirt und ein Che Guevara-Tattoo am linken Unterarm und mit seiner filigranen Nerd-Brille sieht er ein bisschen so aus wie der kontrovers diskutierte Whistleblower Edward Snowden. Er m\u00f6chte sich bei Frank zwei B\u00fccher abholen: Der <em>Electric<\/em> <em>Kool<\/em>&#8211;<em>Aid<\/em> <em>Acid<\/em> <em>Test<\/em> von Tom Wolfe und <em>Der<\/em> <em>F\u00e4nger<\/em> <em>im<\/em> <em>Roggen<\/em> von Jerome D. Salinger. Michael fragt Frank nach seinen Lieblingsschriftstellern und Frank antwortet: \u201c Meine Literaturg\u00f6tter sind nach wie vor Charles Bukowski, Hunter S. Thompson, Allen Ginsberg, William S. Burroughs, Henry Miller, Truman Capote, John Fante und J\u00f6rg Fauser, aber auch Ernest Hemingway und Jack Kerouac, der mit dem ultimativen Ultrahammer \u201c On The Road \u201c \u2018ne ganze Generation inspirierte. Mit dem Bestseller \u201c On The Road \u201c und B\u00fcchern wie \u201e Bebop, Bars und wei\u00dfes Pulver \u201cwurde er neben William S. Burroughs und Allen Ginsberg der f\u00fchrende Autor der Beat Generation. Jack Kerouac hatte es drauf. Im Ernst, Mann, hol dir dieses Buch und lies es! Aber Charles Bukowski ist f\u00fcr mich der Gr\u00f6\u00dfte. Als Teeny bin ich nach Hamburg getrampt, weil ich Charles Bukowski in der Markthalle sehen wollte. Das war 1978 und diese Lesung ist heute legend\u00e4r. Voller Bewunderung hab\u2018 ich als junger Typ all seine B\u00fccher gelesen, weil der \u201e Dirty Old Man \u201c \u00fcber die Menschen schrieb, die sich auf der Schattenseite des \u201c American Way of Life \u201c befinden. F\u00fcr mich war er nicht nur der Alki-Autor, das waren ja nicht nur Stories \u00fcber den Suff f\u00fcr das \u201c breite \u201c Publikum. Der trinkfeste US-Kult-Poet Charles Bukowski hatte auch andere verdammt coole Sachen am Start \u201c, sagt Frank l\u00e4ssig und nippt an seinem Drink.<br \/>\n\u201c Mit Carl Weissner, dem Bukowski-\u00dcbersetzer, warst du befreundet, nicht? \u201c<br \/>\n\u201c Nee, richtig befreundet waren wir nicht, Mann, aber wir haben uns ein paar Mal getroffen und einen draufgemacht. In den Seventies hab ich ihn einige meiner Gedichte und Stories geschickt. Wir haben lange Zeit miteinander korrespondiert. Carl Weissner attestierte mir ein gro\u00dfes Talent, doch ich m\u00fcsse noch mehr meinen eigenen Stil finden. Carl mochte sehr, wie ich schrieb, und hat mir immer Mut gemacht. Ehrlich, Mann, er war ein Riesen-Typ! Carl wollte immer mit mir nach San Pedro, einem Stadtteil von L.A. Er wollte mich pers\u00f6nlich mit Charles Bukowski bekannt machen, aber leider hat das nie geklappt. Charles Bukowski hatte wohl Angst, dass ich ihn unter den Tisch saufe. \u201c ( lacht )<br \/>\nFrank z\u00fcckt sein Smartphone. \u00dcber Google sucht er den Schriftsteller Hunter S. Thompson, der f\u00fcr die New York Herald Tribune und f\u00fcr das Kult-Magazin \u201c Rolling Stone \u201c schrieb. Er zeigt uns diverse Bilder und Michael fragt: \u201c Er war auch einer deiner literarischen Helden, oder? \u201c<br \/>\n\u201c Yeah \u201c, nickt Frank. \u201c Kann mich noch erinnern, als ich von ihm vor vielen Jahren mein erstes Buch klau\u2026, \u00e4h, kaufte. Der amerikanische Kultautor Hunter S. Thompson, der g\u00f6ttliche Erfinder des Gonzo-Journalismus, hat mir irgendwie klargemacht, dass Genie und Wahnsinn ein echtes Dreamteam sein k\u00f6nnen. Die beinharten B\u00fccher \u201c Fear and Loathing in Las Vegas \u201c und \u201c Hell\u2018s Angels \u201c sollte man sich echt reinziehen. Leider griff er irgendwann an seinem Schreibtisch in Woody Creek in Colorado zur Knarre, 2005 oder so, und hat sich \u2018ne Kugel in den Kopf gejagt. Bang! Ein verdammt trauriger Tag f\u00fcr mich. \u201c<br \/>\n\u201c Was f\u00fcr Gedanken schossen dir damals dabei durch den Kopf? \u201c<br \/>\n\u201c In diesem Moment schoss mir einiges durch den Kopf, doch zum Gl\u00fcck keine Kugel. \u201c<br \/>\nMichael und ich schauen ihn an und sehen, dass er am Abkichern ist. Mit seinen coolen Klamotten und so sieht Frank nicht gerade wie ein typischer Autor aus, aber er ist auch nicht wie andere Autoren und das will er auch nicht sein: \u201e Andere Autoren sind manchmal auch Literaturnobelpreistr\u00e4ger. Und ich bin Linkstr\u00e4ger und das ist gut so. Ein cooler Schriftsteller sollte immer wie ich so\u2018n bisschen schr\u00e4g und berufscrazy sein. Kennt man ja aus dem Kino.\u201c<br \/>\nFrank Gerber, der Rock \u2018n Roll-Autor mit dem Hang zur popkulturellen Referenz, pfeift auf die starren Regeln der Literatur und sagt immer: \u201c Hauptsache, es knallt! \u201c Er ist der etwas andere Autor, mit den klassischen Autoren hat er nicht viel gemeinsam. Er studierte lieber das Leben als Germanistik und belegte die F\u00e4cher \u201c Coolologie, Smartologie und Cleverkunde \u201c. F\u00fcr mich ist Frank Gerber wirklich der Rockstar unter den Autoren. Frank Gerber lesen ist wie die Rolling Stones h\u00f6ren. Irgendjemand sagte neulich mal: \u201e Immer, wenn jemand deutsche Pop-Literaten als cool und wild bezeichnet, f\u00e4llt Frank Gerber die Sonnenbrille ins Koks. \u201c Da ich Frank schon seit vielen Jahren kenne, habe ich nat\u00fcrlich genau gecheckt, wie er so tickt und wie er spricht und vor allem wie er schreibt. Seine coole Art zu reden und zu schreiben f\u00e4rbt ja auf alle total ab und hat auch mich, denke ich, ermutigt, mit dem Schreiben anzufangen. Das, was Andy Warhol f\u00fcr die Kunst war, ist Frank Gerber heute f\u00fcr die Literatur: Der Autor, der sich auto(r)didaktisch alles beibrachte, ist ein Innovator und hat eine besondere Gabe &#8211; er hat 26 Buchstaben und macht Meisterwerke daraus. Mit Zeilen so sch\u00f6n wie die Gem\u00e4lde im Pariser Louvre. Er kann cooler, weil einzigartig, schreiben als andere. Seinen Schreibstil wird jeder unter Millionen Autoren erkennen, der ist einfach unverwechselbar. Er schreibt mit Witz, Esprit und viel Selbstironie. W\u00fcrde die Bibel von Frank Gerber in seiner coolen Sprache neu geschrieben werden, h\u00e4tten fast alle Deutschen das Buch der B\u00fccher wieder zu Hause im Regal stehen.<br \/>\nSeine gute alte Freundin Julia ist auch ein Frank Gerber-Junkie und seine Website frankgerber.com fast schon ihre heilige Schrift.<br \/>\n\u201c Frank ist echt cool \u201c, findet die temperamentvolle Hanseatin und nette Elblette. \u201e Ich habe meinen Lieblings-Schriftsteller Bret Easton Ellis irgendwann mit einem anderen betrogen &#8211; und zwar mit Frank Gerber! Who the fuck war gleich nochmal Bret Easton Ellis? Mal ehrlich, die meisten anderen sind doch aalglatte Langweiler im Vergleich zu dem, was Frank Gerber alles aufbietet! Die d\u00fcstere Atmosph\u00e4re auf seiner Website, die oft provokante, dreckige, knallige, schr\u00e4ge, abgefuckte Schreibe und dann dieser gelegentlich selbstironische und durchgeknallte Anarcho-Autor mittendrin! Fakt ist, Frank hat einen Bosscock und traut sich was und verpasst damit seinen fulminanten Texten den Nimbus der Unverwechselbarkeit. Wird Zeit, dass er endlich wieder Neues schreibt. Ich bin schon v\u00f6llig untergerbert! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>2008 nach Christus: Das Internet hat schon alles erlebt, alles \u2026 bis auf Frank Gerber! Frank Gerber hat sein Dot.Com.ing Out. Mit seiner erfrischend-frechen und unkonventionellen Website frankgerber.com startet der Meister durch und verk\u00fcndet: \u201e Ger\u00fcchte kursieren: Frank Gerber geht on Line. Aber nein, ich zieh\u2018 keine Line \u2013 und mit Koks hat das Ganze auch nix zu tun. Frank Gerber geht online! \u201c<br \/>\nEr schien aus dem Nichts zu kommen. Einen wie den hatten sie ja im Internet \u00fcberhaupt noch nicht gesehen! Sein gesundes Selbstbewusstsein, welche einige als Arroganz deklarieren, ist f\u00fcr nicht wenige Leute ein rotes Tuch. Dabei braucht gerade dieses Land mehr Typen wie ihn. Er polarisiert gerne. Mischt sich ein. Frank Gerber ist die totale Randale.<br \/>\nNat\u00fcrlich wollen einige Leute ihn am liebsten sofort zum Schweigen bringen. Stoppen. Egal wie!<br \/>\nNich\u2018 mit Frankie!<br \/>\nFrank: \u201e Ich bin ein UFO: Ein unversch\u00e4mt freches Objekt. Ich hab wohl ein paar Leuten ans Bein gepisst. Nicht wenige wollen ja, dass man seine Meinung f\u00fcr sich beh\u00e4lt. Da machen wir doch erst recht die Klappe auf! \u201c<br \/>\nFrank Gerber hat krasse Fans und die sind absolut begeistert, die Gerberholics verg\u00f6ttern Gerber gerade wegen seines Nonkonformismus. Frankie-Fans fiebern jedem neuen Text entgegen, als sei es eine g\u00f6ttliche Offenbarung. Aufgrund seiner etwas anderen Art hat Gerber aber auch einige Kritiker und Hater. Insgeheim sind sie zwar auch fasziniert von diesem l\u00e4ssigen Autor, d\u00fcrfen das aber auf keinen Fall \u00f6ffentlich zugeben.<br \/>\nDer Star Statement-Boss nahm es gewohnt gelassen, blieb einfach cool. \u201c Die One-Frank-Show geht weiter! \u201c, sagt Frank mit einem L\u00e4cheln: \u201c Allen kann man es eh nicht recht machen. Aber mein Job ist es auch nicht, der Darling der Boulevardpresse und von allen gemocht zu werden, sondern der Gesellschaft auch Impulse zu geben und als K\u00fcnstler mein eigenes Ding durchzuziehen, ob es den anderen gef\u00e4llt oder nicht! Ich wei\u00df, dass einige Leute, die die Sachen auf meiner Website lesen, ein Problem mit meiner gro\u00dfen Klappe haben. Aber wenn du der Underdog bist, dann hau auf die Kacke. Diesen ganzen Normalo-Schei\u00df kannste vergessen. Schon als Jugendlicher hab ich auf der Stra\u00dfe gelernt: Wenn du nix hast und ein Underdog bist, musste eben lauter und frecher sein als die anderen, damit du ans Ziel kommst. Rockstar Marilyn Manson sagte in einem Interview: \u201e Als K\u00fcnstler bevorzuge ich Chaos, deshalb bin ich hier. Deshalb wurde ich wie Lucifer aus dem Himmel geschmissen, um die Welt auf den Kopf zu stellen. \u201c Nat\u00fcrlich hab ich am Anfang intensivst dar\u00fcber nachgedacht, ob meine Art der Pr\u00e4sentation massenkompatibel ist, ganz kurz \u00fcberlegt und dann festgestellt, dass es mir egal ist. Maximal schei\u00dfegal! Es interessiert mich auch einen Dreck, ob manche Leute auf dieser verdammten Welt mich m\u00f6gen oder nicht. Die Fanpost schick ich mir selbst! \u201c<br \/>\nJe h\u00f6her man im Internetolymp aufsteigt, desto d\u00fcnner wird die Luft. Wer Frank kennt, wei\u00df, dass er ein Freund von Klartext ist, doch wer Klartext spricht, macht sich angreifbar &#8211; daf\u00fcr erntet man nicht nur positives Feedback. Mit dem Erfolg kamen auch die Hater. Aber sie k\u00f6nnen ihm nichts. Denn Frank spielt in einer anderen Liga. Gegenwind geh\u00f6rt f\u00fcr den Star Statement-Boss auch einfach dazu: \u201e Ich bin der Coolste. Sowieso. Trotzdem hab ich nat\u00fcrlich Hater. Aber die hat doch jeder. Hater, H\u00e4nger und Honks \u2013 und sie outen sich als Vollastronauten! Da muss man durch in Hamburch! Ich hab sogar mal \u2018nen Song dr\u00fcber geschrieben: \u201e Gibt\u2019s dich auch in cool? \u201c In dem Text ist der Reim: \u201e Hey, wenn du mir sagen willst, dass ich dich echt mal kann \u2013 stell dich hinten an! \u201c Wenn man in der \u00d6ffentlichkeit steht, muss man damit leben, dass einen nicht jeder liebt. Milliarden Menschen, Milliarden Meinungen. Ich bleib cool und kann\u2018s gut aushalten, wenn jemand \u2018ne andere Meinung hat. Das ist okay f\u00fcr mich. Isso. Ich bin da echt megaentspannt. Kann mit Kritik gut umgehen. Und mit einer 45er Magnum! (lacht). Kennste das Buch \u201e Der Kl\u00fcgere l\u00e4dt nach \u201c? Nee, jetzt mal in echt: Is\u2018 doch klar, dass es manchmal Gegenwind gibt, aber ich bin ein echtes K\u00fcstenkind und komm von der Nordsee: Ich bin sturmerprobt. Konstruktive Kritik ist au\u00dferdem immer erw\u00fcnscht! Konstruktive Streitkultur ebenso. Viele sprechen ja oft von konstruktiver Streitkultur, dann beschimpfen sie sich total statt sich einander offen und fair die Meinung zu sagen, ohne sich zu verletzen. Die Leute sollten lockerer werden. Hey, immer easy, sprach schon Gregor Gysi! Ich steh\u2018 auch nicht auf dieses \u00f6ffentliche Dissen und Batteln. Nee also, darauf hab ich nun wirklich keinen Bock! Da spiele ich nicht mit. Da bin ich echt raus. Die Leute, die was in der Birne haben, die haben sowieso gecheckt: Besser sollte man sich helfen und gegenseitig supporten, anstatt sich nonstop gegenseitig runterzumachen. \u201c<br \/>\nFrank Gerber verf\u00fcgt \u00fcber eine geh\u00f6rige Portion Humor. Auf Beleidigungen reagiert er nicht angepisst und mit Wutausbr\u00fcchen, sondern l\u00e4chelt und bewahrt die Contenance &#8211; der Mann hat eben Stil. Er zieht es vor, die bl\u00f6den Spr\u00fcche zu \u00fcberh\u00f6ren. Entweder man h\u00e4lt wie Frank Gerber die Welt in Atem oder seine Klappe! Basta!<br \/>\n\u201eNat\u00fcrlich k\u00f6nnt ich deswegen wie einige andere ausflippen \u201c, lacht er. \u201e Bringt aber nix. Superhelden haben ja Superkr\u00e4fte. Meine Superkraft: Ich kann cool bleiben, obwohl es hei\u00df hergeht. Hass und negative Vibes haben absolut keinen Platz in meinem Leben. Ich sag immer: Lass die Leute quatschen und zieh dein Ding durch! Neulich las ich irgendwo im Internet einen Kommi \u00fcber mich: \u201e So was lebt, und Goethe musste sterben. \u201c Aber \u00fcber sowas kann ich echt lachen. Wen interessiert\u2019s? Warum sich \u00fcber so eine Petitesse aufregen? Mir ist schei\u00dfegal, was so ein Anw\u00e4rter auf einen Hirnschrittmacher von mir denkt. Ich lasse mich durch solche Kommentare nicht verr\u00fcckt machen, ich bin es zum Gl\u00fcck schon. Die Reaktionen vieler Hater find ich oft h\u00f6chst am\u00fcsant. Sie hassen mich, aber clicken jeden Tag meine Seite an. Das ich 2008 pl\u00f6tzlich mit einem Schlag \u00fcber 100 000 Leute erreicht habe, hat mich selber total \u00fcberrascht. Mal ganz ehrlich, ich hatte keine Schei\u00df-Ahnung, was eigentlich los ist! \u201c<br \/>\nNeu ist vor allem der Chuzpe, mit der Anarcho-Autor Frank Gerber sich zum Star im I-Net macht. Die Regeln des Literaturbetriebs? Traditionen? Gerber pfeift drauf! Damit trifft er den aktuellen Zeitgeist. Inspiriert von Sex, Drugs &amp; Rock \u2018n Roll, schreibt er coole, revolution\u00e4re Texte f\u00fcr die Ewigkeit. Die elit\u00e4ren Literaturkritiker sind \u00fcber so einen anarchistischen Underdog vermutlich entsetzt. F\u00fcr seine gute alte Freundin Julia ist die besonders hervorstechende Internetseite frankgerber.com wie eine Rebellenbibel, f\u00fcr einige andere eben ein zur Website gewordenes \u201c Fuck you \u201c.<br \/>\n\u201e Ich wollte immer Sachen schreiben, die anders waren als die Sachen von anderen Autoren, die fast alle die gleiche glatt polierte Normalo-Schreibe drauf haben \u201c hat Frank Gerber einmal seinen k\u00fcnstlerischen Impuls erkl\u00e4rt. Sein Auftrag ist absolut klar: \u201eRevolution! Dieses Wort hab ich mir auf die Fahne geschrieben! Ich hab jede Freiheit! Die Industrie interessiert mich einen Dreck und ich schreib nur, worauf ich total Bock hab. Mein Ding ist: Cool bleiben \u2013 und cool schreiben! Diese gestelzte Spie\u00dfer-Standardsprache geht gar nicht! \u201c, sagt Frank Gerber.<br \/>\nEr k\u00f6nnte auch ein konventioneller erfolgreicher Schriftsteller sein, wenn er nur wollte. Aber wie sagte der flippige Frank so sch\u00f6n: \u201e Warum perfekt sein, wenn unperfekt doch viel charmanter ist? \u201c Sollen doch andere Autoren sich f\u00fcr die Kohle verbiegen. Frank Gerber w\u00fcrde so einen Schei\u00df nie machen. Er will die Literatur neu erfinden, Action machen! Die Literatur sollte auch gar nicht mehr Literatur hei\u00dfen, sondern Gerberatur. Er f\u00fchrt uns in die Welt der Gerberatur ein, zudem erfindet er eine ganz eigene Sprache: Unkonventionell. Experimentierfreudig. Unangepasst. Frank sagt dazu: \u201e Cooler Crossover: Den Mix aus Deutsch und Englisch hab ich auch voll drauf. Ich hab ein Denglisch-Diplom. Wow-kabular nenn\u2018 ich meinen Wortschatz. Hey, ich bin ein Rock \u2018n\u2018 Roll-Autor, kein verdammter Literaturspie\u00dfer. Diese Typen und ihr Doppelnull-Deutsch k\u00f6nnen mich mal! \u201c<br \/>\nEinige l\u00e4stern immer wieder \u00fcber den Literatur-Chaoten Frankie und seine Schreibe ab und sagen: \u201e Das kannst du echt nicht bringen! \u201c Scheint ihn aber nicht zu interessieren. Frank Gerber sieht das locker und sagt: \u201e Ich denke dann immer: Jetzt erst recht! Die meisten Autoren sind doch mega-out und echt voll spie\u00dfig. So unl\u00e4ssig \u2026 \u201c<br \/>\nFrank Gerber brachte auf seiner Aufsehen erregenden Website frankgerber.com viele von ihm neu erfundene Slangausdr\u00fccke, Wortspiele und Spr\u00fcche unter, die Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs der Deutschen wurden. Frank Gerber hat die deutsche Sprache modifiziert, er f\u00fchrte einen coolen Schreibstil ein, der stilpr\u00e4gend wurde &#8211; aber immer, wenn jemand wie er den Status quo durcheinanderbringt, ist das hart f\u00fcr die anderen, weil sie das Nachsehen haben. Gibt nicht wenige, die ihn mittlerweile nachmachen. Aber: Eine schwarze Sonnenbrille macht noch keinen Frank Gerber!<br \/>\n\u201e Frank Gerber ist deutsches Coolturgut! \u201c \u2013 das behauptet er ganz rotzfrech von sich selber und lacht dabei laut. Eine freche Klappe geh\u00f6rt auch nach all den Jahren immer noch zum Habitus.<br \/>\nGefragt, welchen guten Rat er f\u00fcr junge Autoren habe, sagt Frank Gerber: \u201c Viele fangen ja erst extremst sp\u00e4t mit dem Schreiben an. Aber wie sagte schon Freddy Chiller: \u201c Early \u00fcbt sich, was ein Master werden will. \u201c Es ist nicht unclever, wenn man sehr fr\u00fch mit dem Schreiben beginnt, ich begann mein literarisches Schreiben autodidaktisch bereits mit 10 Jahren. Meine Gedanken und Gef\u00fchle zu Papier zu bringen, Gedichte und Songtexte zu schreiben, das half mir. \u201c<br \/>\nViele Menschen dachten vielleicht, Frank Gerber kommt aus der kleinen Stadt Roswell im US-Bundesstaat New Mexico, wo er irgendwann bei dem sogenannten Roswell-Zwischenfall mit einem UFO abgest\u00fcrzt ist. Fakt ist aber, dass er aus der kleinen Hafencity Wilhelmshaven kommt, auch wenn er sich da immer wie ein Alien f\u00fchlte. Aufgewachsen in einfachen Verh\u00e4ltnissen in Wilhelmshaven, wusste der Smalltown Boy fr\u00fch, dass er Autor werden wollte: \u201eHatte echt keinen Bock auf das Leben meiner Alten. Ich wollte so\u2019n richtig cooles Leben. \u201c Die Enge und Tristesse der kleinen Provinzstadt nervte ihn total und er hoffte, als Autor da irgendwie rauszukommen. Der zehnj\u00e4hrige Frank probierte alles, um sich den Big Dream von einer eigenen Schreibmaschine zu erf\u00fcllen. \u201e F\u00fcr mich war arschklar: Ein Schriftsteller ohne Schreibmaschine ist wie ein Auftragskiller ohne Knarre! Weil ich so\u2019n Ding unbedingt haben wollte, machte ich diverse Jobs klar und sammelte zum Beispiel Altpapier. Ein harter Job, der mich echt ins Schwitzen brachte, aber Schwei\u00dfperlen sind ja der Schmuck der hart arbeitenden Malocher. Irgendwann nach der ganzen Maloche hatte ich dann die Kohle f\u00fcr \u2018ne gebrauchte Schreibmaschine zusammen. Auf dieser alten Schreibmaschine wurde schon bald ein Anschlag ver\u00fcbt. Schnelles Tippen auf der Tastatur mit 10-Finger-System hatte ich aber nicht drauf &#8211; zwei Mittelfinger mussten reichen. Bald darauf war klar, was ich werden wollte: The Best Schriftsteller Of The ganze Welt. \u201c<br \/>\nBescheidenheit ist echt seine St\u00e4rke!<br \/>\nDer junge Frank hat schon fr\u00fch seinen eigenen Kopf. Er will ab jetzt nur noch schreiben. Basta! Frank: \u201e F\u00fcr meine Alten war das brotlose Kunst, aber ich sagte frech: \u201e Wenn\u2019s hart auf hart kommt, fress\u2018 ich die Erdbeermarmelade auch ohne Brot! \u201c<br \/>\nFrank erinnert sich gerne an ein ganz besonderes Ereignis: \u201e Irgendwann, da war ich vierzehn oder so, hab ich mit \u201e La Mamma \u201c einen Shopppingbummel in der Marktstra\u00dfe von Wilhelmshaven gemacht und so\u2018n Album von Rockstar Udo Lindenberg gesehen. Ich hielt die Platte in der Hand, sah auf das Cover und meinte zu meiner lieben Mutter Grete: \u201e Du, irgendwann schreib ich mal mit diesem Typ zusammen Texte. \u201c Meine Mutter sch\u00fcttelte daraufhin nur mit dem Kopf und sagte milde: \u201e Nat\u00fcrlich, mein Junge. \u201c Vermutlich dachte sie damals, das ist so ein Spruch wie: \u201e Ich werd sp\u00e4ter mal Astronaut und flieg\u2018 zum Mond! \u201c<br \/>\nAn seiner Schule ist Frank ein absoluter Au\u00dfenseiter, eckt mit seiner rebellischen Art an. Eines Tages sprayte jemand \u201e I\u2019M TO COOL FOR THIS SCHOOL! \u201c an die Schulfassade. Der \u00fcbliche Verd\u00e4chtige trug nat\u00fcrlich Sonnenbrille und flog deswegen fast von der Penne. Zu Hause gab\u2019s auch immer Zeugnis-Zoff &#8211; \u201e Trouble machen: sehr gut \u201c stand da geschrieben. Schulkameraden berichten, Frank sei schon als Elfj\u00e4hriger irgendwie komplett anders gewesen und habe mit den ausgesto\u00dfenen Jungs in der Pause Zigaretten und Joints geraucht und v\u00f6llig stoned Gedichte rezitiert. Wenn er mal nicht blau macht, l\u00fcmmelt er im Klassenzimmer auf seinem Stuhl und kaut gelangweilt auf einem Kaugummi. Frank ist der coole Rebell der Schule.<br \/>\nFrank: \u201e Wer anders ist, wird schnell gedisst! Klar, ich war ein Au\u00dfenseiter, ich f\u00fchlte mich immer wie ein Alien auf diesem Planet. Das war schon in jungen Jahren so. Viele der anderen Kids haben sich mir gegen\u00fcber immer irgendwie merkw\u00fcrdig verhalten. Glaub, sie wollten mich nicht dabeihaben. Ich war ihnen einfach zu anders. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Schulzeit war f\u00fcr ihn die H\u00f6lle. Immer \u00f6fter biegt Frank darum vor dem Highway to Hell ab. Statt zur Schule zu gehen, streunt der wilde Junge immer \u00f6fter durch die Stra\u00dfen der Stadt. In kleinen B\u00fccherl\u00e4den und Plattenl\u00e4den h\u00e4ngt er lieber rum als in der Schule bei den anderen Kids. Daraufhin gibt es viele blaue Briefe und seine Eltern sind nicht gerade erfreut. \u201e Ich bin das schwarze Schaf der Familie \u201c, sagte Frank mir mal mit einem L\u00e4cheln. \u201e Als ich ein kleiner Junge war, haben meine Alten immer gern alle T\u00fcren ganz weit aufgerissen, in der Hoffnung, dass ich endlich von zu Hause weglaufe! \u201c<br \/>\nAuch sein gewollt punkiger Look kam bei den Lehrern nicht so gut an. \u201e Die and\u2018ren kamen mit dem Schulbus, Frank brachte die M\u00fcllabfuhr! \u201c, kommentierte er r\u00fcckblickend. In der Schule hat der unangepasste Frank Probleme, weil er als nonkonformistisch und rebellisch gilt. Mit Vorschriften hat er es n\u00e4mlich nicht so. Dabei will Frank \u00fcberhaupt nicht anecken. Er bricht die Konventionen, weil er einfach nur anders ist als die anderen. Vielen Lehrern ist er zu schr\u00e4g. Ein Vollchaot. Ein Superfreak.<br \/>\nMisstrauisch wird der Nachwuchsanarchist be\u00e4ugt, der sich zwar f\u00fcr Sprache und Literatur begeistert, aber keinen Bock hat, ein Schulroboter zu werden. Frank ist Punk \u2013 2 Jahre vor den Sex Pistols. Frank: \u201e Ich hatte, sprach die Leseratte, in der Penne lieber Deutsch statt Mathe! Eines Tages h\u00f6rte ich einen Pauker \u00fcber mich sagen: \u201e Aus dem wird nie was werden. Solche Typen landen in der Gosse. \u201c F\u00fcr eine Leseratte mit Kanalisationshintergrund sind das doch tolle Zukunftsaussichten, dachte ich und blieb ganz cool. Ansonsten schw\u00e4nzte ich meistens den Unterricht. Blaumachen war mein Hauptfach. Ich war schon mit 13 zu alt f\u00fcr diesen Schei\u00df. Zudem hatte ich ein Problem mit Autorit\u00e4ten. Nichts f\u00fcr mich. Musste darum oft nachsitzen, aber bei mir war das mehr ein <em>nachliegen<\/em>, weil ich eher der chillige Typ bin. Ich hab also clever getrickst und zog mein eigenes Ding durch. Das fand der eine oder andere Klassenzimmerdiktator nat\u00fcrlich nicht so komisch, die meisten Lehrertypen in der Penne waren keine Mitglieder im Frank Gerber Fanclub. Die wollten dort keinen, der einen eigenen Kopf hat. Mag sein, dass einige Sch\u00fcler der von den Paukern angebotene Stoff interessierte. Ich sah das aber total anders und dachte: Mein Dealer hat den besseren Stoff. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Das ist doch nicht etwa \u2013 oder doch? Die Brille dunkel, im Herzen ein Punk \u2013 wer kann das sein? Is\u2018 doch klar: Unser Frank! Nicht allzu oft sieht man ihn mit seiner illustren und schr\u00e4gen Entourage mit Cafe Latte und Apple-Laptop in einem der gut frequentierten Cafes am Poelchaukamp in Hamburg. Und wenn, dann ist Frank Gerbers markantes Gesicht meist hinter einer dunklen Designer-Sonnenbrille von Gucci versteckt. \u201e Das ist eine ganz spezielle Brille \u201c, lacht Frank. \u201e Diese Super-Sonnenbrille verleiht seinem Tr\u00e4ger Superhelden-F\u00e4higkeiten! \u201c<br \/>\nWer mit Frank Gerber durch Hamburg flaniert, erlebt einen Trip der besonderen Art. Der \u201e Herzhamburger \u201c kann zu jeder Stra\u00dfe eine tolle Geschichte erz\u00e4hlen. Frank bleibt kurz stehen und sagt: \u201e Sprechende Stra\u00dfen. Jede dieser Stra\u00dfen erz\u00e4hlt dir eine Story. Du musst nur genau hinh\u00f6ren! \u201c<br \/>\nFrank und ich sind mittlerweile wieder im Poelchaukamp unterwegs. Ganz in Schwarz gekleidet, schlendert er durch die Welt, als geh\u00f6rte sie ihm.<br \/>\nPl\u00f6tzlich schielt Frank \u00fcber den Rand seiner Sonnenbrille und dreht sich nach einer jungen Blondine mit gro\u00dfen Airbags um &#8211; die so scharf aussieht, als h\u00e4tte sie in Russ Meyers <em>Supervixens<\/em> mitgespielt &#8211; und knallt dabei fast gegen einen Laternenmast. Vermutlich w\u00e4ren Russ Meyer und Frank Gerber heute <em>Busenfreunde<\/em>.<br \/>\nFrank muss lachen.<br \/>\nH\u00f6rt ein Panther jemals mit dem Jagen auf?<br \/>\nWir machen einen Boxenstopp, g\u00f6nnen uns irgendwo drau\u00dfen am Tisch einen kleinen Snack im Stehen. Ich setze meine Jackie-O.-Sonnenbrille ab und h\u00f6re Frank weiter interessiert zu, w\u00e4hrend ich gen\u00fcsslich eine Lucky Strike nach der anderen smoke. Ich finde alles superspannend. Um ihn herum stehen einige seiner Freunde. Fast so wie die J\u00fcnger um den Heiland. Nach und nach kommen immer mehr dazu, vom Fotografen bis zum distinguierten Creative Director einer renommierten Werbeagentur &#8211; und irgendwie lenken die Gerberianer uns leider ein wenig von unserem Interview ab.<br \/>\nDer \u201e Cap-tain \u201c schiebt das schwarze Basecap mit StarStatement-Logo tief ins Gesicht und sagt zu mir doppeldeutig: \u201e Das geht ganz klar auf meine Kappe. Sorry. \u201c<br \/>\nEin paar Minuten scheint alles gekl\u00e4rt und wir sind wieder allein. Dachte ich zumindest f\u00fcr einen Moment. Pl\u00f6tzlich steht neben Frank n\u00e4mlich ein junger Mann mit langen Haaren und einem schwarzen Gitarrenkoffer.<br \/>\n\u201e Bleib cool, Baby! \u201c, lacht Frank. \u201e Oder glaubste, der Typ hier holt aus seinem Gitarrenkoffer gleich die Maschinenpistole \u2013 und ratatatata! Vielleicht so wie in dem Thriller \u201e El Marichai \u201c von Robert Rodriguez? \u201c<br \/>\nWir m\u00fcssen lachen und der junge Mann stellt sich mir als Diego vor. Er ist Songschreiber und Frank und Diego umarmen sich herzlich wie alte Freunde.<br \/>\nFrank schaut eine Weile auf die belebte Stra\u00dfe und erz\u00e4hlt dann ruhig weiter: \u201c Am Lappy, aber happy! Manchmal brauch ich einfach das giga-geile Gef\u00fchl von Leben um mich herum, dann h\u00e4ng ich hier als Chillout-Champ irgendwo mit dem Laptop in einem Stra\u00dfencaf\u00e9 ab. Er h\u00e4ngt in Caf\u00e9s rum, der coole Dichter \u2013 und nachts, da locken die Gro\u00dfstadtdlichter! In Hamburg sitze ich auch gern drau\u00dfen im legend\u00e4ren \u201e Caf\u00e9 Paris \u201c an der Rathausstra\u00dfe 4 und genie\u00dfe die coole Atmo. Gibt nichts Besseres f\u00fcr mich, als da mit den Flaneuren ins Gespr\u00e4ch zu kommen und ein bisschen zu quatschen. Ich bin ja so\u2019n echter Asphalt-Autor und h\u00e4ng viel auf der Stra\u00dfe rum. \u201c<br \/>\nDer Star Statement-Boss spricht so ruhig und leise, als ob er alle Zeit der Welt h\u00e4tte. Frank trifft viele Menschen, beobachtet sie im Strom der Zeit. Er nippt dann an seinem Cafe Latte. Ganz entspannt. Frank ist zwar kein Franzose wie sein Lieblingschansonnier Serge Gainsbourgh, aber das Savoir Vivre hat auch er im Repertoire. Er l\u00e4sst sich auch von Passanten auf der Stra\u00dfe inspirieren, wenn er in Hamburger Cafes sitzt. Der deutsche Journalist und Schriftsteller Erich K\u00e4stner brachte \u00fcbrigens seine Ideen auch lieber im Cafe zu Papier statt im Office oder zu Hause. Frank: \u201e Wer macht seinen Job denn noch im B\u00fcro? Im B\u00fcro abh\u00e4ngen ist so 1980! Wozu gibt\u2019s denn heute Laptops und Smartphones? \u201c<br \/>\nSuperl\u00e4ssig h\u00e4ngt Frank manchmal auch mit einem Laptop auf dem Tisch drau\u00dfen bei \u201e Bobby Reich \u201c ab und nennt das \u201e Schreibtisch mit Alsterblick \u201c. Er stehe auf die \u201e angesagte Alster-Atmo \u201c und halte das typische B\u00fcro f\u00fcr \u201e obsolet \u201c, sagte er mir einmal. Am liebsten schreibt Frank aber in irgendwelchen Bars: \u201c Locker vom Barhocker. Immer locker und relaxed \u2013 so schreib ich \u2018nen coolen Text! So hat das vor mir schon ein weltber\u00fchmter Kollege gemacht. \u201c<br \/>\n\u201c Echt jetzt? \u201c, frage ich.<br \/>\n\u201c Aber ja! \u201c, antwortet Frank. \u201e Mal ganz im Ernest: Hemingway! Der gro\u00dfe amerikanische Super-Schriftsteller Ernest Hemingway hat auch so manches B\u00fcchlein in Bars geschrieben. Zum Beispiel in der kleinen Bar \u201e El Floridita \u201c in Kubas pulsierender Hauptstadt Havanna. \u201c<br \/>\nDie Zeit fliegt nur so dahin, pl\u00f6tzlich piept mal wieder sein Smartphone: Die Pflicht ruft, aber der Gute h\u00f6rt nix, weil er inzwischen lieber wieder angesagte Kopfh\u00f6rer der Marke Beatz by Dr. Dre tr\u00e4gt. Frank schreibt nebenbei an einem neuen Songtext mit dem Titel \u201c Das mit uns ist genau mein Ding \u201c. Das ist sein Metier. Irgendwie gelingt es ihm gleichzeitig, The Rolling Stones in voller Lautst\u00e4rke zu h\u00f6ren. Beim Schreiben h\u00f6rt er fast immer die Stones: \u201c Dr\u00f6hnend laut, mit Kopfh\u00f6rern, das kickt mich voll! \u201c<br \/>\nFrank Gerber ist ein Typ f\u00fcr sich. Wenn er schreibt, macht er das eben auf seine Weise: Bei Frank Gerber ist eben alles anders. Er ist eben sehr speziell. Ein verhaltensorigineller Typ. Irgendwann nimmt Frank die Kopfh\u00f6rer wieder ab. \u201c Voil\u00e1 \u201c, sagt Frank freudestrahlend, als er mir den neuen Text zeigt: \u201e Ist das ein Meisterwerk oder was? \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ich hab\u2018 viel im Leben durchgemacht:<br \/>\nSo manche wilde Partynacht!<br \/>\nIch hab\u2018 auch sehr viele Frau\u2019n getroffen<br \/>\nMir auch manche noch sch\u00f6ner gesoffen<br \/>\nEy, ich wusste nie, wohin das Schicksal mich f\u00fchrt<br \/>\nDas Thema Liebe: Es ist kompliziert \u2026!<br \/>\nIch kann davon nicht nur ein Lied singen &#8211;<br \/>\nIch kann davon ein ganzes Album rausbringen \u2026<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Aber, Baby \u2026<br \/>\nDas mit uns ist genau mein Ding<br \/>\nIch wei\u00df genau, wie das mit uns anfing<br \/>\nMein Auftritt war nich\u2018 grad hollywoodreif<br \/>\ndoch ich sagte ganz cool: Shit happens, that\u2019s life!<br \/>\nEgal, was passiert \u2013 ich werd dich retten<br \/>\nDarauf kannst du deinen s\u00fc\u00dfen Arsch verwetten.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Detailliert erz\u00e4hlt Frank mir dann, wie man einen verdammt guten Text oder einen verdammt guten Songtext schreibt: \u201c Wow me! Beeindrucke mich! Ey, das Wichtigste beim Schreiben ist: Brich alle Regeln! Es wird aufregend, wenn du die Gesetze brichst. Manchmal ist es auch Detektivarbeit a la Sherlock Holmes oder man muss wie ein investigativer Journalist knallharte Recherche betreiben. Und \u00fcber allem sollte stets der Hauch von Wahnsinn schweben, yeaaaaah, man sollte Aristoteles im Kopf haben: \u201e Kein gro\u00dfer Geist hat ohne einen Hauch von Wahnsinn je existiert! \u201c Manchmal verwandele ich mich nachts beim Schreiben dann auch in \u201e Gonzo Gerber \u201c \u2013 und verkleide mich auch mal mit Angel-Hut, Zigarettenspitze und gelber Pilotenbrille als Gonzo-Journalist Hunter S. Thompson, der mit \u201e Fear and Loathing in Las Vegas \u201c ein echtes Kultbuch schrieb, wie ich dir bereits verklickerte. Mein prim\u00e4res Ziel ist es immer, in neue Dimensionen vorzusto\u00dfen und mit viel Liebe zum Detail stets Einzigartiges zu schaffen. Mit Johnny macht man Cash: Das ist die Mona Lisa unter den Songtexten. Ultimativst \u00fcberirdisch! So \u2018ne Zeile ist 1 Million Dollar wert. Hey, ich bin gut. Standing Ovations f\u00fcr mich. \u201c<br \/>\nIch frage: \u201c Wartest Du immer auf den Musenkuss? \u201c<br \/>\nFrank f\u00e4hrt l\u00e4chelnd mit seiner rechten Hand kurz \u00fcber seinen \u201e Drei-N\u00e4chte-Bart \u201c und antwortet: \u201c Ein K\u00fcsschen von der Muse ist ganz nett. Aber mit Zunge kommt das noch geiler. Yeah \u2013 der Musenkuss ist f\u00fcr mich ein absolutes Muss! Ich geh\u2018 da wie so\u2019n Rocker ran \u2013 ich geh\u2018 die Sache locker an! Es gibt keine Deadline, bis wann ein Text fertig sein soll. Habe alle Zeit der Welt. Manchmal l\u00e4sst man sich von der Muse knutschen oder wird von einem G\u00f6tterfunken inspiriert. Bei dem Top-Text \u201c Mit Johnny macht man Cash \u201c hatte ich zuerst nur das Sujet im Kopf. Danach lag ich irgendwann cocktailschl\u00fcrfend in \u2018ner H\u00e4ngematte unter Palmen am t\u00fcrkisblauen Meer und schaute in den roten Sonnenuntergang \u2013 und zack, pl\u00f6tzlich kam die geile Zeile. Dann griff ich cool wie einst Goethe zur Feder: Immer sch\u00f6n crazy, denn: Normal kann jeder! \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Hast mir mal erz\u00e4hlt, dass es Texte gibt, an denen du \u00fcber Jahre immer wieder dran warst.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Kann passieren. Manchmal bin ich aber auch der Turbo-Texter. Manche Sachen entstehen auch verdammt schnell und ich wei\u00df: Nur 1 Tag, dann ist Rom erbaut!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Du hast ein vollst\u00e4ndig neues \u201e Wowkabular \u201c eingef\u00fchrt.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Fast alle anderen Autoren haben \u2018ne ziemlich Normalo-Schreibe drauf: Total entcoolisiert. Ich wollte den Sound der Stra\u00dfe und den Dreck und den Rock \u2018n Roll da reinbringen, alles \u2018ne Ecke cooler machen. Nur die geilen Zeilen!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Was ist es f\u00fcr ein Feeling, wenn du einen Text vollendet hast?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Ich freu mich dann wie einst der italienische Maler Leonardo da Vinci nach dem letzten Pinselstrich auf seinem Meisterwerk <em>Das<\/em> <em>letzte<\/em> <em>Abendmahl<\/em>. Meine Texte sind ja auch Kunstwerke, Kunst zum Lesen.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Der englische Dramatiker und Lyriker William Shakespeare hat einmal gesagt: Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist, dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spa\u00df macht. Gibt Menschen, die glauben, dass Du auf deiner Website eine Rolle spielst.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Die Rolle als Internetsuperman, oder was? Der Internetsuperman, der im I-Net voll auf die Sahne haut, aber im realen Leben sch\u00fcchtern wie Clark Kent ist. N\u00f6, das ist keine Rolle, die ich spiele, sondern ein Teil von mir. Ich formulier\u2018 nur manchmal die Dinge so\u2019n bisschen knalliger. Gerbertainment. Ich geb\u2018 den Gerbertainer. Wenn\u2018s einigen Leuten nicht gef\u00e4llt, so what? I don\u2019t give a fuck!<br \/>\n( \u201e <em>Mir<\/em> <em>und<\/em> <em>vielen<\/em> <em>anderen<\/em> <em>Fans<\/em> <em>gef\u00e4llt<\/em> <em>es<\/em> \u201c, <em>stelle<\/em> <em>ich<\/em> <em>klar<\/em> <em>und<\/em> <em>klaue<\/em> <em>eine<\/em> <em>von<\/em> <em>Frank<\/em>\u2019<em>s<\/em> <em>Zigaretten<\/em>.)<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Really? Freut mich, dass Sie das sagen, Madame Kainka. Ich werd Sie in meiner Rede erw\u00e4hnen, wenn ich den Literatur-Nobelpreis in Stockholm erhalte.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>OMG! ( OH MY GERBER! )<br \/>\nSmart, stilvoll \u2013 immer mit einem Augenzwinkern. Denn Gerber nimmt sich auf angenehme Weise selbst nicht so ernst, was sympathisch ist. Den Nobelpreis f\u00fcr \u201e Popp-Literatur \u201c will der \u201e Popp-Literat \u201c abgreifen &#8211; und ich stelle mir Frank mit dem Nobelpreis in der Hand gerade vor und denke: Ein extrem schr\u00e4ger Nobelpreistr\u00e4ger!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Frank Gerber ist es gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen. Aber ab und zu m\u00f6chte er auch mal sitzen. Zum Beispiel im Cafe. Bevor wir weiter talken, m\u00f6chte sich der Kaffeejunkie Frank noch seine t\u00e4gliche Dosis in dem legend\u00e4ren \u201c Cafe Canale \u201c holen. Er smiled mich an und sieht auf seine zwei markanten Schweizer Armbanduhren: \u201c Wir sind jetzt schon f\u00fcnf Min\u00fctchen over time \u2026! Mrs. Peel, wir werden gebraucht. \u201c<br \/>\nOkay, ich trage zwar keinen knallengen Leder-Catsuit wie Emma Peel, aber ich nicke zustimmend. Mit Stil, Charme und Melone spaziere ich neben ihm her, bis wir nach wenigen Minuten im trendigen Cafe im Poelchaukamp ankommen. Mr. Steed setzt die dunkle Sonnenbrille ab, bestellt uns h\u00f6flich zwei Kaffee plus kleine T\u00f6rtchen. Kurz darauf nippt er l\u00e4ssig an seinem herrlich duftenden Latte Macchiato. \u201eWas f\u00fcr\u2019n supersch\u00f6ner Tach! \u201c, schw\u00e4rmt Frank und legt sein Smartphone auf den Tisch. Es ist stummgeschaltet, doch auf dem Display poppen Nachrichten nahezu im Sekundentakt auf, ein endloser Strom aus Daten und Informationen.<br \/>\nFrank greift sich uninteressiert so ein Revolverblatt und bl\u00e4ttert darin. Dann schnappt er sich eine andere Zeitung und schl\u00e4gt das Feuilleton auf. Der herrliche Duft frischen Kaffees steigt in mein goldenes N\u00e4schen und ich trinke einen kleinen Schluck und entdecke dann am Tisch direkt nebenan mehrere Promis. Sie unterhalten sich \u00fcber die Reichen und die Sch\u00f6nen. \u00dcber das Sex Tape von der Lifestyle-Ikone Paris Hilton. \u00dcber eine bevorstehende Promihochzeit. \u00dcber einen prominenten Quizmaster, der ein <em>Hardwareproblem<\/em> hat, aber zum Gl\u00fcck gibt es ja in unserer modernen Zeit <em>Pornflakes<\/em>. \u201e VIPoelchaukamp \u201c, nannte der Autor Frank Gerber den angesagten Poelchaukamp im noblen Hamburg-Winterhude einmal, weil er bekannt ist f\u00fcr seine extrahohe Promi-Dichte. Der Poelchaukamp wurde in kurzer Zeit zum coolen Hotspot, vor allem f\u00fcr die Hipster-Crowd.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Schwarze Sonnenbrille, Zigarette oder Zigarre l\u00e4ssig im Mundwinkel, Adresse im Hamburger Poelchaukamp: Ja, da wei\u00df sofort jeder, wer damit gemeint ist, n\u00e4mlich Frank Gerber, der direkt in Winterhude seine geheime Kommandozentrale hat.<br \/>\nNumber 19. Die wohl bekannteste Hausnummer im Poelchaukamp ist f\u00fcr viele die Nr. 19. Eine Stunde sp\u00e4ter \u00f6ffnet sich wieder die T\u00fcr zur ber\u00fchmten Star Statement-Zentrale, die sich durch typisch hanseatisches Understatement auszeichnet. Lediglich ein visitenkartengro\u00dfes Schild neben der T\u00fcr verr\u00e4t, dass sich hier wirklich das geheime \u201e HQ 19 \u201c befindet. Und nur Wenigen ist es verg\u00f6nnt, einmal hinter die Kulissen schauen zu d\u00fcrfen. Wenn Frank Gerber die heiligen Pforten zu seinem Headquarter \u00f6ffnet, dann ist das schon etwas Besonderes.<br \/>\nDort hei\u00dft es: \u201e Safety first \u201c. Zwei athletische \u201e Buddy-guards \u201c ( O-Ton Frank ) lassen uns herein. Beide Gro\u00dfstadt-Gorillas tragen eine schwarze Basecap mit der Aufschrift <em>Star<\/em> <em>Statement<\/em> <em>Security<\/em>. Mit ihren schwarzen Prada-Anz\u00fcgen und Headsets sehen sie aus wie die Bodyguards des amtierenden US-Pr\u00e4sidenten.<br \/>\nMiles Davis als \u201c Ger\u00e4uschcoolisse \u201c: Es l\u00e4uft der Soundtrack zum Biopic \u201c Miles Ahead \u201c. Wir sitzen nun im \u201c Spaceship \u201c, dem stilvoll eingerichteten Headquarter nahe der von ihm geliebten Alster. Heute lebt Frank in der Elbmetropole \u2013 wenn der moderne Gro\u00dfstadtmann nicht gerade um die Welt jettet. Frank: \u201e Living in the City \u2013 voll mein Ding! Frische Stadtluft und so. Ich lebe gerne in der Gro\u00dfstadt \u2013 und ich muss ja bei meinem Job auch m\u00f6glichst schnell zum Airport kommen. Das geht zum Gl\u00fcck von hier problemlos in circa 15 Minuten. \u201c<br \/>\nDas neue Headquarter von StarStatement.com liegt geografisch in bester Lage im begehrten Hamburger Nobelviertel Winterhude im Poelchaukamp 19, nur wenige Schritte von der wundersch\u00f6nen Au\u00dfenalster und der feinen Bellevue entfernt. Eine gute Adresse. Frank: \u201c Ich sage immer: Poelchaukamp 19 ist wie Downing Street 10 in London. Diese Adresse kennt jeder in der Stadt. \u201c<br \/>\nFrank im \u201c Jugend \u201c-Wahn: Das futuristische und komplett durchgestylte Office befindet sich in einem repr\u00e4sentativen und denkmalgesch\u00fctzten JUGENDstilhaus, Baujahr 1900, das mich immer ein wenig an Goethes Wohnhaus in Weimar erinnert.<br \/>\nDie T\u00fcr geht auf, Ghost kommt herein. \u201e Frank, Yamamoto aus Tokio hat angerufen. \u201c<br \/>\n\u201e Sag ihm bitte, dass ich mich morgen bei ihm mailde! \u201c<br \/>\nGhost schenkt uns ein kleines h\u00f6fliches L\u00e4cheln und verl\u00e4sst wieder den Raum.<br \/>\nFrank Gerber sitzt l\u00e4ssig mit den F\u00fc\u00dfen auf dem Schreibtisch im HQ und schaut kurz auf den Computer-Monitor. Vor ihm liegt ein gro\u00dfer Stapel Briefe, daneben Dutzende neuer B\u00fccher und der kommerziell enorm erfolgreiche Weltbestseller <em>Der<\/em> <em>kleine<\/em> <em>Prinz<\/em> von dem gro\u00dfen franz\u00f6sischen Schriftsteller Antoine De Saint-Exup\u00e9ry: \u201e Dieses Buch hat mich sehr getouched und ist ein zeitloses Pl\u00e4doyer f\u00fcr Freundschaft und mehr Menschlichkeit \u201c, sagt Frank. Auf dem Schreibtisch liegt auch das Buch \u201e Udo Lindenberg \u2013 St\u00e4rker als die Zeit \u2013 Die Stadiontour, fotografiert von Tine Acke \u201c mit pers\u00f6nlicher Widmung des ber\u00fchmten Rockstars: \u201e F\u00fcr meinen Freund, Inspirator und Text-Geheimrat u. Co-Autoren, den gro\u00dfartigen Frank Gerber. ThanXXL, Dein 4ever Udo. \u201c<br \/>\nWow! Die goldenen Worte eines Rockstars. Mehr geht nicht. Ich ziehe mein Smartphone heraus und mache ein Foto davon.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u201e Zeit f\u00fcr die Fanpost \u201c, sagt Frank und \u00f6ffnet einen der vielen Briefe. Dann greift er zu seinem Montblanc-F\u00fcllfederhalter mit Goldfeder und macht sich akribisch Notizen. Zwischendurch ist er immer wieder am smartfonieren. Zum Gl\u00fcck ist er multitaskingf\u00e4hig, kann nebenbei auch noch meine Fragen beantworten.<br \/>\n\u201c Hast du mal mit dem Gedanken gespielt, woanders zu leben als in Hamburg? \u201c, will ich wissen.<br \/>\n\u201e Wieso fragste? \u201c<br \/>\n\u201e Weil du neulich nachts im Taxi mal von einem schicken Designer-Loft in New York City gesprochen hast. Hast gesagt, dass dir das neue New Yorker Luxusviertel Hudson Yards sehr gef\u00e4llt. Au\u00dferdem hast du mir gesagt, du stehst nicht auf Nationen und f\u00fchlst dich als Kosmopolit. \u201c<br \/>\n\u201c Mein Zuhause ist der ganze Planet \u201c, antwortet Frank und legt sein Smartphone beiseite. \u201c Du wei\u00dft ja, ich bleib nirgendwo lange. Ich steh\u2018 nicht drauf, lange Zeit an einem Ort rumzuh\u00e4ngen. Unterwegssein ist mein Ding! Ich hab aber nicht vor nach New York City zu ziehen. Aber vielleicht sollte ich da \u2018ne kleine Dependance aufmachen \u2013 in einem der schwindelerregend hohen Wolkenkratzer im Viertel Hudson Yards vielleicht. Der totale Eyecatcher im angesagten Stadtviertel Hudson Yards ist \u00fcbrigens das Kunstwerk The Vessel , das Gef\u00e4\u00df von Thomas Heatherwick, Star-Designer aus Gro\u00dfbritannien. Wei\u00dfte, ich w\u00e4r\u2018 in vielen St\u00e4dten ganz happy. K\u00f6nnte mir auch vorstellen, dass ich wie einst der franz\u00f6sische Sonnenk\u00f6nig Ludwig XIV. mit einem kompletten Hofstaat im prachtvollen Ch\u00e2teau de Versailles residiere. Aber Hamburg flasht mich total. Das hammergeile Hamburg ist f\u00fcr mich einfach die Happinesshauptstadt und der Place to be. Winterhude \u2013 das is\u2018 im Moment meine Hood. Winterhood sozusagen. Die Leute hier sind gechillt und nett. Die neue Star Statement-Zentrale in Winterhude ist mittlerweile ein angesagter K\u00fcnstlertreff so wie fr\u00fcher Andy Warhol\u2019s Factory. Hier gehen aber nicht nur Promis ein und aus, sondern alle m\u00f6glichen Leute, Kreative aller Art \u2013 hier ist immer Action! Poelchaukamp Power! Die Gerberologen pilgern in Scharen in den Poelchaukamp. Hier in meinem K\u00f6nigreich genie\u00dfe ich nachts aber auch manchmal die Ruhe und find Inspiration, um neue Ideen f\u00fcr Star Statement zu entwickeln. Eigentlich hab ich hier fast alles. Fehlt nur noch der Heliport f\u00fcr den Helicopter. \u201c<br \/>\nNachdenklich an seiner Cola Light nippend schaut Frank aus dem Fenster auf die Gesch\u00e4fte auf der anderen Stra\u00dfenseite. Um nicht auf dem Pr\u00e4sentierteller zu sitzen und seine Privatsph\u00e4re zu sch\u00fctzen, hat der \u201e N\u00e4chtebuch-Schreiber \u201c nachts die Jalousien meist komplett heruntergezogen.<br \/>\n\u201e F\u00fcr viele ist der Poelchaukamp ein Traum \u201c, sagt Frank \u00fcber die begehrte Lage und steckt sich eine gro\u00dfe Zigarre in den Mund. \u201e Der Poelchaukamp liegt ja hier im S\u00fcden von Winterhude und ist f\u00fcr mich eine der sch\u00f6nsten Stra\u00dfen. Ich kann leben, wo andere Urlaub machen. Au\u00dferdem f\u00fchl ich mich im Poelchaukamp so sicher wie die Royals im Buckingham Palace.\u2018Ne Ewigkeit hab ich nach so einem Ort gesucht. War nicht leicht, eine ad\u00e4quate Location zu finden. F\u00fcr mich gibt\u2019s derzeit keine coolere Homebase als Hamburg. Hamburg ist Home-Burg. Mit 14 oder so bin ich zum ersten Mal nach Hamburg getrampt und war sofort schock-verliebt und dachte: Hamburg sehen und bleiben! Hamburg ist heute eine hippe Metropole \u2013 mit szenigen Cafes und moderner Architektur wie zum Beispiel das neue Luxushotel The Fontenay Hamburg oder der geplante Elbtower oder die Elbphilharmonie in der HafenCity, die bestes Elbetainment am Start hat. Oder besser gesagt: Elphitainment. Ich liebe die wundersch\u00f6ne Alster, den Hafen, die Herzlichkeit der Menschen und die Weltoffenheit der Stadt. OKchen, ich lieb\u2018 auch so wunderbare St\u00e4dte wie zum Beispiel Paris, London, Rom, Moskau, Peking, M\u00fcnchen, Wien, Tokio und vor allem die Mega-Metropole New York City mit den gelben Taxis und den bunten Neonreklamen am Times Square und dieser atemberaubenden Skyline bei Nacht. Die Stadt, die niemals schl\u00e4ft, sieht im Moment allerdings ein bisschen m\u00fcde aus. Aktuell sitz ich darum lieber hier als in einem exklusiven Star Statement Skyscraper an der Fifth Avenue. Wei\u00dfte, neulich kam ich mit einer netten Deern aus New York zur\u00fcck. Der Flieger war im Landeanflug auf Hamburg. Ich nahm die St\u00f6psel meines iPod aus den Ohren, kiekte aus\u2018m Fenster runter auf die Stadt und pl\u00f6tzlich fielen mir die ersten Zeilen f\u00fcr einen neuen Songtext ein: In New York sagt man nicht Moin. Noch \u2018n Grund, sich auf Hamburg zu freu\u2019n! \u201c<br \/>\nDie edel gestylte Hightech-Zentrale in Number 19 gleicht fast einer Kulisse aus einem neuen James-Bond-Film, dem smarten britischen MI6-Agenten w\u00fcrde es hier sehr wahrscheinlich gefallen: Mit den \u00fcberall herum liegenden Tablets oder mit dem privaten Smartphone l\u00e4sst sich nahezu die komplette Star Statement-Zentrale steuern. Das \u00e4sthetische Interieur ist sehr hochwertig und ausgesprochen geschmackvoll gew\u00e4hlt. Frank: \u201c Was die R\u00e4ume angeht, in denen ich lebe, bin ich schon immer ein \u00c4sthet gewesen. Ich mag einfach sch\u00f6ne Dinge um mich herum. Aber ich kann auch gut auf alles verzichten. \u201c<br \/>\nEr erz\u00e4hlt, er sei mit nur einem Koffer nach Hamburg gekommen. Mehr brauche er nicht.<br \/>\nFrank greift nach dem \u201c Couch Commander \u201c ( Fernbedienung ) und schaltet den riesigen FlatScreen ein, der vis-a-vis an der stuckverzierten Wand h\u00e4ngt. Schnell zappt er durch alle Programme. Bei MTV bleibt er kurz h\u00e4ngen. Nimmt die Sonnenbrille ab, sieht mir tief in die Augen und spricht langsam mit heiserer, leiser Stimme, die mich an Marlon Brando in \u201e Der Pate \u201c erinnert: \u201c Elvis Presley griff in seiner Villa Graceland in Memphis-Tennessee gerne zum Revolver und ballerte auf den Fernseher, wenn dort ein Scheiss-Programm lief, das ihn abt\u00f6rnte. Elvis hatte ja Kohle ohne Ende und hat am n\u00e4chsten Tag einfach \u2018nen neuen Fernseher bestellt. Kein Ding f\u00fcr den King! \u201c<br \/>\nIn einem der gro\u00dfen R\u00e4ume sind zahlreiche Designer-Chromst\u00fchle mit schwarzen Ledersitzfl\u00e4chen und R\u00fcckenlehnen um einen gro\u00dfen Konferenztisch herum gruppiert. An jedem Platz auf dem Konferenztisch liegt eine edle Dokumentenmappe mit japanischen Schriftzeichen und auf der steht in Versalien rot und gro\u00df \u201c Top Secret \u201c. Und neben jeder Dokumentenmappe liegt zudem eine schwarze Sonnenbrille: \u201c Wenn wir ein Meeting haben, setzt jeder eine dunkle Sonnenbrille auf. Dunkle Sonnenbrillen f\u00fcr helle K\u00f6pfe. \u201c<br \/>\nSchaut man sich genauer im Office um, k\u00f6nnte man denken, Karl Lagerfeld, The Men In Black, Ray Charles und die Blues Brothers waren mal zu Besuch, aber das sind alles Frank Gerber\u2019s Sonnenbrillen!<br \/>\nFrank zieht ein graviertes, silbernes Zigarettenetui aus seiner Tasche, schiebt sich l\u00e4ssig eine Marlboro Light zwischen seine Lippen und steckt sie mit einem Klicken seines futuristischen Flammenwerfers an. Dann steht er auf, schlendert in Slow-Motion mit seinem typisch l\u00e4ssigen Raubtiergang zum gigantischen \u201c Coolschrank \u201c aus Edelstahl und \u00f6ffnet die T\u00fcr. \u201e Was darf\u2019s denn sein? Cocaine or Champagne? \u201c fragt Frank und zeigt mir einen Energydrink mit dem Namen \u201e Koks \u2013 Pure White Energy \u201c. Auf meinen Wunsch nimmt der \u201e coole Gastge(r)ber \u201c eine Flasche Champagner aus dem begehbaren K\u00fchlschrank heraus, holt zwei Gl\u00e4ser und l\u00e4sst die Korken knallen. Wir sto\u00dfen an, er sagt: \u201c Cheers \u2013 sprach schon Britney Spears. \u201c<br \/>\nIn einer Ecke sehe ich eine alte Wurlitzer Jukebox aus den Sixties, die vorher vermutlich in einem American Diner stand. Mein Blick f\u00e4llt dann auf eine \u00fcberdimensional gro\u00dfe Schwarzwei\u00df-Fotografie von Frank an der Wand. \u201c Manche sagen, ich w\u00e4re narzisstisch. Frisch selbstverliebt \u2013 ja! Aber narzisstisch? Ich doch nicht! \u201c, lacht Frank.<br \/>\nPl\u00f6tzlich vibriert sein Smartphone und signalisiert den Eingang einer SMS. \u201e Das ist Mad Max \u201c, sagt Frank. \u201e Hat mir gesimst, dass er mit ein paar Kumpels rumkommt. Max ist cool. Starker Typ! \u2018n Typ wie Elyas M\u2019Barek in dem Film <em>Fack<\/em> <em>yu<\/em> <em>G\u00f6hte<\/em>. Er ist Ingenieur und hat die besten Connections. Wir h\u00e4ngen gleich alle ein bisschen ab. Du, Icke und die ganze schicke Clique. \u201c<br \/>\nFrank erz\u00e4hlt, auf dem Bootssteg an der Alster soll relativ bald das geheimnisvolle U-Boot von Kapit\u00e4n Nemo, die Nautilus, liegen. Er zeigt mir den <em>Contract<\/em> und die geheimen Pl\u00e4ne und sagt: \u201e Top Secret: For your eyes only! \u201c<br \/>\nDas sind keineswegs nur die FUNtasien eines durchgeknallten Autors oder eine \u201e verr\u00fcckte Idee \u201c von Frank Gerber, denn er arbeitet mit hochqualifizierten Ingenieuren wie Max ernsthaft daran.<br \/>\n\u201e Das Ding zieh\u2018 ich zusammen mit Max durch, wir machen fifty-fifty. Haben wir im letzten Jahr so abgemacht. Es gab ein Gentlemen\u2019s Agreement. Das wird \u2018ne gro\u00dfe Touristenattraktion f\u00fcr Hamburg. Zugegeben, man wird keine 20.000 Meilen unter dem Meer damit reisen k\u00f6nnen, aber immerhin einmal durch die Alster. Die drei Musketouris und viele andere werden aus aller Welt anreisen. That\u2019s the heezy for sheezy! Das ist der Shit! Aber pssst, das ist noch top secret! \u201c, fl\u00fcstert Frank und zwinkert mit dem rechten Auge. Dann macht er es sich bequem. Liest Marvel-Comics, w\u00e4hrend er auf Max wartet.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Nach einer Weile ert\u00f6nen Stimmen vor der T\u00fcr. Max und seine Kumpels sind in der Star Statement-Zentrale eingetroffen. Wir kriegen mit, wie er mit <em>Ghost<\/em> spricht. \u201e I have an appointment with Mr. Gerber \u201c, h\u00f6ren wir von drau\u00dfen seine Stimme.<br \/>\nDann kommt Max mit seiner Entourage rein. Er tr\u00e4gt eine stylische Apple Watch und die auff\u00e4llige Basecap \u201e Skull \u201c von Philippe Plein und teure italienische Slipper. Er sieht uns strahlend mit seinen stahlblauen Augen an. Er kommt gerade vom Karibikurlaub auf der Jetset-Insel St. Barth zur\u00fcck und ist sonnengebr\u00e4unt.<br \/>\n\u201e Hey, schmei\u00dft eure Klamotten irgendwo hin. Ihr Jungs braucht sicher erstmal einen Welcome-Drink! \u201c, lacht Frank und mixt routiniert die Martinis.<br \/>\nAufgewachsen im italienischen Florenz, lebt der schwarzgelockte Ingenieur Max seit fast 20 Jahren in einem imposanten Stadthaus aus dem 19. Jahrhundert in Hamburg \u2013 mit schusssicheren Fenstern, Luxus-Pool, Designer-M\u00f6beln und viel Marmor aus Italien. Wir nippen alle an unseren Drinks und der Zigarren-Connaisseur Max reicht uns Zigarren: \u201e Teure Dinger \u2013 100 M\u00e4use das St\u00fcck! \u201c. Es ist eine lockere, entspannte Atmosph\u00e4re und Frank f\u00fchlt sich sichtlich wohl. Zwischen Frank und Max stimmt die Chemie, auch wenn keine synthetischen Drogen im Spiel sind. Die Art, wie die Jungs miteinander reden, finde ich spannend. So was kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen, aus Mafia-Serien wie <em>The<\/em> <em>Sopranos<\/em>.<br \/>\nFrank Gerber ist gerade unterwegs im Cyberspace, der Meister tr\u00e4gt eine futuristische Virtual-Reality-Brille und sieht sich hocherfreut seine neue Erfindung an &#8211; und nach einigen Minuten setzt er die Brille ab und sagt mit einem L\u00e4cheln: \u201c Ladies und Gentlemen, ich pr\u00e4sentiere Ihnen eine Sensation! Wie sp\u00e4t ist es? Zeit, an die Zukunft zu denken! Das hier ist keine Science-fiction, sondern eine Demonstration des spektakul\u00e4ren Superprojekts \u201c Wiederauferstehung \u201c. Ich mach mich n\u00e4mlich unsterblich! Ikonen klonen \u2013 das ist das Ding! Die Menschen sterben schnell \u2013 doch ich leb\u2018 weiter virtuell! Mein total cooler Digital-Klon \u2013 der wartet n\u00e4mlich schon \u2026 \u201c<br \/>\nFrank erlaubt uns, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Ein spezielles Privileg, weil das vor uns noch niemand gesehen hat. Ein Ticket ins Abenteuer schenkt er uns. Es ist ein Magic Moment. Die Umstehenden schweigen erwartungsvoll.<br \/>\nGanz sch\u00f6n aufregend! Sein Digital-Klon tr\u00e4gt nat\u00fcrlich eine coole Designer-Sonnenbrille. Einfach FRANKtastisch! Und der echte Frank schuf den virtuellen Frank extrem realistisch. Wow! Doppel-Wow!<br \/>\nFrank kippt seinen Drink runter und sagt: \u201c In 2014, f\u00fcnf Jahre nach dem Michael Jackson Kurt Cobain im Himmel die H\u00e4nde gesch\u00fcttelt hat, hatte der King Of Pop bei den Billboard Music Awards als t\u00e4uschend echtes Hologramm ein fettes Comeback. Whacko Jacko sang den Super-Song \u201c Slave To The Rhythm \u201c und moonwalkte und dancte rum, als sei er immer noch am Leben. Sensationell! Da dachte ich: Nur die Smarten haben gute Karten! Etwas Spektakul\u00e4res muss her! Man muss den Denkmotor starten wie Albert Einstein und das irgendwie noch toppen, denn ich m\u00f6chte auch post mortem noch weiter am Start sein! \u201c<br \/>\nDer Future-Frank tourt nach seinem Tod als Hologramm und gibt weiter eine lockere Lesung nach der anderen, w\u00e4hrend ein speziell programmierter und mit k\u00fcnstlicher Intelligenz ausgestatteter Robutler coole Cocktails auf einem silbernen Tablett serviert. Eine sch\u00f6ne Vorstellung! Frank l\u00e4chelt und reimt: \u201c Wir legen immer noch einen dr\u00fcber \/ Drunter tun wir\u2019s nicht \/ Und wenn and\u2019re den Schalter nicht finden \/ dann sagen wir selbst: Es werde Licht! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Max und seine Clique sind bereits wieder in einen schweren schwarzen Mercedes der S-Klasse mit abgedunkelten Scheiben gestiegen und haben die Biege gemacht. Max wollte noch heute im luxuri\u00f6sen Business-Jet von Hamburg nach Sylt fliegen. Frank und ich sitzen noch immer im \u201e HQ 19 \u201c und er legt einen neuen Film in den DVD-Player, w\u00e4hrend dienstbare Geister neue Getr\u00e4nke servieren. L\u00e4ssig greift Frank zu seinem Drink und kippt ihn runter. Dann krallt er sich die Fernbedienung, dr\u00fcckt \u201e Play \u201c und l\u00e4sst sich auf die schwarze Designer-Ledercouch fallen. W\u00e4hrend wir ein Low-Budget-Roadmovie gucken, sprechen wir nebenbei \u00fcber alles M\u00f6gliche.<br \/>\nPrivate Probleme hat jeder mal auf dieser Welt, Adam und die First Lady hatten schon Trouble im Paradies. Kennen wir alle irgendwie. Auch Mr. Gerber ging durch harte Zeiten. Eigentlich lief es f\u00fcr den Liebling der G\u00f6tter damals echt super, aber pl\u00f6tzlich auftauchende gesundheitliche Probleme und eine Trennung haben ihn in hohem Ma\u00dfe belastet. An die Trennung kann er sich nur <em>dunkel<\/em> erinnern, erz\u00e4hlt er lachend, weil er wie immer eine dunkle Sonnenbrille trug: \u201c Man kennt das ja: Pl\u00f6tzlich ist der Himmel leer, und \u00fcberall liegen Sterne rum &#8211; f\u00fcr seine Angebetete hat man sie runtergeholt. Im Bauch ist auch <em>tierisch<\/em> was los, die ber\u00fchmten Schmetterlinge &#8211; und dann trennt man sich irgendwann doch wieder und fragt sich: Macht Liebe wirklich blind oder war meine Sonnenbrille einfach zu dunkel? Die Ups und Downs in der Liebe. Geh\u00f6rt zum Leben dazu. Aber: Don\u2019t Look Back In Anger! Typen wie ich schauen immer nach vorne und nicht zur\u00fcck. Oder, um es mal mit der grandiosen Chanson-Diva Edith Piaf zu sagen: Non, je ne regrette rien. Ich als Lonely Hero musste mich ja erst daran gew\u00f6hnen, dass es sowas wie Zweisamkeit gibt, ich war ja ewiger Single, Hit-Single sozusagen, ich war ja jahrelang auf Platz 1 in den Single-Charts. Eines sch\u00f6nen Abends wollte ich das mal wieder \u00e4ndern. Eigentlich wollte ich zum Speed-Dating gehen, aber ich war nicht auf Speed und ich w\u00fcsste nicht einmal, wo ich so\u2019n Zeugs herkriegen sollte. Also nahm ich ein Taxi ins Hotel. Dort lernte ich in dann per Zufall \u2018ne Stylistin kennen. Sie war total verknallt in mich, und damit waren wir schon zwei. Aber die Lady kam mit meinem Lebensstil nicht klar: Nur weil man n\u00e4chtelang unterwegs ist, hat man ja nicht tausend M\u00e4dels am Start! Die Liaison mit ihr war nach ungef\u00e4hr einem Jahr vorbei, hab dann aus dem Beziehungs-Hotel ausgecheckt. Statt einem Happy End waren wir nicht happy und total am Ende. Ich guckte dann runter auf meine Biker Boots und sang leise vor mich an: \u201e These Boots Are Made for Walking \u2026 \u201c Es war aus zwischen uns. War vielleicht besser so. Millionen schmachtende Frauen durften hoffen: Der charmante Selfmade-Single war wieder zu haben und wurde auch gleich wieder von anderen attraktiven Singles umsinglet. Da war zum Beispiel die Chica aus Costa Rica \u2013 und nat\u00fcrlich die supers\u00fc\u00dfe Julia. She was single and ready to mingle! Eine wahre Gentlewoman. Ein echtes Gerber-Girl und miniber\u00f6cktes Meisterwerk. \u201c<br \/>\nAber: Seine Ex lie\u00df nicht locker und machte Super-Stress. Das ging f\u00fcr Frank gar nicht! Die nicht \u00f6ffentlich zelebrierte Liaison des Paares dauerte ungef\u00e4hr ein Jahr und war turbulent. Nach einem ganzen Album mit \u00fcberwiegend schlechten Songs war Frank aber nicht mehr scharf auf den Bonustrack. Ein Liebes-Comeback kam f\u00fcr ihn nicht infrage. Das konnte ich nachvollziehen. Ich war sofort im \u201e Team Frank \u201c, als ich das hysterische Verhalten seiner Ex nicht nur einmal miterlebte.<br \/>\nDie Frau an der Seite von Mr. Gerber zu sein, ist sicher nicht immer einfach. Er ist ja kein normaler Mann, den man fragt: \u201c Schatz, wie war dein Tag im B\u00fcro? \u201c Frank ist mehr der Typ, den man fragt: \u201c Schatz, wie war deine Nacht an der Bar? \u201c Machen wir uns nichts vor: Eher bricht der 1. Weltfrieden aus, als dass ein Typ wie Frank sich auf seine alten Tage noch \u00e4ndert. Der Gerber als braver Ehemann im h\u00fcbschen Vorstadth\u00e4uschen in the middle of fucking nowhere? Das kann sich wohl niemand richtig vorstellen. Andere in seinem Alter haben ihre wilden Zeiten hinter sich gelassen. Nicht so Frank. Man muss ihn einfach seine Freiheit lassen. Dann klappt\u2019s auch mit dem Star Statement-Boss. W\u00e4hrend meiner Zeit in der legend\u00e4ren Musiksendung \u201e Musikladen \u201c, die von Radio Bremen produziert wurde, habe ich wirklich die wildesten Stars kennengelernt, aber Frank Gerber toppt sie wirklich alle. Im Vergleich zu ihm war so mancher sogenannte Rockstar eine echte Pussy. Normale Leute bestellen zum Beispiel einen Cocktail, wenn sie Sex on the Beach haben wollen. Frank Gerber ruft ein paar willige Ladies an und l\u00e4sst den kompletten Strand absperren.<br \/>\nEigentlich spricht Frank Gerber aus Prinzip nicht \u00fcber sein Privatleben und ist eher wortkarg als redselig, wie einer dieser harten Kerle aus einem dreckigen Italo-Western, und als ich ihn direkt darauf anspreche, sagt er: \u201e Du kennst doch den Spruch: <em>In<\/em> <em>Hamburg<\/em> <em>sagt<\/em> <em>man<\/em> <em>Moin<\/em>. <em>Moin<\/em> <em>Moin<\/em> <em>is<\/em>\u2018 <em>schon<\/em> <em>Gesabbel<\/em>. Ich bin einfach nicht der Typ, der viel und gerne redet. Ich bin Songtexter, kein Zutexter. Aber dies ist ja ein Interview, oder? \u201c<br \/>\nDann holt er ein Kaugummip\u00e4ckchen aus seiner Jacke raus: \u201e He, willste eins? \u201c<br \/>\nIch nicke.<br \/>\nFrank erz\u00e4hlt weiter von dem Stress mit der Ex. Von endlosen n\u00e4chtelangen Diskussionen, wo er am Ende genervt ein Taxi bestellte und nur noch dachte: Nix wie weg! Die Stylistin kam mit der Trennung einfach nicht klar. Machte ihm das Leben schwer. Nur Generve und Geschreie. Ein echter Schatz.<br \/>\n\u201c Cool geht irgendwie anders \u201c, lacht Frank, w\u00e4hrend er an einer neuen Zigarette zieht. \u201e Sie war echt furchtbar unentspannt. Ich fand diese ganzen Diskussionen total anstrengend. Einmal machte ich in St. Georg einen auf Bogey und sagte nachts im Taxi zu ihr: \u201e Schau mit mir nach vorn, Kleines! In ein paar Wochen, Baby, dann bist du dr\u00fcber weg. Also, mach dich mal locker. \u201c Aber es gab weiter Problemchen mit dieser Trouble-Trulla. Ich f\u00fchlte mich voll gefilmt, aber leider ohne Kamera! Ich kriegte nicht in die Birne rein, warum sie so unlocker war. Man muss doch nicht aus allem ein Riesending machen. Nach unsrer Trennung war sie nur am sabbeln, erz\u00e4hlte \u00fcberall irgendwelchen Bl\u00f6dsinn rum, viele Leute fielen drauf rein. Es gab pl\u00f6tzlich 1000 wilde Geschichten und auch enorm viele Ger\u00fcchte, denn sie hatte ja so \u2018ne kleine Wohnung: Zwei Zimmer, Ger\u00fcchtek\u00fcche, Bad. Ich hab pl\u00f6tzlich Sachen \u00fcber mich geh\u00f6rt, die waren sogar mir neu. ( lacht ). Ich dachte nur: Was soll der Scheiss? Konnte ich nicht verstehen. Ich wollte nicht glauben, dass etwas, das so zauberhaft begonnen hatte, so mega-uncool enden konnte. Pl\u00f6tzlich erlebte ich das volle Programm: Mobbing und Burnout. Leute, von denen ich dachte, sie seien Freunde, lie\u00dfen mich auf einmal h\u00e4ngen. Krass uncool! W\u00fcnsche ich wirklich niemandem. Zugegeben, diese Ungerechtigkeit hat mich nicht grad zutiefst erfreut. Retrospektiv m\u00f6chte ich aber sagen: Mein verdammtes Gl\u00fcck war, dass ich das Arschk\u00e4rtchen gezogen hatte! Aber das realisierte ich erst einige J\u00e4hrchen sp\u00e4ter \u2026 \u201c<br \/>\nDass der damals fast 50-J\u00e4hrige es gern mal krachen l\u00e4sst und wie der gro\u00dfe Gatsby ausschweifende und opulente Mega-Partys feiert, ist kein Geheimnis. Aber jetzt flippt Frank v\u00f6llig aus. Ein Nachbar von fr\u00fcher erinnert sich: \u201e Leicht bekleidete Sch\u00f6nheiten gingen bei ihm aus und ein. Es war damals fast so, als w\u00e4re man zu Besuch bei Hugh Hefner in der Playboy Mansion. Als ich einmal nachts bei ihm klingelte, weil die Musik viel zu laut war, kam Frank Gerber v\u00f6llig derangiert im Bademantel an die Haust\u00fcr und auf seiner Wange prangten mehrere Kussm\u00fcnder aus Lippenstift. \u201c<br \/>\nNachts treibt er sich meistens auf dem Kiez herum: Das funkelnde Lichtermeer aus bunten, blinkenden Leuchtreklamen zieht ihn wie magnetisch an. Sein wilder Trip durchs Hamburger Nightlife beginnt. H\u00e4mmernde Beats, viel Alkohol: Frank zieht regelm\u00e4\u00dfig los durch die zwielichtigen Clubs und trifft Nutten, Trinker, Penner, Stripperinnen, Ex-Knackis und verlorene Seelen. Fr\u00f6hlich v\u00f6gelt er durch die Gegend und treibt sich unter anderem mit einer Mafiatochter namens Violet in der Szene rum. Mit schwarzer Lederjacke und Hoodie streunt er wie ein einsamer Wolf um Hamburgs H\u00e4userecken, Zigarette im Mundwinkel, Sonnenbrille im Gesicht. Ein wildes Leben f\u00fchrt er und schon bald hat er die \u201e \u00dcberdosis Reeperbahn \u201c drin.<br \/>\nAls einer seiner besten Freunde dann noch pl\u00f6tzlich stirbt, bricht f\u00fcr Frank eine Welt zusammen. Es trifft ihn wie ein harter Uppercut direkt ins Gesicht. Nach dem Tod seines Freundes leidet der Autor zus\u00e4tzlich unter einer akuten Schreibblockade. Um auf andere Gedanken zu kommen, nimmt er ein Time-out, jettet nach Kuba &#8211; und in Havanna knallt die blutjunge Unterweltchefin Juana in sein Leben, die ihn vom ersten Moment fasziniert. Frank erinnert sich: \u201e Der erste Kuss war die Einstiegsdroge. Danach waren wir beide voll auf Liebe.\u201c Nachts, auf der Terrasse des legend\u00e4ren Hotel Nacional de Cuba, in dem einst Mafiabosse logierten, knutschen sie schwer verknallt rum und rauchen fette Cohibas wie einst der Revolution\u00e4r Ernesto \u201e Che \u201c Guevara oder El Presidente Fidel Castro oder Gangsterboss Al Capone, der fast auf jedem alten Foto eine Zigarre l\u00e4ssig im Mundwinkel tr\u00e4gt. N\u00e4chtelang ziehen sie zusammen durch die Hauptstadt der sozialistischen Republik, aber schon nach zwei Wochen ziehen pl\u00f6tzlich dunkle W\u00f6lkchen am rosaroten Beziehungshimmel auf. Als Juana nachmittags in ihr Haus kommt, liegt Frank noch immer im Bett. Und, oops, Frank liegt da nicht alleine \u2026<br \/>\nAls sie Frank in flagranti mit einer anderen Kubanerin im Bett erwischt, tickt Juana komplett aus. \u201eIch hab ihr erz\u00e4hlt, dass wir f\u00fcr den Weltfrieden protestieren und nur das legend\u00e4re \u201e Bed-In for Peace \u201c-Happening von Yoko Ono und John Lennon nachstellen wollen, aber irgendwie klang das wohl nicht so \u00fcberzeugend \u201c, kommentiert Frank l\u00e4chelnd.<br \/>\nZwischen Frank und der Kubanerin kriselt es. \u201e Die Kuba-Krise \u201c, so nennt Frank diese Episode heute.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Back in Good Old Germany: Tags\u00fcber zog Frank sich zur\u00fcck, wurde h\u00e4ufig depressiv und fing an, zu viel zu trinken, denn hinter der coolen Fassade verbirgt sich ein besonders sensibler und verletzlicher Mensch. Zeitzeugen behaupten, Frank war zu dieser Zeit ziemlich down und dem Tod gef\u00e4hrlich nahe. Um seine Freunde nicht zu belasten, verschwieg er ihnen seine Probleme. Fragt man Frank Gerber heute nach dieser Zeit, dann res\u00fcmiert er: \u201c Die gro\u00dfe amerikanische Jazzs\u00e4ngerin Billie Holiday verwandelte sich damals irgendwann mal in Billie Alcoholiday \u2013 und so\u2019n Partyhopping-Papst wie ich war auch immer \u00f6fter zugeknallt. Blues in der Birne, ich soff wie ein Loch, sah manchmal aus wie so\u2019n runtergekommener Clochard. Ich sah mich im Spiegel und dachte: Ich bin nicht mehr der, in den ich mich mal verliebt habe! Zombiefilm-Produzenten h\u00e4tten mich wahrscheinlich spontan engagiert! ( lacht ) Es gab viele Parties \u2013 und viele, viele bunte Smarties! Bunte Pillen, die einen gut drauf brachten, Mother\u2019s little helpers. Dazu kam noch das Schneechaos, mitten im Sommer. Ich traf viele Leute, die das Promipulver vertickten und ich sagte: \u201e Hi, Snowciety! \u201c Zum Gl\u00fcck kann ich verdammt gut mit Drogen umgehen. Andernfalls w\u00fcrd ich bereits Kurt Cobain die H\u00e4nde sch\u00fctteln. Ich hab die Nacht zum Tag gemacht und so exzessiv abgefeiert, als ob\u2018s kein Morgen gibt. Ich dachte: Das Leben ist kurz, rauch\u2018 die Zigarette danach lieber schon davor! \u2018Ne wirklich harte Zeit machte ich durch. Hab\u2018 niemanden davon erz\u00e4hlt, weil\u2019s mir irgendwie auch mega-peinlich war. Nie ein Wort dr\u00fcber verloren. Unendlich traurig und depri war ich, aber muss ich das nach au\u00dfen tragen? Bin eher der Typ Mann, der das mit sich alleine ausmacht. Wollte auch niemanden mit dieser Sache nerven. Jeder hat Schei\u00dfe durchgemacht. Also setzte ich mein perfektes Pokerface auf, um mir nicht anmerken zu lassen, dass es mir verdammt dreckig ging. \u201c<br \/>\nEiniges aus der Zeit konnte man schon auf seiner Website lesen. War ja sozusagen schon auf seinem Album des Lebens. Das unver\u00f6ffentlichte Bonusmaterial interessiert mich. Intensiv hake ich nach und Frank sagt: \u201c Eigentlich wollte ich ja die Welt retten, aber jetzt musste ich erstmal meinen Arsch retten. \u00c4hnlich wie der hedonistische J\u00fcngling Dorian Gray in Oscar Wildes Skandal-Roman hatte ich mich ausgiebig ins Nightlife gest\u00fcrzt. Ein wildes Leben mit Vollgas auf der \u00dcberholspur. Schlaflose N\u00e4chte. Feiern bis zum Morgengrauen. Tanzen am Abgrund. Dann: Totalabsturz. \u00dcble Geschichte. Manchmal f\u00fchlte ich mich wie so\u2018n angeschlagener Boxer, der nach Punkten hinten liegt, aber in Runde 12 blieb mir noch die Hoffnung auf den Lucky Punch. \u201c<br \/>\nEigentlich hatte man Frank Gerber l\u00e4ngst abgeschrieben. Drogen und wilde Partyn\u00e4chte fordern ihren Tribut: Der geniale Freak ist fertig und geht fast k.o. Keiner h\u00e4tte mehr einen Cent auf ihn gesetzt. Aber er boxte sich durch. Wie ein Schwergewichtsboxer, der nicht nur austeilen, sondern auch einstecken und einen fast verlorenen Fight noch drehen kann. Frank Gerber ist der wahre Rocky.<br \/>\n\u201c Nach einer feuchtfr\u00f6hlichen Nacht erwachte ich leicht derangiert neben vier sch\u00f6nen Ladies in meiner Luxus-Suite im Hotel und konnte mich einmal mehr an nix mehr erinnern \u201c, erz\u00e4hlt Frank. \u201e Ich dachte: Ey Mann, was zum Teufel mach ich hier? WTF Happened Last Night? Wer bitte sind die vier nackten Br\u00e4ute in meinem Bett? Und wo, verdammt, sind meine Klamotten? Leere Schampus-Flaschen und das Drogenbesteck auf dem Boden und die B\u00fcstenhalter am Kronleuchter deuteten auf eine turbulente Nacht hin! Sowas passierte mir immer wieder: Starker Verkehr \u2013 und dabei sind die Stra\u00dfen leer! Getreu dem Slogan \u201e Sex, Drugs &amp; Rock \u2018n\u2018 Roll \u201c jagte eine Megaparty die n\u00e4chste. Irgendwann hab ich sogar mal so \u2018nen heruntergekommenen Privatschn\u00fcffler engagiert, um rauszukriegen, wo ich mich nachts eigentlich so rumtreibe. Es war wirklich \u2018ne wilde Zeit und eines Nachts dachte ich: Entweder tanzen gerade ein paar durchgedrehte gr\u00fcne Aliens in meinem Apartment und singen mit dem gitarrespielenden Papst den Rolling-Stones-Klassiker \u201c I Can\u2019t Get No Satisfaction \u201c oder das waren gar keine Aspirin. Zugegeben, irgendwie war ich ein bisschen neben der Spur. Neben der Spur ist manchmal aber auch auf der \u00dcberholspur. Klar, ich hatte schon definitiv bessere Tage gesehen. Hard Times. Die Zeiten waren hart und die Drinks auch. Jeder kann was gut: Ich zum Beispiel konnte gut volle Whiskygl\u00e4ser in leere verwandeln! Ich war lange Zeit nah am Whisky gebaut. Permanent promillig! \u201c<br \/>\nEine Insiderin aus seinem Umfeld packte aus: \u201c Einmal stand Frank mitten in der Nacht vor meiner T\u00fcr. Mit einer Zigarette im Mundwinkel erkl\u00e4rte er, er sei gerade in der Gegend gewesen. Sein Atem roch nach Whisky und Tabakrauch. Er war schuldlos in eine Kneipenschl\u00e4gerei geraten und sein blutiges Gesicht sah aus, als w\u00e4re sein Sparringspartner Mike Tyson gewesen. Er war wirklich v\u00f6llig fertig. Frank war zu dieser Zeit oft down und hatte den Blues. Experimentierte gern mit allen spa\u00dff\u00f6rdernden Substanzen, die er in die H\u00e4nde kriegte und wusste manchmal selber nicht mehr, wie er wo hingekommen ist. Eine lange Zeit k\u00e4mpfte er gegen seine D\u00e4monen. Wie ein wilder und streunender Stra\u00dfenk\u00f6ter trieb er sich jede Nacht in den Stra\u00dfen der Millionenstadt Hamburg herum, war fast immer im Vollrausch: In der Szene erz\u00e4hlte man sich, dass sein letzter Drink, der sich unterhalb der 40%-Marke bewegte, wohl die Muttermilch gewesen sei. \u201c<br \/>\nFrank sei \u00fcbelst tief unten gewesen. Die H\u00f6lle war seine neue Adresse. Die Insiderin erz\u00e4hlte, er f\u00fchlte sich furchtbar d\u00fcnn an, als sie ihn umarmte. Sie konnte Frank nicht ansehen, weil sie Angst hatte loszuheulen. Es brach ihr fast das Herz, ihn so zu sehen. Sein Anblick machte sie traurig.<br \/>\n\u201c Okay, es gab Menschen, die sich Sorgen machten, aber man kann\u2019s auch \u00fcbertreiben. Ger\u00fcchte kursierten, der US-Pr\u00e4sident zieht eine rote Linie und Frank Gerber eine wei\u00dfe Linie \u201c, erz\u00e4hlt er l\u00e4chelnd. \u201e Zudem machten sich manche Leute nass, obwohl ich doch trocken war. Naja, fast trocken. Ein Alki war ich jedenfalls nicht. Aber wer kann von sich behaupten, dass er keine Fehler macht? Shit happens. But life goes on. I Regret Nothing. Es ist geil, Schampus aus einem Damen-Pumps zu saufen und auf den Tischen zu tanzen und mit mehreren wilden Sex auf der Club-Toilette zu haben. Du wirst dich sp\u00e4ter nicht an deinen super Abend vor der Glotze erinnern. Wenn dein Leben zu grau ist, knall\u2018 Farbe rein! In einen meiner vielen Songtexte hab ich mal den genialen Reim geschrieben: \u201e N\u00fcchtern betrachtet ist die Sache klar: Besoffen h\u00e4ng ich lieber an der Bar! \u201c Und sowieso: Clean sein wird v\u00f6llig \u00fcberbewertet. \u2018Ne wunderbare Schauspielerin namens Katherine Hephurn sagte einmal: \u201c Wenn man immer nur tut, was sich geh\u00f6rt, verpasst man den ganzen Spa\u00df. \u201c<br \/>\nSchneller.<br \/>\nWilder.<br \/>\nGef\u00e4hrlicher.<br \/>\nGerbers lockere Spr\u00fcche k\u00f6nnen nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, wie dramatisch die Lage war! Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Tod anklopfte, um ihn zu holen. \u201c Irgendwann sind wir alle dran und haben das letzte Date mit dem Sensenmann \u201c, sagt Frank und steckt sich eine neue Zigarette ins Gesicht. \u201e Ich kam mir vor wie an Bord auf dem legend\u00e4ren Luxusliner Titanic und der Eisberg war schon in Sicht. Wenn ich jetzt nicht die Kurve kriegte, war ich voll am Arsch. Kennste auch, oder? Ich wollte aber noch nicht in die Kiste springen. Vorher wollte ich noch das eine gro\u00dfe Ding durchziehen. Manchmal war da zwar die Todessehnsucht, dann aber auch wieder die Lebensgier. Au\u00dferdem wollte ich doch die Welt retten. Mindestens. Irgendwann dachte ich: Geh mal zur Seite, Superman \u2013 das ist ein Job f\u00fcr Frank Gerber! \u201c<br \/>\nUnser Frank hatte die Superhero-Nummer aber damals noch nicht so richtig drauf. Dumm gelaufen!<br \/>\nFrank: \u201c Zu diesem Zeitpunkt dachte ich: Rien ne va plus! Ich konnte die Welt nicht retten. Ich konnte nicht mal meinen Arsch retten. Ich war nicht bereit. Ich war breit. Aber ich musste jetzt locker lospowern. Ansonsten hie\u00df es wirklich: Game over. \u201c<br \/>\nDer dauerbetrunkene Oberchaot startet durch! Gerade f\u00fcr Frankie Boy ist das keine leichte Aufgabe. Dieser Typ hat sein Leben erfolgreich zu einer einzigen Party gemacht. Eines Nacht steht er zuf\u00e4llig gegen\u00fcber einer Bar an der Stra\u00dfenecke. Lehnt l\u00e4ssig wie James Dean an einer H\u00e4userwand. Frank schnippt cool seine Zigarette weg, tritt sie mit seinem Schuh aus. Dann geht er t\u00e4nzelnd r\u00fcber in die Bar.<br \/>\nFrank erinnert sich: \u201c Ich sa\u00df also irgendwo in einer hippen Bar an einer Stra\u00dfenecke und soff eisgek\u00fchlte Drinks und kam mir vor wie einer der Nachtschw\u00e4rmer auf dem ber\u00fchmten Gem\u00e4lde \u201c Nighthawks \u201c des US-amerikanischen Malers Edward Hopper. Neben mir auf einem der verchromten Barhocker sa\u00df ein Typ, der unbedingt die Bullen rufen wollte, weil er seine celebritygeile Alte beim Gang Bang mit einer ber\u00fchmten Heavy Metal-Band im Hinterzimmer erwischte. Sie stand in Bad-Girl-Pose direkt vor ihm und schrie: \u201e Dein Penis ist nur auf Englisch dick! \u201c Ich musste ablachen und dachte: Hey, das Entertainment-Programm hier gef\u00e4llt mir! Direkt neben dem Typ sa\u00df ein Biker l\u00e4ssig auf einem Barhocker, die t\u00e4towierten Arme auf den Tresen gest\u00fctzt. Mit dem Ding an seinem Handgelenk outete er sich als Rolexier. Bei dem Wahnsinns-Wecker handelte es sich um \u2018ne Rolex GMT Master II mit blauem Ziffernblatt. So ein Teil kostete locker zehn Riesen. Der Jung-68-er hatte wie viele andere in dieser Bar den Barphilosophen-Blues. Er hat sich dann auf dem Tresen Lines gelegt und sniffte das Koks durch ein silbernes R\u00f6hrchen. Whatever! Von Koks hatte ich die Nase voll! Dann stand der Biker auf und ging raus. Durch die Scheibe hinaus auf die Stra\u00dfe konnte ich sehen, wie er seinen Arsch auf \u2018ne coole schwarze Harley schwang. Der Motor seiner schweren Maschine heulte auf. Er bretterte davon. Einer der Barkeeper mixte etwas mit unbewegter Miene in einem chromsilbernen Shaker, w\u00e4hrend im Hintergrund leise Jazzmusik lief. Ich zog mir erstmal die Drinks rein. Was machste jetzt? Hab\u2018 den Denkmotor gestartet. \u00dcberlegt, was ich in Zukunft eigentlich machen soll. In den meisten sogenannten normalen Jobs w\u00e4re ich vermutlich total am abloosen, da w\u00e4re ich Mr. Larry Loser. Ich bin ja nicht besonders gut darin, Anweisungen entgegenzunehmen und Vorschriften zu befolgen, aber das ist nicht neu. Ich dachte: Entweder ich <em>finde<\/em> einen Job oder ich <em>erfinde<\/em> einen. So einen Job wie President Of The United Stars. Aber das wusste ich ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Okay, ich hing also in dieser Nacht irgendwo in dieser Bar rum. Fragte mich: Hat man als K\u00f6nig eigentlich auch Quereinsteiger-Chancen? Eigentlich w\u00e4re ich auch noch wahnsinnig gern Schauspieler geworden. Wie Al Pacino. Oder Robert De Niro. Andere haben Pay-TV, ich hab Kopfkino for free! In meinem Kopfkino lief dann f\u00fcr einen kurzen Moment die glamour\u00f6se Oscar-Verleihung im Dolby Theater am Hollywood Boulevard in L.A. und ich h\u00f6rte den legend\u00e4ren Satz: \u201e And the Oscar goes to \u2026 FRANK GERBER! \u201c Eine sehr ber\u00fchmte Hollywood-Schauspielerin \u2013 ich nenn\u2018 mal aus Diskretionsgr\u00fcnden keinen Namen \u2013 hat mir \u00fcbrigens w\u00e4hrend der Berlinale mal verraten: \u201e Ich benutze meinen Oscar als Dildo! \u201c Aber das nur nebenbei. Ich sah mich also ganz cool mit schwarzer Sonnenbrille auf der B\u00fchne stehen, wo ich die goldgl\u00e4nzende Oscar-Statue als \u201e Bester Hauptdarsteller \u201c entgegennahm und danach eine wunderbare Dankesrede hielt. Aber zur\u00fcck zur Realit\u00e4t! Ich dachte: Hollywood ruft vielleicht, aber nicht laut genug. Jedenfalls h\u00f6rte ich nix. Schauspieler, yeah, darauf hatte ich unheimlich Bock, aber mit meiner zerfurchten Keith Richards-Visage h\u00e4tt\u2018 ich den klassischen Helden wohl eher nicht spielen k\u00f6nnen. Irgendwann dachte ich: What the hell! Ich hab so verdammt hart f\u00fcr diese wundersch\u00f6nen Falten gearbeitet, das lasse ich mir von einem Facelifting oder durch Make-up garantiert nicht kaputt machen. Sch\u00f6nheit allein bringt\u2019s ja auch nicht immer. Man sollte ein Typ sein! Schei\u00df auf Hollywood! Ich leerte mein Glas und schob es dem Bartender r\u00fcber: \u201e Larry \u2013 noch einen! \u201c Dann kippte ich den Bourbon on Ice runter, knallte l\u00e4ssig die Scheine auf\u2019n Tresen, l\u00e4chelte dem Barmann, so cool es nur ging, zu und verlie\u00df die Bar. Drau\u00dfen vor der Bar regnete es. Zum Gl\u00fcck hatte ich meinen Detektiv-Trenchcoat an. Cool wie Dick Tracy schlug ich meinen Mantelkragen hoch, steckte mir \u2018ne Zigarette an und winkte mir ein Taxi herbei. In der Ferne h\u00f6rte ich Polizeisirenen. Blaulichtparty im Rotlichtmilieu. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Irgendwie hat Frankie in dieser Zeit keinen Plan. Aber er \u201c arbeitet \u201c daran. Frank Gerber ist der Gr\u00f6\u00dfte \u2013 wenn es darum geht, sein Leben in ein Chaos zu verwandeln. Das Geld wird auch langsam knapp, der elegante Lebemann hat diverse finanzielle Engp\u00e4sse: \u201c Ich war einfach nicht mehr cashy. W\u00fcrde Armani Gef\u00e4ngniskleidung machen, h\u00e4tt\u2018 ich eventuell dar\u00fcber nachgedacht, in eine Bank zu marschieren und zu sagen: Ladies and Gentlemen, das ist ein \u00dcberfall! \u201c lacht er.<br \/>\nNein, Knast riskieren, das will er absolut nicht. \u201e Keinen Bock auf Jailhouse Rock! \u201c, sagt Frank und macht dabei einen H\u00fcftschwung, als w\u00e4re er der Sohn von Elvis Presley. \u00dcbrigens: Im Jahre 1960, vor 59 Jahren, war der King of Rock \u2018n\u2018 Roll Elvis Presley als US-Soldat in Deutschland stationiert und machte die German Fr\u00e4uleins verr\u00fcckt. Frank Gerber ist 59 Jahre und wurde 1960 geboren. Denkt mal dr\u00fcber nach.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Tick Tack, Tick Tack \u2013 die Zeit l\u00e4uft! Frank braucht eine Auszeit, einen Moment zum Nachdenken und nat\u00fcrlich zum \u201e Extrem-Chilling \u201c. Er braucht so dringend Ruhe wie einst Keith Richards einen Schuss. Er will sich selbst finden. Aber wer sich selbst finden will, muss sich erstmal suchen. Und Frank hat sich gut versteckt. Erst Monate sp\u00e4ter findet der liebenswerte Chaot in dem legend\u00e4ren Ferienort Timmendorfer Strand an der L\u00fcbecker Bucht zu sich und zu neuer Power zur\u00fcck. Bis heute ist das beliebte Fleckchen an der Ostseek\u00fcste sein Seelenort. Frank: \u201e In Timmendorf hab ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Korb bekommen: Das war aber okay, weil\u2019s ein Strandkorb war. Die meiste Zeit hing ich da im Strandkorb ab oder lief barfu\u00df im Sand rum. Ich hatte \u2018ne Zeitlang vergessen, was wichtig ist. In Timmendorf blickte ich dann aber wieder durch. Um mich herum brach die Welt zusammen, aber ich blieb cool. Und irgendwann dachte ich: Cool bleiben k\u00f6nnte ich auch hauptberuflich machen! \u201c<br \/>\n\u201e Cool \u201c ist sein Lieblingswort. Frank Gerber sagt cool allen harten Drogen erstmal Adieu. Der Party-Lifestyle ist ihm im Moment nicht mehr wichtig. Jetzt scheint auch diese Phase pass\u00e9 zu sein. Der kreative Nonkonformist zieht sich allein in sein puristisch m\u00f6bliertes Apartment zur\u00fcck oder versteckt sich wie ein Phantom in abgedunkelten Hotelzimmern und ist n\u00e4chtelang nicht mehr zu erreichen: Der Maestro darf nicht gest\u00f6rt werden. Sein Hamburger Advokat z\u00e4hlt zu den wenigen Menschen, mit denen er regelm\u00e4\u00dfig Kontakt hat.<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>Dreht Frankie durch? Dreht Frankie einen Film? Dreht Frankie jetzt erst richtig auf? Nichts Genaues wei\u00df man nicht! Monatelang zeigt sich der geheimnisumwitterte Autor Frank Gerber nicht mehr in der \u00d6ffentlichkeit. F\u00fcr Freunde und Bekannte hat er erstmal keine Zeit, immer \u00f6fter schickt Frank eine E(il)-Mail: \u201c Die Nacht ist jung, ich muss noch powern, es k\u00f6nnte etwas l\u00e4nger dauern! \u201c<br \/>\n\u201e Du willst wohl der n\u00e4chste Mark Zuckerberg werden, was? \u201c bekommt Frank von einem Freund zu h\u00f6ren, als er vorsichtig andeutet, dass er da eine Idee habe, irgendwas mit Internet. Der Internetboom hat auch Frank stark beeindruckt und Leute wie der Hippie und College-Abrecher Steve Jobs inspirieren und faszinieren ihn sehr.<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>Frank Gerber: Deutschlands <em>klickende<\/em> Zeitbombe. Er tickt eben anders als andere, klickt sich durch die Musik-Seiten im Internet, um sich zu informieren, ob\u2018s schon etwas Vergleichbares gibt \u2013 und pl\u00f6tzlich macht es KA-BOOOOM und er wei\u00df instinktiv: \u201e Yeaaaaaaah! That\u2019s it! \u201c<br \/>\nDie Erleuchtung! Mitten in der Nacht bei einem Joint und lauter Musik von den Rolling Stones kommt dem manchmal menschenscheuen Tr\u00e4umer pl\u00f6tzlich eine g\u00f6ttliche Eingebung. <em>Star<\/em> <em>Statement<\/em>. Eine geniale Idee! Er nimmt die Kopfh\u00f6rer ab, schleicht panthergleich zum Fenster und \u00f6ffnet es. \u201e Internet-Olymp, ich komme! \u201c, ruft er laut in den n\u00e4chtlichen Sternenhimmel und greift nach den Sternen, die er sp\u00e4ter f\u00fcr das Star Statement-Logo verwendet. Auf einmal hat Frank eine ziemlich exakte Vorstellung davon, was er in Zukunft machen will. Inspiriert von Apple-Gr\u00fcnder Steve Jobs und Internet-Gr\u00f6\u00dfen wie Microsoft-Gr\u00fcnder Bill Gates, Facebook-Gr\u00fcnder Mark Zuckerberg oder die Google-Gr\u00fcnder Sergey Brin und Larry Page gr\u00fcndet Frank Gerber binnen kurzer Zeit die neue Online-Plattform \u201e StarStatement.com \u201c.<br \/>\nFrank: \u201c Ich war in meinem Leben so\u2019n paar Mal falsch abgebogen, aber jetzt war ich wieder auf dem Highway der Hoffnung unterwegs. Ich hatte Lust auf was Neues und sagte zu mir selber: Ich schmei\u00df alles hin und werd Mr. StarStatement! Let\u2019s fetz im Netz! Die Denkmaschine auf Speed, es gab in mir eine Explosion der Kreativit\u00e4t. And suddenly I had a very concrete vision of what I wanted to do and thought: Ich bin ein <em>cooler<\/em> Typ \u2013 ich zieh\u2018 das jetzt <em>eiskalt<\/em> durch! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Gr\u00fcnder sind die Rockstars des 21. Jahrhunderts. Nach Google, Facebook und Twitter muss endlich mal was Neues her \u2013 THE NEXT BIG THING! Der feinsinnige, kunstliebende Autor Frank Gerber hat einen gro\u00dfen Traum: Die coolste Online-Plattform der Welt gr\u00fcnden. Seit fr\u00fcher Jugend ist er sehr an Kunst interessiert: \u201c Speziell Musik war schon als Teenager mein Ding. Ich bin von zu Hause abgehauen, hab mich auf Konzerte geschlichen und die N\u00e4chte mit Musikern durchgemacht. Der Vorteil war, dass ich morgens nicht aufstehen musste, weil ich n\u00e4mlich noch gar nicht im Bett war. Den fehlenden Schlaf holte ich dann in der Penne nach. \u201c<br \/>\nAls er einigen Leuten voller Vorfreude von der Idee mit der Online-Plattform erz\u00e4hlt, erntet er nur Hohn und Spott. Ist der Typ vollkommen verr\u00fcckt?<br \/>\nIn ganz Deutschland spricht er mit vielen Leuten, die mit seiner Vision nichts anfangen k\u00f6nnen und darin kein Potenzial sehen. Aber Frank vertraut ganz seinen Stra\u00dfeninstinkten und seiner Intuition. He\u2019s street-smart. Der Typ wei\u00df, wo es langgeht. Er wei\u00df auch: Star Statement ist das n\u00e4chste gro\u00dfe Ding! Es gibt zwar viele gro\u00dfe Dinge im Internet, aber: \u201e Cool \u201c geht anders. Also setzt er Himmel und H\u00f6lle in Bewegung, um sein Ziel zu erreichen. Dabei legt der charismatische CEO mit ungeheurem Tatendrang ein hohes Tempo vor, in der Gewissheit, dass sein gro\u00dfer Traum schon bald Realit\u00e4t wird.<br \/>\nDer passionierte Abenteurer und Hardcore-Optimist nimmt mit viel Risikofreude die Challenge an und l\u00e4sst sich von seinem Traum nicht abbringen, doch vor Frank liegt ein harter Weg und wie Soul-Star Xavier Naidoo schon sang: \u201e Dieser Weg wird kein leichter sein \u2026 \u201c Die Stra\u00dfe zum Erfolg ist schlecht ausgeschildert, doch zum Gl\u00fcck ist sein Kopf das beste Navi.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Yeah! Der Mann mit der Sonnenbrille meldet sich mit einem gro\u00dfen Knall triumphal zur\u00fcck! Gerberman ist wieder da! Zorro sitzt wieder im Sattel. Die Konkurrenz zittert. Schlechte Nachrichten verbreiten sich schnell.<br \/>\nIn den gut informierten Insiderkreisen tuschelt man bereits: \u201e Jetzt ist Gerber wieder an einem dicken Ding dran: Der Typ mit der Sonnenbrille will im Internet mitmischen und eine Revolution starten. Er will den ganz gro\u00dfen Coup landen. Bestimmt hat Mark Zuckerberg schon schlaflose N\u00e4chte. Entweder ist Frank Gerber bald in der Weltpresse, oder in der Klapsm\u00fchle! \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Was sagt du dazu, dass viele dich damals f\u00fcr karrieregeil hielten?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Ich muss nicht karrieregeil sein, das w\u00fcrd\u2018 mich stressen. Daf\u00fcr bin ich auch viel zu lazy. Ich bin so verdammt faul, dass ich oft mit Sonnenbrille pennen geh\u2018, weil\u2019s mir zu anstrengend ist, das Licht auszuschalten. Auf den roten Teppich wollt ich nie, Fame ist mir egal. Als Teenie, damals mit 18, hab ich schon gecheckt: Besser mit dem Bike zum Strand als mit der Bonzenkarre zur Maloche. Ich kenn \u2018nen reichen Investmentbanker, der hat so\u2019n mit Edelsteinen verziertes Smartphone mit so \u2018ner Vollpfostenantenne, der macht immer Selfies, wie er mit der nackten Scheckbuch-Barbie Frances Famebitch auf seiner teuren Super-Yacht vor der K\u00fcste von Rhodos liegt und der Champagner sprudelt aus Magnumflaschen. Protz-Pics, da schlaf ich ein. Wayne interessiert das schon? G\u00e4hn! Der Typ m\u00fcdet mich so an, immer die Story von seinem harten Weg zum Reichtum. Einige posten auf Insta Fotos von ihrem vergoldeten Bentley oder ihrem schneewei\u00dfen Privatjet, weil sie hei\u00df auf Likes sind. Diese Likegeilheit find ich auch ultimativst ungeil! Damals, vor einigen Jahren sagte ich mal zu diesem Typ: \u201e Checkst du\u2019s nicht? Wei\u00dfte, Alter, ich hab nix gegen Kohle, aber ich steh nicht auf diese peinliche Protzerei und ich kapier diese Leute nicht, die f\u00fcr so\u2019n bisschen Luxus dem Geld und der Karriere hinterherhecheln &#8222;. Ich zieh einfach extremst easy mein Ding durch, weil\u2019s mir Fun bringt. Kommt der Laster voll Zaster \u2013 okay. Kommt er nicht, auch okay. Ich bin da so supergechillt, eigentlich sollte so\u2019n Superchiller wie ich \u2018nen Helden-Umhang mit einem gro\u00dfen \u201e S \u201c drauf tragen. Viele dieser karrieregeilen Businessleute sind echt sooo verbissen und uncool. Ich glaub, viele Leute da drau\u00dfen m\u00f6gen, dass ich da so locker rangehe. Geht doch auch darum, Spa\u00df zu haben.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Irgendwann hattest du die geniale Idee mit StarStatement.com. Was passierte dann?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Ich war auf der Suche nach einer Garage.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Warum?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> (lacht) Garagen k\u00f6nnen dein Leben ver\u00e4ndern. Frag Bill Gates.<br \/>\n(Frank steckt sich eine Marlboro Light an.)<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Und? Hast du die Garage gefunden?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Ich h\u00e4tt es ja wie Bill Gates gemacht oder wie Kollege Steve Jobs, der in \u2018ner Garage im Silicon Valley gestartet ist, aber es war keine verdammte Schei\u00df-Garage in der N\u00e4he.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Frank muss jetzt umdenken. Der Barhocker wird zum Firmensitz. Clever, wie der coolste Boss der Welt einfach den Barhocker zum Firmensitz erkl\u00e4rt und loslegt.<br \/>\nUm im Internet ganz oben mitzumischen, muss man nicht in einer Garage in Kalifornien begonnen haben. In Deutschland l\u00e4uft es sowieso anders. \u201e Bill Gates fing in einer Garage an. In Deutschland w\u00e4re er damit schon an der Gewerbeaufsicht gescheitert \u201c, sagte Roman Herzog.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Gab es am Anfang ein professionelles Management?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Es gab weder professionelles Management noch einen Masterplan. Es hat sich einfach alles ergeben. Manche haben einen 10-Punkte-Plan. Ich hab\u2018 auch ohne 10-Punkte-Plan voll gepunktet.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Heute hat Star Statement \/ Celebrity Statements Millionen Fans. Ganz am Anfang war das noch anders, nicht?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Yeah. Nur du und ich: Der kleinste Fanclub der Welt.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Der Start war hart.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Da hast du verdammt recht. Die I-Net-Branche ist genau das richtige Ding f\u00fcr verr\u00fcckte Typen wie mich, aber das Ballaballa-Business ist f\u00fcr viele auch verdammt hart \u2013 grad am Anfang, wenn du unter Druck stehst und voll durchstarten willst. Ich war zum Beispiel rund um die Uhr am powern und mein Doc fragte mich eines Tages: \u201e Erinnern Sie sich noch daran, was Schlaf ist? \u201c Der Terminkalender ist da voller als George Clooney\u2019s begehbarer Kleiderschrank. Die Termine sind eng getaktet. Manchmal muss man ein Treffen mit Freunden canceln: \u201e Sorry, ich kann doch nicht. Bin total busy! \u201c Und wer \u2018nen H\u00e4nger in diesem Bizz hat, der wird schnell rausgekickt. Ein Durchh\u00e4nger auf der \u00dcberholspur ist so kontracool. \u201e H\u00e4ngerhausen, Kreis Downstadt \u201c kommt als Adresse nicht so gut. Deswegen leben viele nach der Devise: \u201e Limits? What Limits? Wir ziehen alles, au\u00dfer Grenzen! \u201c Ziehen sich dann jeden Tag \u2018ne Line oder Nootropics rein. Manche topmotivierte Macher im kalifornischen High-Tech-Zentrum Silicon Valley ziehen sich ja Nootropics rein, um ihr volles Potential auszusch\u00f6pfen und sich im Job noch weiter nach vorne zu pushen. \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Das sind leistungsstarke Erg\u00e4nzungmittel, oder?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Yeah. In Amiland nennt man das Zeugs auch Neuro Enhancer oder einfach Smart Drugs. Doping f\u00fcr die Denkmaschine. Obwohl ich ja schon mega-brainy bin, hab ich das auch mal probiert, um das Gehirn aufs n\u00e4chste Level zu bringen \u2013 Du f\u00fchlst dich wie so\u2019n Superhero und denkst: Mein Batmobil steht in der Garage. Genau das Richtige f\u00fcr Kreativit\u00e4ter, damit sie noch kreativer werden! Nootropica ist im Moment vor allem in San Francisco der geile Schei\u00df \u2013 die Smart Drugs sind voll angesagt unter Programmierern der kalifornischen Startup-Szene. Mich w\u00fcrde interessieren, ob sich der geniale Microsoft-Gr\u00fcnder, der ja schon zu Schulzeiten ein Programmierer war, auch irgendwas reingeknallt hat? Irgendwann werd ich mal r\u00fcberjetten und ihn freundlich fragen: \u201e Hey Bill, wie Gates? Erz\u00e4hl doch mal bitte \u2026 \u201c Bin echt mega-gespannt, was er so antwortet \u2026<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Er lacht. Die Zigarette h\u00e4ngt ihm jetzt l\u00e4ssig aus dem Mundwinkel wie einst James Dean in \u201e Giganten \u201c. Der smarte Mastermind Frank Gerber behauptet, er h\u00e4tte nur die echt harmlosen Drogen genommen. Nee, is\u2018 klar.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Unter uns: Was hast du dir alles reingepfiffen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> War er clean oder war er dicht? Man munkelt, man munkelt, aber man wei\u00df es nicht!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Mach das Lama und spuck\u2019s aus!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Okay, ich war immer voll drauf. Die Leute, die keine Drogen nehmen, sind doch auch eher so eine gesellschaftlliche Randgruppe. Ich konsumierte alles: Heroin, Kokain, Speed, Ecstasy und alles, was reinknallt. Hey, nein, das war ein Gag. Nat\u00fcrlich hab ich mir nicht alles reingezogen. Wie kommt man gut drauf? Der K\u00e4ffchenkick ist f\u00fcr mich voll wichtig, klaro, aber auch die Kr\u00e4uter der Bronx, Nikotin, Liquid Cocaine, also Energydrinks und \u2018ne neue Designerdroge mit dem Namen XXMegaOne standen bei mir ganz oben in den Charts. Dazu diverse Gut-drauf-Pillen. Manche steh\u2019n auch auf \u2018ne Mikrodosis LSD. Der Mix macht\u2019s. Aber was f\u00fcr mich funktionierte, muss nicht automatisch f\u00fcr andere funktionieren. Das Spiel mit Drogen ist immer wie Russisch Roulette.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> W\u00fcrdest du sagen, dass du eventuell ein Drogenproblem hattest?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Immer sch\u00f6n cool bleiben! Wie schon einmal ein ber\u00fchmter Philosoph namens Keith Richards sagte: \u201e I\u2019ve never had a problem with drugs, I\u2019ve had problems with the police \u201c, ich habe keine Probleme mit Drogen, nur mit Cops.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Um das Thema Drogen wird immer eine Riesensache gemacht. Frank Gerber dagegen sieht\u2019s locker, oder?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Hey, ich sag nicht: Legalize jeden Schei\u00df! Aber vor allem mit dem Kiffen seh\u2018 ich das nicht so eng. Bin sowieso f\u00fcr eine Legalierung und f\u00fcr eine absolute Drogenfreigabe. Die offizielle Drogenpolitik ist doch total gefloppt. Sogar viele \u00c4rzte, Politiker und Polizisten fordern heut die kontrollierte Abgabe, um die Qualit\u00e4t des Stoffes zu garantieren und den illegalen Markt auszutrocknen.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Als ihn vor einigen Jahren ein Politiker wegen eines \u00e4hnlichen Statements ein schlechtes Vorbild nannte, sagte Frank nur cool: \u201e Blablabla \u2026 Und? Sonst noch was? \u201c Er hatte einfach keine Lust mehr auf solche Diskussionen. Lieber sorgte er mal wieder f\u00fcr Aufsehen und lie\u00df sich in der Pose der State of Liberty fotografieren, mit einem brennenden Joint statt der Fackel in der Hand \u2013 eine Inzenierung, f\u00fcr die ihn viele am liebsten zur Freiheitsstatue der Kifferbewegung k\u00fcren w\u00fcrden.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Wei\u00df jemand wie du eigentlich, wer hier im Viertel gutes Gras vertickt?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Klaro, ich hab doch Hoodknowledge.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Deinen gro\u00dfm\u00e4uligen Kleindealer, der als Double von Johnny Depp durchgehen w\u00fcrde, den habe ich ja mal kennengelernt. Der h\u00e4ngt meistens vollgedr\u00f6hnt in St. Georg rum, Lange Reihe, oder?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Mein Stra\u00dfenapotheker Mr. Energy aus St. Georg in Hamburg sieht mit seinen langen Haaren und der megateuren Markensonnenbrille tats\u00e4chlich ein bisschen so aus wie Johnny Depp in seiner Rolle als George Jung in dem Drogen-Drama \u201e Blow \u201c. Sein bester Kunde Billie Breit hat mir gefl\u00fcstert, dass der Typ sogar \u2018ne eigene Firma hat: Smart Drugs GmbH und Co. KG. Er hat mal die Hokuspokus-Pillen vertickt und danach dachte ich: Die Zeit der Zauberer ist gekommen. Obwohl Mr. Energy ein Dealer ist, kommt er dennoch sympathisch r\u00fcber. Eigentlich ist er auch nur einer von diesen armen Hunden, die ihre Sucht mit Dealen finanzieren. Haupts\u00e4chlich dealt er n\u00e4mlich mit Gras und macht den Chilllinger und quatscht jeden an: \u201e Do you need something, my friend? \u201c Mr. Energy ist clever und smart und hat fast alles am Start. Auf seinem verwaschenen T-Shirt steht: \u201e <em>Und<\/em> <em>was<\/em> <em>qualifiziert<\/em> <em>Sie<\/em> <em>zum<\/em> <em>Beruf<\/em> <em>des<\/em> <em>Dealers<\/em>? \u201e\u201c \u2013 \u201e <em>Ich<\/em> <em>hab<\/em> <em>das<\/em> <em>Zeug<\/em> <em>dazu<\/em>. \u201c Echt ausgeflippt, der Typ! Einmal wurde er von den Bullen mit 29,8 Kilogramm Marihuana erwischt und erz\u00e4hlte denen dann cool, dass es sich nur um Eigenbedarf handele. 29,8 Kilogramm Eigenbedarf! Er ist eben unheimlich locker drauf und der coolste Dealer ever! Nat\u00fcrlich durfte er nach diesem Ding statt den Smog von St. Georg erstmal gesiebte Luft atmen. Im Klaro-Text: Er wanderte direkt in den Knast, wo er die Zelle mit einem Mitternachtsschlosser teilte, der in Rififi-Manier in ein Juwelier-Gesch\u00e4ft eingestiegen war. Der italienische Anwalt, der ihn dann rausgehauen hat, h\u00e4tte \u00fcbrigens John Gotti doublen k\u00f6nnen. Er sah genauso aus wie der Mobster aus New York City und trug auch immer elegante Ma\u00dfanz\u00fcge und so.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Kommen wir bitte noch einmal zur\u00fcck zum Thema Nootropica. Was ist es f\u00fcr ein Gef\u00fchl, wenn man damit drauf ist?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Es ist jedes Mal eine echte Grenzerfahrung f\u00fcr Gehirn, der totale Power-Push \u2013 und ich f\u00fchl mich wie in einer rasend schnellen und wild kreisenden Hochgeschwindigkeits-Achterbahn. Ich spiele mit den freshen W\u00f6rtern wie Portugals Fu\u00dfball-Genie Cristiano Ronaldo mit dem Ball \u2013 I love it! Andere machen Entertainment, ich mache Enterbrainment. Innerhalb von nur 40 Minuten hab ich mal die genialen Texte \u201e Club 27 \u201c und \u201e Mit Johnny macht man Cash \u201c geschrieben. Beide Meisterwerke sind der absolute \u00dcberhammer, speziell \u201e Mit Johnny macht man Cash \u201c ist ultimativst \u00fcberirdisch und nicht von dieser Welt. The Next Steve Jobs? Oder ein Geistesgigant wie Albert Einstein, der Erfinder der Relativit\u00e4tstheorie? Der richtige Mix ist der Masterkey f\u00fcr die T\u00fcren zum Olymp und auch der Backstage Pass zu den G\u00f6ttern &#8211; und dann kannst du alles sein, alles ist m\u00f6glich. Wunder geschehen: Blinde gehen und Lahme sehen! (<em>lacht<\/em>) Und die Leute rufen einem zu: \u201e Sind Sie etwa Jesus Christus reloaded?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span>:<\/em> Was sagst du zu Kritikern, die strikt dagegen sind, dass immer mehr Menschen ihre Gehirnleistung mit diesen Smart-Drugs-Pillen pushen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span>:<\/em> Eigentlich bin ich heute nicht mehr so der Pillen-Typ. Trotzdem w\u00fcrde ich denen sagen: \u201e Take A Chill Pill! \u201c<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frage:<\/em> <\/span>Gesundheitlich ging\u2019s dir damals aber weniger gut, oder?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank Gerber:<\/span><\/em> Mir ging\u2019s verdammt schlecht. Bin jahrelang nicht zum Doc gegangen, weil ich Angst vor der Diagnose hatte. Der mutigste Mensch der Welt bin ich n\u00e4mlich auch nicht. Eines Tages ging ich aber zum Doktorchen und ich lie\u00df mich durchchecken: Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, Blutwerte-Tests \u2013 ich hab alles M\u00f6gliche gemacht. Der Durchblick-Doc informierte mich sp\u00e4ter \u00fcber die Resultate des medizinischen Check-ups und meinte sinngem\u00e4\u00df, wenn ich so weitermach, dann werd ich bald Kurt Cobain die H\u00e4nde sch\u00fctteln.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Spontan engagiert Frank einen professionellen Personal-Trainer, der schon einige internationale Top-Sportler gecoacht hat. Gelegentlich trainiert er jetzt im angesagtesten Gym von Hamburg oder macht Streetskating oder rast mit seinen neuen Inline-Skates durch die Stra\u00dfen der Stadtteile Harvestehude und Rotherbaum. Besonders gerne f\u00e4hrt er nachts durch den Harvestehuder Weg, vorbei an s\u00fcndhaft teuren Luxus-Immobilien und herrschaftlichen Villen: Der Prachtboulevard am Alstervorland in Hamburg geh\u00f6rt zu seinem Revier, aber auch die Stra\u00dfe Bellevue an der Hamburger Au\u00dfenalster. Nach kurzer Zeit ist er wieder in shape und \u201c topfit wie ein Paar Sneakers. \u201c Nachts setzt er die coole Cuba-Cap auf und zieht die Sportswear an und joggt unterm Sternenhimmel um die Au\u00dfenalster in Hamburg, nat\u00fcrlich mit einer Kippe l\u00e4ssig im Mundwinkel. Kein Schei\u00df.<br \/>\n\u201e Man nennt mich auch Mick Jogger! \u201c, erz\u00e4hlt Frank mir. \u201e Ich jogge neuerdings fast jede Nacht durch Hamburg. Am Anfang war das verdammt schwierig f\u00fcr mich, denn st\u00e4ndig schwappte der Whisky \u00fcber den Rand des Glases. Aber neue Herausforderungen sind ja voll mein Ding! \u201c Und dann f\u00fcgt Frank hinzu: \u201e Der Brite George Mallory wurde gefragt, warum er den h\u00f6chsten Berg der Welt, den Mount Everest, besteigen wolle. Seine coole Antwort: \u201c Weil er da ist. \u201c Manchmal hat man einfach \u2018nen ambitionierten Traum \u2013 und dann muss man das durchziehen. Konsequent. Viele Menschen haben ihre Tr\u00e4ume verloren. Leider gibt es kein Fundb\u00fcro f\u00fcr die verlorenen Tr\u00e4ume. \u201c<br \/>\nMission? Yes! Impossible? No! Agent Frank Gerber: Mission StarStatement.com. Wie der britische Agent James Bond lebt auch Frank f\u00fcr seine Mission, ist der klassische Abenteurer. Mit ihm wird sogar jede Pauschalreise zum Abenteuerurlaub. Schon immer f\u00fchrt Frank Gerber ein Leben auf der \u00dcberholspur. \u201c Zweite Reihe ist nix f\u00fcr mich. Bin eher der Pole Position-Typ. Ich war immer schon bereit, Vollgas zu geben, wo andere brav das STOP-Schild akzeptierten. \u201c<br \/>\nFrank nimmt ultral\u00e4ssig seine Sonnenbrille ab. Steht auf, um sich einen Espresso zu holen. Erneut ist er total auf Koffein-Entzug. \u201e Mein Lieblingsspielplatz ist am Rand des Abgrunds \u201c, sagt er l\u00e4chelnd und nippt an seinem Espresso. \u201e Ich liebe es, zu tanzen. Vor allem auf dem Vulkan. Ich bin immer auf der Suche nach dem ultimativen Adrenalin-Kick. Wie so\u2019n Base-Jumper, der sich von den h\u00f6chsten Geb\u00e4uden der Welt st\u00fcrzt. Wie so\u2019n Extremsportler, der sich Steilh\u00e4nge runterst\u00fcrzt oder aus der Stratosph\u00e4re springt oder im Winter auf dem Gipfel des Nanga Parbat steigt. Normal? Bockt nicht! Rockt nicht! \u201c<br \/>\nIch greife nach einem Energydrink. Nach einer kurzen Pause frage ich Frank: \u201e Kann es sein, dass die Leute Recht haben, die immer behaupten, der Gerber sei total gaga? \u201c<br \/>\nEr beantwortet die Frage mit einem rauen Lachen. Keine Antwort ist auch \u2018ne Antwort. Dann aber setzt er seine schwarze Sonnenbrille wieder auf und sagt: \u201e Manche Leute schimpfen mich crazy. Thank you for the compliment. Die Welt braucht definitiv mehr Verr\u00fcckte und weniger Normale. Immer, wenn man mir sagt, ich w\u00e4re nicht normal, guck ich mir die sogenannten Normalen an und bin mega-happy. Ich riskier\u2018 lieber alles, als irgendwann in ferner Zukunft zu bereuen, mich nicht getraut zu haben. Das Leben ist f\u00fcr mich wie ein Casino und ich hab immer mit verdammt hohen Eins\u00e4tzen gespielt. Ist wie in der Liebe: Du kannst der Verlierer mit einem gebrochenen Herzen sein oder Du gewinnst und hast die sch\u00f6nste Lovestory des Jahrhunderts. Aber Du musst voll auf Risiko gehen, um es \u00fcberhaupt erstmal rauszufinden. \u201c<br \/>\nAuf dem gigantischen Superflat Screen l\u00e4uft mittlerweile eine DVD \u00fcber den silbergl\u00e4nzenden Zeppelin \u201e Hindenburg \u201c, der 1937 nach New York startete, und Frank schaut sehr interessiert hin. Der gigantische Feuerball des brennenden Luftschiffs spiegelt sich auf den Gl\u00e4sern seiner schwarzen Designer-Sonnenbrille. Ich frage: \u201e Kannst du dich noch an die Zeit erinnern, als kaum jemand an deine Version glaubte, Star Statements \/ Celebrity Statement richtig gro\u00df zu machen? \u201c<br \/>\n\u201c Of course I remember \u201c, antwortet Frank. \u201eNat\u00fcrlich erinner\u2018 ich mich. Ich war einfach nur \u2018n Typ von der Stra\u00dfe, mit ein paar Ideen und \u2018nen Traum. Ich hab sehr fr\u00fch gecheckt: Manche Leute sind auf der Welt, um der Nachwelt etwas Gro\u00dfes zu hinterlassen: Die Zauberfl\u00f6te, eine Mona Lisa, ein \u201c E=mc2 \u201c oder eben StarStatement.com. Viele Nullchecker hielten mich f\u00fcr komplett verr\u00fcckt. Du wei\u00dft doch, wie das l\u00e4uft. Ich kriegte viele bl\u00f6de Spr\u00fcche reingedr\u00fcckt. Wenn bl\u00f6de Spr\u00fcche Dollars w\u00e4ren, w\u00e4r\u2018 ich jetzt reicher als der US-Investmentgigant Warren Buffett. \u201c, sagt er mit leicht bluesigem Timbre.<br \/>\nHigh Noon in Frankfurt, zw\u00f6lf Uhr mittags: Irgendwann gab es ein Meeting mit einem grenzdebilen Banker. Frank erinnert sich: \u201c Der Showdown in Bankstertown! Geistig duelliert haben wir uns. Der Banker war so\u2018n typischer Super-Spie\u00dfer. Er war so\u2019n angepasster, oberbornierter Krawatten-Django und meinte: \u201c Darauf hat die Welt gerade noch gewartet. Noch eine Online-Plattform. \u201c Als er diesen Spruch brachte, dachte ich nur: (br\u00fcllt) Fuck off! Aber ich bewahrte die Contenance und ballerte mit freundlichen Worten zur\u00fcck: \u201c Wenn Sie meinen, dass Mercedes nur ein Auto ist, dann ist StarStatement.com nat\u00fcrlich nur eine Online-Plattform! \u201c Es war schnell klar: Keiner dieser Anzugstypen w\u00fcrde einen wie mir jemals auch nur einen verdammten Cent leihen. Kann man nix machen, ne? Diese fantasielosen Schnarcher konnten oder wollten meine Vision nicht sehen. Meine <em>dunkle<\/em> Sonnenbrille h\u00e4tte ich also nicht mit in die Bank nehmen m\u00fcssen: Dieser Banker war nicht grad der <em>Hellste<\/em>! \u201c<br \/>\nNachdem die Bank den Kredit abgelehnt hat, geht Frank erstmal in die n\u00e4chste Bar und bes\u00e4uft sich. Doch Frank ist jemand, der sich von einem fr\u00fchen Gegentor nicht unterkriegen l\u00e4sst \u2013 never ever. Was ein echter Streetkicker ist, der h\u00e4ngt sich dann eben noch mehr rein.<br \/>\n\u201e Eines Nachts stieg ich ins Auto und cruiste wieder mal locker-l\u00e4ssig durch die Freche- und Hammerstadt Hamburg \u201c, erz\u00e4hlt Frank. \u201e Die Stra\u00dfen der Stadt waren fast leer. Der Tank meiner Karre auch. Mein Konto sowieso. Es war irgendwie mal wieder nicht mein Tag und irgendwann dachte ich: Es ist auch nicht mein Jahrhundert! Dabei lief es eigentlich super an. Einzig in monet\u00e4rer Hinsicht lief es bei mir nicht so gut. Die Kohle f\u00fcr das Projekt Star Statement kratzte ich echt nur mit Not zusammen. Gab harte Zeiten, in denen ich die Miete oder das Telefon nicht bezahlen konnte. Aber ich kam mit dieser Situation klar, denn ich hab in meinem Leben schon mal mein komplettes Verm\u00f6gen verloren. \u201e Schei\u00df drauf: Es ist nur Geld! \u201c, sagte ich damals schon. Nat\u00fcrlich sind solche Geldprobleme unsch\u00f6n. Das geh\u00f6rt aber dazu. Ich kriegte eben nicht nur Fanpost, manchmal kam auch \u2018ne Mahnung reingeflattert. Cool bleiben, dachte ich. Ausrasten, das bringt\u2019s nich\u2018: M\u00fclleimer auf, Mahnung rein, M\u00fclleimer zu! Ich dachte immer, wenn\u2019s hart auf hart kommt: Ich werd schon irgendwo einen Platz zum Pennen finden. Notfalls kauf ich mir \u2018n Zelt. \u201c<br \/>\nMit einer unversch\u00e4mten L\u00e4ssigkeit brachte Frank Gerber den Rock \u2018n\u2018 Roll in das angestaubte Internet. Der leicht exentrische Star Statement-CEO mit Rock-Attit\u00fcde kann nicht normal \u2013 auch nicht gesch\u00e4ftlich. Und weil Gerber eben Gerber ist, sah das bei ihm so aus: Er freute sich immer auf Business-Meetings mit sogenannten seri\u00f6sen Gesch\u00e4ftsleuten \u2013 und verkleidete sich manchmal aus Spa\u00df als der Joker aus dem Blockbuster \u201c The Dark Knight\u201c: Mit dem lila Mantel und den leicht gr\u00fcn schimmernden Haaren und so, da sah er Heath Ledger in seiner d\u00fcsteren Rolle als Comic-Superb\u00f6sewicht The Joker frappierend \u00e4hnlich.<br \/>\n\u201e Superschr\u00e4g \u201c, ist ein Wort, das oft f\u00e4llt, wenn es um Frank Gerber geht. Mr. Star Statement hat sein eigenwilliges Verhalten immer wieder auf ein neues Level gebracht: Es gibt auch noch Fotos und Videos davon, wie Frank im Office als Elvis verkleidet im wei\u00dfen Las-Vegas-Anzug und der typischen Haartolle zum Golfschl\u00e4ger greift: Damit lochte er zusammengekn\u00fcllte Geldscheine in ein leeres Whiskyglas ein. Und dazu lief laut der Presley-Song <em>A<\/em> <em>Little<\/em> <em>Less<\/em> <em>Conversation<\/em>. Echt Frank! Einige Businessleute brachte der passionierte B\u00fcrogolfer damit an den Rand des Wahnsinns. Sie kamen mit der manchmal launischen Diva Gerber nicht klar. Sie hatten wirklich genug von seinen Kapriolen.<br \/>\nNat\u00fcrlich gab es nicht wenige spa\u00dffreie Businessleute, die meinten, Freaky Frankie m\u00fcsse sich mehr anpassen, sollte nicht st\u00e4ndig wie ein durchgeknallter Internet Punk respektlos die Regeln brechen. Er war zwar noch ein Newcomer im Internet-Gesch\u00e4ft, doch Frank w\u00e4re nicht Frank, wenn er alle Spielregeln brav akzeptieren w\u00fcrde: \u201c Ich hab mich noch nie um Konventionen geschert. Diese Spie\u00dfer sollen sich echt mal locker machen und mich nicht volltexten. Denen sage ich immer: Leute, ich bin nun mal nicht brav und angepasst und Typ netter Schwiegersohn wie der Facebook-Chef und Z-Promi Zuckerberg, sondern das krasse Kontrastprogramm. Ich bin eben anders! Kommt drauf klar, so l\u00e4uft das nun mal bei mir. Wer das nicht akzeptiert, soll zur H\u00f6lle fahren. Ich hab StarStatement.com nicht gegr\u00fcndet, um m\u00f6glichst schnell Karriere zu machen und viel Kohle abzucashen. Das war nicht meine Intention. Unsere Philosophie bei Star Statement ist es vor allem, Spa\u00df zu haben. Ich wollte vor allem Spa\u00df und \u2018ne gute Zeit haben. Mir ist egal, was diese Leute von mir halten: Am besten meinen Drink! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Im s\u00fcdlichen Teil der kalifornischen San Francisco Bay Area liegt das Mekka der IT- und Hightech-Industrie: Unglaublich viele Technologie-Unternehmen wie z.B. Google, Apple, Yahoo, Amazon und Facebook haben ihren Sitz im Silicon Valley. Vor drei Jahren kriegte Frank einen Anruf aus dem Silicon Valley. Ein millionenschwerer Amerikaner witterte den Mega-Deal seines Lebens, hatte schon Dollarzeichen in den Augen und wollte gro\u00df bei $tar $tatement einsteigen, so nach dem Motto: Geld spielt keine Rolex. Frank sagte damals zu mir: \u201c Die Jungs aus dem Silicon Valley haben\u2019s echt drauf. Okay, nicht alle, aber viele von denen sind verdammt coole Typen. Gelegentlich treff ich Leute, die glauben, die Dot-Commander sind die neuen Gladiatoren und das Internet ist das neue Kolosseum. Die Arena gibt\u2018s aber in Wahrheit nicht, weil die meisten von uns keine Konkurrenten sind, denn manchmal entstehen sogar wahre Freundschaften. Konkurrenzdenken ist und war auch noch nie mein Ding. Konkurrenzdenken ist so yesterday. Doch die Moneymaker aus dem Silicon Valley, die alles nur unter dem monet\u00e4ren Aspekt sehen und sich mehr f\u00fcr die schnelle Kohle interessieren als f\u00fcr die Sache, auf die steh\u2018 ich nicht. Dicke Hose ist aus der Mode. Dicke Hose ist doch echt ein bisschen <em>last<\/em> <em>season<\/em>. Protz ist ein Abt\u00f6rner! \u201c<br \/>\nFrank hat mich dann irgendwann \u201e gekainkanappt \u201c und nahm mich dann mit und er sah seine Checkliste vor diesem Mega-Meeting lieber zweimal durch und ging fokussiert ins Gespr\u00e4ch. Wir trafen den Businessman in seinem B\u00fcrotower und er sagte zu uns: \u201e Please, sit down! \u201c Frank wollte sich aber nicht wieder setzen. Er wollte sich widersetzen. Aus Solidarit\u00e4t schloss ich mich Mr. Star Statement an und er sagte l\u00e4chelnd zu mir: \u201eWillkommen im Widerstand! \u201c<br \/>\nDer stinkreiche Amerikaner erz\u00e4hlte, dass er <em>Good<\/em> <em>Old<\/em> <em>Tsch\u00f6rmany<\/em> liebe und machte <em>Fr\u00e4nk<\/em> <em>G\u00f6rb\u00f6r<\/em> aus <em>H\u00e4mb\u00f6rg<\/em> dann ein Angebot. Allerdings nur unter der Bedingung, dass <em>Star<\/em> <em>St\u00e4tement<\/em> <em>Intern\u00e4schennel<\/em> in Zukunft glatter und angepasster wird und er auch inhaltlich mitreden k\u00f6nne. \u201e Hey, der war gut \u201c, sagte Frank m\u00fcde l\u00e4chelnd und schob die schwarze Sonnenbrille, die ihm auf die Nasenspitze gerutscht war, mit dem <em>Mittelfinger<\/em> wieder zur\u00fcck.<br \/>\nCoooool!<br \/>\nSp\u00e4testens ab diesem Zeitpunkt war Frank mein absoluter Superstar. Ich knuffte ihn in die Seite. \u201e Wie w\u00e4r\u2019s mit einem Autogramm? \u201c<br \/>\nFrank Gerber ist wirklich anders! Er geht cool damit um, hot zu sein, er ist nicht bereit, seine Seele zu verkaufen, und er zieht sein Ding ganz cool durch. Denn Star Statement \/ Celebrity Statements ist mehr als nur eine weitere Site im Netz. Es ist eine Lebenseinstellung. StarStatement.com ist ein politisches Statement, ist rebellisch und unangepasst. StarStatement.com wird als Underdog wahrgenommen und das ist immer cooler als Mainstream. Oh yeah!<br \/>\nDas Ende der Story ist: Mit einer Zigarette im Mundwinkel sah Frank den Typ provozierend locker an. Frank trug einen schwarzen Armani-Anzug, die Hand l\u00e4ssig in die Hosentasche gesteckt. Er sah ein bisschen wie Frank Sinatra auf diesem ber\u00fchmten Foto aus, wo er das Jackett \u00fcber der Schulter tr\u00e4gt und den Hut schr\u00e4g im Gesicht. In diesem Moment hatte er die Aura eines schwarzen Panthers, Sekunden bevor er seine Beute killt. Dann lehnte er das Angebot h\u00f6flich ab. Er teilte dem amerikanischen Gesch\u00e4ftsmann quasi durch die Blume mit, wie die Dinge stehen, nein, er sagte es ihm sch\u00f6n direkt durch die Gerbera-Bl\u00fcte. Er machte einen auf Heidi Klum und meinte zu dem Typen sinngem\u00e4\u00df: Heute habe ich leider kein Foto f\u00fcr Dich!<br \/>\nNicht wenige hatten Frank Gerber damals f\u00fcr total gaga erkl\u00e4rt, weil er nicht bei der ersten gro\u00dfen Offerte euphorisch einschlug. Aber Frank wusste nicht recht, was zwei Piratenkapit\u00e4ne auf einem Schiff sollen: \u201c Der verwegene Captain Jack Sparrow beh\u00e4lt schlie\u00dflich auch am liebsten allein das Kommando \u00fcber sein Schiff, die Black Pearl. Leute wie wir segeln weiter unter schwarzer Totenkopfflagge durch die Karibik, wild wie Wind und Meer. Au\u00dferdem laberte dieser Typ zu viel rum. Ein echter Pirat labert aber nicht <em>rum<\/em>. Ein echter Pirat s\u00e4uft <em>Rum<\/em>! \u201c<br \/>\nAye, aye, Captain Frank!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Star Statement Pirate Captain Gerber kriegte in dieser Zeit wirklich reichlich Gegenwind. \u201e Gerade das macht das Leben erst spannend! \u201c, sagte Frank \u2013 und zog gegen alle Widerst\u00e4nde das Star Statement-Ding maximalcool durch. Ein Frank Gerber macht keine halben Sachen.<br \/>\nAuch einige Leute aus seinem Bekanntenkreis waren zun\u00e4chst sehr skeptisch. \u201e Das schaffst Du doch sowieso nicht, das bekommst du nie gefickt, haben die meisten Leute gesagt \u201c, erinnert sich Frank. \u201eCool bleiben, sagte ich mir immer wieder. Ich dachte nur: Untersch\u00e4tzt mich ruhig. Das wird \u2018n Mega-Spa\u00df! F\u00fcr diese Fulltime-Skeptiker waren Typen wie ich total abgespaced, f\u00fcr die waren Leute wie ich nur Spinner, aber: Heute Spinner \u2013 morgen Winner! Wie sagte schon Mark Twain: Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat. \u201c<br \/>\nJetzt erst recht, dachte Frank und powerte los. Sollen die anderen doch reden, was sie wollen. Irgendwie genie\u00dft es Frank sogar, der Underdog zu sein.<br \/>\n\u201e Ehrlich gesagt: Ich wusste gar nicht so richtig, wie ich alles machen soll \u201c, erz\u00e4hlt Frank. \u201e Es gab nichts Vergleichbares wie Star Statement. Konnte mich an nix orientieren. Ich dachte: Nat\u00fcrlich kann ich damit auf die Fresse fliegen, aber ohne Risiko l\u00e4uft\u2019s im Leben nicht. Is\u2018 wie bei einer Fussball-WM: Jede Nationalmannschaft m\u00f6chte die goldene World Cup-Trophy holen! Daf\u00fcr muss man aber auch \u2018nen Flotten Elfer machen, was riskieren und sich voll reinh\u00e4ngen. Nat\u00fcrlich dachten damals nicht wenige: \u201e Der Typ hat \u2018nen kompletten Knall! \u201c Doch mit meiner sympathischen Art schaffte ich es schlie\u00dflich, mein Umfeld zu \u00fcberzeugen. \u201c (lacht)<br \/>\nWer Erfolg haben will, muss auch ein Risiko eingehen. Frank Gerber traut sich, und sein Erfolg gibt ihm recht. Manche Jungs haben\u2019s einfach drauf.<br \/>\n\u201e Es ist fast wie in der Formula One \u201c, sagt Frank. \u201e Man braucht Dauerpower und sollte tricky und supercool sein, wenn Du irgendwann der Pole-Mann sein willst! Zum Gl\u00fcck lief es dann irgendwann wunderb\u00e4rchen und eines Abends im Hamburger Hotel \u201c Le M\u00e9ridien \u201c sah ich in den Spiegel und mein Spiegelbild sah megahappy aus. Ich hob das Glas, prostete mir selber zu und sagte zu mir: \u201e Congrats, Mr. Gerber! Great Job! \u201c Dann ging ich direkt runter an die Bar und sprach zu meinen Freunden: \u201c Mission erf\u00fcllt \u2013 Jetzt wird gechillt! Hey Leute, dies ist ein Moment von historischer Bedeutung. M\u00f6ge dieser Moment uns in Erinnerung bleiben. Man hat\u2018s hingekriegt! B\u00c4M! Ghettofaust! \u201c Dann knallten wir alle l\u00e4ssig die F\u00e4uste zusammen und ich rief: \u201c Lasst uns chillen und \u2018n Fl\u00e4schchen Schampus killen! \u201c Ich hab die ganze Nacht durchgefeiert, so gl\u00fccklich war ich! Das war wieder so ein Moment, in dem mir klar wurde, was f\u00fcr ein Supertyp ich bin. \u201c ( lacht )<br \/>\nDer Weg nach oben war nicht nur f\u00fcr die Rolling Stones <em>steinig<\/em>. Gerade in den Anfangsjahren, als Star Statement noch ein ambitioniertes Projekt war und noch nicht so erfolgreich lief, habe auch ich wie viele andere mitgekriegt, wie Leute alles schlecht redeten, was Frank machte. Frank war aber sichtlich am\u00fcsiert und nicht beleidigt, wie er das h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Er ist eben der coolste CEO der Welt, der in der Anfangszeit einfach den Barhocker zum Firmensitz erkl\u00e4rte und der sich au\u00dfer Kunst, Frauen und Whisky f\u00fcr relativ wenig interessiert. Manchmal erinnert Frank Gerber mich an den exentrischen Bayernk\u00f6nig Ludwig II, der ja bekanntlich das Regieren den Ministern aufs Auge dr\u00fcckte, um sich auf dem pomp\u00f6sen Schl\u00f6sschen Neuschwanstein nur der Kunst zu widmen. Im Fokus des Interesses steht auch bei Gerber fast ausschlie\u00dflich die Kunst.<br \/>\nDer Berufscoole der Nation: Frank Gerber neigt nicht dazu, die Nerven zu verlieren. Sein Credo: Cool sein, in jeder Situation den Humor bewahren. Frank: \u201e Hey, diese ganzen Hirnis von damals mit ihrer Denkzwerg-Denke, die hab\u2018 ich nie wirklich ernst genommen. Das war echt die gleiche Art von Leuten, die damals sowas sagten wie: \u201e Ich glaub ja nicht, dass sich dieses \u201e Internet \u201e durchsetzt. \u201c Pardon, aber man kann wirklich nur noch dar\u00fcber lachen. Glaub\u2018, solche Reaktionen muss man nicht wirklich kommentieren. Selbst wenn ich wie Superman fliegen k\u00f6nnte, w\u00fcrden einige noch abl\u00e4stern: \u201c Hey, guck mal, gehen kann er auch nicht! \u201c Ich bleibe cool, weil es nix bringt, sich \u00fcber solche Schwachmaten aufzuregen. Weil es mir auch schei\u00dfegal ist, was die denken. Wenn solche Nullchecker ihre Spr\u00fcche ablassen, ist mir das totalo egalo. Who cares? \u201c<br \/>\nEcht Frank!<br \/>\nTotal cool, der Typ.<br \/>\nAber nicht <em>kalt<\/em>.<br \/>\nIn einem seiner aktuellen Songtexte gibt es den genialen Reim: \u201c Ein neues Zeitalter hat begonnen: Ich hab\u2018 mit Gott gepokert und die Welt gewonnen! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Groundcontrol to Major Frank: \u201e Der Countdown l\u00e4uft! \u201c Die Star Statement-Rakete startete enorm erfolgreich und der Astronaut Gerber ruft erfreut: \u201e Ich glaub, ich heb voll ab! \u201c<br \/>\nDING DING DING DING. Jackpot!!!<br \/>\nEcht fett im Net!<br \/>\nSo eine Online-Plattform hat die Welt noch nicht gesehen! Star Statement.com: Das Ding geht durch die Decke! Mittlerweile mischt die wichtige Online-Plattform made in Germany das Internet so richtig auf, die Erwartungen sind pl\u00f6tzlich so gigantisch hoch wie der Burj Khalifa im Golf-Eimirat Dubai. Frank Gerber ist wieder back in the Game. Seine besondere Website ist im Internet der <em>hot<\/em> <em>shit<\/em>, wie man so sch\u00f6n sagt. Sie ist ein absoluter Hit. Frank Gerber verk\u00f6rpert das Cool Germania. Der Mann mit der schwarzen Sonnenbrille ist Gesicht und Gehirn der popul\u00e4ren Online-Plattform. Unter den Millionen Fans genie\u00dft der avantgardistische Star Statement-Gr\u00fcnder einen Ruf wie Donnerhall. Frank: \u201c Ultimativst \u00fcberirdisch! Ich bin ein E-Mailliard\u00e4r: Die StarStatementianer schreiben mir sogar aus Australien, den USA, Italien, Frankreich, China, Russland und aus GR8 Britain und und und. Ist das cool oder ist das cool? Offenbar hat sich unser Ruf schon bis ans Ende der Welt rumgesprochen, die Reaktionen sind total ph\u00e4nomenal \u2013 und so\u2019n punkiger Plattform-Pr\u00e4sentator wie ich ich freut sich echt wahnsinnigst dar\u00fcber! Eine Online-Plattform muss nicht gro\u00df sein. Nur gro\u00dfartig. Stark, st\u00e4rker, Star Statement! Hol dir den Kick mit einem Klick! Zieh\u2019s Dir rein und sag nicht nein! Ich sag immer zu manchen Leuten: Ich bin zwar nicht Marlon Brando in <em>Der<\/em> <em>Pate<\/em>. Meine Online-Plattform Star Statement ist dennoch ein Angebot, das Sie nicht ablehnen sollten! \u201c<br \/>\nDie exklusivste aller Online-Plattformen, Star Statement, ist nicht mehr zu toppen und nicht mehr zu stoppen. Mit \u201c Star Statement \u201c hat Frank Gerber einen spektakul\u00e4ren Internetcoup gelandet und Millionen User auf der Welt zum Klicken animiert. L\u00e4uft!<br \/>\nIch greife nach meinem Energydrink und frage: \u201e Hat dich der gigantische Erfolg \u00fcberrascht? \u201c<br \/>\n\u201c Andere ernten einen Shitstorm \u2013 wir ernten einen Klickstorm! Coole User entscheiden sich auch f\u00fcr eine coole Online-Plattform. Wenn\u2019s einen Award f\u00fcr die beste Community gibt, dann geht der eindeutig an die Star Statement-Community! \u201c, sagt der unkonventionelle StarStatement-Boss Frank Gerber. \u201c Ich hab von Anfang an tausendpro an den Erfolg der Wahnsinnswebsite geglaubt. Dass es dann aber so eingeschlagen hat, hat mich nat\u00fcrlich schon \u00fcberrascht. W\u00e4re ich jesusm\u00e4\u00dfig \u00fcbers Wasser gelatscht, die Sensation h\u00e4tte nicht gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnen! \u201c<br \/>\nInzwischen ist Star Statement die coolste Online-Plattform der Welt und erfreut sich gro\u00dfer Beliebtheit rund um den Globus. Eine Online-Plattform, die rockt! Star Statement ist Entertainment at is best, Frank Gerber hat immer die coolsten K\u00fcnstler am Start: The Rolling Stones, Madonna und Megastar Taylor Alison Swift alias Taylor Swift! Und Rapper Snoop Dogg, Charlotte Emma Aitchison alias Charli XCX, Jake Bugg, Yvonne Catterfeld, Patrick Gro\u00dfmann alias Luciano und die amerikanische S\u00e4ngerin und Schauspielerin Sabrina Annlynn Carpenter alias Sabrina Carpenter aus Quakertown im US-Bundesstaat Pennsylvania! Und der grandiose Musiker, Komponist und Grammy-Preistr\u00e4ger Jonathan Michael Batiste alias Jon Batiste aus Louisiana, Jason Derulo, P!NK, Post Malone, Bob Dylan und der britische Singer und Songwriter Robbie Williams alias Robert Peter Williams! Und der amerikanische S\u00e4nger, Schauspieler und Moderator Justin Timberlake alias Justin Randall Timberlake aus Memphis, Tennessee und Willie Nelson, Robyn Rihanna Fenty alias Rihanna, Barbara Schirin Davidavicius alias Shirin David, Jennifer Lopez, Carla Bruni &#8211; und die S\u00e4ngerin, Songwriterin, Schauspielerin und LGBT-Aktivistin Stefani Joanne Angelina Germanotta alias Lady Gaga aus New York City! Und die irische Rockband U2 mit Frontmann Bono, Ariana Grande und die US-amerikanische S\u00e4ngerin und Schauspielerin Miley Cyrus alias Destiny Hope Cyrus, die ihren Durchbruch 2006 mit der Disney Fernsehserie Hannah Montana hatte! Und S\u00e4ngerin Demi Lovato aus Albuquerque, New Mexico &#8211; und Christina Aguilera, Karla Camila Cabello Estrabao alias Camila Cabello, Moses Peter Pelham alias Moses Pelham, Childish Gambino, The Weeknd, Eminem, Peter Alexander Makkay alias Peter Maffay, Marten Laciny alias Marteria und Wladislaw Balowazki alias Capital Bra! Und der deutsche Rapper und Schauspieler Paul Hartmut W\u00fcrdig alias Sido, Ronan Patrick John Keating alias Ronan Keating, Carly Rae Jepsen, Andrea Bocelli, Elton John, The 1975, Little Mix, Jennifer Rostock mit S\u00e4ngerin Jennifer Weist, Harry Edward Styles alias Harry Styles, Foo Fighters, Pharrell Williams, Solana Imani Rowe alias SAZ, Die Fantastischen Vier, Celine Dion, Bring Me The Horizon, Rakim Athelaston Mayers alias ASAP Rocky, Jan Philipp Ei\u00dffeldt alias Jan Delay, Michael Conrad Schindler alias Shindy, Tyler The Creator, Elif Demirezer alias Elif, Thomas H\u00fcbner alias Clueso und Rockmusiker Marius M\u00fcller-Westernhagen! Und Keith Richards, Zayn Malik, Andreas Stiegelmair alias Andreas Bourani und die Singer-Songwriterin und Actress Dolly Rebecca Parton alias Dolly Parton! Und der kanadische Rapper und S\u00e4nger Aubrey Drake Graham alias Drake, Shawn Mendes und der amerikanische Rapper Kendrick Lamar Duckworth aka Kendrick Lamar aus Compton, Kalifornien! Und Justin Bieber, Calvin Harris, David Guetta, Felix Jaehn, Herbert Gr\u00f6nemeyer, Barbra Streisand, David Bowie, Zara Larsson und die US-amerikanische S\u00e4ngerin Selena Marie Gomez alias Selena Gomez aus Grand Prairie, Texas, die aktuell 424 Millionen Follower auf Instagram hat und auch als Schauspielerin in Filmen wie Mission 3D, Another Cinderella Story, Die Muppets, Spring Breakers, Getaway, The Big Short, Bad Neighbors und A Love Story gl\u00e4nzte! Und Musiker Sting, Miles Davis, Travis Scott, Kylie Minogue, Leonard Cohen, Sarah Connor, AC\/DC, Mark Forster und der aus \u00d6sterreich stammende Rapper und Musiker Johann H\u00f6lzel alias Falco aus Wien! Und Mariah Carey, Samy Deluxe, Gabriele Susanne Kerner alias Nena, Maluma, Nicki Minaj, Imagine Dragons, Barbara Sch\u00f6neberger, Travis Scott, Marcus F\u00fcreder alias Parov Stelar, Lena Meyer-Landrut, Metallica und die deutsche S\u00e4ngerin und Rapperin Hanan Hamdi alias Namika aus Frankfurt am Main! Und die britische S\u00e4ngerin und Schauspielerin Rita Ora, Carrie Underwood, Adele Laurie Blue Adkins MBE alias Adele, John Roger Stephens alias John Legend, Shakira Isabel Mebarak Ripoll alias Shakira, Future, Kylie Minogue, Gwen Stefanie, Ellie Goulding und die amerikanische Singer-Songwriterin Billie Eilish Pirate Baird O&#8217;Connell alias Billie Eilish aus Los Angeles in Kalifornien und und und. Mehr geht nicht. Das Beste scheint gerade gut genug. Gern zitiert Frank den exaltierten englischen Schriftsteller Oscar Wilde: \u201e Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden. \u201c<br \/>\nWas f\u00fcr ein kometenhafter Aufstieg in den Internet-Olymp! \u201e Star Statement ist Weltcoolturerbe! \u201c, schrieb Frank Gerber mal auf seiner Website. \u201e Das Cool-O-Meter zeigt permanent neue H\u00f6chstst\u00e4nde an, immer wieder haben wir neue hochkar\u00e4tige Stars am Start, total krassomatic, ein atemberaubendes Feuerwerk der Highlights! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vom Insider-Tipp zur Kult-Plattform \u2013 Chapeau! Ich zieh\u2018 meinen Hut schneller als Lucky Luke seinen Colt. Nobody is perfect, aber der Star Statement-Boss Frank Gerber ist verdammt nah dran. Der unglaubliche Mr. Gerber war schon immer seiner Zeit voraus. Und alle anderen rufen pl\u00f6tzlich: \u201e Nichts wie hinterher! \u201c Glaube, f\u00fcr viele Musiker ist es inzwischen ebenso cool auf der angesagten Online-Plattform \u201e Star Statement \u201c pr\u00e4sentiert zu werden wie auf dem Cover des amerikanischen Musikmagazins \u201e Rolling Stone \u201c zu kommen. Ich habe schon in der Anfangszeit fest daran geglaubt, als Star Statement nur ein ambitioniertes Projekt und ein hei\u00dfer Insider-Tipp war. Damals hie\u00df es noch: What the Fuck is Star Statement? Aber ich wusste, dass das funktionieren kann \u2013 und zwar richtig gro\u00df! Zu meinen Freunden sagte ich immer: \u201e Big Business braucht Big Balls! \u201c Schon damals hatte Frank die Eier und wirbelte im Netz viel Staub auf. Wie ein Sturm fegte Frank durch das Internet. Deutschlands Zuckerberg mag eventuell ein wenig crazy und durchgeknallt sein. Aber dieser Exzentriker hat seinen Traum wahr gemacht. Er sagt, dass Star Statement noch nicht die gr\u00f6\u00dfte Website sei, aber die coolste. Mit seiner weltweit einzigartigen Online-Plattform besitzt er etwas sehr Wertvolles: Es ist fast so, als bes\u00e4\u00dfe einer das Grabtuch von Turin oder einen Goldschatz oder die Mona Lisa von Leonardo da Vinci.<br \/>\nFrank Gerber ist \u00fcbergl\u00fccklich! Nach dem bombastischen Erfolg von Star Statement strahlt der charismatische Gr\u00fcnder vor Freude: \u201c Besser wir strahlen als ein Castortransport! Der gigantische Erfolg von Star Statement macht mich total happy. Es zeigt: Es ist immer extremst relevant, sein eigenes Ding durchzuziehen! Aufgeben, nee, war definitiv nie \u2018ne Option f\u00fcr mich. Frank Gerber gibt niemals auf. Dieses Ding war echt ein Herzenswunsch und ich hab\u2019s gerockt, Baby! Typen wie ich freuen sich nicht auf Wochenenden und Urlaube, denn dann w\u00fcrd irgendwas total falsch laufen: Ich freu\u2018 mich echt auf <em>jeden<\/em> Tag in meinem supergeilen Leben! Hab auch Star Statement vom ersten Tag an geliebt. Ich <em>brenne<\/em> f\u00fcr\u00a0 das, was ich tue! Manchmal so sehr, dass besorgte Freunde den Feueralarm ausl\u00f6sen! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Was k\u00f6nnen wir vom Meister lernen? Greife immer nach den Sternen! Frank Gerber hat es tats\u00e4chlich geschafft, Star Statement h\u00f6chst effizient zu einer unverwechselbaren Marke zu stilisieren, die aufregend anders ist. Coole Brands gibt es hierzulande nicht so viele, aber mit Star Statement hat Deutschland wieder eine sehr coole Marke dazu gewonnen.<br \/>\nIn seinem Mundwinkel h\u00e4ngt jetzt eine dicke kubanische Zigarre, aus der kleine Rauchwolken steigen. \u201e Star Statement ist echt jeden Tag ein Abenteuer \u2013 so aufregend wie \u2018ne atemberaubende Fahrt im Rollercoaster! \u201c, sagt Frank, der \u00fcbrigens auch den legend\u00e4ren Super-Spruch \u201e Star Statement \u2013 So geht cool! \u201c erfunden hat.<br \/>\n\u201e Ich wusste schon immer: Star Statement holt sich irgendwann clever die Pole Position, h\u00e4ngt alle anderen ganz l\u00e4ssig ab und macht das Rennen \u201c, lacht Frank. \u201e Aber was ist ein formidabler Formel-1-Pilot und knallharter Racer ohne seine exzellente Boxencrew? Ich hatte und habe die beste Boxencrew aller Zeiten, lauter tolle Leute, die an StarStatement.com geglaubt und das Ding mit angepowert haben: Die vielen greatartigen internationalen K\u00fcnstler, fantastische Menschen aus den Plattencompanys, die Managements, die Agenturen, loyale Forever-Freunde wie Silvia K. und Volker R. und all die anderen &#8211; und vor allem die vielen Millionen User \u00fcberall auf der Welt, die den Star Statement-Spirit sp\u00fcren und immer total zu uns gehalten haben und die mit ihren Clicks die Seite powerful pushen! Das haben wir gemeinsam geschafft! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u201e Star Statement ist der Underdog. \u201c Frank Gerber ist stolz darauf anders zu sein und aus der Reihe zu tanzen. Im Internetkosmos dominieren \u2013 formulieren wir es einmal h\u00f6flich \u2013 Milliarden sehr unsch\u00f6ner Websites. Doch die deutsche Online-Plattform Star Statement macht alles anders. Keine andere Marke legt so viel Wert auf Coolness und Style. Frank Gerber: \u201c Vielleicht gibt es coolere Online-Plattformen. Vielleicht gibt es auch kleine gr\u00fcne M\u00e4nnchen im All. \u201c<br \/>\nWeniger ist mehr lautet die Devise von Star Statement. Frank: \u201c So wie wir das machen, das hat\u2019s noch nie gegeben. Ich habe eine Weniger-ist-mehr-Einstellung. Puristisch und klar mag ich es, deshalb wird alles \u00dcberfl\u00fcssige gekillt. Ich steh\u2018 au\u00dferdem auch nicht auf Klatsch und Tratsch. Wer den aktuellsten Gossip aus der Welt der Stars und Promis sucht, der ist bei StarStatement.com auf der falschen Plattform. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ein weiteres Highlight auf www.star-statement.com ist \u2013 auch das ein Novum &#8211; die Pr\u00e4sentation von international renommierten Pop Art-K\u00fcnstlern. Wenn einer Farbe bekennt, dann Gerber. Kein Wunder, dass so viele Pop-Art-K\u00fcnstler gerne auf die Online-Plattform wollten. Cooler als auf star-statement.com kann man nicht pr\u00e4sentiert werden.<br \/>\n\u201e Jetzt KUNST du was erleben! \u201c, sagt Frank. \u201e Auf StarStatement ist der Flirt zwischen Pop Art und Pop Music besonders intensiv. Die coolsten K\u00fcnstler der Pop Art \u2013 wir haben sie alle am Start! Devin Miles, Heiner Meyer, David Gerstein, James Rosenquist, Laurence Jenkell, Richard Orlinski, Ekaterina More, James Francis Gill, Mauro Perucchetti, Charles Fazzino \u2013 und Meisterwerke von Malern aus der Abteilung \u201c Vorsicht! Frech gestrichen! \u201c und und und. W\u00fcrde Andy Warhol noch leben, er w\u00e4re garantissimo auch supergerne auf unserer Online-Plattform. \u00dcbrigens: Pop Art braucht einen coolen Kunstpreis. Gerne m\u00f6chte ich \u2018nen Preis ins Leben rufen, der das Ziel hat, junge Pop Art-K\u00fcnstler zu pushen. Der neue Award zu Ehren der weltber\u00fchmten Pop Art-Ikone Andy Warhol soll den Namen \u201e Pop Art A.W.ard \u201c haben und die Form soll eine mit Gold \u00fcberzogene Warhol-Figur sein. \u201c<br \/>\nFrank dr\u00fcckt mir das Buch <em>Andy<\/em> <em>Warhol<\/em>: <em>Voyeur<\/em> <em>des<\/em> <em>Lebens<\/em> in die Hand und erz\u00e4hlt mir von dem US-amerikanischen Pop-Art-K\u00fcnstler. Wie, Sie kennen Andy Warhol gar nicht? Keine Sorge, damit Sie nicht allein! Bis vor einigen Jahren hatte ich von diesem K\u00fcnstler auch noch nicht viel geh\u00f6rt. Nur sein Kunstwerk <em>Campbell<\/em>\u2019<em>s<\/em> <em>Soup<\/em> <em>Cans<\/em> und das ber\u00fchmte Bonmot Andy Warhols kannte ich: \u201e In der Zukunft wird jeder f\u00fcr 15 Minuten weltber\u00fchmt sein! \u201c Die Freundschaft zu Frank Gerber verschaffte mir vor einigen Jahren das Entr\u00e9e zur Pop Art und Einblicke in die Welt von Andy Warhol. Ich frage: \u201c Du hast auf einer Vernissage Andy Warhol kennen gelernt. Wann hast du angefangen, dich f\u00fcr Pop Art zu interessieren? \u201c<br \/>\n\u201c Begegnung der unheimlich coolen ART: Es war in den 80ern, als ich zum ersten Mal einige Bilder von Andy Warhol gesehen habe \u201c, antwortet Frank. \u201c Ich lernte Andy auf einer Vernissage kennen und er war ziemlich blass. Krass blass! Der \u00c4rmste sah aus, als h\u00e4tte er eine harte Grippe hinter sich. Er war ja einer der relevantesten Vertreter der Pop Art und ich checkte sofort: Andy Warhol <em>poppt<\/em> auf seine <em>Art<\/em>! WARHOL IST WOW! Ein echter Andy ist voll trendy! Die Preise f\u00fcr einen echten Warhol steigen exorbitant, aber wer wie Richie Rich oder wie Multi-Trilliard\u00e4r Dagobert Duck am Existenzmaximum lebt und im Club der Superreichen ist, kann sich einen echten Warhol und andere Meisterwerke f\u00fcr ein paar Milli\u00f6nchen und Billi\u00f6nchen locker leisten. Wer allerdings nicht so viel Kohle macht wie einst der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar oder der Amazon-Gr\u00fcnder Jeff Bezos, der kann ja zumindest mal gucken. \u201c<br \/>\nDie schrille Pop Art-Ikone Andy Warhol titulierte sich selbst mehrfach als \u201c Groupie der Prominenz \u201c und war fasziniert von Hollywood und seinen Celebrities.<br \/>\n\u201e Gerne h\u00e4tte auch ich zu den priviligierten Personen geh\u00f6rt, die sagen d\u00fcrfen: Andy Warhol hat mich poptr\u00e4tiert. Er machte Marilyn Monroe und Liz Taylor zum kosmischen Kunstwerk und suchte auch immer intensiv die N\u00e4he zu den Reichen und den Sch\u00f6nen ,\u201c erz\u00e4hlt Frank. \u201e Zum Beispiel zu Gunter Sachs. Der legend\u00e4re Kunstsammler, Fotograf und Playboy Gunter Sachs, der in den wilden Sixties und Seventies zum europ\u00e4ischen Jetset geh\u00f6rte, war \u00fcbrigens einer der ersten, der den <em>Godfather<\/em> <em>of<\/em> <em>Pop<\/em> in Europa vorstellte. Andy wurde dann immer ber\u00fchmter und machte fett Kohle. Dr\u00fcckte \u2018nen Haufen Scheine f\u00fcr ein Strandhaus in den Hamptons ab. Nur zur Info: Die Hamptons auf Long Island sind der ultimative Hot-Spot der New Yorker High Society. Manchmal gab Andy \u2018ne Party in den Hamptons, aber richtig mit Stil und nicht nach dem Motto: Ich bin ja sowas von arty und schmei\u00df jetzt \u2018ne Party! Dicke Hose, fette Party \u2013 nee, das war absolutely nicht sein Ding! Illustre G\u00e4ste hingen da bei ihm rum: Rolling Stones-Frontman Mick Jagger zum Beispiel. Aber auch John Lennon oder die wundersch\u00f6ne Jackie Kennedy oder die Performance-K\u00fcnstlerin Grace Jones, die ja zu einer Ikone der Gay-Community aufstieg und die in der VIP-Lounge im legend\u00e4ren New Yorker Club \u201e Studio 54 \u201c oft mit Andy krass abfeierte. Yeah, das \u201e Studio 54 \u201c, da hing Andy damals auch viel rum, mit dem Maler und Graffitik\u00fcnstler Jean-Michel Basquiat zum Beispiel, aber das ist wieder ein ganz neues Thema. \u201c<br \/>\nFrank steht nicht nur auf Girls, auch auf Beuys. Joseph Beuys war f\u00fcr ihn auch einer der ganz gro\u00dfen K\u00fcnstler \u2013 und Joseph Beuys ist auch der Titel einer Portr\u00e4tserie des amerikanischen Pop-Art-K\u00fcnstlers Andy Warhol aus dem Jahr 1980. Womit wir wieder bei Andy Warhol w\u00e4ren. Es gibt dieses Zitat von Rocks\u00e4nger Lou Reed \u00fcber Andy Warhol: \u201c Wir nannten ihn immer Drella. F\u00fcr uns war er eine Mischung aus Dracula und Cinderella. \u201c Ich frage Frank, ob Andy Warhol mit Lou Reed eigentlich richtig befreundet war?<br \/>\n\u201e Yeah, die waren gute Kumpels \u201c, antwortet Frank. \u201e Lou Reed war ja zusammen mit dem britischen Musiker John Cale Gr\u00fcndungsmitglied der von Andy Warhol inspirierten Avantgarde-Band The Velvet Underground. Hey, \u00fcbrigens hab ich noch das erste Velvet-Underground-Album mit dem ber\u00fchmten Bananen-Cover von Andy Warhol. Das Album ist einfach giga-genial. Leider ist Lou Reed schon in die Kiste gesprungen, der jahrelange Umgang mit Whiskey und vor allem Heroin forderte seinen Tribut. \u201e Im Alter von 71 Jahren hat Lou Reed den L\u00f6ffel abgegeben. Die Spritze nimmt er allerdings mit ins Grab ,\u201c schrieb \u00fcbrigens das Magazin <em>Titanic<\/em>. \u201c<br \/>\nSp\u00e4testens seitdem ein Banksy beim Londoner Auktionshaus Sotheby\u2019s in der New Bond Street f\u00fcr \u00fcber 300.000 Pfund versteigert wurde, kaufen auch russische Oligarchen, arabische Scheichs, asiatische Multi-Milliard\u00e4re und VIPs wie Kanye West, Rihanna, Brad Pitt und Schauspielerin Angelina Jolie immer \u00f6fter Werke von popul\u00e4ren Street-Art-K\u00fcnstlern. Auch Frank steht neben Pop Art auf punkige und poppige Street Art und sagt: \u201e Street Art ist seit langer Zeit ein fester Bestandteil urbaner Kultur, Leute wie der international renommierte Graffiti-Sprayer Banksy k\u00f6nnen ein St\u00fcck Mauer in ein Meisterwerk verwandeln. Street ohne Art ist wie der Louvre ohne Mona Lisa. \u201c<br \/>\nIch frage: \u201c Hast du es eigentlich mal selber irgendwann mit der Malerei probiert? \u201c<br \/>\n\u201c Geht Malen nach Zahlen eigentlich als gro\u00dfe Malerei durch? \u201c<br \/>\n\u201c Nein. \u201c<br \/>\nFrank lacht. \u201c Hab\u2019s wirklich mal probiert. Bin mir aber nicht so sicher, ob ich das drauf hab. Ich male Bilder wie ein Schlafwandler auf Ecstasy. \u201c<br \/>\n\u201c Hast du denn deine \u201c Meisterwerke \u201c mal jemanden gezeigt? \u201c<br \/>\n\u201e Na klar \u201c, antwortet Frank. \u201c Aber ich f\u00fchlte mich manchmal verkannt. Das geht vermutlich vielen Genies so. \u201c (lacht)<br \/>\n\u201e Meinst du, dass du das mit deiner Kunst auch wirklich ernst genommen hast? \u201c<br \/>\n\u201e Nat\u00fcrlich! \u201c antwortet Frank gespielt emp\u00f6rt. \u201c Ich nahm die Kunst sehr ernst und wollte mir in meinem ARTelier sogar \u2018n Ohr abschneiden wie dieser weltber\u00fchmte Post-Impressonist Vincent van Gogh. Zum Gl\u00fcck hab ich\u2019s mir anders \u00fcberlegt, denn ich brauch die lockeren Lauscher noch, um gute Musik zu h\u00f6ren. \u201c<br \/>\nAuf einmal hat Frank die grandiose Idee, uns ein wenig Kunst zu pr\u00e4sentieren: \u201e Ich kenn hier \u2018ne Galerie, da gibt\u2019s richtig coole Kunst. \u201c Frank bittet uns daher freundlich, ihn in diese Galerie zu begleiten: Wir nehmen ein Taxi. \u201e Mensing Gallery, please \u201c, wird der Fahrer instruiert.<br \/>\nDie Taxifahrt Richtung Downtown dauert wenige Minuten. Im Taxi l\u00e4uft ein Song von einem popul\u00e4ren deutschen Schlagers\u00e4nger und Frank dreht sich zum Fahrer um und sagt: \u201e Ey Mann, kannste den Schei\u00df bitte mal leiser drehen? Solche Massenverbl\u00f6dungssongs haben echt nichts mit Musik zu tun \u2013 das ist einfach echt endbescheuert. \u201c<br \/>\nDer Taxichauffeur wechselt den Sender, pl\u00f6tzlich h\u00f6ren wir einen Song von Falco und Frank singt mit ihm im Duett: \u201c Die ganze Welt dreht sich um mich, denn ich bin nur ein Egoist \u2026 \u201c Nachdenklich blickt Frank dann aus dem Fenster, w\u00e4hrend der Fahrer die Limousine mit Tempo 50 souver\u00e4n durch den Hamburger Stadtverkehr man\u00f6vriert.<br \/>\nEinen kurzen Moment lang denke ich \u00fcber die Situation nach. Manchmal verstehe ich diesen Typ nicht. Frank ist sowas von anders als andere. Er wirkt manchmal so der Welt entr\u00fcckt, so unnahbar \u2013 als w\u00e4re er ein Alien, obwohl er doch sehr humanoid aussieht.<br \/>\nDann sind wir am Ziel und das Taxi stoppt. Ein paar Leute gucken neugierig, als der gro\u00dfe coole Mann mit der scharfen Super-Sonnenbrille aus dem Taxi steigt. Von welchem Planeten kommt der denn?<br \/>\nFrank Gerber, ultimativst \u00fc\u00fc\u00fcberirdisch! L\u00e4chelnd deutet Frank auf die Glast\u00fcr der Galerie: \u201e Wollen wir? \u201c Seine Entourage und ich begleiten Frank in die Galerie Mensing im Kaufmannshaus, Bleichenbr\u00fccke 10, die f\u00fcr alle interessierten Kunstliebhaber wirklich sehr zu empfehlen ist. Wir sehen uns um und Frank ruft: \u201c Alles so sch\u00f6n bunt hier. Pop Art is my drug! Ich bin zu jung f\u00fcr alte Meister! Obwohl: Gibt nat\u00fcrlich auch tolle Meister aus vergangenen Jahrhunderten. Da sehen dann die <em>jungen<\/em> Wilden schnell echt <em>alt<\/em> aus! \u201c<br \/>\nEinen Moment bleibt er vor dem Bild eines Malers stehen. Dann sagt Frank: \u201c Vor Jahren stand ich mal vor einer absolut wei\u00dfen Leinwand. Auch sch\u00f6n. \u201c<br \/>\nWir sehen uns weiter in der geilen Galerie um, genie\u00dfen die Art-Atmo und haben Bock auf Bilder und superstarke Skulpturen von interessanten K\u00fcnstlern und so ganz nebenbei lerne ich von Frank: \u201e Kunst zu erkennen, ist auch eine Kunst f\u00fcr sich. \u201c<br \/>\nWir sprechen \u00fcber den brasilianischen Neo-Pop-K\u00fcnstler Romero Britto, Damien Hirst und \u00fcber den angesagten New Yorker K\u00fcnstler Jeff Koons, der \u00fcbrigens auch das Cover f\u00fcr das Studioalbum Artpop von Pop-Diva Lady Gaga kreierte.<br \/>\n\u201e Eine gute Galerie ist f\u00fcr mich immer ein St\u00fcck Himmel in dieser H\u00f6lle \u201c, sagt Frank zu uns, als wir alle eine Stunde sp\u00e4ter die Galerie verlassen.<br \/>\nEs gibt eine Skulptur, die mich speziell interessiert, und ich frage Frank: \u201e Versuch doch mal bitte, ob du die Nummer dieses K\u00fcnstlers rausfinden kannst, ja? \u201c<br \/>\n\u201e Ich telefonier\u2018 mal rum \u201c, sagt Frank und zieht sein Smartphone aus der Hosentasche, als sei es ein Colt und er ein Gesetzloser in einem Western.<br \/>\nSmart ist er auch ohne Phone. Aber jetzt greift er zum Smartphone. In seinem \u201e Frankie-Fon \u201c ist sogar das N\u00fcmmerchen des Pr\u00e4sidenten gespeichert. Typen wie Frank Gerber verlassen das Haus nie ohne ihr Handy. Ohne Handy ist er irgendwie gehandycapt. Es k\u00f6nnte ja der Papst aus Rom dran sein. Die Corleones.-) Oder Hollywood. Oder sogar der Robbie Williams der Erleuchtung, der Dalai Lama.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Inzwischen ist es fast 18 Uhr. Frank hat seiner Entourage mittlerweile Goodbye gesagt. Wir haben die Location gewechselt. Incognito, mit einer riesigen Jackie-O.-Sonnenbrille und Hut, schlendere ich nun mit Frank durch die belebten Stra\u00dfen von Winterhude, meine hohen Abs\u00e4tze klappern auf dem Asphalt. Frank sagt l\u00e4chelnd: \u201c Die extrem gut aussehenden F.B.Eyewear-Agenten Silvia und Frank sind wieder mal in geheimer Mission unterwegs. Sonnenbrillen auf! Es kommen wieder <em>blendende<\/em> Aussichten! \u201c<br \/>\nMit meiner extragro\u00dfen Designer-Sonnenbrille sehe ich vermutlich wie die toughe \u201e Vogue\u201c-Chefin Anna Wintour aus. Die Zarin der Fashion-Welt geht ja auch nie oben ohne.<br \/>\nFrank geht am M\u00fchlenkamp in eine B\u00e4ckerei rein und sagt freundlich: \u201c Zwei Br\u00f6tchen bitte! \u201c Das \u00fcberaus attraktive M\u00e4dchen hinter dem Verkaufstresen fragt: \u201c Normale? \u201c Darauf sagt Frank l\u00e4chelnd: \u201c Nee, lieber die Verr\u00fcckten! \u201c<br \/>\nEcht Frank!<br \/>\nMit einem Coffee to go im Becher in der Hand schlendern wir entspannt weiter. Langsam. Eine Armee der Smartphone-Zombies, die man neudeutsch <em>Smombies<\/em> nennt, starren beim Gehen mit gesenktem Kopf auf die Displays ihrer Handys und laufen dabei fast in uns hinein. Die Smombie-Apokalypse steht kurz bevor! Ein Touri mit seinem Trolley und viele junge h\u00fcbsche Dinger, die mindestens so super aussehen wie Madonna-Tochter Lourdes Leon oder It-Model Gigi Hadid, kommen uns auch entgegen. Ein junges M\u00e4dchen sieht sogar fast so aus, als w\u00e4re sie Kosmetik-K\u00f6nigin und Instagram-Ikone Kylie Jenner, die mit ihrem Beauty-Imperium <em>Kylie<\/em> <em>Cosmetics<\/em> die j\u00fcngste Selfmade-Milliard\u00e4rin aller Zeiten wurde.<br \/>\nDie Sonne knallt im Moment nur in meiner Fantasie. Aber weil wir keinen an der Waffel haben, geben wir uns im angesagten Eiscaf\u00e9 im Poelchaukamp erstmal die Kugel. Wenn mein Eis reden k\u00f6nnte, w\u00fcrde es jetzt vermutlich sagen: \u201e Leck mich! \u201c<br \/>\nFrank lehnt nun l\u00e4ssig drau\u00dfen an der H\u00e4userwand und betrachtet das Geschehen. Nur ein paar Meter weiter direkt neben uns an der Kreuzung l\u00e4sst pl\u00f6tzlich eine Frau das Fenster ihres knallroten VW New Beetle herunter und ruft laut: \u201c Hallo, du cooler Vogel! Kennen wir uns nicht? \u201c<br \/>\nDie markante Gerber-Fresse, die schwarze Sonnenbrille , die Basecap, der l\u00e4ssige Gang \u2013 wer kennt ihn nicht, denke ich. Es ist seine alte Bekannte Charlotte. Als Frank stehen bleibt, parkt sie ihr neues W\u00e4gelchen. Steigt mit einer flippigen Freundin aus. Begr\u00fc\u00dft ihn franz\u00f6sisch, K\u00fcsschen rechts, K\u00fcsschen links.<br \/>\n\u201e Wie geht es dir? \u201c, fragt sie.<br \/>\nFrank schiebt langsam seine Sonnenbrille hoch und mustert sie von oben bis unten. \u201e Von allen Stra\u00dfen auf der ganzen Welt \u2026 \u201c, sagt Frank mit einem beil\u00e4ufigen L\u00e4cheln. Und antwortet dann: \u201e Fine, thanks. And you? \u201c<br \/>\nSie steht nur da. L\u00e4chelt.<br \/>\nUnd Frank wirkt wirklich seeeehr happy, Charlotte heute hier wiederzusehen. \u201c Hey S\u00fc\u00dfe, was geht? Everything cool? \u201c, fragt er dann mit einem unversch\u00e4mt charmanten L\u00e4cheln und der brennenden Marlboro Light im Mundwinkel. \u201c Ich bin sehr enchantiert, liebste Charlotte, dass ich dich hier treff. Wollten grad f\u00fcr ein St\u00fcndchen in ein Bistro. Du kannst mit uns abh\u00e4ngen. Komm doch einfach mit, quatschen wir ein bisschen. Hey, hab gewusst, dass wir uns heut auf dieser goldenen Stra\u00dfe des Gl\u00fccks treffen. \u201c<br \/>\nCharlotte scheint jetzt etwas irritiert und fragt: \u201e Wieso hast du das gewusst? Bist doch kein Hellseher! \u201c<br \/>\n\u201e Aber ja doch, meine Liebe \u201c, lacht Frank. \u201e Nat\u00fcrlich kann ich hellsehen, ich setze einfach die dunkle Brille ab. \u201c<br \/>\nCharlotte muss kichern. Sie tr\u00e4gt ihr Haar blond und schulterlang wie einst die glamour\u00f6se Stil-Ikone Grace Kelly. Sie ist blond, aber nicht bl\u00f6d. \u201e Von wegen Bl\u00f6dinen bevorzugt! Blondinen bevorzugt! \u201c, sagte Frank mir mal vor langer Zeit. Er steht auf intelligente Frauen wie zum Beispiel die Juristin Amal Clooney. Intelligenz ist der Backstage-Pass zu seinem Herz.<br \/>\nSie ist schwarz gekleidet, tr\u00e4gt Jeans und Chanel-Blazer. Charlotte fragt ihre russische Freundin, ob sie etwas Zeit hat, w\u00e4hrend Frank f\u00fcr einen Moment Charlotte\u2019s neue Tussiletten bewundert. Charlotte ist dressed to kill und tr\u00e4gt neue und m\u00f6rderisch teure High Heels vom spanischen Designer Manolo Blahnik und sagt lachend: \u201c Kennst doch den Spruch: M\u00e4nner bekommen von neuen Schuhen Blasen. Frauen bekommen vom Blasen neue Schuhe! \u201c<br \/>\n\u201c Einen kleinen Schuhtick hatte sie schon immer \u201c, lacht Frank. \u201c Fast jeder will ins Showgesch\u00e4ft. Nur Charlotte will ins Schuhgesch\u00e4ft. In New York City brauchte sie mal eben dringend Kohle f\u00fcr schicke Sch\u00fchchen \u2013 schlappe 500 tote Pr\u00e4sidenten! \u201c<br \/>\nCharlotte lacht.<br \/>\n\u201e Hey Ladies! \u201c, sagt Frank, \u201e lasst uns starten! \u201c Wir gehen alle in ein wundersch\u00f6nes Bistro, der Duft von zuckers\u00fc\u00dfen T\u00f6rtchen und feinstem Kaffee liegt in der Luft und beim Eintreten behandelt man uns wie K\u00f6nige. Merkw\u00fcrdig. Das sehr feine Bistro ist gut besucht, aber wir haben offenbar Gl\u00fcck und kriegen prompt einen Tisch. Frank grinst uns an. Er sieht jetzt aus wie so\u2019n kleiner Junge, der etwas ausgefressen hat. Frank lacht pl\u00f6tzlich laut und kl\u00e4rt auf: \u201e Ich habe mir erlaubt, einen Tisch zu reservieren. \u201c<br \/>\nWenn Frank Gerber einen Raum betritt, ist es schwer, ihn nicht zu bemerken. Mit meist schwarzer Sonnenbrille und vor allem seiner coolen Art zieht er m\u00fchelos prompt alle Aufmerksamkeit auf sich. Es ist ungef\u00e4hr so, als w\u00fcrde ein ber\u00fchmter Revolverheld den Saloon betreten: Es liegt sofort eine gewisse Spannung in der Luft. B\u00e4m!<br \/>\nDie blonde Bistro-Barbie kommt an unseren Tisch und fragt Frank: \u201e K\u00e4ffchen, Chefchen? \u201c W\u00e4hrend alle anderen Kaffee bestellen, ordert der Aquaholiker Frank zun\u00e4chst nur Wasser und Cupcakes \u2013 und als die <em>gezuckerten<\/em> Cupcakes f\u00fcnf Min\u00fctchen sp\u00e4ter serviert werden, begr\u00fc\u00dft Frank sie mit den Worten: \u201e Hallo, ihr S\u00fc\u00dfen! \u201c<br \/>\nL\u00e4ssig ziehe ich meine schwarze Bikerjacke aus und mach es mir bequem. Charlotte\u2019s russische Freundin setzt sich direkt neben mich und schl\u00e4gt entspannt die Beine \u00fcbereinander, die mindestens so lang sind wie die von Supermodel Kaia Gerber. Sie hat kein Make-up aufgelegt. Ein sch\u00f6nes Kleid von Designerin Victoria Beckham tr\u00e4gt sie und dr\u00fcckt mir eine ihrer Hochglanz-Visitenk\u00e4rtchen in die Hand. Darauf steht: Irana, Cellistin. Und ich so: \u201e Aha. \u201c<br \/>\nDann bewundert Irana meinen Look und fragt, ob ich daf\u00fcr eine Stylistin engagiere. Ich verneine und pl\u00f6tzlich f\u00e4llt mir ein Interview auf S\u00fcddeutsche.de ein, in dem die franz\u00f6sische Schauspiel-Ikone Sophie Marceau gefragt wurde: \u201e Und damit Sie auf dem roten Teppich besonders h\u00fcbsch aussehen, engagieren Sie einen Stylisten, der sich um Ihre Garderobe k\u00fcmmert? \u201c Daraufhin antwortete die sch\u00f6ne Franz\u00f6sin cool: \u201e Wollen Sie mich beleidigen? Sprachen wir nicht eben \u00fcber die Selbstbestimmung der Frau? Und dann soll ich mich f\u00fchlen wie eine Dreij\u00e4hrige, der von Mutti die Anziehsachen rausgelegt werden? Das kriege ich gerade noch selber hin. Auch ohne Abitur! \u201c<br \/>\nFrank erz\u00e4hlt mir die Story, wie er das mond\u00e4ne Ex-Model Charlotte kennen lernte: (lacht) \u201e Ich lernte sie in Casablanca kennen \u2013 oder war es doch Hamburg? Egal! Meinen trendigen Trenchcoat von Burberry hatte ich jedenfalls gegen \u2018ne Lederjacke getauscht und sie hie\u00df Charlotte und auch nicht Ingrid Bergmann. Ich lernte sie nach einer wilden Aftershowparty abends in einer schicken Hotelbar kennen. Sie war von \u00fcberirdischer Sch\u00f6nheit und sofort war ich freudig erregt und in St\u00e4nderstimmung und sie brachte so\u2019n Spruch wie: Haben Sie ein Smartphone in der Tasche, oder freuen Sie sich nur, mich zu sehen? Ich dachte: Das muss die Schwester von Superwoman sein! Eine totale Wow-Frau! Zudem sah sie zum Vernaschen s\u00fc\u00df aus \u2013 so supers\u00fc\u00df wie 1000 bunte Cupcakes! \u201c<br \/>\nNachdem Frank zuvor wieder mal den legend\u00e4ren Klassiker \u201e Casablanca \u201c gesehen hatte, versuchte er Charlotte mit toughem Auftreten \u00e1 la Humphrey Bogart zu imponieren. Frank Gerber war zu dieser Zeit ein veritabler Womanizer und datete viele verschiedene Frauen wie z.B. eine italienische Comtessa oder eine sch\u00f6ne Ballerina oder ein hei\u00dfes Model, das wie die junge 68er-Ikone Uschi Obermaier aussah. \u201e M\u00fcssen wir noch treu sein? \u201c war seine Standardfrage. Bevor es ihn dann mal wieder voll erwischte. Als er die Sch\u00f6ne erblickt, ist er g\u00e4nzlich entz\u00fcckt!<br \/>\nFrank: \u201e Wir sahen uns an und waren sofort hin und weg: Es war Liebe auf den ersten Blickfick. Man nennt mich ja auch Mister Knister: Zwischen Charlotte und mir knisterte es n\u00e4mlich heftig. Ein sexy Kleid und Fuck-me boots trug sie und roch sehr gut nach Opium von Yves Saint Laurent: Das Parfum des franz\u00f6sischen Modesch\u00f6pfers sorgte 1977 f\u00fcr ein Skand\u00e4lchen. Aber das ist wieder \u2018ne andere Geschichte. Der Action-Abend an der Hotelbar endete jedenfalls mit einem totalen Alk-Absturz und etwas sp\u00e4ter stand sie vor mir im Hotelzimmer und trug sexy Dessous des britischen Labels \u201e Agent Provocateur \u201c. Dann landeten wir zusammen im Bett und ich meinte: Hey Charlotte, Let\u2019s Spend the Night Together, und dann seh\u2019n wir mal, wie das mit uns weitergeht. Zuerst dachten wir beide, das war nur ein ONS und vielleicht wird es sowas wie das Vier-N\u00e4chte-Abkommen oder wir werden Fuckbuddys, aber dann wurde daraus doch ein Aff\u00e4rchen, na kl\u00e4rchen, und wir sind monatelang hormongeflashed durch die Gegend gezogen und verbrachten den Super-Sommer in S\u00fcdfrankreich. \u201c<br \/>\nFrank war von Charlotte sehr angetan. Mehr als Freundschaft sollte aber bittesch\u00f6n nicht daraus werden. Denn kurz bevor die Wedding-Pl\u00e4ne thematisiert werden, wird Frank prinzipiell der Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu hei\u00df, und er macht die Fliege. Frank sagte damals zu Charlotte: \u201e Heiraten? Nee! Forget it, Baby! F\u00fcr mich w\u00e4re das nichts. Das Herz ist ein hei\u00dfes Pflaster. Die Liebe kann ein Killer sein. Als h\u00e4tte Amor statt dem Bogen \u2018ne verdammte Smith &amp; Wesson benutzt. Leute wie ich lieben anders. Ich bin nicht nur in eine verknallt. \u201c Nat\u00fcrlich kam es dann doch alles etwas anders. Der Autor Frank Gerber und seine damalige Freundin Charlotte gingen in S\u00fcdfrankreich sogar eine m\u00e9nage \u00e1 trois mit einer jungen Franz\u00f6sin namens Chlo\u00e9 ein und hatten viel Spa\u00df zu dritt. Blow Job-Sharing und so. W\u00e4hrend Monsieur Gerber uns von Mademoiselle Chlo\u00e9 erz\u00e4hlt, h\u00f6rt Charlotte tr\u00e9s interessiert zu. Zustimmend nickt sie und sieht ihn dabei mit ihren tropengr\u00fcnen Augen an.<br \/>\n\u201e So war das \u201c, erz\u00e4hlt Charlotte und zieht &#8211; wie einst die jungen Damen im mond\u00e4nen Berlin der wilden 20erJahre &#8211; an ihrer silbernen Zigarettenspitze. Frank nippt inzwischen entspannt wechselweise an Espresso und Mineralwasser. Ich frage ihn: \u201c Was war so faszinierend an Charlotte? \u201c<br \/>\nFrank zieht seine Sonnenbrille cool bis zur Nasenspitze vor. \u201e Zum Beispiel reagiert sie nicht allergisch auf N\u00fcsse. Wenn du verstehst, was ich meine! \u201c<br \/>\nCharlotte lacht und verschluckt sich echt fast an ihrem Kaffee. Schnell stellt sie daraufhin die Tasse ab und sagt: \u201e Balllicking ist nun mal mein Ding. \u201c<br \/>\nShut up!, denke ich. TMI ( Too Much Information )! \u201e Mal ernsthaft \u201c, frage ich weiter. \u201e Was war so faszinierend an Charlotte? \u201c<br \/>\n\u201c Jede Beziehung profitiert von spontanen Aktionen \u201c, antwortet Frank und zieht an einer E-Zigi mit Cannabisgeschmack. \u201e Kennste den Song \u201c Taxi nach Paris \u201c? Mit einem Taxi nach Paris, das haben wir echt gebracht. Einfach so \u201c, erz\u00e4hlt Frank. \u201c Zuerst ging ich in die Bank rein. Die Cash-Maschine kotzte ein paar Scheine aus. Dann rief ich: \u201e Hallo, Taxi! \u201c Ich schob dem Taxifahrer die Kohle r\u00fcber, zwei lausige Riesen \u2013 und so\u2019n paar Stunden sp\u00e4ter sahen wir schon den Eiffelturm und ich rief: Bonjour, s\u00fc\u00dfe Leichtigkeit! Wir fanden es supersch\u00f6n, ohne konkretes Ziel mit der Metro durch ganz Paris zu fahren. Dann pantherten wir in den Louvre und verbrachten viele Stunden damit, uns in diesem Museum ber\u00fchmte Kunstwerke anzusehen. Einmal hatten wir sogar Sex im Louvre. Wir dachten: Machen wir\u2019s auf franz\u00f6sisch vor der Mona Lisa! Diese Revolution hatte Frankreich nicht auf dem Zettel! Das gab vielleicht ein Theater! Die Franz\u00f6sische Revolution von 1789 bis 1799 hatten viele Franzosen vielleicht schon vergessen, aber von unserer Revolution wird <em>tout<\/em> Paris noch in 1000 Jahren sprechen! Eine am\u00fcsante Story wie aus einem Hollywoodfilm. (lacht) Wir streunten auch im Pariser K\u00fcnstlerviertel Montmartre rum, besuchten die ber\u00fchmte Garnier Oper und am Abend schlenderten wir mit \u2018ner Flasche Schampus in der Hand champagnersaufend \u00fcber die Champs-Elysees bis zum L\u2019Arc Triomphe. Sp\u00e4ter sind wir durch unz\u00e4hlige angesagte Clubs gezogen und haben auf dem Dancefloor getanzt, Party like a Rockstar. N\u00e4chtelang kippten wir Drinks in Harry\u2019s New York Bar in der Rue Daomou Nr. 5, aber irgendwann war der Trip vorbei: Au revoir, Harry\u2019s Bar! Als Charlottchen am n\u00e4chsten Tag ihre Erzeugerfraktion anrief, gab\u2019s vor allem richtig Trouble mit ihrem Alten und ich dachte nur: Was will er denn jetzt? Meine modernen Ansichten f\u00fchrten schnell zum Konflikt mit Charlottes konservativen Eltern. Speziell ihr hochn\u00e4siger und versnobter Vater tickte komplett aus, machte einen auf Drama-King und beschimpfte mich am Telef\u00f6nchen wegen meiner niederen Herkunft als Filou. Sympathisches Kerlchen. \u201c<br \/>\nCharlotte nickt zustimmend und Frank erz\u00e4hlt dann weiter: \u201e Das muss man sich mal reinziehen. Und alles nur, weil wir locker abgefeiert haben. Was sollt\u2019s? Ich glaub, ihr Alter war ganz happy, als sein geliebtes T\u00f6chterchen sich von mir trennte: Die Sch\u00f6ne <em>ohne<\/em> Biest! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Frank erinnert sich an den Tag, als Charlotte ihn partout ihren Eltern vorstellen wollte: \u201e Solche Aktionen sind nat\u00fcrlich nichts f\u00fcr den Frank. Ich sagte zu Charlotte: \u201e Sweetheart, ohne \u2018ne Buddel Bier und \u2018n paar harte Drinks steh ich das nicht durch. \u201c Im sch\u00f6nen Stadtteil Blankenese hab ich mich dann erstmal zugeknallt. Voll getankt fuhren wir dann mit dem Taxi direkt bei ihren stinkreichen Eltern in der Elbchaussee vor. \u2018N b\u00fcschn anget\u00fcdelt war ich und als wir dann zu Fu\u00df die letzten Meterchen auf die Villa zutorkelten, sah ich ihre ober\u00f6den Oldies schon vor der edlen Eingangst\u00fcr stehen. H\u00f6lle. Als ich ihre langen Gesichter sah, wurde mir auf einmal echt ganz \u00fcbel und meine Drinks feierten fast ein Comeback. \u201e Schei\u00dfe, der Gerber kommt! \u201c, sagte ich, weil ich ihre Gedanken lesen konnte und zudem instinktiv checkte, dass meine Anwesenheit nicht wirklich erw\u00fcnscht war. Zum Gl\u00fcck geh\u00f6rte so ein Typ wie ich zur \u201eHigh \u201c Society, und ich sprech nicht von der gesellschaftlichen Oberschicht. Einige N\u00e4chte zuvor hatte ich n\u00e4mlich per Zufall einen durchgeknallten Drogenbaron aus Mexiko getroffen, der mir freundlicherweise Speedy-Gonzales-m\u00e4\u00dfig ein paar sch\u00f6ne Sachen in die Pfoten dr\u00fcckte. Mit den spa\u00dff\u00f6rdernden Substanzen verpisste ich mich dann erstmal schnell auf die Toilette ihrer Eltern: Legal, illegal, schei\u00dfegal. \u201c<br \/>\n\u201e Der gut situierte Familienclan bekam es echt mit der Angst zu tun, als ihre Richbitch zum Essen diesen schr\u00e4gen Vogel mit nach Hause brachte \u201c, lacht Charlotte laut, den Blick auf mich gerichtet.<br \/>\n\u201e Hey, das hab ich geh\u00f6rt! \u201c, lacht Frank.<br \/>\n\u201e Als ich Frank meinen Eltern vorstellte, waren die konsterniert \u201c, erz\u00e4hlt Charlotte. \u201e Sie dachten: Why Him? F\u00fcr meine Eltern war sein Benehmen wirklich shocking! Seine wilden Wuschelhaare waren wie immer zerzaust und standen punkig in alle Himmelsrichtungen, und im Mund hatte er permanent eine Zigarette. Mein schwer erziehbarer Dad hielt ihn f\u00fcr einen impertinenten Rotzl\u00f6ffel, weil er sp\u00e4ter im teuren In-Restaurant trotz Rauchverbots einfach paffte und meine Mutter sagte hinterher zu nur mir: \u201e Kann der Junge sich nicht mal die Haare ordentlich k\u00e4mmen oder zu Star-Coiffeur Udo Walz gehen? \u201c Meine Eltern hielten ihn f\u00fcr einen notorischen Bad Boy, aber f\u00fcr mich war Frank der coolste Typ auf diesem Planeten, weil er mir zeigte, dass das Leben auf der wilden Seite sehr viel geiler ist \u2026 \u201c<br \/>\nEin Tag im Dezember: Der charismatische Autor Frank Gerber und seine G\u00f6ttin Charlotte sitzen wenige Tage vor X-mas im Flieger Richtung New York, um im Big Apple Silvester zu feiern. Sie checken im noblen Hotel\u00a0 <em>The<\/em> <em>Plaza\u00a0<\/em> ein, machen eine romantische Kutschenfahrt durch den Central Park, sehen sich den gigantischen Weihnachtsbaum vorm Rockefeller Centre in Manhattan an und gehen shoppen im weltber\u00fchmten Gesch\u00e4ft von Tiffany &amp; Co. an der Ecke 57th Street und Fifth Avenue.<br \/>\nNew York, New York! The City That Never Sleeps, und der ausgeschlafene Frank war wieder mal mittendrin. \u201e Es war \u2018ne tolle und eine verr\u00fcckte Zeit \u201c, erinnert sich Frank, der sich damals regelrecht in diese Stadt verliebte. \u201e Wir lagen nackt in einer Badewanne voller Champagner. Das war genau nach Charlotte\u2019s Geschmack, sie war damals fast so verschwenderisch und vergn\u00fcgungss\u00fcchtig wie die franz\u00f6sische K\u00f6nigin Marie Antoinette und fast meine komplette Kohle ging f\u00fcr ihre Markenklamotten drauf, denn sie lebte nach der Devise: No-Name-Teil? Not my Style! \u201c<br \/>\nCharlotte kichert. Sie schiebt ihm einen Teller mit neuen Cupcakes hin. \u201e Probier doch bitte mal von denen \u201c, sagt sie gro\u00dfz\u00fcgig.<br \/>\nFrank sch\u00fcttelt den Kopf. \u201e Non, merci \u201c, haucht er leise. Dann lehnt er sich sehr l\u00e4ssig zur\u00fcck und erz\u00e4hlt weiter: \u201e Irgendwie fand Charlottchen mich damals rattenscharf, obwohl ich nicht zum Rat Pack geh\u00f6rte. So\u2018n Paar wie Romeo und Julia waren wir aber nicht. Eher so wie Sid und Nancy oder Kurt und Courtney. Gibt Leute, die meinen sogar, wir waren mehr so\u2019n Anarcho-P\u00e4rchen wie Clyde und seine Gangsterbraut Bonnie. So\u2019n Typ namens Amor machte dann einen auf Sniper und nahm uns ins Visier, aber irgendwie hat er uns beide nicht voll getroffen: War nur so\u2019n Streifschuss. Eines Tages wachte ich auf und sie war wech. Ohne Tsch\u00fcss zu sagen und so. <em>Thank<\/em> <em>you<\/em> <em>for<\/em> <em>the<\/em> <em>wonderful<\/em> <em>time<\/em>! hatte sie mit einem pinkfarbenen Lipstick auf den Badezimmerspiegel meines Apartments geschrieben. Nach nur 42 turbulenten Tagen jettete sie dann ins sonnige L.A. und verliebte sich neu. Ihr junger Lover war der attraktivste Quarterback in der gesamten American Football Liga, er lebte in einer pr\u00e4chtigen Villa am Sunset Boulevard, wo \u00fcbrigens auch das legend\u00e4re Chateau Marmont Hotel liegt, in dem mal die Mitglieder der Rockband Led Zeppelin die Lobby des Hotels auf Motorr\u00e4dern durchquerten. Aber irgendwann haben sich Charlotte und dieser Typ nur noch gezofft. Sie hatten kaum noch Sex: Ihr sixpacktragender Lover hat st\u00e4ndig die T\u00fcr geknallt, aber leider sie nicht mehr. Also packte Charlotte eines Nachts nach einer Late Night Show die kultigen K\u00f6fferchen von Louis Vuitton und zog weiter. Charlotte ist zwar seit vielen Jahren \u00fcberzeugte Veganerin, Frischfleisch mochte Charlotte aber schon immer: Die Liste ihrer Toyboys, Poolboys und galanten Gigolos ist gigantisch lang. \u201c<br \/>\nCharlotte sieht Frank eine Weile schweigend an. \u201e Zum Gl\u00fcck hast du mir verziehen, dass ich damals einfach abgehauen bin. \u201c<br \/>\n\u201e Au contraire, meine liebe Charlotte \u201c, l\u00e4chelt er.<br \/>\n\u201e Wirklich nicht? \u201c<br \/>\nFrank streckt l\u00e4chend in Mick-Jagger-Manier seine Zunge raus. \u201e Sorry, ich bin totally nachtragend. It\u2019s true. Das Ende unserer Love Story hat mir den totalen Knockout versetzt. Ich gab damals sogar eine Verpi\u00dftenanzeige auf. Ich komm nicht dr\u00fcber weg, dass du dich einfach so verpisst hast und mit diesem Quarterback losgezogen bist. \u201c<br \/>\n\u201e Meinst du das ernst? \u201c<br \/>\n\u201e Nee. Quatsch! \u201c, lacht Frank. \u201e Ich bin nicht nachtragend, da h\u00e4tt\u2018 ich zu viel zu schleppen. \u201c<br \/>\n\u201e Dieser Quarterback war sowieso nicht Mr. Right \u201c, lacht Charlotte. Ich kenne coole Frauen, die Eier in der Hose haben und M\u00e4nner, die echte Pussies sind. Er war eine echte Pussy. \u201c<br \/>\nAlle lachen und die russische Cellistin Irana wechselt das Thema und erz\u00e4hlt uns von einem geplanten Urlaubs-Trip: \u201e Vielleicht g\u00f6nnen wir uns ein paar Tage im Schnee. \u201c<br \/>\n\u201e Im Schweizer Promi-Skiort St. Moritz? \u201c, fragt Frank.<br \/>\n\u201e Nein \u201c, kichert sie. \u201e Kolumbien. \u201c<br \/>\nAlle sind am Abkichern. Irana sieht der US-amerikanischen Rocks\u00e4ngerin Courtney Love zum Verwechseln \u00e4hnlich. Die Witwe von Nirvana-S\u00e4nger und Grunge-Ikone Kurt Cobain ist aber ein weniger gr\u00f6\u00dfer. Irana hat ihr Smartphone st\u00e4ndig im Anschlag, postet reihenweise Selfies auf Instagram. Nach dem Abitur studierte die androgyne Sch\u00f6nheit in London Kunst. Tr\u00e4umte davon, Bildhauerin zu werden, bevor sie sich in das Cello verliebte. Etwas sp\u00e4ter wurde die talentierte Cellistin an einem renommierten Konservatorium aufgenommen.: \u201e Ich wollte nicht so enden wie mein Momager \u201c, erz\u00e4hlt Irana. \u201eMeine Mom lebt noch in Moskau, hat mich damals gemanagt. Dann traf sie in einer schmuddeligen Bar einen neuen Macker und heute hat sie verdammt schlechte Karten. Ihr Baby h\u00e4ngt an der Flasche. Ihr neuer Mann auch. Der Typ s\u00e4uft nur den billigsten Fusel und ist st\u00e4ndig voll wie 1000 Russen. Eine Flasche Vodka ist ja in Moskau f\u00fcr nicht wenige Menschen das russische Fr\u00fchst\u00fcck. \u201c<br \/>\nAnscheinend ist der neue Typ an der Seite von Irana\u2019s Mutter ein S\u00e4ufer und noch dazu ein Schnacker, der ihrer Mom das Blaue vom Himmel verspricht \u2013 doch der Alltag in Moskau ist ziemlich <em>grau<\/em>.<br \/>\nCharlotte sieht pl\u00f6tzlich nerv\u00f6s auf ihre s\u00fcndhaft teure Cartier-Uhr. Sie m\u00fcsse jetzt los, meint sie.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ganz gentlemanlike bestellt Frank den Ladies am Ende des Treffens ein Taxi f\u00fcr eine sichere Heimfahrt, weil wir alle zuviel getrunken haben.<br \/>\n\u201c Was machste eigentlich so jobm\u00e4\u00dfig im Moment? \u201c, fragt Frank.<br \/>\n\u201c Habe einen gut dotierten Job. B\u00f6se Zungen behaupten, ich h\u00e4tte mich hochgefickt. \u201c, lacht sie schallend und zieht das Smartphone aus ihrer royalblauen Birkin-Bag von Herm\u00e9s. \u201e Nein, ohne Witz: Im Moment jobbe ich bei einer Werbeagentur und lege nebenbei als DJane in angesagten Clubs auf. \u201c<br \/>\n\u201c Ich Tarzan \u2013 du DJane! \u201c, lacht Frank. \u201c So\u2019n Job hat das It-Girl Paris Hilton auch mal gemacht, ne? Kaum zu glauben, wie viel manche DJs abcashen. \u201c<br \/>\n\u201c Das DJing ist lukrativ. F\u00fcr vier N\u00e4chte auf Ibiza sahnte Paris Hilton laut \u201c New York Post \u201c satte 2,7 Millionen Dollar ab. \u201c<br \/>\n\u201e In echt? \u201c fragt Frank. \u201e Das is\u2018 ja der Superbringer! Hey, willste<br \/>\nbei uns auch mal so\u2019n bisschen mitmachen? Eigentlich biste ja wie ich eher der Nachtmensch, oder? Vampirfreundliche Arbeitszeiten sind bei uns selbstverst\u00e4ndlich. Man macht nur die Nachtschicht und tags\u00fcber kann man die \u00d6hrchen b\u00fcgeln. \u201c<br \/>\nCharlotte pustet sich energisch eine Haarstr\u00e4hne aus dem Gesicht. \u201c Ja, mal sehen. Aber nicht als Sexcretary. Wir k\u00f6nnen gerne nochmal dr\u00fcber reden. \u201c<br \/>\n\u201c Okay, geht klaro, wunderbaro! Brave M\u00e4dchen kommen in den Himmel. B\u00f6se M\u00e4dchen kommen zu uns! Komm auf die <em>dunkle<\/em> Seite. Wir haben Sonnenbrillen! \u201c, lacht Frank.<br \/>\n\u201e Gibt es bei Star Statement irgendwelche Regeln? \u201c<br \/>\n\u201e Regeln? Nicht bei uns! \u201c, antwortet Frank.<br \/>\n\u201c Sounds good! \u201c<br \/>\n\u201e Charlotte, lass uns bitte sp\u00e4ter phonen. Ich call die n\u00e4chsten Tage mal durch, okaychen? \u201c, sagt er l\u00e4chelnd. Bevor er sich galant mit Kusshand verabschiedet: \u201e It was nice to meet you! \u201c<br \/>\n\u201c Und wann rufst du mich an? \u201c<br \/>\n\u201c Wenn Dein Telefon klingelt! \u201c<br \/>\n\u201c Das ist aus dem Film \u201c Be Cool \u201c mit John Travolta. \u201c<br \/>\n\u201c Hey, du bist ja \u2018ne echte Cineastin. Du hast es drauf, Baby! \u201c<br \/>\n\u201c Call me darling, es ist alles okay zwischen uns \u201c, lacht Charlotte. Ciao-ciao, bis bald. K\u00fcsschen, tsch\u00fcsschen! \u201c<br \/>\n\u201e I see you Baby \u2026 \u201c, nuschelt Frank l\u00e4ssig. \u201e Bis sp\u00e4ter, vielleicht auch fr\u00fcher \u2026 \u201c<br \/>\nDann steigen Charlotte und ihre russische BFF in den Wagen ein, machen noch \u2018ne Winkung und der junge Taxifahrer mit der Ray Ban und dem Star Trek-T-Shirt brettert fast so wie im Film Fast &amp; Furious mit Full Speed los.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Bistro-Barbie fragt freundlich nach, ob wir noch was m\u00f6chten. Nach einem intensiven Blick in die Karte entscheide ich mich f\u00fcr einen Rotwein \u2013 genau f\u00fcnf Euro. Frank nimmt noch \u2018ne Coke.<br \/>\n\u201e Merci, Marie-Louise \u201c, sagt Frank l\u00e4chelnd, nachdem die flamboyant gekleidete Bedienung schon mal die leeren Gl\u00e4ser abr\u00e4umt. W\u00e4hrend wir auf die Getr\u00e4nke warten, lenke ich das Gespr\u00e4ch schnell auf ein neues Topthema.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frage:<\/em> <\/span>Vor nicht langer Zeit feierte Rockstar Udo Lindenberg das offizielle Release seines neuen Albums \u201c St\u00e4rker als die Zeit \u201c, an dem du wieder mitgewirkt hast. Mit Udo Lindenberg zusammen Songtexte zu schreiben kommt f\u00fcr die meisten Textdichter einem Ritterschlag gleich. Du hast bei zwei Songs die Texte mitgeschrieben, bei \u201c Coole Socke \u201c und bei dem grandiosen Song \u201c G\u00f6ttin sei Dank \u201c. Erz\u00e4hl mir bitte was dar\u00fcber.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frank Gerber:<\/em><\/span> Back on top: Udo Lindenberg landete mit seinem neuen Werk sofort direkt auf Platz 1 der deutschen Album-Charts. In ganz Deutschland kam es zu Panik-K\u00e4ufen: Unglaublich viele Fans wollten das neue \u201c Panik \u201c-Album ST\u00c4RKER ALS DIE ZEIT, bevor es eventuell irgendwann vergriffen ist.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frage:<\/em><\/span> Du hast dar\u00fcber folgendes geschrieben: \u201e Von wegen altes Eisen: Udo Lindenberg ist Heavy Metal! \u201c<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frank Gerber: <\/em><\/span>Yeah! Der Mann mit dem Colt in der Kehle war ja zu diesem Zeitpunkt zarte 70 Jahre jung und meldete sich mit einem Knall zur\u00fcck. Sogar der ROLLING STONE knallte Udo auf dem Cover seiner aktuellen Ausgabe! Der Run auf die Tickets f\u00fcr die Must-See-Stadion-Konzerte von Udo war auch gigantisch. Tickets wurden in gro\u00dfen Mengen vertickt. Dann hie\u00df es: Ausverkauft! Die einen hatten die Konzertkarte, die anderen die Arschkarte! Okay, sein von Kritikern enthusiastisch abgefeiertes Abgeh-Album \u201c Stark wie Zwei \u201c war bereits fucking fantastisch und ein absoluter Meilenstein. Hab ja damals dar\u00fcber den Spruch gebracht: Udo Lindenberg rettet der deutschen Rockmusik den Arsch. Es geht aber immer weiter: Einen R\u00fcckw\u00e4rtsgang hat mein alter Kumpel Udo nicht \u2013 nur einen Rockw\u00e4rtsgang! Irgendwann hat Udo einen neuen Vertrag bei DolceRita Recordings unterschrieben, einem Label von Warner Music Central Europe. Sein 35. Studioalbum \u201c St\u00e4rker als die Zeit \u201c hat dann alles nochmal locker getoppt und reiht sich im erstklassigen Oeuvre des deutschen Rocks\u00e4ngers ganz vorne ein.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage:<\/span><\/em> Thomas H\u00fcetlin schrieb in Der SPIEGEL: \u201e Niemand in diesem Land hat so viel SOUL wie dieser alte wei\u00dfe Mann, der das Singen nie gelernt hat. \u201c Daraufhin hast du geschrieben: \u201e Wir erkl\u00e4ren uns mit Udo Lindenberg SOULidarisch! \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank Gerber:<\/span><\/em> Yeah! Viele der neuen Songs sind \u2018n echter Burner! Udo ist der Musik-Polizei ja schon \u00f6fter (hit)verd\u00e4chtig aufgefallen. Mit Songs wie \u201e Sonderzug nach Pankow \u201c schrieb Udo Lindenberg deutsche Musikgeschichte. Und auch diesmal hat der ber\u00fchmte Musik-Magier wieder \u2018n paar Hits aus seinem ber\u00fchmten Hut gezaubert: Udo ist kein One-Hit-Wonder, er ist ein One-Hut-Wunder! Ganz oben auf meiner Playlist steht der Titelsong \u201c St\u00e4rker als die Zeit \u201c, der in London an der Abbey Road aufgenommen wurde, das ist die Melodie von Nino Rota aus Francis Ford Coppolas Mafia-Epos \u201c Der Pate \u201c. You\u2019ve got to spotify this song. It\u2019s so awesome! Check den Track &#8211; Killercooles Ding!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage:<\/span><\/em> Udo Lindenberg hat k\u00fcrzlich erst das Album \u201e MTV Unplugged 2 \u2013 Live vom Atlantik \u201c herausgebracht und es waren wieder hochkar\u00e4tige G\u00e4ste dabei wie zum Beispiel die Kids On Stage, Jan Delay, Alice Cooper, Gentleman, Andreas Bourani, Marteria und die deutsche Schauspielerin Maria Furtw\u00e4ngler. Aber auch exzellente Musiker wie Pascal Kravetz standen mit auf der B\u00fchne. In all den Jahren hatte Udo immer sehr gute Musiker um sich, oder?<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frank Gerber:<\/em><\/span> Klar, das Panikorchester. Udo hatte immer exzellente Musiker am Start: Jean-Jacques Kravetz, Steffi Stephan, Bertram Engel, Hannes Bauer, J\u00f6rg Sander, Hendrik Schaper und so. Die Jungs haben alle verdammt viel drauf.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frage:<\/em> <\/span>Du hast mal gesagt: Udo Lindenberg ist nicht irgendein Rockstar, er ist DER Rockstar, eine Legende.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frank Gerber<\/em>:<\/span> Yeah, so ist es. Das Musikbiz ist verdammt schnelllebig. Stars kommen, Stars gehen \u2013 Hall\u00f6chen und Auf Wiedersehen! Leute von heute sind schon morgen von gestern. Aber mein junger Freund Udo ist schon ewig am Start und powert heiter weiter. Udo hat viel Power, nur seine Bilder lassen sich h\u00e4ngen. Ein Blick in seine komplette Diskografie zeigt, dass Udo Lindenberg enorm produktiv und kreativ war. Er haut immer neue Alben raus, ist auf dem \u201eRockliner \u201c unterwegs, und rief sogar die Udo Lindenberg Stiftung ins Leben. Ich bewundere ihn vor allem f\u00fcr sein soziales und politisches Engagement. Rock gegen Rechts? Das macht er doch mit links! El Panico denkt positiv: Udo l\u00e4sst den Kopf niemals h\u00e4ngen, sonst f\u00e4llt ja auch sein ber\u00fchmter Hut runter. Er ist \u2018ne coole Nummer, wir h\u00e4ngen gern zusammen ab. Udo und Frank in Action! Typen wie wir, zwei Jungs von der Stra\u00dfe, sind oft zusammen irgendwo bei \u2018nem Drink an der Bar und manchmal malt der Panicasso auch was f\u00fcr mich &#8211; ein echter Lindi h\u00e4ngt ja schon in der Star Statement-Zentrale hinter Panzerglas. Dieses signierte Meisterwerk ist absolut newseumsreif. In einem Tresor hab ich au\u00dferdem rund ein Dutzend Original-Zeichnungen von Udo, die er mal extra f\u00fcr mich an der Bar im \u201e Atlantic Hotel \u201c gemacht hat. Ich sage immer: Besser von Lindenberg gemalt als vom Leben gezeichnet! \u201c<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frage<\/em>:<\/span> Udo Lindenberg\u2019s knallbunte \u201e Lik\u00f6relle \u201c sind in der Tat der Hammer! Der Meister mischt die Farben und so ganz nebenbei auch noch die Kunstszene auf. Seine Werke werden ja mittlerweile in Galerien ausgestellt und befinden sich heute sogar im deutschen Bundeskanzleramt. War Udo\u2019s Bruder nicht auch Maler?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Righty right, Udo\u2019s Brother Erich Lindenberg war auch ein greatartiger Kunstmaler, unterrichtete zeitweise an der Akademie der Bildenen K\u00fcnste in M\u00fcnchen als Dozent.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Manche Stars bekommen einen Stern auf dem Walk of Fame. Udo Lindenberg bekam einen eigenen Stern mitten auf St. Pauli. Zudem hat er ein Denkmal in Gronau, seine Panik City und das Bundesverdienstkreuz und die Regisseurin Hermine Huntgeburth hat das musikalische Biopic \u201e Lindenberg! Mach dein Ding! \u201c inszeniert &#8211; und sogar eine Schule wurde nach ihm benannt, die Udo Lindenberg Mittelschule Mellrichstadt.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Coole Schule \u2013 yeah! Und eins ist oberklar: Udo Lindenberg wird auch zum neuen Ehrenb\u00fcrger der Stadt Hamburg ernannt.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Ihr seid bevorzugt mit dem Auto unterwegs, denn Udo kann sehr gut \u201e rockw\u00e4rts ausparken \u201c hast du mal erz\u00e4hlt.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Turn Up The Music &#8211; und dann nachts im Agenten-Look in seinem schwarzen Panik-Porsche rumcruisen, das machen wir auch \u00f6fter, yeah. Oder wir quatschen \u00fcber neue Songtexte und \u00fcber neue prestigetr\u00e4chtige Projekte und so. Nachdem das neue Mega-Meisterwerk \u201c St\u00e4rker als die Zeit \u201c ready war, schrieb Udo mir: \u201e Thanx for all, bist \u00b4n echter Top-Amigo! \u201c Yeah, unsre Freundschaft ist das Gr\u00f6\u00dfte, so richtig Rat-Pack-m\u00e4\u00dfig, best Buddies wie Frank Sinatra und Dean Martin.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zwei echte Typen: Frank und Udo! Die beiden M\u00e4nner gehen wirklich sehr vertraut miteinander um, sie sind echt beste Freunde. Habe die beiden schon \u00f6fter zusammen gesehen, zuletzt im Atlantic Hotel: In der integrierten Smokers Lounge sa\u00df Udo Lindenberg und rauchte Zigarre. Frank Gerber haute ihm kumpelhaft auf die Schulter. Daf\u00fcr bekam er dann eine dicke Umarmung vom Panikrocker.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Wie l\u00e4uft die kongeniale Zusammenarbeit des Jahrhundert-Duos?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Es ist keine <em>Arbeit<\/em>. Finde dieses Wort nicht wirklich passend. Es ist kreativer Spass. Macht einfach immer Spa\u00df, mit ihm zusammen zu sein. Dabei entstehen dann nat\u00fcrlich so Sachen wie zum Beispiel Lyrics, Lockerlyrics: Als Kreativit\u00e4ter mit an Bord bin ich ja schon viele Jahre. Seine Ecken und meine Kanten sind ein gutes Team. Wenn wir zusammen abh\u00e4ngen, sind wir oft wie kleine Kinder. Wir h\u00e4ngen dann oft ein Schild drau\u00dfen vor die Pr\u00e4sidentensuite: \u201e Bitte nicht st\u00f6ren! (U)Do Not Disturb! \u201c Manchmal trommelt Udo dann auf irgendwelchen Gegenst\u00e4nden rum und singt <em>unplugged<\/em> nur f\u00fcr mich.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Zur Vorbereitung auf dieses Interview durfte ich als einzige auch kurz in einige wertvolle Briefe von Udo Lindenberg reinlesen, die er dir vor vielen Jahrzehnten geschrieben hat. Zum Beispiel schreibt der Bundesrocker in einem Brief die goldenen Worte: \u201e Ich glaube, dass Du ein sehr guter Schreiber werden kannst und wenn ich sag sehr gut, dann meine ich total spitze, und davon gibt\u2019s in Deutschland nicht viele. \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Ich war damals noch \u2018n junger Typ und es hat mir nat\u00fcrlich unglaublich viel bedeutet, dass ein gro\u00dfer K\u00fcnstler wie Udo Lindenberg einem Stra\u00dfenjungen wie mir solche Zeilen schreibt. Hat mir \u2018nen unheimlichen Kick gegeben. Sein Standing im Musikbiz ist exzellent. Von ihm ein Kompliment zu bekommen, ist eine ganz gro\u00dfe Ehre. Ultimativst \u00fcberirdisch! Er hat mir au\u00dferdem immer Mut gemacht, wenn ich mal down und nicht so super drauf war. Ich werd ihm daf\u00fcr auf ewig dankbar sein. Udo war f\u00fcr mich schon damals einer der genialsten Texter in Deutschland und ganz viele Jahre sp\u00e4ter haben\u2019s ja auch die anderen endlich geschnallt: Er hat dann etliche literarische Auszeichnungen erhalten \u2013 2007 bekam Udo Lindenberg zum Beispiel die Carl Zuckmayer Medaille, 2010 den Jacob Grimm Preis.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Der in Bremen geborene Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre, der auch B\u00fccher wie \u201e Soloalbum \u201c, \u201e Livealbum \u201coder \u201e Deutsches Theater \u201c geschrieben hat, hat in seinem Buch \u201e Panikherz \u201c sehr viel \u00fcber Udo Lindenberg berichtet. Hast du das Buch gelesen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Nee, leider noch nicht, aber ich werd mir das Ding irgendwann mal reinziehen. Ich mag Benjamin. Udo und ich kenn\u2018 uns schon so verdammt lange, ich k\u00f6nnt\u2018 1000 B\u00fccher \u00fcber ihn und die Panikprominenz schreiben. Vor allem \u00fcber die Zeit, als wir beide jahrelang fast jede Nacht an dem Comeback-Album \u201e Stark wie Zwei \u201c dran waren. So\u2019n bisschen was hab ich ja auch schon geschrieben \u2013 <em>Mein<\/em> <em>Kumpel<\/em>, <em>der<\/em> <em>Rockstar<\/em>. Das \u00fcbrige ist hier oben sicher verwahrt. (<em>Er<\/em> <em>tippt<\/em> <em>sich<\/em> <em>gegen<\/em> <em>die<\/em> <em>Stirn<\/em>.)<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Auf Tour mit Udo Lindenberg: Gibt sicherlich Menschen, die glauben, dass es schwer sein muss, mit einem ber\u00fchmten Rockstar wie Udo Lindenberg einfach so mal um die H\u00e4user zu ziehen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Da hast du verdammt recht. Millionen Leute denken: St\u00e4ndig lauern ihm Paparazzi auf und ein Superstar wie er kann keinen Schritt mehr ohne eine Armada von Bodyguards machen, aber das ist nat\u00fcrlich Bullshit. He is one of the very famous people in Germany, aber so krass isses nun auch wieder nicht: Die nationale Musikikone ist nicht rund um die Uhr von Security umgeben. Manchmal ruft er mich an und kurze Zeit sp\u00e4ter erreiche ich dann mit einem Taxi das Hotel Atlantic Kempinski an der Alster. Das Hotel Atlantic ist ja der Panikpoint. Ist immer wieder ein giga-geiles Gef\u00fchl, wenn das Taxi vor dem Grand Hotel vorf\u00e4hrt, ein livrierter Portier mir freundlich die Beifahrert\u00fcr \u00f6ffnet und ich ins Foyer schreite. Die Geschichte des Hotels ist prompt pr\u00e4sent und man denkt an die ber\u00fchmten Glamour-G\u00e4ste wie die Operns\u00e4ngerin Maria Callas, Madonna, Romy Schneider oder die Rolling Stones, die ich da \u00fcbrigens nachts mal getroffen habe. Nicht selten h\u00e4ngen Udo und ich in seiner Suite oder in der imposanten Lobby im mond\u00e4nen Hotel Atlantic rum. Dauert nur noch ein Min\u00fctchen, spricht dann der Mann mit H\u00fctchen. Udo lebt ja im Hotel &#8211; Coco Chanel hat\u2018s vorgemacht: Die franz\u00f6sische Modedesignerin Coco Chanel lebte viele Jahre im Pariser Hotel Ritz an der Place Vendome. In solchen Hotels war damals immer was los: Der Liftboy holt sich munter einen nach dem anderen runter \u2013 und der Gast aus Hamburg-Rissen ordert noch ein <em>extra<\/em> <em>Kissen<\/em> \u2026<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Eine Privataudienz beim Panik-Papst ist f\u00fcr \u201e Normalsterbliche \u201c nat\u00fcrlich nicht so einfach zu erhalten. Ihr trefft euch also im Hotel Atlantic Hamburg \u2013 und was macht ihr dann so?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Durch die ber\u00fchmte gl\u00e4serne Dreht\u00fcr verlassen wir dann irgendwann das Hotel Atlantic: Ich bin \u00fcbrigens schon zig-tausendmal durch diese Dreht\u00fcr gegangen. So langsam hab ich den <em>Dreh<\/em> raus. Einmal liefen wir zum Beispiel r\u00fcber zu Nina Hagen. Die Super-S\u00e4ngerin Nina Hagen, die deutsche <em>Godmother<\/em> <em>of<\/em> <em>Punk<\/em>, war in St. Georg, Deutsches SchauSpielHaus Hamburg, und sang Bertolt Brecht. Ein voll geiler Brecht-Abend. Nina hat das echt gut gemacht. Ich bin \u00fcbrigens ein wirklich sehr gro\u00dfer Brecht-Fan. Glaub, jeder kennt den Welt-Hit \u201e Die Moritat von Mackie Messer \u201c aus seinem ber\u00fchmtesten Werk <em>Die<\/em> <em>Dreigroschenoper<\/em> von 1928: \u201e Und der Haifisch, der hat Z\u00e4hne \u2026 \u201c Echt Brecht! Hammer, oder? Danach haben Udo und ich einen Taxi-Trip zur Reeperbahn gemacht. Am Hans-Albers-Platz dr\u00fcckten wir dem Taxifahrer ein paar schnelle Scheine in die gierigen Greifhebel und sprangen raus. Vor dem St. Pauli Theater am Spielbudenplatz haben wir dann den grandiosen Schauspieler Ben Becker getroffen, der in vielen coolen Filmen mitspielte wie z.B. <em>Marlene<\/em> <em>Dietrich<\/em>, <em>Sid<\/em> <em>&amp;<\/em> <em>Nancy<\/em> \/ <em>Ex<\/em> <em>&amp;<\/em> <em>Pop<\/em>, <em>Comedian<\/em> <em>Harmonists<\/em> oder <em>Chaostage<\/em> \u2013 <em>We<\/em> <em>Are<\/em> <em>Punks<\/em>! Bis morgens um vier haben Ben, Udo und ich mit ein paar sehr sch\u00f6nen Frauen dann abgefeiert.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Du bist ein absoluter Nachtmensch, das wei\u00df jeder, und du hast mal gesagt: Menschen, die morgens um 14 Uhr frisch und ausgeschlafen bei mir klingeln, sind mir suspekt.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frank Gerber<\/em><\/span>: Yeah! Was stimmt mit den Leuten nicht, die einem morgens um 14 Uhr aus dem Bett klingeln? Haben die sonst nix zu tun? Neulich sagte ein Typ zu mir: \u201e Ich bin Fr\u00fchaufsteher und stehe dazu. \u201c Daraufhin antwortete ich: \u201e Ich bin Langschl\u00e4fer und liege dazu. \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Wo treibt du dich mit Udo sonst noch rum, wenn ihr hier in Hamburg seid?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Manchmal panthern wir auch in seine galaktisch geile Galerie \u201c Udo Lindenberg &amp; more, Walentowski Galerien \u201c in die Europa Passage am Ballindamm. Und alle so: Kreisch! Maxikreisch! Alle stehen auf Udo, Mann! Der in Germany immens popul\u00e4re Rocks\u00e4nger wird nat\u00fcrlich \u00fcberall erkannt: Viele Fans wollen dann ein Autogramm oder ein Selfie vor der Elphi. Gibt auch viele Leute, die k\u00f6nnen gar nicht glauben, dass da pl\u00f6tzlich der echte Udo L. aus Gronau vor ihnen steht und halten ihn f\u00fcr ein Lindenberg-Lookalike. Wer wei\u00df, wer wei\u00df. Vielleicht wurde Udo Lindenberg ja nach dem gro\u00dfen Erfolg von <em>Stark<\/em> <em>wie<\/em> <em>Zwei<\/em> entf\u00fchrt und durch ein Udouble ersetzt?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Frank und Udo machen auch auf der weltber\u00fchmten Reeperbahn oft kr\u00e4ftig einen drauf. Hier trifft sich die halbe Welt und die Halbwelt.<br \/>\n\u201e Heut ist mir die Reeperbahn etwas zu zivilisiert \u201c, sagt Frank \u00fcber die Meile. \u201e Als sie noch sch\u00f6n dreckig und gef\u00e4hrlich war, war\u2018s geiler. \u201c Frank erz\u00e4hlt mir von seinen zahlreichen Reeperbahn-Besuchen mit dem Rockstar: \u201c Udo und ich, wir sind beide nachtaktiv. Obwohl tageslichttauglich, sind wir meist nachts unterwegs. Die geilste Zeit beginnt um 1.00 Uhr morgens! Ich nehm Udo immer in den Arm und sag: \u201e Ey Alter! Wir zwei haben ja einen Spezialauftrag: Wir machen wieder die Nacht zum Tag! \u201c Wenn zwei vertrauenserweckende Typen wie wir um die H\u00e4user ziehen, will nat\u00fcrlich immer irgendjemand was von uns. Wir fallen ja auch auf wie Pinguine in der W\u00fcste oder Crocodile Dundee im grell-bunten L.A. Darum ziehen wir ab und zu auch die hippen Hoodies an und sind undercover unterwegs. Die Meister der Tarnung ziehen dann durch den Gro\u00dfstadtdschungel oder wollen sich im Hamburger Redlight-District am\u00fcsieren: Zwei Buddies rocken die Reeperbahn. \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Die Reeperbahn hat sich im Laufe der Zeit doch sehr ver\u00e4ndert. Trotzdem gibt es viele Leute, die immer noch die alten Bilder im Kopf haben.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Yeah, das Gequatsche ist noch immer dasselbe: F\u00fcr sie ist Hamburg Klein-Chicago an der Elbe! Gangster, Luden und Rocker \u2013 und die Colts, die sitzen locker! Aber meistens sieht\u2019s doch ganz anders aus: Die Sonne geht unter, die Lichter der Stadt gehen an und auch die Reeperbahn glitzert dann nachts in allen Farben und erinnert mich ein bisschen an den Strip in Las Vegas. Auf der Reeperbahn geht\u2019s dann voll ab &#8211; und nicht nur nachts um halb eins. Da steppt zwar nicht Fred Astaire, aber daf\u00fcr der B\u00e4r! Ich bin mit Udo wirklich oft auf\u2019m Kiez: Gro\u00dfe Freiheit, Panoptikum, Beatles-Platz und Herbertstra\u00dfe. Wir sprechen oft \u00fcber Domenica und den Star Club. Manchmal gehen wir in die legend\u00e4re Boxer-Kneipe \u201e Zur Ritze \u201c. Oder wir ziehen uns \u2018n cooles Musical rein oder so. Das auf seinen Songs basierende Musical \u201e Hinterm Horizont \u201c lief \u00fcbrigens auch sehr lange auf der Reeperbahn. Wir treffen ab und zu auch so manche Drama Queen, aber am liebsten treffen wir eine ganz spezielle Drag Queen. Die super-erfolgreiche Drag Queen Oliver Kn\u00f6bel alias Olivia Jones haben Udo und ich schon oft in ihrer Bar auf der Partymeile Gro\u00dfe Freiheit getroffen. Die Drag Queen ist <em>not<\/em> <em>amused<\/em>, wenn wir mal nicht spontan reinschauen und \u2018ne Runde kl\u00f6nen.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Also, jetzt ohne Schei\u00df, jetzt kommt eine superwichtige Frage: Tr\u00e4gt Udo immer Hut?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Die Rock-Ikone geht selten oben ohne! So\u2019n Hut kommt doch gut. Bad Hair Day, fiese Frise &#8211; kennt doch jeder. So\u2019n Hut ist dann ganz praktisch und rettet so manchen Bad-Hair-Day. Au\u00dferdem: Im Moment ist f\u00fcr mich sein Hut die Krone der deutschsprachigen Rockmusik!<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frage<\/em><\/span>: Okay, anderes Thema: Was f\u00fcr Musik h\u00f6rst du so?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Just good music, die deutsche Hard-Rock-Band Scorpions zum Beispiel. Ich werd oft eingeladen und war auch mal auf der Album-Release-Party der Scorpions. Im ber\u00fchmten Hamburger Hard Rock Cafe direkt an der Elbe. Ich war eingeladen und es war \u2018n cooler Abend. Die Band hat es einfach drauf.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em>Frage<\/em><\/span>: Und sonst so?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Heute im Taxi auf dem Weg zum Hotel <em>Vier<\/em> <em>Jahreszeiten<\/em> lenkte ich mich zum Beispiel mit Jazz ab. Ich scrollte durch meine Playlist, bis ich <em>Bye<\/em> <em>Bye<\/em> <em>Blackbird<\/em> gespielt von Jazz-Trompeter Miles Davis fand. Gerne zieh ich mir auch The BossHoss rein. Die Jungs sind echt der absolute \u00dcberhammer. Mehr Wow-Boys als Cow-Boys! Ich such mir gerne kosmische K\u00fcnstler und Abhebe-Alben raus und bleib\u2018 dann irgendwo h\u00e4ngen. Im Moment liebe ich wieder so \u2018nen Best of-Sampler von Bob Dylan mit seinen alten Sachen. Das gef\u00e4llt. Der Songwriter und Singer ist ein voller Bringer! Als junger Typ hab\u2018 ich Bob Dylan krass gefeiert. Das neue Album von Keith Richards, der mich mal hier in Deutschland zu einem Dr\u00f6hn-Drink eingeladen hat, h\u00f6r ich auch grad sehr gern. Sehr geiles Album: Jeder Song knallt so richtig rein! Aber auch Nirvana, The Doors, The Beatles, The Ramones, John Lennon, Lou Reed, Bob Marley, Sex Pistols, Oasis, David Bowie, Johnny Cash, Amy Winehouse und den Soul-S\u00e4nger Stevie Wonder zieh\u2018 ich mir gerne rein. Ich sag immer: Besser Stevie Wonder als One Hit Wonder! Manchmal relaxe ich auch auf der Le Corbusier-Liege und denk: JAZZ gibt\u2019s auf die Ohren! Dann stell ich die lockeren Lauscher f\u00fcr eine Sounddusche auf Empfang und geb\u2018 mir feinsten Jazz von dem international renommierten Jazzmusiker Till Br\u00f6nner, Miles Davis, Billie Holiday und nat\u00fcrlich Chet Baker, den sie in jungen Jahren den \u201c James Dean des Jazz \u201c nannten und der fast vier Jahrzehnte voll auf Heroin war. Ich bin wirklich ein gro\u00dfer Jazz-Junkie. Manchmal tr\u00e4um ich mich in den legend\u00e4ren Cotton Club in New York City, in dem w\u00e4hrend der Zeit der Prohibition coole Jazzmusiker und Entertainer wie Duke Ellington und Cab Calloway auf der B\u00fchne standen. Verdammt gern h\u00e4tte ich diese Jungs mal live gesehen \u2026<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Hast du ein Lieblingsalbum?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Mein liebstes Album ist \u201c Exile on Main Street \u201c von den Rolling Stones. Mein wildes Leben ist ja manchmal wie ein Actionfilm und die Rolling Stones liefern den Soundtrack dazu. Die Rolling Stones sind f\u00fcr mich die coolste Band ever! Ultimativst \u00fcberirdisch! Das Album ist endsgeil! Diese im Mai 1972 releaste Platte hat\u2019s total drauf: 18 coole Rocksongs. So cool, dass die Plattennadel Eis ansetzt. Aber nach den Rolling Stones kommen gleich die Sex Pistols. Deren Durchblickologen-Deb\u00fctalbum <em>Never<\/em> <em>Mind<\/em> <em>the<\/em> <em>Bollocks<\/em> , <em>Here<\/em>\u2019<em>s<\/em> <em>The<\/em> <em>Sex<\/em> <em>Pistols<\/em> hat mich damals totalst umgehauen! Mann, was groovt diese Scheibe!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Es ist kein Geheimnis, dass du ein gro\u00dfer Fan der Britpop-Band Oasis bist. In London hast du mal \u201c Oasis \u201c-Songwriter Noel Gallagher getroffen und ihn wegen einem Song kritisiert.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Ich bin ein gro\u00dfer Oasis-Fan, aber wenn ich Musik nicht mag, ist Klartext angesagt: Ich hab noch nie im Leben einen OHRgasmus vorget\u00e4uscht!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Wie hat Noel reagiert?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Keine Ahnung, echt nicht. Ist lange her. Ich war ziemlich betrunken.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Du bist auch ein Fan von Lady Gaga und wolltest neulich auf ein Konzert gehen, nicht? Aber auf Empfehlung ihrer \u00c4rzte musste sie auf einmal ihre Europa Tournee absagen.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Yeah! Gerne h\u00e4tte ich Lady Gaga live on Stage gesehen. Aber pl\u00f6tzlich hie\u00df es: Tournee? Tour? Nee!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Wie denkst du \u00fcber die deutsche Musikszene?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Ich bin nat\u00fcrlich immer interessiert, was da passiert. Aktuell ist die deutsche Musikszene echt endfresh. Megaspannend. Gibt so wahnsinnig viele neue junge Bands und Interpreten, die total was drauf haben und grandiose Texte machen.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Spielst du eigentlich selber ein Instrument?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Klar. Ich war Luftgitarrist bei den Rolling Stones. Nee, ohne Schei\u00df: Ich spiel \u2018n b\u00fcschn Gitarre.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Bist du gut?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Sagen wir mal so: An meinem letzten B-Day schenkte mir mein Kumpel Max \u2018ne coole Gibson. Konnte kaum erwarten, meine neue E-Gitarre auszuprobieren. Doch ich bemerkte, dass alle Leute in Panik das Weite suchten. Beantwortet das deine Frage?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Es gibt immer wieder K\u00fcnstler, die gerne \u00fcber andere K\u00fcnstler herziehen. Von dir hat man sowas noch nie geh\u00f6rt.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Ich hab kein Interesse daran, andere zu verletzen. Ich m\u00f6chte nicht \u00fcber andere abl\u00e4stern. Ich will \u00fcber Kunst reden. An alle L\u00e4sterschwestern: L\u00e4stern war gestern!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Am 29. November 2016 erschien die neue DVD \u201c Holdrio Again \u201c von Deutschlands Gag-Gigant Otto Waalkes \u2013 inklusive Premiere: Otto und Udo Lindenberg singen \u201c Dr. U und Dr. O \u201c. An dem Text hast du auch mitgeschrieben.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Das sind schon coole Jungs. Deutschlands Comedy-Legende Otto Waalkes und Deutschlands Rock-Legende Udo Lindenberg und Frank Gerber machen gemeinsame Sache. Nicht \u00fcbel, he?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Kannst du dir vorstellen, dass Du auch f\u00fcr andere K\u00fcnstler Songtexte schreibst?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Aber klar, warum nicht? Wer Interesse hat, kann sich einfach <em>mailden<\/em>. Aktuell schreib ich auch was f\u00fcr \u2018ne Newcomer-Band. Hab den Drummer der Band mal auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg getroffen.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Du hast eine ultracoole Kommandozentrale im angesagten Winterhude in Hamburg, leitest eine hippe Website und bist mit vielen gro\u00dfen Stars auf Du und Du. Welche Stars w\u00fcrdest Du gern noch kennenlernen?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Einige kenn\u2018 ich ja schon, klar, aber wenn ich mehr Zeit h\u00e4tte, dann w\u00fcrd ich sie am liebsten alle kennenlernen und gern alles \u00fcber ihre knallige Kunst wissen wollen. Spontan f\u00e4llt mir die Punkrock-Legende Iggy Pop ein, oder Melody Gardot oder Nick Cave oder Steven Tyler, der Leads\u00e4nger der Rockband Aerosmith. Sehr gerne w\u00fcrd ich auch den selbsternannten \u201e God of Fuck \u201c und Schockrocker Marilyn Manson mal treffen. Am liebsten w\u00fcrd ich aber nochmal mit Pop-Ikone Madonna sprechen. Wir haben uns schon mal getroffen. Ihr Engagement f\u00fcr die LGBT-Community find ich cool.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Frank fragt: \u201e Was dagegen, wenn ich mir eine ins Gesicht stecke? \u201c Ich verneine. Er nimmt einen weiteren Sargnagel aus dem edlen Etui und will ihn jetzt anz\u00fcnden. \u201e Eigentlich sollte ich echt weniger rauchen \u201c, sagt er und klemmt dann die Zigarette hinters Ohr.<br \/>\nEs gibt da diese Story, dass Gerber mit Vornamen Frank hei\u00dft, weil seine Mutter den US-amerikanischen Crooner und Entertainer Frank Sinatra so verehrt. Ich spreche Frank direkt darauf an.<br \/>\n\u201e \u2018ne wahre Story! \u201c, ist Franks Kommentar.<br \/>\nIch frage: \u201c In deinem B\u00fcro am Poelchaukamp habe ich neulich eine Anleitung f\u00fcr den Bau einer Zeitmaschine gefunden. Eine Maschine f\u00fcr Zeitreisen willst du schon lange konstruieren. In welches Jahr bzw. Zeitalter w\u00fcrdest du dich gern mit einer Zeitmaschine beamen lassen? \u201c<br \/>\n\u201c Ich denk, dass ich gern zuerst per Zeitmaschine ins Jahr 1790 reisen m\u00f6chte \u2013 in die Welt von Wolfgang Amadeus Mozart \u201c, antwortet Frank. \u201c Mozart \u2013 Live in Concert , das w\u00e4re extremst edgy, oder? Danach werf ich einen Blick auf mein Zeiteisen \u2013 und werd weiter durch die Zeit reisen: I drink champagne with Kurt Cobain. Mit Bob Marley auf der Harley. Mein Therapeut ist Sigmund Freud. Mit Marlene in der Berliner Szene. Reisende soll man ja nicht aufhalten \u2013 und Zeitreisende soll man auch ziehen lassen \u2026 \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Am sp\u00e4ten Abend hat Clanboss Frank alle gro\u00dfz\u00fcgig in ein derbst exklusives Edelrestaurant in Hamburg eingeladen. Das italienische Restaurant ist wie immer gut besucht und unter den G\u00e4sten kann ich sogar einen ber\u00fchmten Showmaster entdecken. Im letzten Sommer waren wir in diesem sternengeschm\u00fcckten Superschuppen \u00f6fter dinieren und sa\u00dfen mit seiner coolen Clique outdoor, doch jetzt ist der Sommer noch etwas entfernt. Und so nutzt \u201e Don Gerberone \u201c, wie ihn seine italienischen Freunde liebevoll nennen, den sch\u00f6nen Abend, um den Tag nochmal Revue passieren zu lassen. Bei Pasta, Pizza, Salat und viel Wein diskutiert man \u00fcber Leonardo da Vinci und die Medici. Alle um Frank herum haben gute Laune und lachen. Und es scheint niemanden zu geben, der ihn nicht sympathisch findet: Der Sym-Pate nimmt f\u00fcr einen Moment seine Designer-Sonnenbrille ab und macht auch den neu ankommenen G\u00e4sten auf charmante Weise die Honneurs. Der Consigliere Mario geht w\u00e4hrenddessen zu Don Gerberone r\u00fcber und fl\u00fcstert ihm etwas ins Ohr; der macht mir daraufhin ein Zeichen mich zu n\u00e4hern und sagt dann leise mir heiserer Stimme: \u201e La Familia \u2013 und Du geh\u00f6rst dazu! \u201c Alles, was er mir dann erz\u00e4hlt, ist nat\u00fcrlich streng vertraulich. Danach sagt Frank noch ein paar freundliche Worte zu seinem Coolness-Clan: \u201e Mille grazie! Vielen Dank, dass ihr alle gekommen seid! \u201c<br \/>\n\u201e Entschuldigung, Frank \u201c. Zwei junge M\u00e4dchen stehen auf einmal direkt vor dem Tisch. \u201e K\u00f6nnten wir bitte, bitte, bitte ein Selfie mit dir haben? \u201c Die Girls kichern und wirken etwas sch\u00fcchtern.<br \/>\n\u201e Klar, wieso nicht? \u201c, erwidert Frank, und die eher introvertierten Girls macht das richtig happy. Sie schie\u00dfen ein paar Selfies, bedanken sich sehr h\u00f6flich und gehen schlie\u00dflich davon.<br \/>\n\u201e Tsch\u00fcssi \u201c, ruft Frank ihnen nach.<br \/>\nW\u00e4hrend des Essens schendert Frank dann spontan r\u00fcber zum Nebentisch und setzt einem kleinen traurigen M\u00e4dchen pl\u00f6tzlich seine schwarze Sonnenbrille auf. Einfach so. Die Achtj\u00e4hrige freut sich \u2026<br \/>\n\u201c Ey, kannste behalten \u201c, sagt Frank und albert zur gro\u00dfen Freude der Eltern mit der Kleinen herum. Wer h\u00e4tte das gedacht? Frank Gerber kann mit Kids richtig gut! Eigentlich pflegt Frank meistens genussvoll sein Badass-Image, aber ein Kinderl\u00e4cheln macht auch diesen harten Kerl weich, auch wenn er noch so sehr auf cool macht.<br \/>\n\u201c Mein Lieblingssound ist das Lachen von kleinen Kindern \u201c, sagt Frank mir etwas sp\u00e4ter. \u201c Aber schreib bitte nix dr\u00fcber. Kein Wort, okay? Vor allem nix Gutes, Baby! Mein wunderbar schlechter Ruf ist sonst ruiniert. \u201c<br \/>\nFrank ist auch mit \u00fcber 50 irgendwie immer noch ein gro\u00dfes Kind. Ich glaube manchmal, er hat echt nicht die geringste Ambition, erwachsen zu werden. Frank: \u201e Erwachsen zu werden, war f\u00fcr mich bislang keine Option. Ich mag den Kerl, der in diesen coolen Filmen mitmacht: Johnny Depp. Der mehrfach Oscar-nominierte Hollywood-Hottie sagte n\u00e4mlich irgendwo: \u201c \u00c4lterwerden kann man nicht verhindern, aber niemals erwachsen werden ist m\u00f6glich. Mindestens einmal am Tag bricht der Peter Pan in mir durch. \u201c Besser h\u00e4tt\u2018 ich es auch nicht formulieren k\u00f6nnen. Und Campino, der Lead-S\u00e4nger der mega-erfolgreichen Punk-Band \u201e Die Toten Hosen \u201c sagte in einem SPIEGEL-Interview: \u201e Wenn Erwachsenwerden hei\u00dft vom Gaspedal runtergehen \u2013 dann lieber jung sterben! \u201c Ein Punk kommt auf den Punkt! \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Um Mitternacht will King Frank mal eben kurz in sein K\u00f6nigreich. Er will sich frisch machen, umstylen, \u201eE-rotic-Mails checken \u201c. Die Fu\u00dfg\u00e4ngerampel ist rot, und Frank wartet nicht darauf, dass sie auf Gr\u00fcn schaltet. \u201e Wir sehen uns dann gleich im Headquarter. Bis sp\u00e4ter, sprach der Genialit\u00e4ter! \u201c, ruft Frank uns zu und schlendert fr\u00f6hlich pfeifend davon. Er ist ein Typ, der gerne pfeift. Vor allem auf Regeln!<br \/>\nNachdem Mister StarStatement sich umgezogen hat, meldet sich mein iPhone eine runde Stunde sp\u00e4ter mit der mafiam\u00e4\u00dfigen Melodie von <em>Der<\/em> <em>Pate<\/em>. In meiner Fantasie rufe ich \u201e Beam me up, Hottie! \u201c, aber in der Realit\u00e4t beame ich mich ein paar Minuten danach wieder selber auf das Star Statement-Raumschiff &#8211; und Captain Frank benutzt den elektrischen Eiscrusher und mixt uns extrem professionell die Drinks.<br \/>\nDer \u201e Berufscoole \u201c sieht gerade wieder mal sehr chic aus: \u201e Neuer Gehrock? I like! \u201c<br \/>\n\u201e Gestatten &#8211; Johann Wolfgang von Gerber \u201c, sagt Frank mit einem L\u00e4cheln und statt Goethes Faust gibt\u2019s jetzt die Ghetto-Faust.<br \/>\nDer Meister ist jetzt etwas anders gestylt, tr\u00e4gt extravagante Doc Martens Boots Black Anarchy, einen schwarzen barocken Second-Hand-Gehrock und darunter einen schwarzen Hoodie mit seiner eigenen unverwechselbaren Silhouette und dem selbstironischen Slogan WHO THE FUCK IS FRANK GERBER? Ein futuristischer Edelstahl-Sticker mit Star Statement-Logo dient als stylisher Eye-Catcher. Hot or Not? Eindeutig hot!<br \/>\n\u201e Was guckst\u2019n so? \u201c, sagt Frank, als er bemerkt, dass ich seinen neuen Look genauer inspiziere. \u201e Sorry, aber mein Superman-Cape ist in der Reinigung. Nee, ernsthaft: Sachen vom Schwarzmarkt sind mein Ding \u2013 ich trage ja am liebsten ein fr\u00f6hliches Schwarz \u201c, lacht Frank und dann sto\u00dfen wir mit unseren Drinks an.<br \/>\n\u201e Fr\u00fcher war ich echt ein Fashion-Junkie! \u201c, sagt Frank lachend. \u201e Mein Schrank war knallvoll mit Designer-Drogen. Designer-Drogen sind f\u00fcr mich Drogen vom Designer, also von Karl, Giorgio und so. Besonders cool find ich auch Jean-Paul Gaultier und die Punk-Ikone und provokative Mode-Aktivistin Vivienne Westwood, die ja wirklich world-famous ist. Diese Fashion-Designer liefern den Stoff, der s\u00fcchtig macht. Schon als Teenager hab ich immer den echt krassen Hipster-Shit getragen und manche fragten dann: \u201e Frank, kannst du dich nicht mal ganz normal anziehen? Die Leute gucken schon! \u201c Und ich hab dann mit einem L\u00e4cheln geantwortet: \u201e Is\u2018 doch cool, wenn die Leute gucken. Ich bin eben ein echter Hingucker! \u201c Fashion fand ich immer wahnsinnig interessant, aber ich bin kein Fashion Victim. Wie sagte Coco Chanel so sch\u00f6n: \u201e Mode ist verg\u00e4nglich, Stil niemals. \u201c War \u2018ne clevere Frau. Cool, cooler, Coco! \u201c<br \/>\nIch stimme ihm absolut zu und nippe etwas an meinem Drink. \u201e Meeega-lecker! \u201c, sage ich. Frank geht zum Fenster und sieht heraus. Die Stra\u00dfenlaternen sind l\u00e4ngst an. FG nickt zufrieden, kaut l\u00e4ssig Bubble Gum. Frank Gerber hat allen Grund, gut gelaunt zu sein. Dieser Mann hat einen Job mit Neidfaktor 100 und sein zwangloses Leben ist wie \u2018ne Megaparty und einfach nur geil. Als ich ihn darauf anspreche, grinst er breit.<br \/>\n\u201c Das Coolste ist: Ich hab einen Job, von dem ich keinen Urlaub brauch. Das ist f\u00fcr mich Luxus \u201c, freut er sich. \u201c Neulich wurde ich mal gefragt, warum ich immer so gut drauf bin? Tr\u00e9s simple: Ich genie\u00dfe es sehr, mich nicht an Zeitpl\u00e4ne halten zu m\u00fcssen, wei\u00dft du. Eines Tages hab ich n\u00e4mlich meinen Wecker gestellt &#8211; zum Sperrm\u00fcll auf die Stra\u00dfe! Habe irgendwann alle Wecker gekillt, die verdammten Dinger sind meine nat\u00fcrlichen Feinde. Ich bin immer noch ein Typ, der ziemlich unbesorgt in den Tag hineinlebt, flippy wie so\u2019n Hippie. Ich bin ganz smoov drauf, man nennt mich ja auch Mister Eddy Easy. Ich geh\u2018 gerne aus und sehe mir Ballett-, Theaterauff\u00fchrungen und Opern an. Meistens treff ich die Star Statement Squad oder freakige Flexi-Freunde oder Krea-K\u00fcnstler und ich tue nix, auf das ich keine Lust habe. Generell gilt: Worauf ich Bock hab, das mach ich einfach. Ich probiere, autark zu bleiben. Der Boss bin ich! Das Leben k\u00f6nnte nicht sch\u00f6ner sein. Ich liebe mein Leben! Ich bin ein freier Mann. Mein eigener Boss. Meine Sekret\u00e4rin hab ich irgendwann per E-Mail gebrieft: \u201e Canceln Sie doch bitte f\u00fcr immer alle meine Termine! \u201c Ich kann machen, was ich will. Is\u2018 schon cool, wenn man die komplette Freiheit hat und dir keiner reinquatscht. Mir ist bewusst, wie priviligiert ich bin. \u201c<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Gibt es Zeiten, in denen du dich langweilst?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Nope! Langeweile kenn\u2018 ich nicht. Der damals in Paris lebende Chanel-Chefdesigner und Fashionpapst Karl Lagerfeld hat mal den Spruch abgelassen: \u201c Nur langweilige Menschen sind gelangweilt! \u201c Das seh\u2018 ich genauso wie einst der Meister der Haute Carlture. Wenn ich was Spannendes erleben will, schreib ich einfach eine SMS an \u2018ne fremde Nummer mit: \u201c Don Alfredo, ich hab\u2018 den Drecksack einbetoniert, wann krieg\u2018 ich meine Kohle? ( lacht )<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Mal daran gedacht, zur Ruhe zu kommen und ein ruhiges Leben zu f\u00fchren?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Also bis jetzt nicht, n\u00f6.<br \/>\n(Frank schaut r\u00fcber zum Fernseher. Es l\u00e4uft ein schmutziger und harter Gangsterfilm, zwei knallharte Typen mit einer Wumme in der Hand ballern sich irgendwo in einem Drecksnest in Texas ihren Weg zum Fluchtwagen frei, und die Bullen nehmen die Verfolgung auf.)<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Wie sehen deine Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft aus?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Keine halben Sachen \u2013 Action machen!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Willst du immer noch die 10 Gebote als Musical inzenieren?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Aktuell hab ich gro\u00dfe Pl\u00e4ne, aber diese Informationen sind strictly confidential. Geheimhaltung wird nicht nur bei der CIA ganz gro\u00df geschrieben.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: (lacht) Aber mir kannst du\u2018s doch verraten. Ich kann schweigen wie das Grab von Falco auf dem Wiener Zentralfriedhof.<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Nix Genaues wei\u00df man nicht \u2013 au\u00dfer, dass mein Musical \u201c Top Ten \u201c \u00fcber die 10 Gebote auf jeden Fall rauskommt. Das Script ist fast ready. Das Ding steigt vermutlich im Herbst 2025! Gibt aber noch ein weiteres Musik-Projekt von mir mit dem Titel \u201e Bonnie feat. Clyde \u2013 Das Rap-Musical \u201c. M\u00f6chte zudem einen Zukunftsroman schreiben und einen Megaseller mit dem Titel \u201e Die Star-Statement-Story \u201c. Zudem schreib ich im Moment an zwei B\u00fcchern: Das eine tr\u00e4gt den Titel \u201e Ex, Drugs &amp; Rock \u2018n\u2018 Roll \u201c und das andere soll so \u2018ne Art BestOfSeller werden und \u201e Single-Charts \u201c, hei\u00dfen. Wir brauchen in Deutschland endlich eine <em>Neue<\/em> <em>Coole<\/em> <em>Popliteratur<\/em>. Deswegen werd ich mit dem Buch \u201e Ex, Drugs &amp; Rock \u2018n\u2018 Roll \u201c auch auf gro\u00dfe Lesereise gehen. Diese Lesereise mit dem Namen \u201e Die coole PopliteraTour \u201c geht durch ganz Deutschland. \u2018t\u00fcrlich kommt auch meine Autobiografie irgendwann heraus, obwohl ich mich manchmal frage: Kann dieses eventreiche Leben in ein einziges Buch passen? Im Moment warte ich drauf, inspiriert zu werden. Liebe Musen, liebe Musen \u2013 nicht so sch\u00fcchtern, lasst uns schmusen! Wir sind doch gute Freunde und wie hei\u00dft es doch so sch\u00f6n: Guten Freunden gibt man ein K\u00fcsschen!<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frage<\/span><\/em>: Alle wissen: Frank Gerber ist der Godfather der coolen Schreibe. Wenn deine Autobiografie rauskommt, dann sicher in deiner eigenen Schreibe, oder?<br \/>\n<em><span style=\"color: #ff0000;\">Frank<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Gerber<\/span><\/em>: Yeah. Der Bartender der lockeren Literatur wird einen Coolness-Cocktail mixen! Ich werd auch wieder den Sound der Stra\u00dfe reinbringen. Die meisten anderen Schreiber bringen\u2019s ja nicht. Heute haben nur noch verdammt wenige \u2018ne coole Schreibe drauf. In der damaligen Zeit gab\u2019s einfach noch mehr echte und coole Autoren. Typen wie Charles Bukowski oder Hunter S. Thompson.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der abenteuerlustige Star Statement-Boss spielt auch mit der Idee, f\u00fcr ein Jahr komplett auszusteigen und in einem alten Ford Mustang \u00fcber die legend\u00e4re Route 66 zu brettern: \u201c Das Fernweh treibt mich schon viele Jahrzehnte durch die Welt und das w\u00e4r\u2018 garantiert superspannend wie ein Thriller, ein interessantes Road-Trip-Abenteuer. Ich hab Amerika zwar nicht entdeckt, aber vielleicht kann ich es f\u00fcr mich wiederentdecken. Rein in den Ford Mustang, den Z\u00fcndschl\u00fcssel gedreht und WROOOM! Ich hab \u2018nen alten Kumpel. Der hei\u00dft Louie. Lebt jetzt irgendwo in Texas. Tr\u00e4gt sogar wie ein Texas Ranger so \u2018nen beige-wei\u00dfen Westernhut und Cowboy Boots und so. Aber egal. Louie, damals Anfang 40, war \u2018ne gro\u00dfe Nummer in Berlin. Fr\u00fcher war er als Boss einer gro\u00dfen Company dick im Gesch\u00e4ft, jetzt ist er dick und nicht mehr so im Gesch\u00e4ft. \u201c<br \/>\nIch krieg \u2018nen Lachflash. \u201e Ach was, echt? \u201c<br \/>\nFrank stoppt kurz, dann erz\u00e4hlt er weiter: \u201eBeim Speed-Dating lernte Louie damals \u2018ne junge Amerikanerin namens Lauren kennen, die wie Rapper Eminem fr\u00fcher mal in einem Trailerpark nahe der \u201e 8 Mile \u201c-Road wohnte. Lauren war das typische All-American-Girl, sie war hinrei\u00dfend \u2013 Louis war sofort schockverknallt. Fr\u00fcher war Lauren Cheerleader. Das hei\u00dfeste Girl der Highschool. Doch auch today sieht seine Alte immer noch verdammt gut aus. \u2018Ne Klassefrau. Auf jeden Fall hat Louie damals wegen ihr seinen Top-Job in Deutschland quittiert, um in Amerika gro\u00df durchzustarten. Er tr\u00e4umte den amerikanischen Traum, aber irgendeiner hatte leider den Wecker gestellt und dann wachte er auf. Ausgetr\u00e4umt. Irgendwann hat er sich aber \u2018nen Job als Trucker gekrallt, donnert heute auf endlosen Highways durch die Staaten des mittleren Westens und hat immer die Highway Cops am Arsch. Und genau der Typ sagte neulich zu mir: \u201c Die Route 66 existiert ja genau genommen nicht mehr und ist jetzt bekannt als Historic Route 66. Aber, Frankieboy, diese Stra\u00dfe steht bis heute als Symbol f\u00fcr Freiheit und Abenteuer. \u201c Da dachte ich, okay, das ist ja genau das Richtige f\u00fcr verwegene Abenteurer und Explorer wie mich. Andererseits: In Harry\u2019s Bar in Venedig fragt sich vielleicht gerade der Bellini, warum ich ihn nicht trinke. \u201c<br \/>\nIch frage: \u201c Du hast dich also noch nicht entschieden? \u201c<br \/>\n\u201c I don\u2019t know. Ich wei\u00df es nicht \u201c, antwortet Frank. \u201c Das wissen die G\u00f6tter. Kann man mal machen. Aber ob ich das echt durchziehen werd, steht noch nicht explizit fest. Mein Terminkalender ist so knallvoll, dass ich gar nicht wei\u00df, was ich zuerst lassen soll. Aber hey, vielleicht reitet der Lonesome-Rider auch auf einer schwarzen Harley-Davidson durch die USA und f\u00fchlt sich <em>Born<\/em> <em>to<\/em> <em>be<\/em> <em>Wild<\/em>. Vielleicht h\u00e4ng ich aber auch mit meinen l\u00e4ssigen Surfer-Kumpels in Santa Cruz an der kalifornischen Pazifikk\u00fcste ab und danach reiten wir auf die Schnelle mal eben \u2018ne Monsterwelle &#8211; die Welt braucht sowieso mehr Surfer mit Brettern unter den F\u00fc\u00dfen und weniger Vollpfosten mit Brettern vorm Kopf! By the way: Santa Cruz ist \u00fcbrigens \u2018ne wundersch\u00f6ne Beach Town, fr\u00fcher sind da viele der Woodstock-Hippies hin, um dort im Sommer im bunt angemalten VW-Bus zu chillen und erst mal einen durchzuziehen nach dem Motto: Have a problem, make a point, take it easy, smoke a joint! \u201c<br \/>\nIch denke: Hey, jetzt mach hier mal nicht den Robbie Naish! Ob Frank wirklich mit seinen passionierten Surfer-Kumpels an der kalifornischen Pazifikk\u00fcste abh\u00e4ngt, wei\u00df ich nat\u00fcrlich nicht. Aber eins ist klar: Der Star Statement-Boss surft auf der ganz gro\u00dfen Erfolgswelle.<br \/>\n\u201e Who knows? \u201c, f\u00e4hrt Frank fort. \u201e Eventuell kauf ich mir auch \u2018n Ticket nach Mexiko und h\u00e4nge dort mit meinem Amigo Gonzales in irgendeinem gottverlassenen Kaff in einer abgefuckten Bar rum, wo wir tierisch Tequila tanken und \u00fcber die mexikanische Malerin Frida Kahlo oder \u00fcber den legend\u00e4ren mexikanischen Outlaw und Revolution\u00e4r Pancho Villa quatschen. Gonzales nennt mich \u00fcbrigens immer \u201e Gringo \u201c. Eventuell entdeckt der Frank aber auch die versunkene Stadt Atlantis und rei\u00dft dort so\u2019n paar verdammt s\u00fc\u00dfe Meerjungfrauen auf, die gar nicht genug von mir kriegen k\u00f6nnen und ganz charmant w\u00fcrd ich sagen: \u201e Nehmt bitte nie mehr eure Flossen weg, ihr s\u00fc\u00dfen Meerjungfrauen! \u201c Und dann w\u00fcrd ich mit ihnen together gegen den Plastikm\u00fcll in unseren Meeren fighten, der immer mehr zur globalen Bedrohung wird. Oder aber ich rase mit meinen loyalen Buddys auf einem gecharteten Speedboat von Miami nach Havanna. Der ber\u00fchmte Ocean Drive in Miami Beach mit seinen pastellbunten Art-d\u00e9co-Geb\u00e4uden ist by the way ein Sightseeing-Highlight. Die ungehemmte Lebensfreude, die totale Abenteuerlust, der Mega-Spa\u00df, das ist f\u00fcr mich immer das Wichtigste! Die Welt entdecken, Schnecken checken, einen wegstecken \u2026 \u201c<br \/>\nFrank \u00f6ffnet sich eine Dose Coca Cola Light. \u201e Vielleicht spiele ich auch mit den M\u00f6psen meiner attraktiven Nachbarin \u201c, sagt er. Und nach einer kurzen Pause erg\u00e4nzt er l\u00e4chelnd: \u201e Hey, das sind \u00fcbrigens sehr s\u00fc\u00dfe H\u00fcndchen. \u201c<br \/>\n\u201e Do you like Pets? \u201c, frage ich. \u201e Do you like cats or dogs more? \u201c<br \/>\n\u201e Dogs \u201c, antwortet Frank. \u201e Am liebsten Underdogs! \u201c<br \/>\n\u201e Was hast du \u00fcberdemn\u00e4chst noch vor? \u201c<br \/>\nEr zuckt mit den Achseln und schiebt die Unterlippe vor. \u201e Keine Ahnung. Per Anhalter durch die Galaxis mit F\u00fcrst Albert von Thurn und Taxis &#8211; und dann, mal sehen. Und vielleicht spricht Angelique Kerber: Ich will ein Tennis-Match mit Gerber! Weil: Die kriegt ja jeden Schl\u00e4gertyp \u2013 doch es gibt nur einen, den hat sie richtig lieb! ( lacht ) Yeah, alles ist m\u00f6glich. Als Weltenbummler die Welt zu bereisen, rumzukommen, die unterschiedlichsten Leute, Kulturen und so kennenzulernen \u2013 das ist doch sensationell. Das kommt immer gut und \u00fcberhaupt und sowieso \u2026. Aber bitte alles immer sch\u00f6n stressfrei, ganz auf chillig. \u201c<br \/>\n\u201e Was steht noch auf deiner To-do-Liste? \u201c, frage ich interessiert und stecke mir eine neue Zigarette an.<br \/>\n\u201e Auch der Mond bleibt nicht verschont! \u201c, lacht Frank und greift zu seiner Dose Coca Cola Light. \u201e Der erste Mann auf dem Mond? Neil Armstrong. Ist ja klar, ein kleiner Schritt und so. Aber ich will der erste Typ sein, der da oben sein Revier markiert. Zieh dir das bitte mal rein: Mr. Cool steht mit einem spacigen Look und mit Sonnenbrille unter dem Astronautenhelm auf dem Mond, holt sein Ding raus und pisst ein gro\u00dfes Star Statement-Logo in den Mondstaub. Das Hubble-Weltraumteleskop verw\u00f6hnt dann die Weltbev\u00f6lkerung mit den fantastischen Aufnahmen von meinem verdammt geilen Meisterwerk und jeder auf unserem blauen Planeten kennt dann meine Online-Plattform StarStatement.com! That\u2019s Rock \u2018n\u2018 Roll!\u201c<br \/>\nAls w\u00e4re damit alles gesagt, zieht Frank sich die Sonnenbrille ins Gesicht und vergr\u00e4bt sich tief in die Kapuze seines Hoodies. Er st\u00f6pselt sich die St\u00f6psel seines neuen iPods in die Ohren, klappt die Augen zu und summt leise vor sich hin: King of Cool. Frank Gerber spielt in der Champions League der Eisw\u00fcrfelpinkler. Wie wird man so verdammt l\u00e4ssig?<br \/>\nMit den heruntergelassenen Jalousien im Hintergrund komm ich mir gerade vor wie in einem der dunklen Detektivstreifen der Film Noir Reihe. Das Office von Frank k\u00f6nnte auch das d\u00fcstere, verqualmte Office von Hardboiled Detective Philip Marlowe sein. Kann mir das gut vorstellen: Frank Gerber als knallharter Privatdetektiv mit Dreitagebart, der den Hut tief in die Stirn gezogen und eine Zigarette im Mundwinkel hat, bis eine m\u00e4nnermordende Blondine namens Lola mit blutrot geschminkten Lippen reinkommt und ihm einen gef\u00e4hrlichen Auftrag gibt. Doch bevor Private Eye Frank Gerber cool den speziellen Fall dieser verruchten Femme fatale \u00fcbernimmt, rei\u00dft mich das Klingeln seines Smartphones aus meiner Fantasie.<br \/>\nEr nimmt die wei\u00dfen St\u00f6psel seines iPods aus den Ohren. Quatscht ein bisschen. Legt dann wieder auf mit den Worten: \u201e Calm down, Jackie Brown! \u201c Eine befreundete Stewardess namens Inge aus der boomenden Main-Metropole Frankfurt war dran, die Frank von der Brustvergr\u00f6\u00dferung ihrer jungen Freundin erz\u00e4hlte: Das Busenwunder war nach ihrer Beauty-OP fast <em>abgenippelt<\/em>. Pl\u00f6tzlich reden wir konkret \u00fcber den Tod und Frank sagt: \u201e 2060 sitze ich eventuell als 100j\u00e4hriger Grabverweigerer irgendwo auf einer Parkbank und erz\u00e4hl den Kids, wie ich Star Statement gegr\u00fcndet hab und zum weltweit operierenden Global Player machte. 100 ist dann das neue 50 und die Kids finden das dann voll cool und denken: Der alte Sack ist auf Oberzack! Who knows, vielleicht bin ich bis dahin aber auch schon abgekratzt und in der \u201eBILD \u201c-Zeitung gab\u2019s die hammerm\u00e4\u00dfige Headline: \u201e Deutscher Internet-Milliard\u00e4r Frank Gerber ist tot: Millionen Fans auf der ganzen Welt trauern und h\u00e4ngen die Sonnenbrillen auf Halbmast! \u201c Ich weile ja jetzt schon eine gef\u00fchlte Ewigkeit auf der Erde und es ist klar, dass auch der mit der Sonnenbrille nur eine begrenzte Zeit auf diesem wundersch\u00f6nen Planeten hat \u201c, sagt er nachdenklich und ich sp\u00fcre, wie mir die Tr\u00e4nen in die Augen schie\u00dfen, denn: Einen Typen wie Frankie wird es nie mehr geben.<br \/>\n\u201e Irgendwann gehen wir alle drauf \u201c, sagt Frank und steckt sich eine weitere Marlboro Lights ins Gesicht. Er setzt sich eine Basecap auf und sagt: \u201e Dieser harte und wilde Ritt, den wir Leben nennen, ist f\u00fcr uns alle irgendwann vorbei. Righty right? Die Zeit, die bleibt, sollte man echt optimal nutzen. Solange will ich noch einiges zum Guten ver\u00e4ndern. Ich will gute Sachen machen, meine Zeit nicht mit Mist verschwenden. Sollte ich morgen das Date mit dem Sensen-Mann haben, dann w\u00e4r\u2018 das Timing zwar schlecht, aber ich w\u00fcrd zu meinen Buddies sagen: \u201e Ist schon okay. Ich hab die Show genossen. Vielleicht seh\u2019n wir uns im n\u00e4chsten Leben? \u201c Man sagt, als Pop-Art-K\u00fcnstler Andy Warhol abgekratzt ist, setzten ihm Freunde seine obligate Sonnenbrille auf, bevor der Sargdeckel zuknallte. Wie cool ist das denn bitte? Sowas w\u00fcnsche ich mir gerne auch f\u00fcr mich. In 100 Jahren oder so findet man dann mein Skelett und meinen grinsenden wei\u00dfen Totensch\u00e4del mit \u2018ner Kippe zwischen meinen Z\u00e4hnen und \u2018ner schwarzen Sonnenbrille auf. \u201c<br \/>\nFrank greift zum Feuerzeug und z\u00fcndet sich entspannt eine Zigarre an.<br \/>\n\u201e Kommst du in den Himmel oder in die H\u00f6lle? \u201c, frage ich.<br \/>\n\u201e Interessiert mich \u2018n Schei\u00df. \u201c, antwortet er lachend. \u201eVermutlich hab ich auf beiden Seiten Fans. \u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Dunkle Brille, helles K\u00f6pfchen: Frank Gerber ist weiter an innovativen Mega-Projekten interessiert und plant schon wieder Gro\u00dfes!<br \/>\n\u201e Ich werde die Web-Herrschaft an mich rei\u00dfen! \u201c, sagt Frank Gerber mit einem filmreifen Heath-Ledger-L\u00e4cheln.<br \/>\nGro\u00dfes Kino.<br \/>\nFehlt nur noch das Popcorn.<br \/>\nEs gibt einige schillernde Pers\u00f6nlichkeiten im Internet, die ein bisschen crazy und durchgeknallt sind. Doch einer toppt sie alle: Frank Gerbers wildes Leben ist wirklich filmreif und l\u00e4sst jeden Drehbuchschreiber einer Soap Opera vor Neid erblassen! Angesprochen auf seine Zukunftspl\u00e4ne, sagt der Star Statement-Boss cool: \u201e Hey, ich bin Frank Gerber. Ich bin der Autor meiner eigenen Erfolgsstory! Diese unglaubliche Erfolgsstory wird nat\u00fcrlich auch in Zukunft weitergeschrieben! Aus einzelnen Erfolgszeilen wird die n\u00e4chste Erfolgsstory. Mehr geht nicht? Doch, da geht noch was! Da geht noch mehr! Bis dato, das war ja erst die Ouvert\u00fcre. Der absolute Hammer kommt noch, sprach Thor. Eventuell taucht ja ein verschollenes Tagebuch von Jesus Christus auf. ( lacht ) Im Moment hab ich echt Millionen Ideen f\u00fcr Sachen, die ich noch realisieren m\u00f6chte. Unangepasst, bunt und sch\u00f6n chaotisch wird es aber immer sein. Der Geist des Punk begleitet mich in allem, was ich mach. Ich bin so\u2019n bisschen wie Sid Vicious von den Sex Pistols, nur ohne Gitarre. Absolute Prio hat aber nat\u00fcrlich unsere gigantische Online-Plattform. F\u00fcr unsere Millionen Fans bin ich der coolste Dealer der Welt und die wollen von mir nat\u00fcrlich auch weiterhin die volle Dosis StarStatement! \u201c<br \/>\nIch sehe mich jetzt selbst in den dunklen Gl\u00e4sern seiner Designer-Sonnenbrille. Mein L\u00e4cheln steht mir gut.<br \/>\nFrank macht den Star Statement DJ \u2013 und spielt uns minutenlang grandiose neue Musik von seiner Online-Plattform vor: \u201e Krasser Sound, <em>Ohrgasmus<\/em>! \u201c<br \/>\nIch klau mir eine weitere Zigarette von Frank.<br \/>\n\u201e Ich hab von vielen Dingen keine Ahnung, aber immer richtig Lust, aus meiner Komfortzone rauszugehen \u201c, freut sich der Star Statement-Boss Frank Gerber auf die Zukunft. \u201e Derzeit gibt\u2019s viele spektakul\u00e4re Pl\u00e4ne: In Hamburg sollen zum Beispiel die Star Statement Awards verliehen werden \u2013 whoop whoop! Mal sehen, was sich noch alles machen l\u00e4sst. Ist wirklich totally aufregend f\u00fcr mich, zu sehen, wie Star Statement sich im Moment in der ganzen Welt ausbreitet. That\u2019s mega cool! \u201c<br \/>\nFrank greift zum Apple-Laptop und gibt das Password ein. Er zeigt mir einige neue Texte und sagt: \u201e Logopogo gibt\u2019s auch bald wieder knallige anspruchsvolle Dinger des Top-Texters: Die Frankgerber-Dotcommies &amp; Co &amp; so d\u00fcrfen sich freuen, die Wundert\u00fcten-Website wird abgehen wie noch nie. Ich bin ber\u00fchmt daf\u00fcr, Dinge zu machen, die man nicht von mir erwartet und ich spr\u00fch vor Energie. Wow, was f\u00fcr \u2018ne giga-grandiose Zeit! Oder, um es mal mit James Brown zu sagen: I Feel Good. Ist so\u2019n Feeling, als h\u00e4tte man den Jackpot geknackt oder w\u00fcrde auf dem Gipfel des Mount Everest stehen. Jetzt bin ich etwas \u00fcber 20 und ich checke, dass ich mich im Moment in einer unglaublich intensiven Phase meines Lebens befinde und als absoluter \u00dcberflieger darf man keine Flugangst haben, nicht wahr? Das Beste kommt noch! Ich werd euch alle nat\u00fcrlich updaten \u00fcber das, was ich in Zukunft durchziehen will. Ich freu mich extremst drauf und bin sowas von am Start. And: Don\u2019t forget, auf www.star-statements.com gibt\u2019s jede Woche was auf die Ohren, diese Website rockt! Immer cool und heiter \u2013 die Action geht weiter! Dauer hat, was Power hat! \u201c<br \/>\n\u201e Und was machen Sie beruflich? \u201c, wurde er mal gefragt. Darauf Frank ganz cool: \u201e Das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich! \u201c<br \/>\nDer Legende nach soll sich Frank Gerber auf einen lukrativen Deal mit dem Teufel eingelassen haben. Als Gegenleistung f\u00fcr seine coole Schreibe und f\u00fcr seinen weltweiten Erfolg mit der m\u00e4chtigen Online-Plattform StarStatement.com soll er seine Seele an Luzifer verkauft haben. Wer\u2019s glaubt?<br \/>\n\u201e President of the United States? Frankie Boy hat uns bisher noch nichts von seinen Umzugspl\u00e4nen ins Wei\u00dfe Haus erz\u00e4hlt! \u201c, hei\u00dft es aus seinem Inner Circle. Eigentlich ist sich die Mehrheit der Germans auch einig: Der Typ mit der schwarzen Sonnenbrille geh\u00f6rt zu Deutschland fast so wie das Brandenburger Tor, Schloss Neuschwanstein, der K\u00f6lner Dom oder die neue Elbphilharmonie. Dieser Typ ist eigentlich selber eine echte Sehensw\u00fcrdigkeit.<br \/>\nStellen Sie sich vor, Sie w\u00fcrden aktuell irgendwo im Weltall rumh\u00e4ngen und w\u00fcrden auf unseren blauen Planeten runtergucken. Zoomen wir uns mal n\u00e4her heran. Ja, ruhig noch ein bisschen n\u00e4her. Hey, Moment, diesen coolen Typ da unten mit der schwarzen Designer-Sonnenbrille und einer Zigarette oder Zigarre im Mundwinkel und dem eigent\u00fcmlich l\u00e4ssigen Gang gibt\u2019s nur einmal unter fast 8 Milliarden Menschen: Das ist Frank Gerber, den Typ erkennt man schon sofort an seinem einzigartigen Locker-Look und der zerknautschten Visage und der coolen Cap \u00fcber den zerzausten Haaren, oder? Okay, auf der Erde laufen einige superschr\u00e4ge Gestalten herum, aber ein ultracooles Unikat wie Frank f\u00e4llt selbst unter Milliarden Menschen auf. Dieser verhaltensauff\u00e4llige Typ mit den eigenartigen Bewegungen und der dunklen Brille ist einfach nicht zu \u00fcbersehen. So unverwechselbar wie der Autor selbst sind auch seine lockeren Spr\u00fcche und seine coole Schreibe. Und, seien wir bitte einmal ehrlich: Ohne solche bunten Typen wie Frank Gerber w\u00e4re unser Planet Erde nur ein kleiner blauer Punkt im All.<br \/>\nUnd sonst so? Der Vollzeit-Coole und Teilzeit-Chiller, um es auf \u201e Gerberisch \u201c zu formulieren, m\u00f6chte bald einen Jazz-Club mit dem Namen \u201e Checkpoint Frankie \u201c er\u00f6ffnen. Aktuell aber konzentriert sich der wunderbar nonchalante Mann prim\u00e4r auf seine extrem erfolgreiche Online-Plattform. Star Statement-CEO Frank Gerber stellt klar: \u201e Manche Leute denken: CIA steht f\u00fcr Central Intelligence Agency. Falsch gedacht. CIA steht f\u00fcr CEO IN ACTION! \u201c<br \/>\nTats\u00e4chlich ist Frank f\u00fcr seine Millionen User nonstop im Einsatz \u2013 fast so wie ein Top-Agent! Noch ist nicht sicher, was sonst alles passieren wird. Sicher ist bei Gerber nur eines: Langweilig wird\u2019s mit ihm nie. Diesen Typ sollte man in Zukunft auf jeden Fall weiterhin auf dem Radar haben!<br \/>\n\u201e Ultimativst \u00fcberirdisch! \u201c, rutscht es Frank Gerber immer heraus, wenn er etwas \u201e cool \u201c findet. Cool findet er vor allem seine Online-Plattform Star Statement \/ Celebrity Statements. Gibt nicht viele Menschen auf der Welt, die sich so temperamentvoll in eine Sache reinh\u00e4ngen. Seine Begeisterung ist wirklich infekti\u00f6s. Ich bewundere seinen Enthusiasmus! Frank hat einen Donnerruf als K\u00fcnstler und Autor und er gr\u00fcndete eine der wichtigsten Online-Plattformen in Deutschland. Ein Sch\u00fctze-Mann wie er braucht permanent die volle Action-Dr\u00f6hnung und lebt in seiner eigenen Wow-Welt. Die versunkene Stadt Atlantis oder die verschollene Bundeslade finden, auf Zeitreise gehen oder vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral der NASA im US-Bundesstaat Florida mit einer Rakete in die unendlichen Weiten des Weltraum starten: Mister Star Statement ist immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Ganz sch\u00f6n aufregend! Es bleibt wie immer: SPANNEND!!!<br \/>\n\u201e So, das reicht f\u00fcr heute \u201c, insistiert er, als ich probiere, ihn weiter zu interviewen. \u201e Genug gequatscht. Irgendwann ist auch mal gut. \u201c<br \/>\nMein Happy-End mit Mr. President! Es war eine lange Nacht im \u201e HQ 19 \u201cund ich dr\u00fccke zum wiederholten Mal den Knopf der superschicken Espressomaschine. Dann schalte ich das Diktafon aus und sage zu Frank: \u201e Danke f\u00fcr das sensationelle Interview. Nach der Schock-Diagnose und meiner Chemotherapie wollte ich partout dieses Interview mit dir machen, um wieder ein Ziel zu haben. Hammer, dass Du f\u00fcr mich am Start warst. Das war tight von dir. Gibt \u2018nen Karmapunkt! \u201c<br \/>\nEr l\u00e4chelt mich an. \u201e Du bist ziemlich cool, Silvia Kainka, wei\u00dft du das? \u201c<br \/>\nToller Tag. Tolles Interview. Auf einer Skala von 1 bis genial war er heute mal wieder Einstein. Gerne h\u00e4tte ich noch ein paar Fragen gestellt, aber wie sagt der Meister immer: \u201e Hey, piano, piano, das hat auch Zeit bis morgen. Morgen ist auch noch \u2018ne Nacht. \u201c<br \/>\nEin leiser Piepton verk\u00fcndet den Eingang einer Message. Das Gesicht im Schatten einer schwarzen Basecap starrt Deutschlands coolster Autor und Star Statement-CEO und Founder Frank Gerber lange auf sein spacegraues iPhone. Ich probiere, diskret einen Blick auf das Display zu erhaschen, kann aber nichts erkennen. Das h\u00e4tte ich mir auch denken k\u00f6nnen. Ob der ber\u00fchmte Rockstar mit Hut ihm die Nachricht schickte und ein konspiratives Meeting mit Frank im edlen Hamburger Hotel Atlantic Kempinski an der Alster m\u00f6chte, ist leider nicht bekannt \u2026<br \/>\nEs ist morgens um 4.12 Uhr, als der Desperado wieder losziehen will: \u201e Ich beam\u2018 mich jetzt mal weg \u2013 mach mal \u2018nen Ghettocheck! Typen wie ich sind immer on the road. Du kennst mich ja. Den Stra\u00dfenhund kriegst du nicht mehr aus mir raus. Ich muss jetzt los und starten: Die gro\u00dfen Abenteuer warten! \u201c<br \/>\nJetzt muss der Asphaltcowboy wieder raus, auf die Strassen, in die Nacht, in the city of a thousand lights, und einsam weiterzieh\u2019n \u2026 Niemand wei\u00df, wohin \u2026<br \/>\nFrank steht auf, nimmt f\u00fcr einen kurzen Moment die neue schwarze Designer-Sonnenbrille ab und verabschiedet sich dann wie Action-Superstar Arnold Schwarzenegger in seiner Paraderolle als Cyborg in dem Science-Fiction-Thriller \u201c Terminator \u201c mit den ber\u00fchmten Worten: \u201c I\u2019ll be back! \u201c<br \/>\nEin verdammt cooler Abgang!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><em>Silvia<\/em> <em>Kainka<\/em>, <em>Hamburg<\/em>, 3.5.2019<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frank Gerber interviewed by Silvia Kainka &nbsp; Frank Gerber: President Of The United Stars DER Frank Gerber? 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